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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Über nervige Nachbarn, Mülltonnen und Sichtschutzwände....



Lacuna
28.11.2012, 23:38
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möchte dies einfach nur erzählen, da ich sonst niemand habe, dem ich das erzählen kann und nicht gleich mit Raketen auf Spatzen schießen möchte. Ich habe dieses Forum gestern entdeckt und es nach reiflicher Überlegung gewagt meine Worte mal öffentlich von der Seele zu schreiben. Zudem habe ich vorher viele andere Einträge von Leuten auf der Hauptseite gelesen, denen es anscheinend aufgrund ihrer Situation echt miserabel gehen muss. Ich kann den Leuten sehr nachfühlen und denke, dass meine Geschichte daher nur ein Klacks dagegen ist:


Seit 1,5 Jahren wohnt meine Familie und ich in einem kleinen Haus in einem netten Dorf in Miete. Das Häusle grenzt direkt an einer unbebaubaren Obstwiese. Wir haben jedenfalls das Glück einen supernetten, freundlichen Vermieter zu haben, der sehr zufrieden mit uns ist wie wir das alles pflegen und sich ansonsten nie einmischt und blicken lässt. Unterhalb hat ein Nachbar seine Hühner in einem Grundstück springen und oberhalb des Weges befindet sich ein Pferdehof, dessen Besitzer mehrere Mieter bei sich wohnen lässt, die desöfteren den Wohnort wechseln. Alles eingeschweißte Dörfler, die einen normalerweise nicht angucken, sofern man nicht irgendwie verwandt und intern (vereinsmäßig) bekannt ist.


Der Hühnerhalter - ich nenne ihn mal Nachbar A in Rente - war anfangs sehr nett. Da ich allgemein Tiere liebe habe ich oftmals mit meiner Tochter seine kleine Tierfarm besuchen und mithelfen dürfen. Schon 2 Monate nach unserem Einzug machte er uns klar, dass er niemanden für seine Tiere hätte, wenn er und seine Frau mal weg müssten. Ich erklärte mich dann mit einverstanden bei Abwesenheit deren Pflege zu übernehmen.

Da ich gutmütig und leider auch harmoniebedürftig bin fing er schleichend an diese Gutmütigkeit auszunutzen. Um zu seinem Tierhof zu gelangen muss er jeden Tag an unserem angrenzenden Gartengrundstück vorbeigehen. Dort war anfangs ein niedriger Zaun mit einem kleinen Tor, welches wir nie abgeschlossen hatten. Ich konnte nicht einen Tag auf der Terrasse oder mit Gartenarbeit verbringen, ohne dass er mich über den Zaun hinweg ansprach, nach mir rief, wenn ich nicht in Sichtweite war und sogar durchs Tor hineinkam und mich stundenlang mit seinen negativen Geschichten berieselte. Bald saß dann auch noch seine Frau bei uns auf der Terrasse und gingen einfach nicht mehr nach Hause. Dachte schon, die wollten bei uns langsam einziehen. Ich weiß nicht warum ich nichts sagen konnte. Wollte nach dem Alltag nur meine Ruhe haben. Ich konnte es ihnen anfangs einfach nicht klarmachen um zu vermeiden, dass sie mit mir beleidigt wären.


Irgendwann war es dann mal soweit. Er stand bei mir mitten im Haus während ich in der Küche kochte und schrie "habe schon die ganze Zeit nach dir gerufen, aber scheinbar hörst du nix"! Ich empfand das als absolute Frechheit und dachte "jetzt ist es einfach zuviel". Ich war einfach sprachlos diesen Mann in meinem Haus zu sehen - und dann noch in diesem Ton mit mir zu sprechen. Ich sprach mit meinem Mann darüber - besorgt einen evtl. Dorffrieden zu zerstören, wen ich dem seine Grenzen aufzeigen würde. Konnte mein Mann kaum beruhigen, denn der war stinkesauer und ging am nächsten Tag in den Baumarkt und machte einen 2 Meter hohen - ja fast hässlichen Sichtschutzzaun aus Bambus hin. Das Tor wurde nun abgeschlossen. Er sprach Nachbar A darauf an, dass er das ab sofort zu unterlassen habe.


Nun konnte Nachbar A mich nicht mehr beim Vorbeigehen sehen, aber oftmals hören, wenn ich im Garten umherwühlte. Auch schaute er durch kleine offene Stellen hindurch und beobachtete mich. Er rief durch den Sichtschutzzaun zu mir herüber, „dass sowas eigentlich nur Türken machen würden, wenn sie ihre Frauen vor der Öffentlichkeit verstecken möchten. Dieser Türkenzaun gehöre verboten. …bei mir gäbe es eh nichts zu verstecken“...ich hörte gar nicht hin sondern verhielt mich auch noch leise, damit er mich nicht in meinem eigenen Garten hören kann.


Erzählte das auch nicht meinen Mann, damit der nicht ausflippt und ich so den Nachbarfrieden bewahren konnte. Dann kam Nachbar A wieder ganz lieb und nett an und bat mich auf seine Hühner aufzupassen - er müsse zu seine Verwandten nach Ungarn. Da ich das gern mache obwohl es viel Arbeit und Einschränkung meiner Freizeit ist, sagte ich wieder überrumpelt zu. Dann ging es so weiter, dass er ständig bei mir klingelte und mich mit seinen eigentlich nicht vorhandenen Problemen bejammerte...das Tor unten war ja nun geschlossen, also musste er ja täglich bei mir klingeln.

Den Bock schoss er dann ab, als ich für 2 Wochen Hühnersitting bei ihm machen sollte, und er erst nach 3 Wochen ohne Nachricht wieder zurück war. Habe zwischendurch selbst noch Futter kaufen müssen, damit es für seine Tiere reichte. Hatte eingeschränkte Freizeit und musste deshalb Urlaub nehmen. Er entschuldigte sich nichtmal dafür. Je mehr ich ihn daraufhin zurückwies und ignorierte - je unverschämter wurde er bis hin zu Beleidigungen an mich an meiner eigenen Haustüre. Das wäre jetzt allerdings zuviel alles in Einzelheiten aufzuzählen.


Wir haben ihm nun verboten bei uns jeden Tag zu klingeln, über den Sichtschutz nach mir zu schreien und haben weitere Hühnerpflege abgelehnt. Nun moppt er uns im Dorf. Ich habe selbst einmal hören können dass er uns einer Spaziergängerin gegenüber als Idioten bezeichnete als ich im Garten war. Wir haben jetzt umgeworfene Mülltonnen auf der Straße und Müll im Vorgarten rumliegen. Unser Kater, den wir nur 4 Monate aus dem Tierheim her hatten, vermissen wir schmerzlichst und ist trotz Registrierung nicht mehr auffindbar. Ich kann nichts nachweisen, aber es häuft sich nun und es tut richtig weh nichts dagegen tun zu können. Ich fange an mich tatsächlich nur draussen blicken zu lassen, wenn keiner dort rumschleicht. Das ist eine große Einschränkung, die ich so nie zuvor kannte.


Der Besitzer Nachbar B vom Pferdehof nutzt meine Gutmütigkeit auch aus. Er lässt seit unserem Einzug seine gesamten Untermieter ihre Mülltonnen vor meinen Gartenzaun stellen, damit er das Müllauto nicht bei sich im Hof hat. Die holen ihre leergeräumten Mülltonnen auch tagelang danach nicht ab und bleiben dann bei mir stehen. Wenn eine Mülltonne sehr voll war und Wind kommt fliegt der Müll dann auf meinem Grundstück und gesamten Weg herum und räume es dann auch auf. Kann man ja dann nicht nachweisen, von wem der Müll ist. Mehrmaliges freundliches ansprechen dem Vermieter gegenüber hat bislang nichts gebracht. Er lügt mir ins Gesicht er häbe damit nichts zutun und schlägt mir die Türe vor der Nase zu. Neulich hat er meine saubergemachte Mülltonne mitgenommen, auf der ich meinen Namen mit Edding geschrieben habe und hat seine dreckige Mülltonne mir überlassen. Ich wollte sie zurückholen und er meinte“das wäre seine Tonne“! Er hat den Eddingstift mit Nagellack oder ähnlichem entfernt und ich konnte es sogar noch durchsehen.


Bei mir brodelte es bis zum Vulkanausbruch – habe eine Nacht drüber geschlafen und mir gedacht, dass ich wegen der sauberen Mülltonne nun keinen „Kleinkrieg“ anfange. „In Flagranti erwischen und zur Stellungnahme erbitten“ heißt wohl der Zaubersatz. Aber wie ich diesen Pferdehofbesitzer dazu bringe, seine Vermieter zu bitten die Mülltonnen bei sich rauszustellen hab ich keine Idee.

Und alles nur weil ich es Recht machen wollte, nett zu den Nachbarn im Dorf sein wollte und entsprechend aufdringliche, rücksichtslose Nachbarn nicht von vorne herein durch freundliches, direktes Auftreten in ihre Grenzen weisen konnte. Ich rege mich über meine eigene Feigheit und mangelndes Selbstbewusstsein auf und dass ich eigentlich in diesem Dorf gar nicht auffallen wollte. Ich hoffe, ich werde das noch lernen. Wenn man das nicht lernt wird einer (oder mehrere) kommen und diese Lehre einem aufzwingen.

freundliche Grüße





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weidenbaum
29.11.2012, 22:11
Hallo, ganz kurz! Dein Sichtschutzzaun wirkt provozierend und sieht bestimmt doof aus. Setzt Tujas oder Kirschlorbeer hin. Sowas nennt man Gartengestaltung und der Nachbar kann nicht rüber sehn. So, wie das aussieht, hat der Nachbar den engen Kontakt genossen und hat die Grenzen übersehen. Ich glaube nicht, dass es zu spät ist, ein gemeinsames Gespräch noch zu führen. Vorschlag- ladet ihn mit seine Frau zum Kaffee ein und redet nochmal in Ruhe mit Ihnen. Alte Leute sind manchmal wunderlich, werden wir bestimmt auch noch;-) Fing ja auch irgendwie gut an bei Euch, evtl. hast Du selber vergessen "STOPP" zu sagen. Was Deine Mülltonnen angeht? Keine Ahnung? Evtl. hat da jemand einen Vorschlag für Dich. Wäre doch schade, wenn Du von den erst, beliebten Seiten, nur noch angegiftet wirst. Bleib nach allen Seiten nett und freundlich, aber bestimmend, dann müsste es mit der Nachbarschaft klappen. Evtl. hat der Rentner ja eine Idee, was die Mülltonnen betrifft;-)Denk mal drüber nach;-) Tschau Biggi

Lacuna
05.12.2012, 20:08
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vielen Dank für Deine Antwort. Sicherlich werde ich mich über die weitere Gartengestaltung mit effektiven Sichtschutz im Frühjahr auseinandersetzen. Tujas sind wirklich schön. Waren bei meiner anderen Wohnung gepflanzt und waren unten herrum leider sehr durchsichtig. Habe selbst Hühner und da sollte auch nicht jeder reinlangen und etwas rüberschmeissen können.


Jetzt im Winter geht es mit dem besagten Nachbarn (er wohnt ja woanders - hat nur sein Hühnergrundstück neben mir). Da ich nicht mehr so oft im Vorgarten arbeite sieht man sich nicht so oft. Er beantwortet das Klingelverbot bei mir mit 3 x am Tag lautem Motorenaufheulen und Autotüren zuschlagen vor meinem Garten wenn er zu seinen Hühnern geht. Gemeinsame Gespräche habe ich über die Zeit sehr viele geführt. Auch oft gesagt, dass ich seinen Umgangston mir gegenüber wenig passabel empfinde. Er und Sie sind sehr gute Schauspieler. Sobald man nett und zugänglich wird, greift er wieder zur Peitsche und wirkt peinlich aggressiv und beleidigend an meiner Haustüre. Ich sehe sie auch nicht als „alte Leute“ – die sind sehr fit und sehr anhänglich – brauchen mich halt um ihre Tiere zu versorgen und sich am besten abens noch die Zeit zu vertreiben. Tiere versorgen tu ich ja gern, sofern man mich respektiert und mir meinen privaten Freiraum lässt. Ich helfe ja ihnen - und sie nicht mir. Somit bin ich niemand was schuldig. Eigentlich erwarte ich Empathie/Einfühlungsvermögen von den Leuten – sonst nix . Dann würde das ja klappen. Da jedoch Einfühlungsvermögen nicht vorhanden ist, muss ich halt mit Distanz reagieren. Das verstehen sie jedoch auch nicht. Naja kommt Zeit kommt Rat. Wegen den Mülltonnen werd ich mich im Rathaus erkundigen gehen. Das nimmt langsam richtig üble Ausmaße an und selbst wenn ich drüber weg sehen wollte, könnte ich das nicht, weil sie ja tagelang vor meinen Garten stehen bleiben und auch umgefahren werden.


Freundliche Grüße
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