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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : das Melanom (schwarzer Hautkrebs), 1 mm zwischen Leben und Tod, wie sinnvoll sind Vorsorgeuntersuchungen ?



Adoan
21.11.2016, 13:58
Wer beruflich voll engagiert ist, unter Stress steht und am Rande des burnout steht, ist besonders anfällig für Erkrankungen. Zu der stressbedingten Krankheitsanfälligkeit kommt noch der Zeitmangel, Unkonzentriertheit und Selbstaufgabe hinzu. Doch gerade bei dieser speziellen Problematik sind Vorsorgeuntersuchungen besonders wichtig.

Ich schreibe diesen Beitrag weil ich selbst betroffen bin und es nützt eben nicht viel, wenn rein theoretisch über burnout diskutiert wird, und die Praxis auf der Strecke bleibt. Ich habe hier einen Beitrag über Lungenkrebs gelesen und entschloß mich dazu meine Erfahrungen nieder zu schreiben. Burnout ist bekannt und die Geschichten ähneln sich. Deshalb komme ich gleich zum Punkt:

Ich habe über mehrere Monate einen Hautfleck beobachtet und mir vorgenommen damit zum Dermatologen zu gehen. Stress bzw. die berufliche Situation führten dazu daß ich das immer wieder vor mir herschob.

Schließlich hatte ich eine andere Operation bei der dieser Fleck ( Fotos unten ) von einem Arzt gesehen wurde:

351 352

Adoan
21.11.2016, 15:13
Bei der anschließenden Operation (Lokalanästhesie) des Hautflecks wurde großzügig Haut entfernt.

Das Ergebnis sah so aus:

353 354


Die Laboruntersuchung ergab ein Melanom (Typ ssm) mit einer Schichtdicke von 0,7 mm

Das ist grenzwertig, ab 0,75 mm ist eine erneute Op üblich.

Bei der zweiten Op werden nochmal 2 cm auf jeder Seite entfernt und es wird tiefer geschnitten.

Bei 0,7 mm ist die Überlebensrate bei 80% für die nächsten 10 Jahre. Ist der Tumor dicker, sinkt die Lebenserwartung dramatisch. Ein Millimeter entscheidet tatsächlich über Leben und Tod.

Ich wollte Euch mal zeigen, dass burnout sicherlich eine ernstzunehmende Krankheit ist, aber, was gern übersehen wird, die Parallellentwicklungen und Ereignisse sind oft schlimmer. Das kann ein massives Partnerproblem sein, ein Unfall oder das Übersehen einer schweren Krankheit, die nicht direkt mit burnout im Zusammanehang steht.
Ich bin mir jedenfalls sicher, dass ich schon früher beim Dermatologen gewesen wäre, wenn ich nicht ständig mit beruflichen Problemen zugeschüttet worden wäre.

von Klarenfeld
21.11.2016, 18:10
Hallo Adoan, das sieht ja schrecklich aus. Aber nach ein paar Monaten ist es fast wieder normal. Allerdings, wenn die zweite Op tiefer geht, dann gibt es eine "Delle" . Im allgemeinen wird dazu aber mit einem Hautstück aus den Beinen aufgefüllt.

Was ist mit den Lymphknoten ?

Sehr interessant sind Deine Anmerlungen zum burnout-Syndrom. Die Nebeneffekte werden gern übersehen, wie etwa Partnerprobleme usw.

Dich hat die Situtaion so gefangen genommen, dass Du andere wichtige Dinge (Vorsorge) übersehen hast. Ist schon mal wichtig das festzustellen, wie burnout in das Leben eingreift, wobei ich persönlich zwischen Stress, Mobbing und burnout keinen so großen Unterschied mache. In der Auswirkung ist es faktisch gleich.

Stephen
21.11.2016, 21:52
an der Schichtdicke (0,75mm) würde ich mich jetzt nicht festhalten. Das ist im Zusammemhang mit anderen Kriterien zu bewerten. Horizontales Wachstum, freie Zellen, Wachstumsrate etc. sind mit einzubeziehen.