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Zornhase

Mobbing an der Universität

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Ich wurde während mindestens drei Jahren an der Uni gemobbt. Als wollten sie schauen wieviel ich aushalte. Grausamkeit ist das Schlimmste was wir tun können, sagt Rorty. Egal in welcher Form, Grausamkeit ist das nicht Verdaubare. Keine Therapie kann ihre Folgen verhindern. Das Misstrauen gegenüber anderen. Noch ein Jahr nach den Vorfällen leide ich unter Schlafstörungen und deppressiven Verstimmungen. Ich bin kein eigenständiges Individuum mehr, sondern nur noch Opfer, Kranke, Überlebende. Und wer jetzt seufzend auf das Schicksal verweist, ich weiss, es gibt kein Schicksal ausser man tut es. Oder wer Mobbing als natürliche und damit legitime Reaktion einer Gruppe auf ein krankes Mitglied versteht, hat sich damit zufrieden gegeben, dass Erwachsene halt auch nur auf der moralischen Entwicklungsstufe von Primarschülern stehen. Wie ein dummes Tier ist der Mob, lautet das schon gerechtere Urteil von C.G. Jung gegenüber kollektiven Dynamiken dieser Art. Wer sorgt in einem solchen Fall für das Recht? Wer erlöst mich aus der Isolation?
Also es ist jetzt offensichtlich: ICH BIN TIEF VERLETZT UND BELEIDIGT.
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Kommentare

  1. Avatar von ZuTutor
    Lieber Zornhase,

    Es ist vollkommen nachvollziehbar, dass du verletzt bist. Aber Wunden kann man heilen. Du musst nicht für immer ein "Opfer" oder "krank" bleiben! Was aus dir wird, das entscheidest allein du selbst. Stempel dich doch nicht selbst so ab. Es gibt immer einen Ausweg und eine Möglichkeit zur Besserung, nur hast du sie vielleicht bisher nicht erkennen können. Eine Therapie kann die Folgen zwar nicht verhindern, aber mildern. Sie kann einem helfen, wieder glücklich werden zu können. Aber dazu muss es keiner Therapie bedürfen. Manchmal reichen auch einfach Menschen, die einem gut zureden und wieder Mut machen können. Nur leider gibt es von ihnen immer weniger.

    Noch bist du misstrauisch, aber deine innere Haltung lässt sich auch wieder zum Positiven wenden, nur braucht das wohl Zeit. Mobbing kann schrecklich sein und wir müssen es ausmerzen. Du magst dich jetzt noch isoliert fühlen, aber du kannst dagegen etwas machen: Mit anderen Menschen, die dir nahe stehen darüber intensiv sprechen und deine Vergangenheit abschließend verarbeiten.

    Du bist kein "krankes Idividuum", sondern ein Mensch und aus jedem Menschen kann auch wieder etwas werden, egal wie schlecht seine aktuelle Situation ist.

    Sie zuversichtlich und es wird sich ein Weg ergeben, auch für dich.

    Alles Gute
    ZuTutor