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Yazzminn

Mobbing 1.Ausbildungsjahr

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Hallo,
ich bin neu hier, aber ich sehe keinen anderen Weg mehr, als mir hier die letzte Möglichkeit an Hilfe zu holen.
Ich, w/20, habe im August letzten Jahres eine Ausbildung in einer Steuerkanzlei begonnen. Ich merkte gleich, dass hier etwas nicht stimmt, aber habe drüber hinweggesehen. Im Laufe der Zeit merkte ich immer deutlicher, was hier los ist. Die Kolleginnen sind nicht bereit einen Azubi vernünftig anzulernen und benutzen ihn für ausbildungsferne Tätigkeiten, wie in der Stadt für sie privat einzukaufen. Es verschlimmerte sich immer mehr, ich soll nun jeden Tag rumfragen, ob jemand was eingekauft haben will. Wenn ich dies nicht tue, so wird es beim Chef so dargestellt, als würde ich mich weigern für den Betrieb einzukaufen ( sie sagen dann, dass ich frech bin und das als Azubi ja meine Aufgabe sei). Auch muss ich die Toiletten putzen, obwohl wir eine Putzfrau haben, und den Müll trennen und aussortieren. Versteht mich nicht falsch, ich bin nicht zimperlich oder so, aber wenn ich aus einem Papierkorb diverse verschimmelte Essensreste und benutzte Papiertaschentücher rausfischen muss, finde ich das doch echt eklig. Auch ist niemand hier wirklich freundlich und ich werde behandelt, wie eine billige Putzkraft. Bis vor Kurzem ließ sich das auch noch aushalten, aber es wird zunehmend schlimmer. Ich werde bei jeder Kleinigkeit direkt angeschrien, obwohl ich nichts dafür kann. Ich bin zwar kritikfähig, aber bei sowas kann man nicht Kritikfähig sein. Ich bleibe dann zwar immer ruhig, aber wenn eine Kollegin anfängt, dann kommt gleich die ganze Horde und sie machen mich dann zusammen fertig. Ich sei zu dumm Befehle richtig auszuführen und habe mein Abitur auf der Baumschule gemacht etc. Mir wird andauernd ein dreckiger Putzlappen auf meine Arbeitsutensilien geworfene und abfälligstem Putzen abgeschoben und vom Chef bekommenicj ärger, warum meine Sachen so dreckig sind und ob ich zu Hause auch so sei.
Seit neuestem werde ich wegen meiner Hautkrankheit diskriminiert. Ich habe seit meinem elften Lebensjahr Schuppenflechte am Kopf, weshalb manchmal Schuppen zu sehen sind. Die angegriffene Psyche verstärkt die Ausprägungen, weshalb es momentan etwas schlimmer ist als sonst. Ich wurde beschimpft, mich nicht richtig zu pflegen und dass das eklig sei und außerdem soll ich mich, wenn Mandanten da sind, nicht aus meinem Büro bewegen, damit sie das nicht sehen.
Mich verletzt das sehr, das hab ich denen schon gesagt, aber es ist ihnen egal. Ich hatte auch schon ein paar Gespräche mit meinem Chef, aber der kann (und will?) sich offensichtlich nicht durchsetzen. Bei der Steuerberaterkammer habe ich mich auch schon informiert, aber da kam keine Rückmeldung. Ich bin echt verzweifelt und gehe jeden Tag mit Bauchschmerzen zur Arbeit und sitze voller Angst an meinem PC, weil jederzeit jemand kommen kann, um mich fertig zu machen.
Es wurde auch ein Seminar angeordnet, um das Betriebsklima zu verbessern, was nichts gebracht hat. Von meiner alten Ausbilderin,die auf Grund der Umstände in einen anderen Betrieb gewechselt hat, weiß ich, dass die Auszubildenen vor mir ebenfalls wegen den Leuten hier gegangen sind. Ich persönlich finde das ziemlich heftig und gewundert hat es mich kein Stück.

Meine Frage an dieser Stelle ist, ob ich mich auf grund von Psyche krankschreiben lassen kann?
Ich habe schon eine Zusage bei einer neuen Stelle, die aber erst im September anfängt. Ich habe vor im Juni zum Juli zu kündigen, weil ich das Gehalt noch brauche.
Kann ich mich zwischendurch immer mal krankschreiben lassen oder wäre der letzte Monat besser?

ich bin kein Mensch, der vor seinen Probleme davon läuft (hatte schon früher mit Mobbing zu tun-> diverse Schulwechsel), aber diese Umstände sind wirklich nicht mehr tragbar... Meine Familie unterstützt mich zwar, allerdings können wir uns es nicht leisten, dass ich früher kündige, da wird nur wenig Geld haben.

Ich hoffe auf ernst gemeinte Tipps und Ratschläge und der Satz „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ hängt mir schon zum Hals heraus

LG Yazzminn
Stichworte: kolleginnen, mobbin Stichworte bearbeiten
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Kommentare

  1. Avatar von Admin
    Admin: Der Blogeintrag wurde ins normale Forum übertragen, da das Thema auch dort gelesen werden sollte.


    http://forum.mobbing.net/showthread.php/10817-Mobbing-im-1-Ausbildungsjahr?p=49417#post49417
  2. Avatar von Maiclyde
    Autsch!

    An den herrschenden Umständen wüsste ich nichts zu ändern. Wenn Du Dich krankschreiben lässt, dann von einem Facharzt. z.B. Psychater. Man weiss nie ob es noch Streit gibt und ein Attest eines Allgemeinmediziners sagt dann nicht viel aus. Vielleicht kannst Du eine ambulante Therapie machen um mit der Situation besser umzugehen, solange sie besteht. Gelegentliche , nicht ausbildungsbezogene Arbeiten wird man hinnehmen müssen. Artet das wie beschrieben aus, kannst Du Dich sicher dagegen wehren. Ich würde mal den Berufsschullehrer fragen und ein wenig googlen. Steht dazu etwas in Deinem Ausbildungsvertrag ? Oder gehe mal zu einer öffentlichen Rechtsauskunft. Da sitzen Juristen und das kostet Dich vielleicht 20,- Euro als Azubi. Ich vermute die können Dir sagen auf welchem Weg Du Dich dagegen wehren kannst. Lehrjahre sind keine Herrenjahre kenne ich auch noch. Heute sind Arbeitnehmer und sicher auch Azubi,s viel besser geschützt. Ausserdem solltest Du über alle Vorfälle Buch führen mit Datum und anordnenden Personen. Vielleicht hilft Dir das ein wenig.