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Thema: Alkohl / Dorgenabhängiger Nachbar

  1. #11
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    Standard AW: Alkohl / Dorgenabhängiger Nachbar

    P. S.: meine Toleranz und mein Mitleid gegenüber Süchtigen, wie ich sie erlebte, hält sich seither in Grenzen.
    Wo andere Menschen so arg in Mitleidenschaft gezogen werden und nach mehreren Therapien keine Verbesserung und Einsicht eintritt,
    habe ich keinerlei Verständnis.
    Ich sehe das genau so. Ebenso fehlt mir allgemein aber auch jedes Veständnis für Leute, die dann noch einem Opfer von solchen Typen mit Mitleid für denjenigen kommen müssen. Ich selbst wohne in einem sehr lauten Haus. Da ist den ganzen Tag von Getrampel angefangen, über laute Musik und Herumgejole immer irgend etwas los. Der meiste Lärm geht - von inzwischen erwachsenen - "Kindern" aus (sind zwischen 19 u. 23). Teilweise ist das echt unerträglich.
    Süchtig ist meines Wissens zwar niemand, aber soll man dann Mitleid mit den Eltern haben, weil sie bei der Kindererziehung völlig versagt haben?! Oder Mitleid für die - wie gesagt erwachsenen - Kinder haben, weil sie sich bewusst weigern Rücksicht zu nehmen?! Wohl kaum. Da habe ich dann doch eher Verständnis für den Nachbarn, der irgendwann entnervt vor der Tür steht, weil er selbst ein Haus weiter noch in den dauernden "Genuß" kommt. Bzw., dass dann eben auch irgendwann einmal die Polizei auftaucht.
    Geändert von Ilythia (12.03.2017 um 11:39 Uhr)

  2. #12
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    Standard AW: Alkohl / Dorgenabhängiger Nachbar

    @Ilythia:

    Die Polizei erklärte mir klipp und klar, dass, wenn sie die betrunkene Randaliererin mitnehmen würden, sie höchstwahrscheinlich am nächsten Tag wieder in ihrer Wohnung gegenüber meiner sitzt. Dann könnte ich davon ausgehen, dass für mich alles noch schlimmer wird. Sie hatte vor meiner Wohnungstür Schimpftriaden losgelassen, weit unter der Gürtellinie und wollte sich mit Fäusten und Fußtritten Zugang verschaffen. Wenn ich "so ängstlich wäre, sollte ich doch woanders schlafen!" Mein Anwalt meinte, dass ich selbstverständlich Anzeige erstatten könne, jedoch davon auszugehen sei, dass die Frau aufgrund ihrer Alkohol- und Drogensucht nicht schuldfähig ist. Der Vermieter sah angeblich keine Handhabe, ihr fristlos zu kündigen, bekam keine Akteneinsicht der Polizei. So blieb es bei wiederholten Abmahnungen und Androhungen der fristlosen Kündigung. Sie hatte aber jeweils nach Erhalt Zeit, ihr Verhalten zu ändern. Einige Wochen war es dann tatsächlich ruhiger, bis das böse Spiel von vorn los ging.
    Ich bin weggezogen nach knapp 30 Jahren. Danach ist sie wohl endgültig ausgerastet und hat jemanden in der Nachbarschaft bedroht und tätlich angegriffen.
    Nach kurzem Haftaufenthalt und Unterbringung in der Psychiatrie/im Entzug wohnt sie weiterhin dort.
    Geändert von Pfirsichblüte (12.03.2017 um 14:43 Uhr)

  3. #13
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    6

    Standard AW: Alkohl / Dorgenabhängiger Nachbar

    ich möchte mich ganz herzlich für eure tollen Beiträge Bedanken.

    Nachdem der Drogentote selbst im Pressebericht der Polizei stand welchen ich auch an die Hausverwaltung und seinen Vermieter weitergeleitet haben kommt nun endlich Bewegung in die Sache.
    Meine Hausverwaltung spielt zwar trotz einer Leiche im Hausflur alles runter und diese können nichts machen... Hat sich nun der Vermieter meines Nachbarn gemeldet mit folgender Stellungnahme: "danke für die traurigen Informationen. Wir haben gestern (09.03.17) gegenüber dem Jobcenter fristlos mit Herausgabe der Wohnung zum 15.03.17 gekündigt und um Zusammenarbeit und Hilfe bei der raschen Auflösung des Mietverhältnisses gebeten". Für mich hört sich das ziemlich positiv an, jedoch weiß ich nicht wie lange sich die Sache dennoch ziehen wird.

    Leider interessiert es die anderen Mieter überhaupt nicht diese schimpfen dann mal aus Ihren Wohnungen aber ich habe so viele bereits angesprochen. Bitte schreiben Sie an die Hausverwaltung. Alle sagen immer Ja machen wir aber es passiert nichts.
    Mittlerweile halten sich täglich bis zu mindestens 4 Personen in einem kleinen Apartment auf. Und in dieser Wohnung liegen Mülleimer voll Spritzen rum, Bierflaschen stehen überall rum. Ich habe täglich Angst an dieser Türe vorbei zu gehen und ggf. auf eine Person von dort zu treffen. Meine Größte Angst besteht jedoch, das dieser irgendwann gewalttätig mir gegenüber wird sollte er erfahren das ich mich wieder beschwert habe und er jetzt aus der Wohnung muss. Diese Menschen sind leider unberechenbar.

    Ich werde demnächst auch aus dieser Wohnung ausziehen, weil ich mit meinem Freund zusammen ziehen werde. Aber ich kann in dieser Wohnung nicht ruhigen Gewissens einen Mieter einziehen lassen solange dieser Nachbar noch dort wohnt.

    Ich hoffe nur, dass es bald ein friedliches Ende findet.

  4. #14
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    Standard AW: Alkohl / Dorgenabhängiger Nachbar

    @ Trauerweide:

    Oh nein, dass hört sich ja auch sehr schlimm an aber ich kann dich total nachempfinden. Es ist schrecklich und einfach so ungerecht dies mitzuerleben. Ich gehe Tag für Tag arbeiten und werde dafür Nachts um 2 geweckt, weil in der Nachbarwohnung 5 Leute volltrunken randalieren und das Streiten anfangen.

    Vor ein paar Monaten hat er nachts um zwei das gesamte Stockwerk rausgeklingelt, weil er zu besoffen war den Schlüssel in das Loch zu stecken. Nach eine halben Stunde hat er bei mir weiterhin geklingelt, als ich aufmachte find er an mit Vorwürfen ich würde ihm nicht helfen dies das.
    Kurze Zeit später war er für ein halbes Jahr auf Entzug hatte sich im Anschluss auch entschuldigt. Aber nach 3 Wochen in seiner Wohnung war alles wieder vorbei.


    Ich hoffe dir geht es dort wo du jetzt wohnst besser und kannst es genießen nicht ständig unter Angst in deiner Wohnung leben zu müssen.
    Auch verstehe ich wie hart und ungerecht es ist nach 30 Jahren quasi aus seiner rausgeekelt zu werden nur um ein bisschen Lebensqualität zu erhalten. Was für andere selbstverständlich ist.
    Geändert von mell.ii (15.03.2017 um 11:42 Uhr)

  5. #15
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    Standard AW: Alkohl / Dorgenabhängiger Nachbar

    @ Gerdis

    vielen Dank für deinen Rat.
    der Vermieter hat dem JobCenter fristlos zum 15.03.17gekündigt. Ist es dennoch ratsam einen Anwalt einzuschalten? Hast du Erfahrungswerte wie lange sich so etwas zieht?

  6. #16
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    Standard AW: Alkohl / Dorgenabhängiger Nachbar

    hallo mell.ii,
    ja, es ist trotzdem ratsam einen Anwalt einzuschalten. Erfahrungsgemäß kann sich ein Auszug trotz Kündigung noch hinziehen, weil solche Typen es einfach auf eine Zwangsräumung ankommen lassen. Ein guter Anwalt kann Dir auch raten, welche Möglichkeiten Du sonst noch hast ( einstweilige Verfügung ect).
    Dass Deine Nachbarn nicht an die Hausverwaltung schreiben kann ich verstehen. Das ist mit " Arbeit" verbunden. Was Du machen kannst ist selber einen Brief aufzusetzen und von den Nachbarn unterschreiben zu lassen. Aus meiner Erfahrung heraus machen die dann eigentlich meistens mit.

    Viel Glück

  7. #17
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    Standard AW: Alkohl / Dorgenabhängiger Nachbar

    @ mell.ii

    Es ist gut, dass bei Dir endlich etwas zum Positiven geschieht und es hoffentlich zügig vollzogen wird. Nach dem schrecklichen Vorfall müsste das doch möglich sein. Es ist eben ein Unterschied, ob der Vermieter eine Wohnungsbaugesellschaft ist oder Privatvermieter. Das Dauerschellen kenne ich nur zu gut, vor allem mitten in der Nacht, so gegen 1:30 Uhr.
    Ich kann gut verstehen, dass Du trotz möglicher Verbesserung des Wohnumfeldes umziehen möchtest.
    Alles Glück der Welt für Dich, dass Dir so etwas nie wieder passiert.

    Gruß
    Trauerweide

    P. S.:
    Danke für Dein Mitgefühl. Ich wohne jetzt sehr ruhig in einer gepflegten Eigentumsanlage zur Miete mit hilfsbereiten, höflichen Nachbarn. Hier hätten Zustände wie Du sie beschreibst oder wie ich sie erlebte, keine lange Chance.
    Geändert von Pfirsichblüte (15.03.2017 um 12:50 Uhr)

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