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Thema: Alles hatte sich plötzlich gedreht - in die Mobbingfalle getappt

  1. #11
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    Standard AW: Alles hatte sich plötzlich gedreht - in die Mobbingfalle getappt

    Nochmal!

    Ich möchte anregen das Du Deine Geschichte hier ohne Klarnamen postest. Auch Dokumente wenn sie anonymisiert sind kannst Du posten. Gar kein Problem damit.
    Aber mit eigenem Echtnamen das zu veröffentlichen gleicht einem Schuß ins eigene Knie (schrieb ich schon). Außerdem kann Dir deine "Lieblingsbank" wegen gebrochener Vereinbarungen ziemliche Probleme bereiten.(Hab ich auch schon geschrieben!) Da sollte das Forum nicht mit hineingezogen werden und führt auch am Ziel des Forums vorbei.

    Grüßlinge!
    Geändert von Alteisenfahrer (27.03.2017 um 10:54 Uhr)

  2. #12
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    Standard AW: Alles hatte sich plötzlich gedreht - in die Mobbingfalle getappt

    Zitat Zitat von Alteisenfahrer Beitrag anzeigen
    Aber mit eigenem Echtnamen das zu veröffentlichen gleicht einem Schuß ins eigene Knie (schrieb ich schon).

    Grüßlinge!
    Hallo Alteisenfahrer,

    man muss offen mit dem Thema Mobbing umgehen. Ich muss es Dir nochmal sagen, bei mir ist in der Zeit von 2001 bis 2013 meine gesamte Existenz - ich durfte 26 Berufsjahre erreichen - zerstört worden. Dies geschah durch Dritte ohne jeden Grund.. Man schikanierte mich, man degradierte mich, man demütigte mich ja man nahm sogar auf meine Gesundheit keinerlei Rücksicht. Ich musste über Monate hinweg um mein einzig funktionales Auge bangen. Kann sich das jemand vorstellen, der zwei gesunde Augen hat, wie das ist, wenn man über einen Zeitraum von Januar bis Juli eines Jahres Angst hat, dass die einem übertragenen Arbeitsaufträge das einzig richtig funktionierende Auge beschädigt? Mich würde nur interessieren, ob das den damaligen Verantwortlichen überhaupt bewusst war, dass es hier um mein Augenlicht gegangen ist. Und obwohl ich damals dann unter dem Zwang mein Augenlicht zu schützen der Degradierung von mir selbst zustimmen musste und ich meine mir bis 12/2005 ans Herz gewachsenen Arbeit nicht mehr übertragen bekam, wurde solange bei mir weiter schikaniert, gedemütigt bis ich zum Ende 2013 zur Aufhebung meines Arbeitsvertrages gezwungen wurde.


    Ich werde auf alle Fälle um eine Aufarbeitung der Geschehnisse der vielen Jahre weiterkämpfen. Ich werde auch weiterhin meinen Blog entsprechend um Informationen ergänzen.

    Alle die an meiner Geschichte Interesse haben müssen sich dann eben den Link merken, abspeichern, da ich dem Wunsch dann eben von Alteisenfahrer nachkomme, keine neuen Hinweise über neue Informationen hier zu geben.

    Der WiWo-Bericht vom 17.11.2016 beschreibt sehr ausführlich meine Geschichte. Der Blog dient dazu, dass sich jede/r Interessierte/r ein detailliertes Bild über die Geschehnisse machen kann.

    Lieber Alteisenfahrer,

    das mit Deinem Vorschlag meine Geschichte hier zu posten ist ganz nett gemeint, aber ob ich mir die doppelte Arbeit auch rein zeitlich leisten kann und will, dass muss ich mir noch überlegen. Ich will Dich nun aber nicht weiter mit dieser Problematik belasten. Wünsche hier den wirklich von Mobbing Betroffenen - egal ob Schule, Uni, Arbeitsplatz, Familie, Nachbarschaft etc......- viel Kraft beim Bestehen, der Ihnen gestellten Aufgaben.

    Nun hoffe ich, dass Du, Alteisenfahrer das Thema "Link-Tricks" und sonstige Sorgen von Dir abschließen kannst. Du brauchst Dir auf jeden Fall keine Sorgen um mein Knie machen.

    Gruß

    wehrteuch
    Geändert von wehrteuch (27.03.2017 um 11:48 Uhr)

  3. #13
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    Standard AW: Alles hatte sich plötzlich gedreht - in die Mobbingfalle getappt

    Hallo Wehrteuch,

    Dein Fall ist schon besonders, weil nicht jedes Mobbingopfer aus einer derart verantwortlichen Position kommt und nur wenige sich in der Form zur Wehr setzen.
    Die Methoden ähneln sich, wenn man in einem Bereich tätig ist, wo rechtliche Vorschriften beachtet werden müssen.
    Ich war in der öffentlichen Vergabe tätig und kann sagen, dass ich die Vergabebedingungen beherrschte. Ein neuer Vorgesetzter brachte mich in Verlegenheit durch die Weisung, "hier mal eben einen Auftrag zu erteilen." Das Gesamtvolumens des Auftrages machte jedoch eine Ausschreibung erforderlich oder eine hieb- und stichfeste Begründung, warum nur diese Firma die Leistung erbringen kann.
    Der Arbeitsauftrag ging an eine Kollegin, mit deren gesamter Familie er bereits viele Jahre vorher befreundet war. Ich sollte versetzt werden, bin aber inzwischen so krank, dass ich voll erwerbsgemindert bin.

    Kürzlich sah ich im TV einen Fall von einer Kindergartenerzieherin, die durch Rufmord geschädigt wurde. Selbst als der kirchliche Arbeitgeber keine Handhabe gegen sie hatte, weil sich alle Anschuldigungen als unwahr herausstellten, war es ihr nicht mehr möglich, dort zu arbeiten. Sie ist wohl bis auf Weiteres arbeitsunfähig.

    Außenstehende erkennen bei der Betrachtung Deines Falles vielleicht auch Fehler, die Du gemacht hast. Ich hätte den Kollegen, der mit dem Antragsteller das Gespräch führte, um schriftliche Information gebeten. Gleichzeitig hätte ich einen Vermerk für die Akte gefertigt. Wie gesagt, Unbeteiligte würden auch meinen Fall anders bewerten und die Stolpersteine sehen, die ich nicht weggeräumt habe.

    Schlussendlich aber ist es traurig, dass Du weiterhin die Opferrolle einnimmst. Du hast gekämpft und ordentlich Staub aufgewirbelt, doch es hat Dir nicht wirklich was gebracht und Du haderst mit Dir seit vielen Jahren ohne Anstellung. Wenn Du immer und immer wieder Deine Situation öffentlich darstellst. bleibst Du in der Defensive. Kein Arbeitgeber will ein Opfer, kein Arbeitgeber will sich medienwirksamen Ärger ins Haus holen.
    Du musst eins bedenken, potentielle Arbeitgeber vertreten die Sicht anderer Arbeitgeber. Du wirst kaum Verständnis finden, wenn Du weiterhin den Leidtragenden darstellst. Aus Mitleid wird Dich keiner einstellen.

    Ich habe selbst den Fehler begangen, nach meinem ersten Mobbing vor über 20 Jahren immer und immer wieder darüber zu reden und stand mir dabei selbst im Weg,

    Du kannst natürlich hier schreiben, wir stützen uns hier gegenseitig. Du tust Dir aber keinen Gefallen damit, Deine Identität zu offenbaren. Arbeitgeber, die das lesen, werden abgeschreckt und Deine früheren Mitstreiter in der Bank werden möglicherweise nur Spott für Dich haben, dass Du Dich immer noch mit ihnen beschäftigst, während sie sich die Hände reiben können.

    Anonym ist Schutz für Dich.

    Gruß
    Trauerweide

  4. #14
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    Standard AW: Alles hatte sich plötzlich gedreht - in die Mobbingfalle getappt

    Du bist nicht der Erste und der Einzige, der mit übelsten Methoden rausgemobbt wurde. Ich bin sehr krank geworden darüber, organisch und seelisch. Auch mir wurde meine Arbeit, mit der ich mich identifizierte, genommen und ich bin alleinstehend, der Beruf war alles für mich.
    Meine Erfahrungen sagen mir, dass niemand wirklich was von Mobbing hören will (außer in speziellen Gruppen und Foren). Warum auch? So lange es Menschen gut geht, interessieren sie sich
    meist wenig für diejenigen, die raus sind, die krank sind, die alt sind.
    Du tust Dir selbst immer wieder weh, wenn Du Deinen Mobbingfall wiederholt aufbereitest. Es bringt Dir die geliebte Arbeit nicht wieder. Werde ein Kämpfer für Dich, nicht gegen die, die Dich längst abgeschrieben haben. Die sind die Zeit, die Energie, die Wut und Tränen nicht wert.
    Geändert von Pfirsichblüte (27.03.2017 um 12:21 Uhr)

  5. #15
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    Standard AW: Alles hatte sich plötzlich gedreht - in die Mobbingfalle getappt

    Zitat Zitat von Trauerweide Beitrag anzeigen
    Hallo Wehrteuch,

    Außenstehende erkennen bei der Betrachtung Deines Falles vielleicht auch Fehler, die Du gemacht hast. Ich hätte den Kollegen, der mit dem Antragsteller das Gespräch führte, um schriftliche Information gebeten. Gleichzeitig hätte ich einen Vermerk für die Akte gefertigt. Wie gesagt, Unbeteiligte würden auch meinen Fall anders bewerten und die Stolpersteine sehen, die ich nicht weggeräumt habe.

    Schlussendlich aber ist es traurig, dass Du weiterhin die Opferrolle einnimmst. Du hast gekämpft und ordentlich Staub aufgewirbelt, doch es hat Dir nicht wirklich was gebracht und Du haderst mit Dir seit vielen Jahren ohne Anstellung. Wenn Du immer und immer wieder Deine Situation öffentlich darstellst. bleibst Du in der Defensive. Kein Arbeitgeber will ein Opfer, kein Arbeitgeber will sich medienwirksamen Ärger ins Haus holen.
    Du musst eins bedenken, potentielle Arbeitgeber vertreten die Sicht anderer Arbeitgeber. Du wirst kaum Verständnis finden, wenn Du weiterhin den Leidtragenden darstellst. Aus Mitleid wird Dich keiner einstellen.

    Ich habe selbst den Fehler begangen, nach meinem ersten Mobbing vor über 20 Jahren immer und immer wieder darüber zu reden und stand mir dabei selbst im Weg,

    Du kannst natürlich hier schreiben, wir stützen uns hier gegenseitig. Du tust Dir aber keinen Gefallen damit, Deine Identität zu offenbaren. Arbeitgeber, die das lesen, werden abgeschreckt und Deine früheren Mitstreiter in der Bank werden möglicherweise nur Spott für Dich haben, dass Du Dich immer noch mit ihnen beschäftigst, während sie sich die Hände reiben können.

    Anonym ist Schutz für Dich.

    Gruß
    Trauerweide
    Hallo Trauerweide,

    vielen Dank für Deinen sehr ausführlichen Beitrag.

    Wie meinst Du dass, ich hätte nur einen Aktenvermerk machen müssen. Ich musste Kontrollaufgaben übernehmen, die zu einem Ergebnis führten. Ich erhielt eine unberechtigte Abmahnung, die dann vom AG zurückgenommen wurde. Was soll dann da noch für ein Vermerk, was meinst Du damit. Wäre dann die Abmahnung zu verhindern gewesen, was habe ich da in Deinen Augen falsch gemacht.

    Liebe Trauerweide,

    ich nehme doch keine Opferrolle ein, wenn ich um Aufarbeitung eines menschenverachtenden Vorgehens bemüht bin. Das interpretierst Du jetzt aber meines Erachtens falsch. Da dürfte es ja dann auch keine Sendungen wie SpiegelTV, Frontal, Panorama, Quer, Monitor........ etc.... geben. Die wären ja dann, wenn Sie für eine Sache kämpfen und immer wieder in Zeitabständen von den Verläufen der berichteten Tatbeständen neu berichten nach Deiner Sichtweise in einer Opferrolle, die nichts bringt. Leider kann ich mich hier Deiner Auffassung nicht anschließen. Was ist das für ein Tipp hier im "Anti-Mobbing-Forum", man solle schweigen.....das kann ich nicht verstehen.

    Zum Thema Arbeitsplatz. Ich habe und hatte nie die Chance überhaupt wieder einen adäquaten Arbeitsplatz beim damaligen und derzeitigen Stand der Dinge zu erhalten. Eine Aufarbeitung wurde bis heute ebenfalls von niemanden mit begleitet. Und nun kommt von Dir der Tipp, ich müsse nur schweigen über die Geschehnisse und dann habe ich wieder eine Chance einen Arbeitsplatz zu erhalten. Kannst Du mir sagen, wie das gehen soll. Du bist verrentet worden. Ich wurde mit 44 Jahren zerstört, bei mir wurde mit burtalsten Methoden vorgegangen. Bitte sage jetzt nicht ich jammere, nein ich will nur beschreiben. Mein Arbeitgeber durfte mit mir machen, was er wollte, kannst Du mir sagen ob mir das nicht wieder passiert. Ach das ist doch der, den man schon mal sein Auge kaputt machen wollte und da hat auch die informierte Behörde damals nichts gemacht, das können wir ja mit dem wieder machen. So könnte das doch aller Voraussicht bei mir laufen oder siehst Du da eine Chance, dass ich auf einmal die Sonnenseite des Lebens bekäme.

    Trauerweide, ist das Deine Sichtweise.

    Zum Thema Spott über mich haben. Wer über mich spottet wie Du es schreibst, den werde ich nicht ändern können. Wer sich auf diese Stufe herablässt über einen Menschen mit gesundheitlicher Einschränkung spotten zu müssen, für den ist eh alles zu spät. Da ging dann wahrscheinlich in der Kindererziehung etwas vollkommen schief. Leider gibt es wie Du es beschreibst aber diese Menschen. Und wer sich die Hände dabei reibt, mit dem was ich erleben musste, da gehe ich jetzt lieber nicht näher darauf ein...............

    Ja Du hast recht, es beschäftigt mich, wie man hier in Deutschland ohne Grund mit gesundheitlicher Einschränkung mit aller Brutalität mit dem Zusehen von Menschen und Aufsichts- und Kontrollbehörden einfach wie ein Stück Müll behandelt wird. Aber die Tipps, ich wäre besser dran, wenn ich einfach schweige, die beschäftigen mich derzeit auch.

    Gruß

    wehrteuch

  6. #16
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    Standard AW: Alles hatte sich plötzlich gedreht - in die Mobbingfalle getappt

    Hallo wehrteuch,

    Zum Aktenvermerk: wäre ich in der Situation gewesen, hätte ich mit dem Mitarbeiter, der den Kreditantrag vorher bearbeitet hat, gesprochen und über dieses Gespräch mit den Infos einen Vermerk zu der Akte gelegt.

    Beispiel: ein Unternehmen bot mir an, mir diese und jene "Gefälligkeiten" zukommen zu lassen, wenn ich ihm weitere mögliche Auftragnehmer besorge. Ich teilte sehr deutlich mit, dass ich die Firma von weiteren beschränkten Ausschreibungen ausschließen müsste, sollte ein weiterer Versuch der Art erfolgen. Ich fertigte einen Vermerk für die Akten, ließ ihn zur Kenntnis meinem Vorgesetzten zukommen.


    Du hast doch bereits die Öffentlichkeit gesucht, Du warst in Zeitungen, Du warst in parlamentarischen Gremien...das meinte ich.
    Niemand will, dass Du in diesem Forum schweigst. Ich wollte Dir nur zu bedenken geben, dass eine offene Identität zum eigenen Schaden führen kann.

    Du bist nicht allein krank. Ich wurde aufgrund einer leichten Gehbehinderung immer und immer wieder diskriminiert, das funktioniert am Rande des rechtlich Möglichen durch das Zauberwort "Umstrukturierung".
    Ich habe inzwischen Tumore, eine Herzerkrankung, Bluthochdruck, nur noch 40 % Sehkraft durch eine Augenerkrankung.

    Ich kenne Spott der ekeligsten Art unter vier Augen. Ein Vorgesetzter meinte zu mir "sie sind über das übliche Maß hinaus qualifiziert und gut eingearbeitet, kommen mit den Leuten hier gut aus und beherrschen ihr Arbeitsgebiet. Aber...körperlich Gebrechliche und Fußlahme haben bei mir auf der Chefetage nichts verloren." Mir hat keiner geglaubt, auch nicht der Betriebsrat, man meinte, ich wollte dem Vorgesetzten schaden. Und so wurde ich wieder versetzt...

    Also, bitte...

    Ich bin in meinem Beruf vielseitig qualifiziert, besser als diejenige, die meine Arbeit übernahm. Natürlich war es nicht dieselbe Stelle, sie wurde umbenannt.
    Derweil unterstellte man mir, ich würde "blau machen", was angesichts des ärztlichen Attestes eine infame Lüge war. Die Abmahnung wurde zurückgenommen.
    Ich bin umgekippt im Büro, habe dann über einen Fachanwalt für Arbeitsrecht einen Auflösungsvertrag initiiert mit einer guten Abfindung, war ja viele Jahre dort.

    Zwischenzeitlich habe ich daraufhin befristet gearbeitet, was eigentlich recht angenehm war.

    Dann folgte nach einigen Jahren eine unbefristete Anstellung und alles lief prima bis zum Chefwechsel.

    Mir ist das 2 x passiert, dass mein qualifizierter Arbeitsplatz Bekannte der Vorgesetzten übernahmen.

    Was glaubst Du, ich hatte beim ersten Mobbingfall auch Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt.
    Letztendlich wollte ich nur noch raus, denn dieses Mobbing endete nicht.

    Ich habe daraus gelernt.
    Wer hilft Dir denn? Die Journalisten? Die wollen ihre Spalte oder ihren Sendeplatz füllen. Und danach...fühlst Du Dich noch verlassener. Die Politik, die Kirche? Mitnichten, die kochen ihr eigenes Süppchen und haben ihr eigenes Klüngelnetzwerk.

    Niemand will, kann und wird Dir verbieten zu reden. Ich frage mich nur, was es in allen Jahren bewirkt hat und noch bewirken soll, außer, dass es Dich zunächst erleichtert und dann doch in ein tiefes Loch stürzt?
    Geändert von Pfirsichblüte (27.03.2017 um 13:33 Uhr)

  7. #17
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    Standard AW: Alles hatte sich plötzlich gedreht - in die Mobbingfalle getappt

    P.S. Du fragst, ob Du je wieder auf die Sonnenseite des Lebens kommst, wenn Du Deinen Fall nicht mehr öffentlich machst.
    Gegenfrage: meinst Du, Du kommst auf die Sonnenseite, wenn Du ihn weiter immer und immer wieder öffentlich machst?

    Möglich, dass Du nicht gleich wieder in einen adäquaten Job einsteigst. Das heißt aber nicht, dass Du überhaupt nicht einsteigen und Vertrauen aufbauen kannst.
    Ich habe das Wort "Mobbing" beim Vorstellungsgespräch tunlichst vermieden. Natürlich sind die Unternehmen nicht naiv und wittern Lunte, wenn jemand nach vielen Jahren raus ist.
    Darum war es gut für die Arbeitgeber und für mich, befristet zu testen, ob es passt. Ich bekam zuerst ein niedrigeres Gehalt...habe mich aber wieder hoch gearbeitet.

    Glaube mir, ich war wütend, dass an mir der Makel hing, irgendwas sei faul an der Sache (auch wenn es nie so direkt angesprochen wurde), während ich wusste, was mir widerfahren war.
    Es macht aber einen schlechten Eindruck, sich über den vorigen Arbeitgeber auszulassen. Da reagiert man sehr empfindlich.

    Niemand kann Dir versprechen, dass Dir Mobbing nie wieder passiert. Zuhause zu sitzen und sich den Kopf zu zerbrechen, sich im Kreis zu drehen, wäre für mich keine Dauerlösung.



    P.S. Zu allem Übel wurde ich nach 30 Jahren aus meiner Wohnung hinaus terrorisiert von neu zugezogenen alkohol- und drogensüchtigen, gewaltbereiten Nachbarn. Krawall fast rund um die Uhr.
    Die Polizei sprach jeweils nur Verwarnungen wegen nächtlicher Ruhestörung aus. Der Vermieter schickte mehrfach Abmahnungen, ansonsten passierte nichts.
    Ich, die 30 Jahre alles selbst erarbeitet und pünktlich bezahlt hat, stand allein da gegen randalierende ewige Sozialhilfeempfänger. Es war vorher ein ruhiges Haus in der idyllischen Altstadt.
    Um mich in Sicherheit zu bringen (die Frau versuchte sich nachts durch Fußtritte gegen meine Tür Zutritt zu verschaffen und beschimpfte mich auf schlimmste Weise), bin ich weggezogen. Ein Polizeibeamter meinte nämlich "wenn Sie so ängstlich sind, schlafen Sie doch bei Verwandten..."

    Dass mir das je passieren könnte, hätte ich nie geglaubt. Man rennt gegen Windmühlen.
    Geändert von Pfirsichblüte (27.03.2017 um 14:00 Uhr)

  8. #18
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    Standard AW: Alles hatte sich plötzlich gedreht - in die Mobbingfalle getappt

    Zitat Zitat von Trauerweide Beitrag anzeigen
    P.S. Du fragst, ob Du je wieder auf die Sonnenseite des Lebens kommst, wenn Du Deinen Fall nicht mehr öffentlich machst.
    Gegenfrage: meinst Du, Du kommst auf die Sonnenseite, wenn Du ihn weiter immer und immer wieder öffentlich machst?

    Möglich, dass Du nicht gleich wieder in einen adäquaten Job einsteigst. Das heißt aber nicht, dass Du überhaupt nicht einsteigen und Vertrauen aufbauen kannst.
    Ich habe das Wort "Mobbing" beim Vorstellungsgespräch tunlichst vermieden. Natürlich sind die Unternehmen nicht naiv und wittern Lunte, wenn jemand nach vielen Jahren raus ist.
    Darum war es gut für die Arbeitgeber und für mich, befristet zu testen, ob es passt. Ich bekam zuerst ein niedrigeres Gehalt...habe mich aber wieder hoch gearbeitet.

    Glaube mir, ich war wütend, dass an mir der Makel hing, irgendwas sei faul an der Sache (auch wenn es nie so direkt angesprochen wurde), während ich wusste, was mir widerfahren war.
    Es macht aber einen schlechten Eindruck, sich über den vorigen Arbeitgeber auszulassen. Da reagiert man sehr empfindlich.

    Niemand kann Dir versprechen, dass Dir Mobbing nie wieder passiert. Zuhause zu sitzen und sich den Kopf zu zerbrechen, sich im Kreis zu drehen, wäre für mich keine Dauerlösung.



    P.S. Zu allem Übel wurde ich nach 30 Jahren aus meiner Wohnung hinaus terrorisiert von neu zugezogenen alkohol- und drogensüchtigen, gewaltbereiten Nachbarn. Krawall fast rund um die Uhr.
    Die Polizei sprach jeweils nur Verwarnungen wegen nächtlicher Ruhestörung aus. Der Vermieter schickte mehrfach Abmahnungen, ansonsten passierte nichts.
    Ich, die 30 Jahre alles selbst erarbeitet und pünktlich bezahlt hat, stand allein da gegen randalierende ewige Sozialhilfeempfänger. Es war vorher ein ruhiges Haus in der idyllischen Altstadt.
    Um mich in Sicherheit zu bringen (die Frau versuchte sich nachts durch Fußtritte gegen meine Tür Zutritt zu verschaffen und beschimpfte mich auf schlimmste Weise), bin ich weggezogen. Ein Polizeibeamter meinte nämlich "wenn Sie so ängstlich sind, schlafen Sie doch bei Verwandten..."

    Dass mir das je passieren könnte, hätte ich nie geglaubt. Man rennt gegen Windmühlen.
    Hallo Trauerweide,

    schlimm was Du alles erleben musstest.

    Aber genau das ist es, was meinen die Mobber, egal ob Arbeitgeber, Vermieter, Nachbarn etc.... was sie sich alles herausnehmen können. Du hast für Dich nach Deinem Empfinden einen Weg gefunden, wie Du mit Deinem Erlebten fertig wirst. Aber das muss ja nicht heißen, dass Dein Weg ein Weg für jeden Menschen ist.

    Jeder empfindet anders, jeder kommt zu einem eigenen Entschluss. Für Dich mag meine Vorgehensweise sinnlos erscheinen. Ich meine aber, dass man mit erlebten Ungerechtigkeiten offen in unserer angeblichen zivilisierten Wertegesellschaft umgehen muss. Leider kann ich mir Deinen Weg nicht zu Eigen machen, tut mir leid. Wenn ich so wie Du gedacht hätte, dann wäre ich nie fast 13 Jahre bei meinem letzten Arbeitgeber beschäftigt gewesen. Zum Glück nutzte ich diese 13 Jahre, nachdem ich recht früh erkennen musste, worum es den Verantwortlichen geht, dass ich mein tägliches Leben (Wohnen, Konsum, Risikobereitschaft......) entsprechend ausrichtete, um im Notfall gerüstet zu sein. Und jetzt ist es eben so, dass ich mir antrainiert habe mit sehr wenig sehr weit zu kommen. Ist zwar für die Wirtschaft nicht sehr förderlich, aber zum Überleben sehr hilfreich. Hätte ich nicht fast 13 Jahre gekämpft, dann hätte ich bereits nach 1 Jahr und zwei Monaten nach der ersten unberechtigten Abmahnung bereits mit 32 Jahren die Segel streichen müssen. So wie ich die 13 Jahre um Gerechtigkeit mit Erfolg gekämpft habe (Angriff auf meine Gesundheit 2006, insgesamt fünf unberechtigte Abmahnungen etc..........), werde ich auch in Zukunft für Gerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit kämpfen. Würde ich jetzt schweigen oder sonstige für mich nicht akzeptable Vorschläge umsetzen, dann würden sich die Verantwortlichen doch wirklich die Hände reiben. Mit welchem Recht bestimmen eigentlich ein paar wenige "Entscheidungsträger" was über eine große Menge von Mitarbeitern (Gemobbte, Gedemütigte, Untergebene etc...) für eine Meinung vorherrschen muss. Wer hat das Recht Menschen "todzureden", der ist nichts, der kann nichts, der wird nie etwas. Und dann soll man nach 26 Jahren wieder von ganz unten anfangen und so tun als ob nichts gewesen wäre. Sind wir Maschinen, haben wir einen Chip im Hirn und einen Ein-/Ausschalter auf der Stirn. Nein wir sind Individuen mit eigenen Gedanken und ich denke auch mit dem Recht auf eine gleichberechtigte Existenz. Und wenn sich nun wer hintenherum über diese Aussagen lustig macht und die Hände reibt, dann wünsche ich demjenigen viel Vergnügen dabei.

    Nichts desto Trotz gilt, wenn Du für Dich den richtigen Weg gefunden hast, dann ist das für Dich ja gut.

    Jeder muss für sich entscheiden, wie er mit der jeweiligen Situation am besten klar kommt.

    Gruß

    wehrteuch

    PS: Habe was vergessen Trauerweide. Zur Info, bisher hat nur ein Journalist die Empathie aufgebracht und über meine Geschichte berichtet.
    Geändert von wehrteuch (27.03.2017 um 14:45 Uhr) Grund: PS: ergänzt

  9. #19
    Registriert seit
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    Standard AW: Alles hatte sich plötzlich gedreht - in die Mobbingfalle getappt

    Es ist richtig, das war mein Weg...Du gehst Deinen.
    Ich war übrigens beim ersten Mobbing, das sich über Jahre hinzog, 12 Jahre dort beschäftigt.

    Den Gedanken "mit welchem Recht demütigen Menschen andere so, warum stoppt sie niemand bei ihren infamen Lügen, bei ihrem schädlichen Tun?" hatte ich oft und habe ihn immer noch.
    Bei mir kam noch die Komponente Behinderung hinzu, dass ich das Gefühl vermittelt bekam, ich sei es nicht wert, dass man mich schätzt, was ja völlig abwegig und widerwärtig ist.
    Mit welchem Recht? Ich bin mit meinem Weg nicht wirklich glücklich...ich habe die Arbeit geliebt, war jahrelang in einer Position, die mir viele Kontakte ermöglichte.

    Es ist Dein Weg. Verschließe Dich trotzdem nicht vor den Meinungen anderer Menschen, die Dir nicht übel mitspielen wollen. Ich wünsche Dir, dass Du letztendlich sagen kannst, die Offensive hat sich gelohnt. Es wäre sehr traurig, wenn Du am Ende Deines Lebens erkennen müsstest, dass dieser Kampf vergeudete Lebenszeit war. Es ist Dein Weg.

    Gruß
    Trauerweide
    Geändert von Pfirsichblüte (27.03.2017 um 16:53 Uhr)

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