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Thema: Wohl Mobbing und Lärmbelästigung durch Nachbarn im Nebenhaus

  1. #1
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    Standard Wohl Mobbing und Lärmbelästigung durch Nachbarn im Nebenhaus

    Hallo,

    seit dem 14.03.17 lärmt man im angrenzenden Nachbarhaus Tag und Nacht vor allem durch Türenknallen und Räumarbeiten (?). Die Türen werden bis zu 50 (!) Mal am Tag und in der Nacht zugeknallt, es herrscht wohl ein Kommen und Gehen. Der Wohnungsbesitzer weiß, dass ich jedes Geräusch mitbekomme, da es bereits letztes Jahr im Juni massive Lärmstörungen gab, die mangels Kommunikationswillen seinerseits über den Anwalt liefen. Das Ganze wurde erst dadurch beendet, dass Besuch in der Wohnung wieder abreiste. Da Kontaktherstellung ist weder persönlich noch telefonisch möglich, er reagiert auf nichts, auch nicht auf Rufe oder situatives „Gegen-Knallen“. Ich habe seit dem 14.03.17 keine Nacht mehr richtig geschlafen, tagsüber geht schlafen auch nicht, da da noch mehr Krach ist. Es wurde ihm nun anwaltlich eine Frist gesetzt, bis zu der er die Lärmbelästigungen abzustellen hätte, auch darauf reagiert er nicht, der Lärm bleibt.
    Ich war bei der Polizei, um eine Lärmbelästigungsanzeige zu stellen, leider wurde ich dort sehr entmutigt; da ich keine Zeugen für die Störungen habe und auch keine haben werde (nur ein seit Monaten geführtes Lärmprotokoll), kann man mir dort nicht helfen. Da das Türenknallen und die Arbeiten in der Wohnung nebenan nachts zwar häufig sind, aber keinem bestimmten Rhythmus folgen, kann ich auch die Polizei nicht rufen, es sind ja keine durchgängigen Geräusche wie z. B. Musik o. ä. Ich habe mittlerweile Bluthochdruck von der Situation, bin physisch und psychisch am Boden und fühle mich hilflos.

    Sonntag Morgen vor zwei Wochen war wie immer knallender Lärm und Stimmen in der Wohnung im Haus nebenan.
    ich hielt dann meinen Kopf an die Wand - und hörte die Frau, die eigentlich UNTER der lärmverursachenden Wohnung wohnt, in der Wohnung neben meiner telefonieren! Ich verstand fast jedes Wort - sie redete auch über mich und machte sich über mich lustig ("Haha, die Wohnung ist ja gar nicht bewohnt, haha")!
    Sofort, nachdem sie aufgelegt hatte, rief ich sie an - und hörte das Klingeln DIREKT in der Wohnung NEBEN mir!
    Das heißt also, dass sie und ihr Mann diese Wohnung nutzen, die dem Ex-Lebensgefährten ihrer verstorbenen Schwiegermutter gehört!
    Und mir hat sie vor zwei Wochen noch am Telefon erzählt, die Wohnung sei gar nicht bewohnt und sie würden sie nicht nutzen! Ich würde mir die Störungen also nur einbilden!

    Als ich dieses Ehepaar danach anrief, hörte ich sogar, wie sie in der Wohnung rief, dass ihr Mann "den AB rausmachen soll", da sie vermutlich meine Nummer erkannt hat!

    Ich lief dann runter und klingelte bei diesem Ehepaar, er riss das Fenster auf und drohte mir mit der Polizei; ich fragte mehrfach, wer diese Wohnung nutzen würde und sagte, dass ich verzweifelt sei, ich bekam keine Antwort, nur diese Drohung und dass es klar sei, dass ich sie hören würde, sie wohnten ja schließlich da!
    Ich habe vor diesen zwei Wochen NIE ein Telefonklingeln oder ein Telefonat von diesem Ehepaar gehört, die wohnen ja offiziell schließlich eine Etage unter meiner im Haus nebenan!
    Und sowohl dieses Ehepaar als auch ich wohnen weit über 20 Jahre hier!

    Das ist so hart! Ich weiß, dass die mich nicht leiden können, das beruht auf Gegenseitigkeit, seit ich sie nach meiner schweren Krebserkrankung über mich lästern hörte ("Die macht den ganzen Tag auch nichts anderes als den Sonnenschirm auf und zu").
    Jetzt muss ich ja davon ausgehen, dass die das extra machen und mich eventuell hier rausmobben wollen!

    Ich habe sie wirklich mehrfach im Guten gefragt, wer diesen Lärm verursacht und wurde knallhart belogen und meine Wahrnehmung wurde ins Lächerliche gezogen! Ja klar, sie sind es ja vor allem selbst, die diesen Krach machen!

    Ich war total durch den Wind und habe die Polizei gerufen; weil der Polizist meine Notlage erkannte, schickte er eine Streife vorbei - diese kam leider erst eine halbe Stunde, nachdem dieses Ehepaar das Nebenhaus verlassen hatte.
    Sie hörten mir zu und lasen mein Lärmprotokoll quer, das ich ja seit dem 14.03.17 akribisch führen muss.

    Sie rieten mir, sie nachts anzurufen, wenn wieder Krach ist; ich erklärte erneut, dass das ja kein durchgehender, nur situativer Lärm sei. Habe ich gemacht, da war dann natürlich akut kein Lärm.

    Ein von der Anwältin gegengelesener Brief an das Ehepaar ging raus, darauf schrieb es einen Brief lediglich an meinen Vermieter, der mir nur kurz zum Lesen vorgelegt wurde. Soweit ich es erfassen konnte, beschwert er sich darin über mich, ich würde ihn in seinem Tun "verfolgen", indem ich alles aufzeichne? Moment mal, es wird doch bestritten, dass sie den Lärm verursachen, wie kann ich ihn da also "verfolgen"?
    Meine Anwältin schrieb meinen Vermieter an und bat um Herausgabe des Briefes. Noch liegt er nicht vor.

    Vom Wohnungseigentümer selbst (mit diesem Ehepaar verwandt) kam ein Brief, der wieder alles ableugnete und die Wohnung als "leer" bezeichnete. Ferner warf er mir "gesundheitliche Störungen" vor, ich würde mir den Lärm nur einbilden. Der Lärmverursachende nannte mich zwischenzeitlich zweimal "krank", woraufhin ich eine Anzeige wegen Beleidigung erstattet habe. Seine Frau warf mir vor drei Wochen am Telefon an den Kopf, ich hätte einen Schaden, irgendwann muss es mal gut sein, deshalb die Anzeige.

    Ich habe keine Zeugen für die Vorfälle und kenne auch niemanden, der hier "Nachtschichten" mit übernehmen könnte. "Abhörgeräte" habe ich auch keine, nicht einmal ein Smartphone, das die Lärmstörungen evtl. aufzeichnen könnte. Ich führe das Lärmprotokoll, bemühe mich um eine Schallschutzwand, die der Vermieter allerdings genehmigen muss (ich würde sie selbst bezahlen, habe noch keinen Bescheid seinerseits), ich habe mein Schlafzimmer in einen anderen Raum verlegen lassen - nur einige Beispiele dessen, was ich versuche und mache.

    Der Beginn der massiven Lärmstörungen:
    Am 14.03.17 wurde neben mir eine Tür derart laut zugeknallt, dass ich mich sehr erschrocken habe. Ich rief dann besagte Nachbarin an, um nachzufragen, wer da oben sei. Sie wurde sofort aggressiv ("Sie haben doch einen Schaden"); nachdem ich eine Beleidigungsanzeige ins Spiel brachte und um einen freundlicheren Ton bat, verlief das Gespräch besser, allerdings belog sie mich, indem sie behauptete, die Wohnung würde auch von ihnen nicht genutzt, nur momentan geputzt, ferner wäre nächtliches Türenschlagen (das auch vor dem 14.03.17 immer wieder mal vorkam und mich weckte, allerdings längst nicht im Ausmaß dessen, was seit dem 14.03.17 hier los ist) nicht von ihnen - ich kontaktierte daraufhin sogar den Wohnungsbesitzer im ersten Stock im Nachbarhaus, ob er der Verursacher sein könne - er ist es nicht.
    Der Wohnungseigentümer der Wohnung neben meiner wiederum machte aus dem Gespräch mit seiner Verwandten, ich hätte mich über "Saugen in der Wohnung" beschwert, wäre also überempfindlich, etc. pp. Siehe oben: ich habe nachgefragt, wer die Türen knallt, sonst nichts. Das Saugen habe ich gar nicht gehört.

    Das Ehepaar, vor allem er, scheinen seit dem 14.03.17 nun völlig enthemmt zu sein; ein Ende dessen ist nicht absehbar.
    Ich gehe davon aus, dass besagtes Ehepaar es sich von mir nicht bieten lassen will, dass ich sie in ihrer Handlungsfreiheit in Form von Beschwerden über deren Lärm einschränke und nun erst recht lärmt.
    So ist ein Weiterleben hier ohne Schutzmaßnahmen nicht möglich. Die schlimmste Phase war vom 14.03. - 29.03.17, ich nehme an, das Ehepaar hatte da Urlaub; seither ist keinesfalls Ruhe, die Frequenz der Störungen ist aber nicht mehr ca. 50 Mal / Tag.

    Ich bin für jede hilfreiche, freundliche Rückmeldung dankbar. Was würden Sie tun, was raten?
    Bitte entschuldigen Sie den langen Text.
    Geändert von Solea (07.04.2017 um 10:31 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: Wohl Mobbing und Lärmbelästigung durch Nachbarn im Nebenhaus

    Ich vergaß zu schreiben, dass ich vermute, dass es eine Art Übergang zwischen der Wohnung des Stiefvaters (auf meiner Etage im Nachbarhaus) oder zumindest seit dem 14.03.17 offene Türen zwischen den Wohnungen der Eheleute und dem Stiefvater geben könnte, da nicht alle Stimmen, die hörbar sind, so laut sind wie an dem geschilderten Sonntag. Da ich die baulichen Verhältnisse nicht kenne, kann ich nur Vermutungen anstellen.
    Ich muss wie oben beschrieben ein Lärmprotokoll führen, ich poste jetzt mal allein die letzten 24 Stunden. Aufgrund von Rückenschmerzen musste ich auf dem besser als das Bett gepolsterten Sofa schlafen:

    18.05 Tür! Knallen, „Rums“, Poltern, Trampeln, minutenlang! (Stimmen)
    20.42 Tür, heftig! Knall!
    20.55 „Rums“!
    21.40 „!
    23.13 Tür! (Aufgewacht!)

    23.15 Knall, 2 x!
    23.19 Tür!
    23.35 Knall, dumpf, 2 x!
    00.04 Knall, dumpf, 2 x
    01.02 Tür! (Aufgewacht!)
    02.22 „Rums“! (Aufgewacht!)


    Freitag,07.04.

    05Uhr Tür! (Aufgewacht!)
    05.25 Knall!
    05.30 Tür!
    06.10 Tür! (Aufgewacht!)
    07.09 Tür! (Aufgewacht!)
    08.52 Knall
    09.08 Tür!
    09.14 Poltern!
    09.58 „Rums“!
    10.04 Knall
    10.16 Tür, vorne!
    10.28 „Rums“, heftig! Poltern!
    10.39 „Rums“!
    10.41 Knall!
    11.36 Tür!
    13.29 Poltern, mehrfach, minutenlang
    13.52 Tür!
    14.04 Tür!
    15.38 „Rums“!
    15.59 „!
    16.02 Tür!
    16.36 Tür
    16.56 „Rums“!
    17.05 Tür
    17.17 Tür!
    17.25 Knall
    17.40 Knallen! „Rums“! (Stimmen hörbar)
    18.09 Tür!
    -------------------
    So ist die Wohnung kein Zuhause mehr, der Lärm macht krank, vor allem dieses ständige Türenknallen..
    Umziehen kommt aus körperlichen und finanziellen Gründen leider nicht infrage.
    Geändert von Solea (07.04.2017 um 17:37 Uhr)

  3. #3
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    Standard AW: Wohl Mobbing und Lärmbelästigung durch Nachbarn im Nebenhaus

    Hallo Solea.

    ich kann Deine Verzweiflung gut nachvollziehen, hatte selbst auf der Etage meiner vorigen Wohnung eine alkohol- und drogensüchtige Frau, die bis zu 30-40 x entweder hintereinander oder über Tag und Nacht verteilt ihre Wohnungstür zuknallte und nicht nur das. Sie war neu zugezogen.

    Es ist gut, dass Du ein Lärmprotokoll führst. Mein Vermieter hatte mich ebenfalls gebeten, ein solches Protokoll zu führen und von den Mietern im Haus unterschreiben zu lassen.
    Bis auf einen Mieter haben sich jedoch alle verhalten gezeigt. Mieter im Haus gegenüber hätten vielleicht auch Unterschriften geleistet, weil selbst sie die Randale hörten, der Vermieter lehnte jedoch diese Nachbarschaftshilfe ab. Später wurde mir klar, dass die Leute der Umgebung wahrscheinlich doch einen Rückzieher gemacht hätten, denn sie hingen immer nur am Fenster, wenn mal wieder Polizei und Feuerwehr bei uns anrückten.

    Es ist also wichtig, Zeugen zu haben. Wie meine Nachbarin streiten auch die Leute bei Dir ab, dass sie Lärm verursachen und wollen Dich für verrückt erklären, dass sie angeblich nicht zwei Wohnungen nutzen. Meine Nachbarin hatte mir sogar "freundlicherweise" (Ironie) Ohrenstöpsel über den Balkon geworfen und sich nachts vor meiner Wohnungstüre halb totgelacht. Sie hat nicht nur Türen geknallt und im Flur Krawall gemacht, sie hörte stundenlang bis in die Morgenstunden Heavy Metal Rock, voll aufgedreht in Wiederholungsschleife!

    Das Verhältnis zwischen Euch ist arg gestört und ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Auskommen unter den Umständen - Polizei-Anzeigen-Anwalt - überhaupt noch möglich ist.
    So wie Du es beschreibst, sind diese Leute völlig uneinsichtig und werden wohl auch künftig keine Vernunft zeigen. Ihr Vorteil ist, dass sie in der Mehrzahl sind und es verwandtschaftliche Beziehungen gibt, die sie nutzen.

    Es ist so unglaublich gemein, einen schwerkranken Menschen dermaßen fertig zu machen.

    Mir erging es ebenso. Ich bin auch schwer erkrankt, zudem gehbehindert. Als ich nach einem operativen Eingriff aus der Klinik kam, stand die Randaliererin nachts vor meiner Wohnungstür und hat Krawall gemacht und mich aufs Schlimmste beschimpft. Die Polizei verwarnte sie nur. Ein Anwalt machte mir wenig Hoffnung wegen der Sucht und psychischen Erkrankung der Nachbarin.

    Wie Du wurde ich durch die Vorfälle - ich konnte kaum eine Nacht ruhig schlafen, außer wenn sie mal wieder auf Entzug war - herzkrank und bekam Bluthochdruck.

    Tut mir leid, dass ich Dir nicht wirklich einen Hinweis geben kann, wie sich Deine Situation verbessern lässt.

    Ich bin nach 30 Jahren aus meiner vertrauten Wohnung ausgezogen, was mit hohen Kosten verbunden war.

    Du schreibst, dass Du aus verschiedenen Gründen nicht wegziehen möchtest oder kannst. Bleibt zu hoffen, dass die Nachbarn sich vielleicht anderweitig orientieren oder
    den Spaß am Tyrannisieren kranker Menschen verlieren.

    Lass Dich bitte nicht noch weiter krank machen...das ist es nicht wert.

    Gruß
    Trauerweide
    Geändert von Pfirsichblüte (07.04.2017 um 18:07 Uhr)

  4. #4
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    Standard AW: Wohl Mobbing und Lärmbelästigung durch Nachbarn im Nebenhaus

    Liebe Trauerweide,

    ich danke Dir sehr für Deine Worte und Deinen Bericht.
    Wie schlimm, dass Du keine andere Wahl hattest, als schlussendlich auszuziehen!
    Ich hoffe sehr, dass Du nun eine ruhige wunderschöne Wohnung hast und der Verlust mittlerweile überwunden ist.
    Und ich hoffe, dass Du nun gesunden kannst.

    Ich war schwer krank, mein Krebs ist glücklicherweise geheilt, ich habe allerdings massive Nachwirkungen der Chemotherapie (Stadium IV-Krebs) und bin zu 80% schwerbehindert.
    Die Leute im Nachbarhaus wissen das auch; als ich noch nicht wusste, dass sie selbst die Lärmverursacher sind, habe ich ihnen auch gesagt, dass mich der Lärm verzweifelt macht, sie machten erst recht weiter damit.

    Leider habe ich keine Zeugen und werde auch keine haben, das ist so schlimm, alleine dazustehen und allem alleine ausgesetzt zu sein.
    Da die Nachbarn mich seit über 20 Jahre "kennen", wissen sie natürlich, dass ich alleinstehend bin.

    Ich bin mittlerweile so weit, dass ich wegziehen würde, wenn ich könnte. In meiner finanziellen Situation ist das aber überhaupt nicht möglich, auch körperlich bin ich nicht in der Lage, einen Umzug zu stemmen. Ganz davon abgesehen, dass der Wohnungsmarkt in meiner Stadt bis ins Umland hinein katastrophal ist.
    Ich kann mir meine jetzige Wohnung nur deshalb leisten, da ich hier weit über 20 Jahre wohne und die Miete entsprechend niedrig ist, zumindest relativ gesehen.

    Ich weiß nicht, wie ich mich dagegen wehren kann, dass mich der Lärm krankmacht;
    gerade vorhin, zwischen 16.50 und 18.10 Uhr, war es wieder so schlimm laut, dass ich starkes Herzklopfen bekam und weinen musste.

    Schlimm ist auch diese Hilflosigkeit, aber das wirst Du ja auch wissen.

    Nochmals lieben Dank an Dich!

    Viele Grüße
    Solea

  5. #5
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    Standard AW: Wohl Mobbing und Lärmbelästigung durch Nachbarn im Nebenhaus

    P. S.
    Ich würde alles Geld, das ich eigentlich für eine Gleitsichtbrille, die ich mittlerweile bräuchte, gespart habe, für die oben genannte Schallschutzwand verwenden.
    Obwohl nicht einmal sicher ist, dass diese bei den meist tiefen Frequenzen des Türenknallens richtig effektiv wäre.
    Es wäre aber schon hilfreich, wäre ich diesem Lärm nicht mehr vollkommen ungeschützt ausgesetzt. Wie geschrieben, habe ich noch keinen Bescheid vom Vermieter resp. Hausverwaltung, der meine Situation aber sowieso nicht ernst nimmt und dem Ganzen mit Süffisanz begegnet.
    Leider ist die Hausbesitzerin mittlerweile dement; sie hätte mir auf jeden Fall weitergeholfen, ihr waren ihre Mieter immer wichtig...

  6. #6
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    Standard AW: Wohl Mobbing und Lärmbelästigung durch Nachbarn im Nebenhaus

    Liebe Solea,

    ich bin mir nicht sicher, ob Du diese Schallschutzwand selbst bezahlen muss. Wenn nämlich erwiesen ist, dass die Schalldämmung bauseits unzureichend ist,
    muss eigentlich der Hausbesitzer dafür aufkommen.
    Das aber zu belegen, erfordert ein Gutachten eines Experten.
    Bist Du im Mieterschutzbund? Auch hier bekommt man Informationen, kostet aber Mitgliedsbeitrag.
    Ansonsten recherchiere doch im Internet, es gibt Rechtsportale oder auch Foren, wo Mitglieder recht gut informiert sind.

    Ich habe auch Tumore, aber gutartige und bin seit einiger Zeit frühverrentet.

    Wie der Wohnungsmarkt aussieht, weiß ich. Ich zahle für meine neue Wohnung auch mehr als für die, wo ich 30 Jahre wohnte.
    Sie ist ruhig, die Nachbarn sind anständig und höflich, es ist alles sehr gepflegt. Aber die Kosten steigen und mir geht es finanziell längst nicht mehr so
    gut wie vor dem Umzug.
    Da wird man aus der Wohnung terrorisiert und hat noch den gesundheitlichen und finanziellen Schaden und keinen interessiert es.

    Du könntest auch beim Amt für Wohnungswesen vorstellig werden und Deine Situation schildern.
    Hast Du eine anerkannte Schwerbehinderung aufgrund der Krebserkrankung? Dann hast Du einen besonderen Status.
    Das Amt für Wohnungswesen arbeitet mit Wohnungsgesellschaften zusammen, die geförderten Wohnraum zur Verfügung stellen,
    Evtl. ist es möglich, dass Du finanzielle Hilfe erhalten kannst, wenn auch nur als Vorschuss.
    Ist aber nur eine Vermutung, erkundige Dich bitte. Evtl. hast Du auch Anspruch auf ein Wohngeld zur Entlastung bei der Miete.


    Die Städte und Gemeinden kooperieren oft mit caritativen Einrichtungen, die auch Umzüge erledigen und
    meist günstiger sind.

    Bevor Du Dein Geld für Maßnahmen ausgibst, die vielleicht gar nichts bewirken, würde ich diese Schritte einleiten.
    Es kann nämlich sein, dass sich die Leute andere fiese Bosheiten ausdenken, die nichts mit Krach zu tun haben.

    Wir hatten irgendwann zweimal Kot im Hausflur und ich hatte Kot auf meiner Fußmatte, habe den Vermieter informiert, der sich für diese Information nur bedankte und
    fragte, ob er eine Reinigungsfirma beauftragen soll. Solche asozialen Zustände herrschten erst nach Einzug der Alkoholikerin. Vorher war es ein ruhiges Haus in einer idyllischen Altstadt.

    Bitte werde aktiv, denke an Dein Wohlbefinden.

    Ganz herzliche Grüße
    Sternenfrost
    Geändert von Pfirsichblüte (08.04.2017 um 09:06 Uhr)

  7. #7
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    Standard AW: Wohl Mobbing und Lärmbelästigung durch Nachbarn im Nebenhaus

    Liebe Sternenfrost,

    danke für Deine Rückmeldung!

    Ja, ich bin in einem Mieterverein, nur deshalb kann ich mir auch eine Anwältin "leisten".
    Ich wohne in einem Haus, das ca. 120 Jahre alt ist, deshalb gibt es hier gar keinen Schallschutz und der Vermieter muss leider nichts nachrüsten.

    Glücklicherweise sind Deine Tumoren gutartig, möge es so bleiben! Frühverentet war ich auch, nach der Chemo.

    Das ist bitter, dass Du für Deine neue Wohnung nun mehr bezahlen musst. Und unfair. Aber wem sage ich das.

    Das Amt für Wohnungswesen ist für mich leider nicht zuständig, alles schon eruiert.
    Ich bin zu 80% schwerbehindert.

    Aufgrund der eigentlich sehr guten Wohngegend und der lange gewachsenen nachbarschaftlichen Strukturen ist es unwahrscheinlich, dass die Lärmverursacher sich andere offensichtliche Bösartigkeiten erlauben werden; ihren Lärm höre nur ich, Kot vor der Haustür würden auch andere Anwohner, die das Ehepaar seit mindestens 20 Jahren kennen, sehen.

    Da ich mit meinen Voraussetzungen keine Wohnung finden werde - ich wohne in einer der fünf teuersten Städte Deutschlands - ist leider auch Dein Hinweis auf Einrichtungen, die Umzüge erledigen, für mich unerreichbar.

    Eine Schallschutzwand würde schon etwas bringen, allerdings, da der Lärm vorwiegend tieffrequent ist, nicht so viel wie vielleicht erhofft. Siehe oben: es wäre schon hilfreich, wäre ich dem Lärm nicht mehr vollkommen ungefiltert ausgesetzt.

    Ich bin aktiv, das ist ja das Problem - ich bin aktiv, aber es führt zu nichts.

    Herzliche Grüße zurück

    Solea

  8. #8
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    72

    Standard AW: Wohl Mobbing und Lärmbelästigung durch Nachbarn im Nebenhaus

    Hallo Solea,

    ja, Du hast schon einiges unternommen.

    Ich wohnte auch in einem Altbau - ein restauriertes Fachwerkhaus in einer idyllischen Altstadt. Dieses Haus war sogar Vorzeigeprojekt, weil die Innung den Erker mit Schiefer versehen hatte als Geschenk. Bei der Einweihung war sogar die damalige Oberbürgermeisterin anwesend.
    Meine Güte, aus diesem Vorzeigehaus wurde ein asoziales Haus...wie traurig ist das denn?
    Ich lebte jahrelang mit guten Mietern dort, eine klassische Sängerin, Sozialarbeiter, 2 alte, ordentliche Damen.

    Man sagt ja immer, man soll der Vergangenheit nicht nachtrauern. Aber ich hatte so viele gute Zeiten dort und fühle mich in der neuen, moderneren Wohnung nicht zuhause, obwohl hier alles sehr praktisch ist mit Aufzug, Flurreinigung usw. Es fehlt die Atmosphäre.
    Ich weiß aber, dass man die Vergangenheit - auch die gute - nicht zurückholen kann.

    Ich denke, Du wirst gute Zeiten dort verlebt haben, wo Du wohnst. Wirklich schade, dass sich das so zum Negativen entwickelt hat.

    Tja, wenn Mieterverein, Anwalt usw, zu keiner Lösung gelangen, wenn Du bereits alles ausgeschöpft hast, dann bin auch ich jetzt ratlos.

    Ich schreibe nochmal privat.

    LG
    Trauerweide
    Geändert von Pfirsichblüte (08.04.2017 um 09:37 Uhr)

  9. #9
    Registriert seit
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    Standard AW: Wohl Mobbing und Lärmbelästigung durch Nachbarn im Nebenhaus

    Liebe Trauerweide,

    ich danke Dir sehr für Deine unterstützenden Worte.

    So traurig, dass Du Dein Idyll gegen Praktisches austauschen musstest und das nur, weil eine kranke Person Dich tyrannisierte...
    Wohnt diese Frau noch immer dort?

    Die Mieterverein-Anwältin kann im Grunde nur dann etwas Effektives tun, wenn ich Zeugen für den Lärm habe.
    Die habe ich aber leider nicht, siehe oben.

    Sie hat meinen Vermieter bezüglich der Schallschutzwand nochmals angeschrieben, immerhin etwas.

    Danke für den Austausch!

    LG
    Solea

  10. #10
    Registriert seit
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    Standard AW: Wohl Mobbing und Lärmbelästigung durch Nachbarn im Nebenhaus

    Die Polizei war letzte Woche da und sprach mit mir, danach mit dem lauten Ehepaar resp. nur mit der Ehefrau. Dieses scheint (!) seither leiser zu sein, der Wohnungseigentümer selbst aber (mit jenem Ehepaar verwandt) räumt nach wie vor lautstark in der Wohnung, knallt die Türen, etc. Gerade eben wieder, wohlgemerkt am Ostersonntag.
    Mit ihm hat die Polizei nicht gesprochen, "sie könne ihn nicht auffinden", da er bei seiner Lebensgefährtin und nicht mehr nebenan wohne.
    Die Ehefrau hat die Polizei übrigens knallhart belogen, indem sie behauptete, sie hätten keinen Schlüssel für die Wohnung des Verwandten. Schon klar.

    Nachricht seitens meines Vermieters bezüglich einer Schallschutzwand habe ich noch immer nicht.
    Dürfte ich sie bauen lassen, wäre sie das Einzige, das wirklich dauerhaft helfen könnte.
    Wunder im Sinne von absoluter Stille erwarte ich keine, allerdings einen gewissen Schutz vor der Rücksichtslosigkeit nebenan.

    -------------------------------------

    Ich frage mich, warum das Internet nicht voll ist mit Berichten von mutwillig lärmgeplagten Menschen.

    Kürzlich lernte ich eine junge Frau kennen, die Ähnliches über einen Nachbarn zu berichten wusste;
    sie zieht sich allerdings zurück, lebt meistens mit Kopfhörern und hat mehr oder minder aufgegeben.
    Von ihrem Umfeld wird sie verlacht, keiner nimmt ihr Problem ernst.

    Das ist doch schrecklich, dass nicht die Lärmverursacher selbst als die Schlimmen in der Gesellschaft gelten, sondern jene, die unter deren Lärm leiden müssen!
    Nicht derjenige, der Lärm macht, muss sich rechtfertigen, sondern derjenige, der unter diesem Lärm leidet
    ("Sind Sie vielleicht zu lärmempfindlich? Sind Sie sicher, dass die Leute laut sind und nicht Sie zu sensibel"?)!

    Wie kann das denn sein, hat jemand Ideen hierzu?
    Verkehrte Welt!
    Geändert von Solea (16.04.2017 um 10:19 Uhr) Grund: Ergänzende Sätze

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