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Thema: Chef behandelt mich respektlos. Ist das schon Bossing?

  1. #31

    Standard AW: Chef behandelt mich respektlos. Ist das schon Bossing?

    Hallo Ilythia,

    danke für deine nette und sehr verständnisvolle Antwort.
    Es ist richtig wohltuend mal verstanden zu werden, weil es im realen Leben so selten der Fall ist.

    Es stimmt schon, dass jeder seine Macken hat, nur hatte ich schon immer das Gefühl, dass mir meine besonders angekreidet wurden. So oft hieß es: zu still, zu sensibel, zu tollpatschig, zu langsam, zu schusselig, zu langweilig, zu weltfremd, zu naiv,...
    Ich hatte häufig das Gefühl, ein ganz anderer Mensch sein zu müssen, als der, der ich wirklich bin. Schon in meiner Kindheit vermittelte mir mein Vater, dass ich überhaupt nicht in die Welt passe. Daher habe ich mich schon in ganz jungen Jahren oft gezwungen gesehen, mich anzupassen, nur kein falsches Wort sagen, tun, was andere von mir erwarten. Glücklich war ich damit natürlich nie.

    Ich bin froh, dass du mich verstehst, weil du früher wohl ähnlich warst wie ich.
    Es ist schwer zu lernen, NEIN zu sagen. Auch ich habe es schon geschafft, im Privatleben "Freunde" in die Flucht zu schlagen, wenn ich mal nicht das tat, was sie wollten. Manchmal wollte ich auch einfach ihr Verhalten nicht mehr hinnehmen und habe ihnen die Meinung gesagt. Auch daraufhin wurde teilweise der Kontakt abgebrochen, denn Kritik kannte man ja von mir nicht.

    Wahrscheinlich bin ich deswegen im Berufsleben umso vorsichtiger, gerade meinem Chef gegenüber.
    Eigentlich bin ich froh, dass er sich jetzt mal eine Woche mit Beleidigungen und sexuellen Anspielungen zurückgehalten hat. Einverstanden bin ich aber nicht mit MEINEM Verhalten, denn ich habe daraufhin schon fast eine Schleimspur hinter mir hergezogen. Nur in der Hoffnung, dass es jetzt so bleibt und sein Umgang mit mir fairer wird! Ich schaffe es nicht, mich von ihm zu distanzieren und ihm höflich, aber bestimmt zu zeigen, was ich von ihm halte.
    Heute war er wirklich ausgesprochen locker drauf. Doch du hast natürlich Recht. Ich sollte dem Frieden nicht trauen, und es ist vielleicht nur die Ruhe vor dem Sturm.

    Mein Chef hat mir schon oft zu verstehen gegeben, dass er mit meinen Leistungen nicht hochzufrieden ist.
    Vor Monaten hatte ich wirklich mal eine schlechte Phase. Da meinte er so gönnerhaft, dass es wie in einer Ehe sei. Man sei nicht immer glücklich, aber solange man im allgemeinen zufrieden sei, sei alles ok. Wir beide würden das schon noch hinbekommen.
    Ich weiß selbst, dass ich manchmal zu unkonzentriert bin, vor allem, wenn ich wieder mal so schlecht geschlafen habe. Mein Arbeitstempo lässt dann auch zu wünschen übrig.

    Die Erkrankung, die bei mir vor zwei Jahren diagnostiziert wurde, ist Epilepsie. Für mich war das ein schwerer Schlag, weil ich mit so etwas nie gerechnet hatte! Ich habe die Diagnose bis heute nicht verarbeitet. Ich habe versucht, mit einigen Bekannten darüber zu sprechen, doch es gab nur abwehrende Reaktionen. Die Nebenwirkungen des Antiepileptikums sind auch sehr belastend. Nach wie vor muss ich aufs Autofahren verzichten, weil ich noch kein Jahr anfallsfrei bin.
    Na ja, aber damit muss ich jetzt leben. Sicherlich gibt es schlimmeres, aber Epilepsie ist auch in der heutigen Zeit noch ein Tabuthema, ein Stigma. Der Austausch mit anderen Betroffenen würde mir sicherlich gut tun, aber leider gibt es an meinem Wohnort oder in der näheren Umgebung keine Selbsthilfegruppe.

    Ich muss mich oft zusammenreissen, dass meine Gedanken nicht zu oft um die Erkrankung kreisen. Denn ich habe ja auch einige andere Baustellen zu bearbeiten.
    Geändert von Cindra (16.08.2017 um 22:36 Uhr)

  2. #32

    Standard AW: Chef behandelt mich respektlos. Ist das schon Bossing?

    Antwort gelöscht
    Geändert von Cindra (16.08.2017 um 22:44 Uhr) Grund: Beitrag versehentlich doppelt abgeschickt

  3. #33

    Standard AW: Chef behandelt mich respektlos. Ist das schon Bossing?

    Hallo Cindra,

    wer um alles in der Welt hat dir eingeredet, dass Epilepsie ein Stigma ist? Oder ein Tabuthema? Ich kann mir zwar sehr gut vorstellen, dass man eine derartige Diagnose "nicht gerne hört" und auch erst einmal geschockt ist. Aber ein Weltuntergang ist es auch nicht. Sicher sind die Einschränkungen, die man dadurch hat für einen selbst im ersten Moment auch belastend, aber man muss sich daran auch nicht messen. Manche verbringen ihr ganzes Leben mit dieser Krankheit und denken auch nicht dauernd schicksalshadernd darüber nach. Sie gehen einfach ihren Weg, leben ein ganz normales Leben und es interessiert sie nicht, was andere denken.
    Genau das solltest du auch tun.
    Schau nach vorne Cindra und vergrabe dich nicht mit einer Krankheit, an der du nichts ändern kannst. Selbstmittleid ist hier fehl am Platz. Für Epilepsie braucht man sich in keinster Weise schämen. Ich denke, da bürdest du dir selbst ein Drama auf, wo keines ist.
    Es stellt sich auch die Frage, was du für Reaktionen von deinen Mitmenschen erwartest, wenn du davon erzählen würdest. Erwartest du Mitleid, Verständnis, Rücksichtnahme? Oder, dass die Leute in deiner Umgebung zwar informiert sind, dich aber weiterhin ganz normal behandeln?
    Also, mir würde ständiges mitleidiges Getüddel auf die Nerven gehen.

    Es tut mir leid, wenn ich das eher sachlich sehe. Ich möchte dich dadurch weder verletzen, noch das Thema banalisieren. Aber für mich persönlich zählt der Mensch selbst und sein Charakter und nicht, welche Krankheiten derjenige hat. Darüber definiere ich denjenigen nicht. Ob man in bestimmten Situationen dann Rücksicht nimmt, ergibt sich von selbst.

  4. #34
    Registriert seit
    13.08.2013
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    2.013

    Standard AW: Chef behandelt mich respektlos. Ist das schon Bossing?

    Warum willst Du Dich damit verstecken, selbst erniedrigen? Eine Krankheit macht einen Menschen nicht weniger wertvoll oder liebenswert,
    Dem möchte ich absolut zustimmen.

    Ich möchte dir aber auch sagen, dass du damit offener umgehen solltest. Auch in diesem Punkt hat Trauerweide Recht, wenn sie sagt, dass du andere ins Vertrauen ziehst. Wenn du einen Anfall bekommst und es weiß niemand Bescheid, ist das von Nachteil für dich.
    Versuche bitte, dir nicht durch deine Krankheit dein Leben diktieren zu lassen. Hab ein bisschen mehr Vertrauen in dich selbst. Du kannst doch was und daran ändert auch die Epilepsie nichts.
    Vielleicht ist ein Arbeitsplatzwechsel aber auch in dieser Hinsicht eine gute Gelegenheit, nochmal in Ruhe neu anzufangen. Ich drücke dir auf jeden Fall ganz fest die Daumen, dass du die Stelle bekommst. Eine Teilzeitstelle verschafft dir auch ein bisschen Luft, dich auch wieder ein wenig zu erholen und zu sammeln.
    Und wenn es nicht diese Stelle, ist es eine andere. Du schaffst das!

  5. #35

    Standard AW: Chef behandelt mich respektlos. Ist das schon Bossing?

    Danke für eure Antworten!

    @ Anjin

    Bevor ich mich zwangsläufig mit dem Thema Epilepsie auseinandersetzen musste, dachte ich auch, dass es eine Krankheit wie Asthma, Arthrose, Diabetes, etc. ist.
    Ich leide auch seit ca. 20 Jahren an Bronchialasthma und für mich war es nie ein Problem, darüber zu sprechen. Manchmal habe ich es einfach erwähnt, ohne Mitleid oder besondere Rücksichtnahme haben zu wollen. Diese Erkrankung konnte ich akzeptieren, vor allem nachdem ich in einer Reha schwerere Fälle als mich gesehen hatte.

    Doch Epilepsie ist eine Hirnfunktionsstörung und viele Menschen denken in dem Zusammenhang immer noch an eine geistige Einschränkung!
    Wahrscheinlich habe ich kaum eine Seite im Internet über Epilepsie ausgelassen zu lesen. Mir kommen ganz oft die Tränen, wenn ich lese, dass noch vor 30 Jahren die Epilepsie der Kinder von Eltern totgeschwiegen wurde, um die Familie zu schützen! Kinder wurden angehalten, in der Schule zu sagen, dass sie wieder Kopfschmerzen oder Kreislaufprobleme hatten, nur um dieses schreckliche Wort nicht auszusprechen!
    Vor ein paar Tagen habe ich in einem Forum gelesen, dass eine Frau schrieb, ihre Mutter sei nie darüber hinweggekommen, dass die Tochter unter Epilepsie leidet. Da habe ich geweint, weil ich an meine Eltern denken musste, denen es genauso ergangen wäre.

    Es belastet mich auch sehr, dass meine Eltern nichts davon wissen dürfen. Dass mit mir etwas nicht stimmt, ahnen sie sicherlich seit langem. Denn laut Neurologe hatte ich die Erkrankung wahrscheinlich schon in meiner Kindheit. Ich war immer sehr verträumt und es passierte ganz häufig, dass ich "einfach so" vom Rad stürzte, vom Pferd oder eine Treppe runterfiel. Sie haben es sich mit Ungeschicktheit erklärt, vielleicht auch, um der Konfrontation mit etwas Schlimmen aus dem Weg zu gehen.

    @ Trauerweide

    Es tut mir leid für dich, dass du wegen deiner Körperbehinderung so negative Erfahrungen im Berufsleben machen musstest! Leider ist es so, dass behinderte Menschen immer noch stark diskriminiert werden.

    Natürlich hast du Recht, dass wir mit unseren Einschränkungen nicht weniger liebenswert sind als gesunde Menschen. In meinem Fall sehe ich nur das Problem, dass ich eh nicht besonders gschätzt und oft nicht richtig ernst genommen werde. Wenn ich jetzt auch noch offen dazu stehen würde, dass ich unter Epilepsie leide, würde sich das Urteil, das andere sich über mich gebildet haben, wohl noch mehr zum Negativen verändern. Nach dem Motto: wir haben ja schon oft gedacht, dass mit der etwas nicht stimmt.

    Das Medikament, das ich nehme, heißt Lamotrigin.
    Ich habe eine generalisierte Epilepsie mit Abscenen und Anfällen, die zum Glück nur im Schlaf auftreten.
    Normalerweise könnte man sagen, besteht überhaupt kein Anlass, Kollegen darüber zu informieren, weil sie meine Absencen nicht mitbekommen. Andererseits war ich schon oft in der unangenehmen Situation, dass ich Teile von Erklärungen oder Anordungen nicht mitbekommen habe. Dann hieß es ganz verärgert: "Habe ich doch gerade gesagt", "Habe ich Ihnen doch erklärt". Indem ich Kollegen informieren würde, könnte ich natürlich weiterem Ärger aus dem Weg gehen.
    Wenn es mir nur nicht so schwer fallen würde...

    @ Ilythia

    Danke auch für deine mutmachenden Worte!

    Ich arbeite daran, mir von der Krankheit nicht mehr mein Leben diktieren zu lassen. Vertrauen in mich muss ich erst wieder neu aufbauen, denn das war auch vor der Diagnose schon stark angekratzt. Jetzt ist so gut wie keins mehr vorhanden. Aus dem Grund zieht mich auch jede blöde Bemerkung meines Chefs so runter.

    Ich hoffe immer noch sehr, dass es mit der Stelle klappen wird, auf die ich mich beworben habe.
    Du hast schon Recht, ein Arbeitsplatzwechsel zu einem Teilzeitjob wäre jetzt genau das Richtige, um den alten Ballast hinter mich zu lassen und etwas zur Ruhe zu kommen.
    Geändert von Cindra (17.08.2017 um 16:18 Uhr)

  6. #36

    Standard AW: Chef behandelt mich respektlos. Ist das schon Bossing?

    Zitat Zitat von Trauerweide Beitrag anzeigen
    Cindra, hast Du einen sog. "Notknopf" für den Fall, dass nachts ein Anfall eintritt?
    Nein, ich habe keinen "Notknopf".
    Er würde mir nichts nützen, weil ich nicht mitbekomme, wenn ich nachts einen Anfall habe. Das ist ja das fatale an den generalisierten Anfällen: man ist bewusstlos. Ich bemerke erst morgens an den Bissen in die Zunge oder Lippe, dass etwas stattgefunden hat. Ich bin dann auch wie gerädert.

    Zuerst habe ich dem Neurologen gar nicht geglaubt, dass ich Anfälle in der Nacht habe. Ich habe die Verletzungen im Mund immer auf psychischen Stress geschoben. Seit ich weiß, was dahintersteckt, habe ich manchmal Angst vor dem Einschlafen.

  7. #37

    Standard AW: Chef behandelt mich respektlos. Ist das schon Bossing?

    Ich wollte dir mit meinem Beitrag auf keinen Fall eines auf den Deckel geben. Wenn das so rüber kam, tut es mir leid! Ok, ich drücke mich manchmal etwas schroff aus.
    Natürlich kann ich nachfühlen, dass das alles zusammengenommen nicht einfach für dich ist. Da kommt eine ganze Menge auf einmal zusammen. Dein Sebstwertgefühl und das Vertrauen in andere fehlen dir inzwischen völlig und das wieder zu "reparieren" ist schwer, wenn man selbst kein Land sieht.
    Ich finde es aber gut, dass du dich hier wenigstens öffnest. (Auch, wenn die gute Anjin dann einen Beitrag schreibt, der härter klingt als er gemeint ist...)
    Wobei ich nach wie vor dazu stehe, wenn ich sage, dass du dich für nichts zu schämen brauchst.
    Ich stimme auch mit Trauerweide und Ilythia überein, dass du dich in der Hinsicht mehr trauen solltest und deine Umgebung informierst. Ich verstehe deine Angst, in die "geistige" Ecke geschoben zu werden schon. Aber die kleinen Aussetzer (hattest du ja beschrieben), die du bei der Arbeit hast, führen natürlich auch zu Missverständnissen, die nicht sein müssten/sollten. Wobei ich mir vorstellen kann, dass diese Momente auch passieren, weil du dich selbst zu sehr unter Druck setzt. Epileptische Anfälle und kleine Aussetzer sind auch viel eine Stress - Sache.
    Eine andere Stelle zu suchen, halte ich daher auch für vernünftig und auch notwendig. Ein normaler Vorgesetzter, ja, auch weniger Stunden am Tag, in denen du zu viel Stress ausgesetzt bist, täten dir gut.
    Ich schließe mich daher dem allgemeinen Daumendrücken an!

  8. #38

    Standard AW: Chef behandelt mich respektlos. Ist das schon Bossing?

    Ich hoffe, ihr seid mir nicht böse, dass ich nicht mehr geschrieben habe.
    Leider ist einiges negative passiert und mir geht es jetzt so richtig schlecht!

    Zunächst einmal: ich habe die Stelle, auf die ich mich beworben hatte, leider nicht bekommen. Es hat nicht einmal mehr ein Gespräch mit der Geschäftsleitung gegeben.
    Natürlich war ich sehr enttäuscht.

    Vorletzte Woche ist dann noch ein Streit zwischen meinen Eltern eskaliert. Ich habe jetzt wirklich große Sorge um meinen Vater, der jeden Tag von meiner Mutter angeschrien und aufs übelste beschimpft wird. Er ist 75 und ich habe Angst, dass er das nicht verkraftet. In Stresssituationen hat er schon zweimal einen Hörsturz gehabt.
    Meine Mutter ist herzkrank, hat die Erkrankung mit Medikamenten aber gut unter Kontrolle. Doch sie nutzt jetzt jede Gelegenheit, meinen Vater damit fertig zu machen, dass sie angeblich schwere Herzrhythmusstörungen hat. Sie war angeblich beim Kardiologen, was leider gelogen war. Mein Vater hat in der Praxis angerufen und meine Mutter ist gar nicht da gewesen.

    Für mich ist das sehr schwer, weil ich fast täglich am Telefon damit konfontiert werde!
    Daher bin ich letzten Dienstag zu meinem Hausarzt gegangen und habe ihm erzählt, dass ich beruflich so unter Druck stehe. Habe ihn gebeten, mich krankzuschreiben. Doch er war nur bereit, mich bis einschließlich gestern krankzuschreiben.
    Er meinte, ich solle es danach erst einmal wieder versuchen.

    Heute war ich also wieder arbeiten.
    Wie ich finde, ist das Gespräch mit meinem Chef wieder mal etwas außer Kontrolle geraten!

    Er fragte mich, wie es mir gehe. Ich antwortete, dass es besser sein könnte. Es gebe jede Menge Ärger.
    Diese Information hätte ich gar nicht geben dürfen, denn er fing sofort an, nachzubohren. Er fragte, ob es zu Hause Ärger gebe, was ich bejahte. Er wunderte sich, weil ich doch keine Kinder und keinen Mann habe. Ich sagte, dass es auch noch Eltern gebe und damit wollte ich das Gespräch abschließen. Er ließ aber nicht locker und fragte, ob die Eltern krank seien. Ich sagte nur "unter anderem". Er fagte dann tatsächlich, ob mein Papa im Sterben liege! Ich gab zur Antwort, dass es so schlimm nicht sei, aber meine Mutter herzkrank sei. Er kommentierte das mit, das sei aber doch kein Ärger, sondern das seien Sorgen.
    Ich bereue es so sehr, diese privaten Auskünfte gegeben zu haben!

    Dann wollte er wohl witzig erscheinen und sagte, wenn ich wolle, könne ich mich ja gern mal hinter dem Haus im Garten in die Sonne legen. Er würde auch weggucken. Schließllich würde er einer nackten Frau nicht beim Sonnen zuschauen. Ergänzte noch: "Es sei denn..." Das machte mich schon wieder wütend und ich fragte herausfordernd, was er damit meinte. Er guckte weg und sagte, er sei doch anständig.

    Es kam noch, dass er froh sei, die beiden Auszubildenden los zu sein, der er zuletzt rausgeworfen hat. Die beiden Dicken, die aber eine Figur wie Heidi Klum haben wollten. Wie kann man in dem Alter schon so dick sein? (Was schamlos übertrieben war!) Er musterte mich und meinte: "Nicht so wie Sie!" Ich sagte nur ausweichend, dass ich auch nicht superschlank sei. Er: "Ach was, Sie sind dünn und passen durch jeden Abfluss!"
    Abschließend klagte er noch darüber, dass er 7 kg abgenommen habe, da er bei der Arbeit überhaupt keine Freude mehr habe.

    Was soll ich noch schreiben?
    Ihr könnt euch sicherlich denken, wie ich mich jetzt nach einem Arbeitstag schon wieder fühle!

    Was wäre die Lösung?
    Was ist, wenn ich wieder zum Arzt gehe und der mich nicht wieder krankschreibt?

    Ich bin sehr verzweifelt!

    Liebe Grüße,
    Cindra
    Geändert von Cindra (30.08.2017 um 19:12 Uhr)

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