Infraschall ist ein ernstzunehmendes Problem, auch weil nur ca. 30 % der Bevölkerung diesen Körperschall wahrnehmen können.

"Auszug: Ärzteforum Emissionsschutz...": Prof. Krahe (Berg. Universität Wuppertal) referierte u.a. folgendes:
- schon bei geringen Pegeln (z.T. auch deutlich unter standardisierten Werten der Hörschwelle) können unangenehme und
bedrückende Empfindungen ausgelöst werden.
- mit zunehmender Konzentration auf den Bereich tiefer Frequenzen ist eine zunehmende negative Wirkung bei Betroffenen
festzustellen.
- Synchronisation der Stimuli in den Hörnerven beeinflussen die Gehirnaktivität.
- Epilepsie wird ebenfalls von Synchronität von Nervenaktivität begleitet. ---
- Neurologische Beeinflussung durch tieffrequente und synchronisierte (pulsierende) Schallereignisse lassen sich
deutlich im EEG nachweisen... (Auszug/Ende)...

Schlafstörungen, Blutdruckanstieg, Herzinfarkt, Konzentrationsstörungen, Pulsation, Unwohlsein, Stress,
Unsichterheit, Gleichgewichtsstörungen, Schwindel, Übelkeit, Tinnitus, Kopfschmerzen, Druchgefühl im Ohr,
körperliche Schmerzen durch den Schalldruck: das sind einige Wirkungen der nicht gehörten, aberim Gehirn
verarbeiteten Schallereignisse. (Ärzteforum Emissionsschutz).

Seite 57, Machbarkeitsstudie zur
5.3.3 Wirkungen von Infraschall auf den Menschen (Umweltbundesamt 40/2014)
Eine detaillierte Analyse der verfügbaren Literatur zeigt, dass weitgehend auf den tieffrequenten Bereich konzentrierter Schall schon bei niedrigen Pegeln das mentale Wohlbefinden deutlich beeinträchtigen kann. Mit zunehmender Verschiebung zu tiefen Frequenzen bis in den Infraschallbereich verstärkt sich dieser Effekt. Das ist das Ergebnis verschiedener Untersuchungen im Feld und im Labor (vgl. [162][26][69][113][9][159][8]). Schwierig ist dabei eine Grenzziehung, ob eine Belästigung wirklich einer messbaren Belastung zuzuordnen ist, wie z. B. Van den Berg (2000/2012) [155][157] feststellt. Eine Konzentration des Schalls auf den tieffrequenten Bereich tritt im Alltag immer häufiger auf. Als wesentliche Gründe hierfür sind zu nennen:
• das vermehrte Vorhandensein tieffrequenter Quellen
• die physikalisch bedingte fast ungehinderte Ausbreitung des tieffrequenten Schalls
• die baulichen Schallschutzmaßnahmen (z. B. Schallschutzfenster), die fast ausschließlich gegen den Schall im mittleren und höheren Frequenzbereich schützen (konventionelle Bautechnik),
• die Ausbildung von starken Raumresonanzen, die durch moderne Architektur und Wohnungseinrichtungen gefördert werden.
In einer sehr leisen Umgebung – z. B. in einer sehr ruhigen Wohngegend in der Nacht – kann eine mentale Wirkung schon eintreten, wenn der Schall gerade wahrnehmbar ist. Konsequenterweise orientieren sich die einschlägigen Regelwerke an der Hörschwelle.
… Bislang wird dieses Merkmal aber nur in einer dänischen Richtlinie [169] in Form eines Zuschlags berücksichtigt,…
… Dass mit einer erhöhten Wahrnehmbarkeit eine erhöhte Lästigkeit einhergehen kann, ist nachvollziehbar.“
Zitat Ende


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