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Thema: Den Mobbern aus der Schulzeit vergeben, aber wie?

  1. #11
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    Standard AW: Den Mobbern aus der Schulzeit vergeben, aber wie?

    Hallo Clara,
    Ich weiss natürlich nicht, ob du das noch lesen wirst.
    Ich wurde u. a. während meiner gesamten Schulzeit gemobbt.
    Wie du vielleicht schon weisst, wollen die Mobbing-Täter keinen Sieg in einer Konfliktsituation, sondern sie wollen das Opfer vernichten.
    Jedes Entgegenkommen wird sofort für einen erneuten Angriff genutzt.
    Ich musste feststellen, dass der Hass der Täter und der Wunsch nach Vernichtung des Opfers ein Leben lang anhält ( ich selbst bin schon bald 50).
    Am Besten ist es daher, keinen Kontakt mit ehemaligen Mitschüern zu haben, egal ob es sich um Täter oder Mitläufer handelt, und auch im Internet oder Telefonbuch nie mit Realnamen aufzutreten.
    Einladungen zu Klassentreffen ignorieren und keinesfalls hingehen.
    Ich selbst habe noch Jahrzehnte später Drohanrufe bekommen.
    Mit Vernunft kann man hier nichts erreichen, Reue bei den Tätern kannst du nicht erwarten.
    Die Täter handeln wie Psychopathen, aber nur gegenüber dem Opfer.

  2. #12
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    Standard AW: Den Mobbern aus der Schulzeit vergeben, aber wie?

    Hallo Clara!
    Ich selbst bin während meiner gesamten Schulzeit bemobbt worden.
    Der Hass der Mobbing-Täter und Mitläufer hält ein Leben lang an.
    Mobber wollen ihr Opfer vernichten, sie sind nicht an einer Lösung interessiert.
    Vernunft und Logik haben hier nichts zu suchen.
    Daher am besten kein Kontakt mit deinen ehemaligen Mitschülern, und im Internet immern anonym auftreten.
    Ich selbst habe noch Jahrzehnte später Drohanrufe bekommen.

  3. #13
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    Standard AW: Den Mobbern aus der Schulzeit vergeben, aber wie?

    Hallo, zusammen

    Dass bei dem Mobbing Tätern ein extremer und unvorstellbarer bzw. kaum zu beschriebener Hass vorhanden ist kenne ich auch zu gut.
    Obwohl meine Schulzeit schon 12 Jahre zu Ende ist, gibt es noch immer Tage, wenn ich welche von der damaligen Schule oder auch Typen die ich gar nicht mal kenne und begegne, dass es Sprüche zu hören gibt, die nix für schwache Nerven geeignet sind. Gut das was ich beschreibe muss ja nicht alle Mobbing Tätern betreffen, aber bei den meisten ist es leider so. Seit Jahren wehre ich mich verbal zurück. Scheint eine leichte positive Wirkung zu haben.
    Ja und dass was Ikkyu beschrieben hat scheint bittere Realität zu sein, dass der Hass von den Tätern noch weit hinaus besteht.

  4. #14
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    Standard AW: Den Mobbern aus der Schulzeit vergeben, aber wie?

    Mir fällt es leider auch immer noch schwer meinen Mobbern zu vergeben. Ich bin zum dritten Mal wieder hier und lese meine Beiträge von 2009. Noch immer habe ich unverstellbaren Hass in mir, wenn ich mich still hinlege. Ich hasse.

  5. #15
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    Standard AW: Den Mobbern aus der Schulzeit vergeben, aber wie?

    Hallo Kironos,

    Vergebung ist ein gewichtiges Wort, das in Religionen gebraucht und Gott zugeordnet wird. Niemand verlangt von Dir, dass Du denen, die Dich mobbten, verzeihen sollst.
    Hass ist ein ebenso starkes Gefühl wie Liebe. Liebe kann viel Gutes hervorbringen für denjenigen, der liebt und geliebt wird. Hass bringt nie etwas Gutes hervor. Hass zerfrisst Dich innerlich und schadet Dir, kann krank machen, Hass ist zerstörerisch. Wut ist vielleicht das treffende Wort. Wenn Du das W auf den Kopf stellst, kann daraus Mut werden.
    Hast Du mal mit einer Person, der Du vertraust, persönlich über Deinen Hass gesprochen? Was tust Du oder stellst Dir vor tun zu wollen, um Deinen Hass loszuwerden?

    Seit 2009 sind inzwischen 8 Jahre vergangen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass in dieser Zeit alles schlecht war.
    Denk mal drüber nach, was Du Dir noch von Deinem Leben erwartest, welche Ziele Du hast.

    Gruß
    Trauerweide

  6. #16
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    Standard AW: Den Mobbern aus der Schulzeit vergeben, aber wie?

    Hi!

    Ich kann Menschen besser vergeben wenn sie ihren Fehler einsehen und mir mit Respekt gegenübertreten. Wer jemanden Unrecht getan hat der hat eine Bringschuld. Wenn der Mobber kommt um um Vergebung zu bitten kannst Du dir das ja überlegen aber nicht vorher. Meide den Kontakt zu den alten Mobbern
    und lebe im Jetzt. Suche nicht nach der alten Scheiße sondern gestalte heute dein Leben denn nur darauf hast Du Einfluss. Ich fahre jeden Tag an der alten Firma vorbei und habe jedesmal ein ganz beklemmendes Gefühl. Das ist normal. Mit ein wenig Übung wird es leichter. Versinken im Selbstmittleit ist nicht die Lösung denn das ist Gewalt die Du gegen dich selbst richtest. Besinne Dich auf deine eigenen Stärken. Erst wenn Du aus der eigenen Stärke die Scheiße aufgearbeitet hast kannst Du über ein verzeien nachdenken. Kein Gott der Welt verlangt von Dir das Du dem Täter vergeben sollst. Selbst der verlorene
    Sohn aus der Bibel kam mit der Bringschuld zum Vater. Auch Gott rennt uns Sünder nicht nach um uns zu vergeben denn da müssen wir schon selbst kommen.
    Momentan stehst Du aber nicht in der Täterrolle. Also lebe Dein leben und lass die Mobber auf Dich zukommen sofern sie denn kommen.

    Grüßlinge!

  7. #17
    ZuTutor ist offline besonders erfahrenes Mitglied des Mobbingforums
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    Standard AW: Den Mobbern aus der Schulzeit vergeben, aber wie?

    Hallo Clara,

    Seit vielen Jahren setze ich mich aktiv gegen Mobbing ein und analysiere die Verhaltensstrukturen, die bei Mobbing auftreten. Dein Fall ist recht "typisch" für Mobbing: Erst wird man ausgegrenzt und anschließend, wenn man sich nicht ausreichend wehrt, immer stärker schikaniert.

    Wie du bei Person C gesagt hast, gibt es viele Personen, die mobben, aber nach außen einen auf "Gutmensch" machen. Dieses falsche Spiel sollte man schnell entlarven und gegen sie verwenden. Konfrontiere sie mit ihrer Vergangenheit und ihre Mitmenschen damit, wie sie früher waren und was sie dir angetan haben.

    Denn was muss man bei Mobbing tun? Genau: Sich wehren! Und zwar mit aller Vehemenz und Härte!

    Ich habe nun auch deinen Fall analysiert und die Ursache für das Mobbing gefunden: Du hast dich nicht wirklich/nicht ausreichend genug gegen das Mobbing gewehrt. Du hast dich zu sehr zurückgezogen, anstatt in die Offensive zu gehen, alles offen anzusprechen und die Mobber (am besten öffentlich) an den Pranger zu stellen!

    Anders gesagt: Du warst viel zu nett.

    Das soll kein Vorwurf sein, sondern dir nur zu verstehen geben, warum alles so gekommen ist, wie es gekommen ist.

    Du bist wertvoll, so wie du bist! Vergiss das nie! Jeder Mensch ist wertvoll. Lass dich von niemandem unterkriegen und wehre dich, wenn jemand dich angreift! Schau dir am besten mein Youtubevideo zu Mobbing an, da habe ich die Ursachen und den Verlauf von Mobbing und was man dagegen tun kann genau erklärt.

    Verarbeite deine Vergangenheit. Mach dir klar, dass du nicht schuld am Mobbing bist. Du hättest es zwar verhindern können (indem du dich gewehrt hättest), aber schuld sind am Mobbing einzig und allein die Mobber! Ganz nebenbei leiden Mobber in der Regel selbst unter Unsicherheit und versuchen sich aufkosten des Mobbingopfers zu stabilisieren.

    Falls du noch Fragen hast/jemanden zum Reden brauchst, kannst du dich gerne per privater Nachricht oder auf meinem Youtubekanal melden.


    Alles Gute
    ZuTutor (alias SuperExtreme)
    Mein Youtubekanal: youtube.de/c/SuperExtreme Das Glück ist schon auf dem Weg zu dir.

  8. #18
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    Standard AW: Den Mobbern aus der Schulzeit vergeben, aber wie?

    Hallo,

    ob Mobbing sich verhindern lässt oder aufhört, wenn sich das Opfer wehrt, kann man meiner Meinung nach nicht verallgemeinern. Meine Erfahrung sagt, dass die Attacken sich verschlimmern können, wenn die/der Gemobbte dagegen setzt. Wehren ist auch nur möglich, wenn die Angriffe offen und erkennbar sind. Den Opfern hilft es nur bedingt, im Nachhinein zu sagen "wenn Du, hättest Du", weil das nur zu unnötigem weiteren Grübeln und Selbstzweifeln führt und nur bedingt auf eine künftige Mobbingsituation mit neuen Beteiligten an einem anderen Ort übertragbar ist. Es gibt kein richtig oder falsch, kein zu nett oder zu frech. Jeder Fall ist individuell wie die Faktoren, die einen Menschen zum Opfer werden lassen. Ein Mobbingopfer verhält sich seinem eigenen Naturell entsprechend mit eigenem Verhaltensmuster situationsbedingt.

    Ich bin keine Psychoanalytikerin, aber ich merke, dass Hilfesuchende manchmal die Hinweise missverstehen oder sie nicht umsetzen können oder wollen. Der Grund liegt aber genau in der Persönlichkeit eines Menschen mit seiner persönlichen Lebenseinstellung, seiner Erfahrung und seinem Charakter. Was für den einen ein hilfreicher Rat ist, mag für den anderen nicht anwendbar sein. Man kann vielleicht lernen, das eigene Verhalten zu überdenken und zu ändern. Das kann von Nutzen sein, sofern man sich nicht völlig verbiegen muss und authentisch bleiben kann.

    Gruß
    Trauerweide

  9. #19
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    Standard AW: Den Mobbern aus der Schulzeit vergeben, aber wie?

    Ich kann ebenfalls aus eingener Erfahrung sagen, dass "Du musst dich wehren" zum Teil überhaupt nichts ändert, bzw. Situationen auch verschlimmern können. Es gibt keine Patentlösung bei Mobbing. Personen vorzugaukeln, es sei so, indem man das Problem verallgemeinert, ist in meinen Augen der verkehrte Weg. Das weckt nur falsche Hoffnungen und bringt nur jemanden dazu, "blind" etwas zu tun, was ihm im Nachhinein möglicherweise schaden kann.
    Wer z. B. in der Schule gemobbt wird, ist nicht automatisch zu nett. Da spielen viele Faktoren eine Rolle. Zu dick, zu dünn, die "falschen" Klamotten, eine andere Aussprache (Dialekte), Herkunft. Handelt es sich um harmlose Neckereien zwischen Schülern, kann ein bisschen Frech ja noch ganz lustig sein. Ist es tatsächliches Mobbing, ist den Mobbern frech zu kommen, zumeist der Auslöser für noch mehr Schikanen.

    Später im Berufsleben verhält es sich ähnlich. Sich aktiv am Arbeitsplatz zu wehren, endet nicht selten in einer dem Mobbingopfer gegenüber komplett vergifteten Atmosphäre, bzw. der Kündigung. Oftmals bleibt dann nur ein rechtzeitiger Arbeitsplatzwechsel und der Gang zum Anwalt, bevor der Schaden für das MO zu groß wird. Sich vernünftig mit einem Mobber zu unterhalten, geschweige denn zu eingen, klappt in den seltensten Fällen.

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