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Thema: Kündigungsschutzklage einreichen oder nicht?

  1. #1

    Standard Kündigungsschutzklage einreichen oder nicht?

    Hallo,

    ich erzähle vielleicht mal "kurz" die Vorgeschichte.. Ich hatte letztes Jahr im April in der betreffenden Firma über eine Zeitarbeitsfirma angefangen. Meine Arbeitsleistung wurde von allen Seiten gelobt und ich kam mit den Kollegen und meinen jetzigen Vorgesetzten gut zu recht. Mir wurde dann im August ein Vertrag angeboten. Seitdem ging es steil bergab. Nach nicht mal 4 Wochen wurde meine eine Kollegin gegen mich handgreiflich. Auf Drängen einer anderen Kollegin gab es ein Krisengespräch, wobei ich aber im Mittelpunkt der Kritik stand. Es wurden u.a. absurde Vorwürfe angebracht, dass z.B. als ich noch als Zeitarbeiter dort beschäftigt war, mein Handy auf dem Tisch lag und mein Tabak. Zu dem Zeitpunkt hat mich mein Chef noch in Schutz genommen und merkte u.a. an, dass es wohl auf ein Sympathie-Problem zurückzuführen sein und nicht auf meine Arbeitsweise. Ich hab dann die Schicht getauscht, um nicht mehr direkt mit der Kollegin zusammenzuarbeiten zu müssen. Für die Kollegin gab es bis auf einen Eintrag in die Personalakte keine weiteren Konsequenzen. Ab diesem Zeitpunkt gab es mehr und mehr Gegenwind mit meinen beiden Vorgesetzten (wobei gesagt werden muss, dass die Kollegin die gegen mich handgreiflich geworden ist, einen sehr guten Draht zu dem einen Vorgesetzten hat). So war ich eines Tages bei einen Kollegen um die Weiterentwicklung des Programms zu besprechen, welches ich mit eingeführt hatte. Der Kollege behaupte dann aber ich wäre statt den 3h nur 45min bei ihm gewesen. Es gab genügend Zeugen dafür, aber mir wurde nicht geglaubt. Der Kollege hat sich dann in meiner Abwesenheit an meine Kollegen, Vorgesetzten und meinen Chef gewandt. Danach schrieb er mir eine Email, dass man bereits annimmt, dass ich die anderen Mitarbeiter übergehen und nach Kalkül arbeiten würde. Es kam immer wieder zu Zwischenfällen.. Kollegen verschlampten die Papiere oder verluden die falschen Komponenten. Ich wurde dafür von meinen Vorgesetzten verantwortlich gemacht und angeschrien. Es wurde systematisch versucht mich anzugreifen. Es wurde kritisiert, wie ich einparke, was ich esse, was ich anziehe usw. ( gerne wurde das mit Kommentaren untermauert wie: " So wie du will ich auf gar keinen Fall aussehen")
    Ich wurde teilweise richtiggehend vorgeführt und vor allem die eine Kollegin ist ständig ausgerastet, weil ich z.B. den Wandkalender nicht vorgestellt hatte. Es wurde nur nach Fehlern gesucht. Ich sollte darüber hinaus nichts privates mehr erzählen und lachen war auch verpönt. Es war der reinste Spießrutenlauf. Ich hatte ständig Gastritis und Schlafstörungen. Dazu musste ich mir noch sexistische Bemerkungen anhören. Ich hab z.B. einmal den Geschirrspüler ausgeräumt und mich gerade gebückt, da meinte der Kollege ich sollte doch in der Stellung bleiben. Oder es kamen so Kommentare wie: " Du stehst doch bestimmt auch auf Analverkehr". Vor ein paar Wochen, ich war ziemlich stark erkältet und putzte mir gerade die Nase... Der Kollege pikierte sich darüber mit den Worten: Es ist ja wirklich schön, dass du extra um die Ecke kommst um mir zu zeigen, wie du dir die Nase putzt. Ich erwiderte darauf: "Ich gleich mich hier nur dem Niveau an". Daraufhin schaute der Kollege mir direkt ins Gesicht und griff sich in Michael-Jackson-Manier zwischen die Beine. Ich erzählte später einer Kollegin davon. Das Ganze machte in der Firma die Runde und ein paar Tage später wurde ich von der Personalchefin ins Büro gerufen. Sie sagte, ich hätte erzählt, dass der Kollege mich sexuell belästigt hat. Das wäre Verleumdung und rufschädigend für das Unternehmen und deshalb müssten sie mich fristlos entlassen. Aufgrund der anderen Vorfälle würde man mir aber einen Aufhebungsvertrag anbieten. Ich wollte diesen nicht unterschreiben. Ich bin nach Hause und am nächsten Tag zum Arzt. Dann kam ein Anruf vom Geschäftsführer und der drängte mich darauf den Aufhebungsvertrag zu unterschreiben ( O-Ton: "Ansonsten kommt das Ganze vor Gericht und dann wird schmutzige Wäsche gewaschen"). Er rief mich später nochmal an und drängte auf die Unterschreibung. Ich sagte, dass ich ohne rechtlichen Beistand nichts unterschreibe und mein Anwalt im Urlaub sei. Er schlug vor, dass ich mit ihm meine Risiken durchgehen könnte oder mit seiner Frau (Fachanwältin für Arbeitsrecht). Ich blieb bei meiner Meinung. Dann führte er an, wie sich der Kollege jetzt fühlen würde ( er hat übrigens zu Protokoll gegeben, dass es genauso war) und dass es auch andere Wahrheiten geben würde und ich die Geschäftsführung am Tag vorher beschimpft hätte. Ich hätte gesagt, dass die Geschäftsführung scheiße wäre und das sich alle gegen mich verschworen hätten. Es kann sein, dass ich bei einem Telefongespräch mit einem Freund das gesagt hab. Zu dem muss ich sagen, dass ich die ersten Monate Alles über mich ergehen lassen habe. Später bin ich auch mal gegenüber den Kollegen und Vorgesetzten laut geworden und habe mich auch zu ein paar nicht jugendfreien Aussagen hinreißen lassen. Auf jeden Fall fand ich am gleichen Abend die ordnungsgemäße Kündigung in meinen Briefkasten. Ich habe mit der ganzen Geschichte noch arg zu kämpfen. Ich frage mich, ob ich die ganze Sache leichter verarbeiten kann, wenn die Geschichte vor Gericht landet oder ob mich das ganze bis dahin gar nicht mehr loslässt. Ich hab das Gefühl, dass die Firma alle Register ziehen wird um mich vor Gericht schlecht aussehen zu lassen.

  2. #2
    Registriert seit
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    Beiträge
    2.009

    Standard AW: Kündigungsschutzklage einreichen oder nicht?

    Hallo Crawling,

    das Problem ist leider immer wieder, dass du vor Gericht die Beweislast trägst. Du musst nachweisen können, dass alles, was du beschreibst auch tatsächlich passiert ist. Kannst du das nicht, ist eine Gerichtsverhandlung nahezu sinnlos. Ein guter Anwalt wird dir das gleiche sagen.
    Gut ist, dass du den Aufhebungsvertrag nicht ohne Rücksprache mit einem Anwalt unterschrieben hast. Lass dich auch bitte weiterhin zu nichts drängen, denn du hast dann nur mit den Nachteilen zu kämpfen. Einer davon wäre, dass du, falls du noch keine neue Stelle hast, mit einer Sperre vom Arbeitsamt rechnen musst, je nach dem, wie dieser Vertrag abgefasst ist.
    Auch solltest du die Kündigung überprüfen lassen, ob diese tatsächlich so ordnungsgemäß ist, sofern die Frist dafür noch nicht überschritten ist.

    Ich denke, in so einem Fall ist ein "weg mit Schaden" das Beste, was du machen kannst. Gegen eine Firma hat man in den wenigsten Fällen eine Chance.

    Gruß

    Ilythia

  3. #3
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    1.782

    Standard AW: Kündigungsschutzklage einreichen oder nicht?

    hi crawling,
    üble Situation. Trauerweide und Ilythia haben Recht, hier ist ein Anwalt dringend angesagt. Es wäre hier hilreich zu wissen, mit welcher Begründung Du gekündigt wurdest. Hast Du Kollegen dort mit denen Du gut auskommst? Können diese ggf. den einen oder anderen Vorfall bestätigen?
    Ein Aufhebungsvertrag ist in den meisten Fällen zum Nachteil des AN und führt zu Sperrfristen beim AA. Um Sperrfirsten zu vermeiden sollte man Folgendes beachten:
    1, Der AG muß bereits angedroht haben, eine Kündigung aus betrieblichen Gründen auszusprechen. Diese hast Du ja bereits
    erhalten. Frage: Ist seitens des AG damit der Auhebungsvertrag nicht mehr aktuell?
    2. Das Arbeitsverhältnis darf durch einen Aufhebungsvertrag nicht vor dem Zeitpunkt enden, bevor die Kündigung durch den AG
    wirksam geworden wäre- die Kündigungsfrist muß also eingehalten werden.
    3. Beim Aufhebungsvertrag steht Dir eine Abfindung zu, die sich an den gesetzlichen Vorgaben orientiert
    4. Es darf kein besonderer Kündigungsschutz (z.B aufgrund einer Schwerbehinderung oder Elternzeit usw.) bestehen

    Aber wie gesagt, ratsam ist, sich umgehend mit einem Anwalt in Verbindung zu setzen. Die Frist für einen Widerspruch ist 3 Wochen soviel ich weis.
    Viel Glück und gute Nerven !! Und nebenbei, verkünde nicht an Deinem Arbeitsplatz dass Du die Nase voll hast und Dich nun erstmal krankschreiben lässt. DAS ist dann nämlich ein Kündigungsgrund

  4. #4

    Standard AW: Kündigungsschutzklage einreichen oder nicht?

    Vielen Dank für eure Antworten. Es ist wirklich schön zusehen, dass es noch Menschen gibt, die verstehen wie man sich in so einer Situation fühlt.

    @Trauerweide ich hab den Vermerk, den der Kollege zu Protokoll gegeben hat, nicht erhalten. Ich weiß auch nicht, ob es mir rechtlich zusteht eine Kopie davon zu erhalten. Ich bin damals ziemlich überhastet aus der Firma aufgebrochen. Ich hab nur noch die eine Email ausgedruckt, in der stand, dass ich nach Kalkül arbeiten würde.
    In dem Kündigungsschreiben wurde kein Grund für die Kündigung angegeben. In dem mir vorgelegten Aufhebungsvertrag stand noch, dass das Arbeitsverhältnis aus wirtschaftlichen Gründen beendet wird. Diesen hatte ich noch schnell vor meinen "Abgang" kopiert.

    Ja, ich frage mich auch immer wieder wie es bei meinen Vorgesetzten und meinen Kollegen zu so einem Sinneswandel kommen konnte. In der Zeit als ich noch als Zeitarbeitnehmer beschäftigt war, habe ich den Anderen die ungeliebte Aufgabe abgenommen sich mit dem neuen Software-Programm (das ich miteingeführt habe) zu beschäftigen. Die Anderen fanden das Programm von Anfang an total be*******. Das ich mich um alles gekümmert habe, kam denen wahrscheinlich ganz recht. Es war ja auch überhaupt nicht geplant, dass ich da weiterarbeite. Insofern war ich für sie dann auch keine Konkurrenz. Erst als es klar war, dass ich festangestellt werde, kamen die ersten Kommentare wie: " Du kannst dann aber nicht mehr so viele Überstunden machen, sonst wird das auch von uns gefordert". Ich glaube Neid spielt da auch eine Rolle. Die anderen haben sich ziemlich schwer mit dem Programm getan und ich konnte selbst der Kollegin, die uns für das Programm schulen sollte, noch etwas zeigen. Ich war recht zielstrebig und jünger als die Kollegen. Und es kommt sicherlich noch ein weiterer Punkt hinzu. Ich hatte mich in meinen Chef verknallt und die Kollegen und Vorgesetzten wussten davon. Ich kam sehr gut mit meinen Chef zu recht und es kann durchaus sein, dass die Anderen Angst hatten, dass er mich vielleicht bevorzugen könnte. Zu mal es durchaus Indizien gab, dass das Interesse auf Gegenseitigkeit beruhte. Und ich glaube, dass blieb auch vor den Kollegen und Vorgesetzten nicht verborgen. Auf jeden Fall gab es mehrere unterschwellige Aussagen von diversen Personen. Ich glaube am Ende wurde ich nur noch als "Querulant" wahrgenommen. Ich hatte z.B. eine Mitarbeiterumfrage initiiert, weil in der Firma meiner Meinung nach einiges verkehrt läuft. Wir hatten in unserer Abteilung z.B. einen 3mal höheren Krankenstand als in allen anderen Abteilungen. Ich hatte dafür die Genehmigung von meinen Chef und dem Betriebsrat erhalten. Aber immer wieder wurde ich von Kollegen darauf hingewiesen, dass das nicht meine Aufgabe sei, obwohl diese auch nur den ganzen Tag über die Arbeitsbedingungen gemeckert haben.

    Ich habe noch bis Donnerstag Zeit eine Klage einzureichen. Am Mittwochvormittag habe ich den Termin bei meinen Anwalt. Dann werde ich mich entweder für oder gegen eine Klage entscheiden.

    @Ilythia Das ist eins meiner großen Probleme. Für den Vorfall mit meiner Kollegin und meinem Kollegen habe ich keine Zeugen. Obwohl jeder bei meiner Kollegin weiß, wie unangenehm sie werden kann. Sie hat ja selbst den Chef und Kunden schon mehrfach angeschrien. Ich hab bisher 6 Seiten an Situationen aufgeschrieben, die ich im Laufe des Jahres erlebt habe. Ich meine ich könnte z.B. nachweisen, dass ich in 5 Wochen 4 wochenlang Spätschicht hatte. Eigentlich wechseln die Schichten immer. Meine Vorgesetzten wussten aber genau, dass ich die Spätschichten gehasst habe. Es wurde auch mal ganz spontan meine Schicht von einen Tag auf den anderen gewechselt, teilweise ohne ersichtlichen Grund, da eigentlich genügend Mitarbeiter vorhanden waren.


    @Gerdis leider hatte ich am Ende niemanden mehr der zu mir gehalten hat. Vor allem nachdem ich meinen Kollegen, mit den ich direkt zusammengearbeitet habe, gesagt habe, dass ich auf gar keinen Fall länger als nötig in der Firma bleiben werde. Die fanden dann z.B. auch den Vorfall mit dem Kollegen auch gar nicht respektlos. Stattdessen kamen dann Kommentare wie: " Haltet mich aus der Sache da raus" oder "Ist halt Hafen". Ich glaube, die versuchen alle nur ihren eigenen A*** zu retten und zu positionieren. Auch wenn die Anderen unglücklich mit den derzeitigen Arbeitssituation sind und man ständig hört: " Mich kotzt das alles so was von an" oder "Ich hab keine Lust mehr" oder "Ich bin heute schon wieder mit Magenschmerzen zur Arbeit gefahren". Ich finde es auch alles andere als normal, wenn der eine oder andere nur mit Antidepressiva oder Schmerzmittel über den Tag kommt. Letztens hatte mich jemand auf Arbeit gefragt, ob ich einen Arzt kenne, der unter der Hand Diazepam verschreibt.
    Am Anfang haben die Kollegen auch nochmal für mich Partei ergriffen und gesagt, wie schlimm sie das finden und dass sie sich in meiner Situation schon längst hätten krank schreiben lassen. Auch die eine Mitarbeiterin aus der Personalabteilung war entsetzt über die Vorfälle und einmal wurde sie auch Augenzeugin, als mein Vorgesetzter in seiner "üblichen " Art mit mir geredet hat.
    Ich weiß nicht, ob mein AG immer noch der Option eines Aufhebungsvertrages offen gegenüber steht. Eine Abfindung wurde im ersten Aufhebungsvertrag nicht erwähnt. Als allerdings der GF mich einen Tag später anrief, wollten sie mir eine Abfindung zahlen.

    Es liegt bei meinen Sachverhalt kein Grund für ein Kündigungsschutz vor.

    Wegen der Krankschreibung.. Ich bin seitdem Tag krankgeschrieben und hab seitdem die Firma auch nicht mehr betreten und mit keinen meiner Kollegen Kontakt gehabt.

    Ich weiß, dass ich auch jede Menge Fehler gemacht und auch nicht immer so ganz clever agiert habe. Ich bin trotzdem maßlos enttäuscht, frustriert und wütend. Ich hab sehr viel Lehrgeld bezahlt und werde mich bei meinen nächsten Arbeitgeber auf jeden Fall anders verhalten. Ich weiß noch, dass ich zu meinen Chef gesagt habe, dass ich immer noch an das Gute im Menschen glaube. Er hatte mich damals schon darauf hingewiesen, dass man ständig immer alles dokumentieren muss um später Beweise liefern zu können. Er wäre wortwörtlich " damit auch schon so oft auf die Fresse geflogen". Ich fand das absolut absurd. Ich kann ja nicht ständig eine Bodycam mit mir führen, nur damit ich später nicht falsch beschuldigt werde. Mittlerweile muss ich das aber relativieren.. jedenfalls für diese Firma.

  5. #5
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    06.04.2012
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    1.155

    Standard AW: Kündigungsschutzklage einreichen oder nicht?

    Hi!

    Ja, eine Klage ist jetzt dran. Du kannst nur gewinnen beziehungsweise den Schaden minimieren.

    Viel Glück!

  6. #6

    Standard AW: Kündigungsschutzklage einreichen oder nicht?

    hallo crawling5 habe wiederholt kündigungsschutzklagen erhoben und alle klagen gewonnen. weiss also, wie es geht.hier ein paar tipps : 1. die klage MUSS innerhalb 3 wochen erhoben sein, sonst geht nichts mehr. 2. eine kündigungsschutzklage zu erheben ist ganz simpel. in meiner ersten kündigungsschutzklage standen nur folgende informationen ( ausser angabe der parteien natürlich d.h. angabe meiner anschrift und der anschrift des arbeitgebers natürlich) : a) dass gekündigt wurde und wann. den kündigungsgrund habe ich nicht reingeschrieben, weil das bei einer kündigungsschutzklage nicht notwendig ist ( der arbeitgeber muss das aber, sonst verliert er !) b) dass ich die feststellung beantrage, dass die kündigung rechtsunwirksam ist. c) dass ich weiterbeschäftigt werden will über den zeitpunkt der kündigung hinaus. d) die nicht weiter begründete behauptung, dass die kündigung rechtswidrig erfolgt ist e) meine eigenhändige unterschrift unter die klage das war alles und reichte dem arbeitsgericht zur wahrung der frist für die klage aus, also nicht mal eine seite schreibarbeit. wenn Du es genauso machst, sollte es funktionieren. 3. nimmst du dir in erster instanz (= arbeitsgericht) einen anwalt, musst du ihn auch dann bezahlen , wenn du gewinnst (vor dem arbeitsgericht zahlt jede partei ihre kosten selber) 4. die beweislast für die rechtmässigkeit einer kündigung trägt IMMER der arbeitgeber ! du musst also nicht beweisen, sondern er.

  7. #7
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    Standard AW: Kündigungsschutzklage einreichen oder nicht?

    Zitat Zitat von Ilythia Beitrag anzeigen
    Hallo Crawling,

    das Problem ist leider immer wieder, dass du vor Gericht die Beweislast trägst. Du musst nachweisen können, dass alles, was du beschreibst auch tatsächlich passiert ist. Kannst du das nicht, ist eine Gerichtsverhandlung nahezu sinnlos. Ein guter Anwalt wird dir das gleiche sagen.
    Gut ist, dass du den Aufhebungsvertrag nicht ohne Rücksprache mit einem Anwalt unterschrieben hast. Lass dich auch bitte weiterhin zu nichts drängen, denn du hast dann nur mit den Nachteilen zu kämpfen. Einer davon wäre, dass du, falls du noch keine neue Stelle hast, mit einer Sperre vom Arbeitsamt rechnen musst, je nach dem, wie dieser Vertrag abgefasst ist.
    Auch solltest du die Kündigung überprüfen lassen, ob diese tatsächlich so ordnungsgemäß ist, sofern die Frist dafür noch nicht überschritten ist.

    Ich denke, in so einem Fall ist ein "weg mit Schaden" das Beste, was du machen kannst. Gegen eine Firma hat man in den wenigsten Fällen eine Chance.

    Gruß

    Ilythia
    Nicht ganz.
    Selbst eine Sperre vom Arbeitsamt hat man nicht zu befürchten wenn man selbst kündigt. Ein ganz zum Arzt ist dazu nötig und ein Gespräch bei einem Psychologen. Aber mit dessen Hilfe hast du keinerlei sperren zu befürchten. Informiere dich dazu bitte bei einem Arzt. :-)
    Geändert von Seage (21.08.2017 um 18:01 Uhr)

  8. #8
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    interessiert euch eh nicht
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    Standard AW: Kündigungsschutzklage einreichen oder nicht?

    ja echt leute

  9. #9
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    Standard AW: Kündigungsschutzklage einreichen oder nicht?

    Ein klares und richtiges Wort, Trauerweide. Zudem scheint die Frist für irgendwelche Gegenmaßnahmen nicht mehr gerade üppig zu sein, zu kurz jedenfalls, um noch irgendwelche Bescheinigungen zu ergattern, die möglicherweise und eben nur das, hilfreich sein könnten.
    Als extrem erhellend und hilreich ist jedoch der Kommentar von baumtv. Toll, wie er alles Wichtige in einem kurzen Satz zusammengefasst hat Ich übe das jetzt auch.

  10. #10
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    interessiert euch eh nicht
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    Standard AW: Kündigungsschutzklage einreichen oder nicht?

    lol. du müsstest nur noch mein geschlecht wissen....

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