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Thema: Sexuelle Übergriffe, sexuelle Nötigung, wie damit leben ?

  1. #1
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    Beitrag Sexuelle Übergriffe, sexuelle Nötigung, wie damit leben ?

    Aus einer völlig harmlosen Situation heraus wurde ich fast vergewaltigt, ein andermal recht brutal angefasst, so dass ich blaue Flecken hatte. Dazu gab es noch andere sexuelle Übergriffe, aber ich möchet nicht ins Detal gehen. Seit der beinnahe Vergewaltigung meide ich Badepläte in der Natur, an Seen, auch am Meer. Überall wo Plätze sind die nicht eingesehen werden können. Manchmal habe ich Alpträume die ebenfalls in Richtung Vergewaltigung gehen. Das Ereignis liegt über 4 Jahre zurück, aber es ist mental immer noch present. Bei der anderen Sache war ich beim Arzt, der einen Bericht mit Fotos verfasst hat. Die Polizei hat das aufgenommen, aber später ergebnislos wieder eingestellt. Ich kann nicht sagen, dass der Arzt oder die Polizei desinteressiert gewesen wären. Das war soweit in Ordnung.
    Ich habe Angst vor bestimmten Orten und bestimmten Situationen. Jetzt bin ich etwas zuversichtlicher weil die Öffentlichkeit sensibler mit dem Thema umgeht. Nur, was Nahles schreibt, verstehe ich nicht. Eine Frau kann das nicht, ist doch kein Sexismus. Das sind so Macho Allüren.

  2. #2
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    Standard AW: Sexuelle Übergriffe, sexuelle Nötigung, wie damit leben ?

    Fast jede Frau kommt im Laufe ihres Lebens in die eine Situation wo sie bedrängt wird. Meine Erfahrung waren ebenfall schmerzhaft. Männer haben wenig Hemmung ihre körperliche Überlegenheit einzusetzen wenn sie eine bestimmtes Ziel vor Augen haben. Die Öffentlichkeit ist aber nicht mehr gewillt weg zu schauen oder dieses Verhalten als "Kavaliersdelkt" zu akzeptieren. Die Möglcihkeiten der Frauen sich zu wehren sind damit deutlich besser geworden.
    Was die Aufarbeitung angeht, das ist wohl professionelle Hilfe nötig. Allein schon deshalb damit keine Opferhaltung entsteht.

  3. #3

    Standard AW: Sexuelle Übergriffe, sexuelle Nötigung, wie damit leben ?

    das ist richtig, wer sich weg duckt und angst hat, der steht erst recht auf der Abschussliste. Zuerst kommt so eine Art Beschützerinstinkt, der aber schnell in Gier umschlagen kann. Wenn du dann in der falschen Ecke stehts, dann wird es problematisch.
    Alle Männer sind Schweine stimmt auch nicht. Es sind ca. 10 % der Männer Testosteron gesteuert. Der Rest verhält sich normal. Aber die 10 Prozent sind halt leider unser Problem !

  4. #4
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    Standard AW: Sexuelle Übergriffe, sexuelle Nötigung, wie damit leben ?

    Seit der beinnahe Vergewaltigung meide ich Badepläte in der Natur,

    Ist das irgendwie zu verarbeiten ? Mit Hilfe eines Psychologen vielleicht ?

    Persönlich kann ich das teilweise nachempfinden. Ich hatte vor Jahren einen schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn. Ein Freund hat mich nach dem Unfall abgeholt Auf der Rückfahrt habe ich mich im Armaturenbrett "verkrallt" und mein Freund durfte nicht schneller als 80 fahren. Ich meide seither alles was so ähnlich aussieht wie die Situation beim Unfall. Allerdings stellt diese Erinnerung keine massive Beeinträchtigung dar, so dass ich glaube damit allein zurecht zu kommen.



  5. #5
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    Standard AW: Sexuelle Übergriffe, sexuelle Nötigung, wie damit leben ?

    Leider kann ich nicht bestätigen, dass die Öffentlichkeit sensibler reagiert. Es ist noch nicht sehr lange her, dass ich von 3 Männern hier bei uns in der Stadt massiv bedrängt und begrabscht wurde. Es war eine belebte Strasse wohlgemerkt. Nicht ein Passant hat sich bemüßigt gefühlt zu helfen, ALLE habe konsequent in eine andere Richtung geblickt nach dem Motto: Nur nicht in etwas verwickelt werden. Ein älterer Herr schließlich griff dann ein, mit Handy in der Hand, das für die Männer wohl signalisierte, dass in Kürze möglicherweise Polizei auftauchen würde. Sie verschwanden dann eilfertig. Die Polizei war danach wenig hilfreich, was ich ihnen nichtmal zum Vorwurf machen konnte. Beschreibung der Täter war fast unmöglich, da ich mehr damit beschäftigt war der Situation zu entkommen als mir die Männer anzusehen und für mich dunkelhäutige Personen sowieso mehr oder weniger alle gleich aussehen.Ich will jetzt ausdrücklich NICHT auf Einwanderer abheben obwohl es in meinem Fall welche waren. Es ist einfach so, dass solche Belästigungen und teilweise eben auch massive Übergriffe immer noch recht lasch beurteilt werden und eine polizeiliche Vernehmung oftmals sehr demütigend abläuft. So passierte es einer guten Bekannten, die beim Joggen überfallen und vergewaltigt wurde. Der Polizist besaß die Geschmacklosigleit, sie zu fragen, sie solle sich doch mal eine Nadel vorstellen, die bewegt wird und dann versuchen, einen Faden einzufädeln. Da fehlen einem die Worte. Die fehlen einem ebenfalls, wenn man unsere Politikerinnen hört, die doch auch Frauen sind und solche Situatione nachemfinden können sollten. Auch die Rechtssprechung - falls es denn zu einer Verhandlung kommt- kann man vergessen

  6. #6
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    Standard AW: Sexuelle Übergriffe, sexuelle Nötigung, wie damit leben ?

    Ist das irgendwie zu verarbeiten ? Mit Hilfe eines Psychologen vielleicht ?
    Zum Großteil nicht. Ein Psychologe kann auch nichts anderes sagen, als das, was man ohnehin schon weiß. „Man muss lernen, damit zu leben“.
    Dabei kann weder ein Psychologe, noch sonst ein Außenstehender nachvollziehen, was bei einer (Beinahe-)Vergewaltigung psychisch passiert.
    Theoretisch weiß man vielleicht, dass diese Wehrlosigkeit, der Ekel und die Scham einen „fertig“ macht, aber nicht, wie sich das dann tatsächlich „in der Praxis“ auswirkt.
    Manche Frauen brauchen Jahre, um überhaupt wieder Nähe zulassen zu können und die Abscheu, die sich gegenüber dem anderen Geschlecht gebildet hat, irgendwie weder in den Griff zu bekommen

  7. #7

    Standard AW: Sexuelle Übergriffe, sexuelle Nötigung, wie damit leben ?

    das mit den Ausländern ist ein Problem, aber früher gab es auch schon die "guten Onkels". Die meisten sexuellen Delikte an Kindern finden innerhalb der Familie statt. Beruflich bedingte sexuelel Belästigungen haben auch selten etwas mit Migranten zu tun.
    Allerdings gibt es da ein religiös bedingtes "Überlegenheitsgefühl" das zu berechtigter Sorge Anlass gibt.
    Es genügt nicht das Thema nur zu diskutieren, die rechtliche Basis muß geändert werden !

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