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Thema: Auf meine Rechte aus Angst vor Konsequenzen verzichten ?

  1. #1
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    Standard Auf meine Rechte aus Angst vor Konsequenzen verzichten ?

    Hallo,

    ein Ende meines Mobbinghorrors ist in Sicht. Ich werde die Firma zum 01.02.2018 verlassen. Was dann kommt, kann ich nicht sagen. Eine neue Arbeitsstelle habe ich noch nicht.

    Das Problem ist, dass ich -wie sollte es auch anders sein-der Stänkerkopf bin und die Kollegen sich nur wehren. Dazu kommt, dass das Verhältnis zu meiner
    Chefin natürlich bei dem ganzen Debakel auch gelitten hat.....

    Jetzt ist es aber so, dass ich ( aufgrund der Mitarbeiterzahl ) Kündigungsschutz habe und somit ( da es keine tragfähige Begründung gibt ), klagen könnte.

    Allerdings habe ich nach dem ganzen Theater Angst vor diesem Schritt, denn dann könnte man mir endgültig den Stempel " Querulant " aufdrücken.
    Und für einen neuen Job könnte das negative Auswirkungen haben.

    Also Kündigung unterschreiben und nichts wie weg-oder wie seht Ihr das ?

    LG MA
    Geändert von MarieAnne (03.12.2017 um 15:20 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: Auf meine Rechte aus Angst vor Konsequenzen verzichten ?

    Hi MarieAnne,

    Vorsicht!!! Ohne anwaltliche Hilfe NICHTS unterschreiben. Das kann Dir eventuell auch noch eine Sperre einbringen wenn Du dich nicht angemessen gegen die Kündigung zur Wehr setzt. Dass gegen Kündigungen geklagt wird ist inzwischen normal und hat nichts mir Querulantentum zu tun sondern es ist Dein Recht. Eine Abfindung springt meist auch noch dabei heraus. Das Ganze wird meist im Vergleich enden und damit hast Du dich dann angemesssen zur Wehr gesetzt. Mein Rat daher: Nichts wie hin zu Deinem Anwalt, denn ohne Klage hast Du das nächste Problem an der Backe!

    Grüßlinge

  3. #3
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    Standard AW: Auf meine Rechte aus Angst vor Konsequenzen verzichten ?

    Zitat Zitat von Alteisenfahrer Beitrag anzeigen
    Vorsicht!!! Ohne anwaltliche Hilfe NICHTS unterschreiben.
    Hi Alteisenfahrer,

    und wenn sie sagt, ich soll den Empfang bestätigen ?

    LG MA

  4. #4
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    Standard AW: Auf meine Rechte aus Angst vor Konsequenzen verzichten ?

    Hallo MarieAnne,

    auch von mir ein klares NEIN! Auch keine Bestätigung über den Erhalt der Kündigung schreiben oder unterschreiben! Bevor du hier einen unüberlegten Schnellschuss machst, indem du die Kündigung unterschreibst, lass diese bitte erst durch einen Anwalt überprüfen. Dann überlege dir zusammen mit dem Anwalt, in wie weit eine Klage dann Sinn macht. Es ist also nicht so, dass man, wenn man nicht klagt, gleich wieder Probleme anderswo bekommt. Aber wenn die Kündigung unrechtmäßig ist, sollte schon in deinem Interesse etwas dagegen unternommen werden.
    Einen Aufhebungsvertrag hat dir deine grandiose Chefin wohl nicht noch zusätzlich unter die Nase gehalten? Wenn sie noch damit kommt, ebenfalls Finger weg von Stift und Unterschrift!
    DANN kannst du evtl. tatsächlich Probleme mit dem Arbeitsamt bekommen. Wenn ein Aufhebungsvertrag nicht "richtig" formuliert ist, erkennt das AA den je nach dem nicht an und du bekommst die berühmte Sperre von drei Monaten.
    Wenn dir dein Anwalt dazu rät, vor Gericht zu gehen, brauchst du auch keine Angst zu haben. Weder vor der Verhandlung, noch später. Ein "Besuch" vor dem Arbeitsgericht musst du nicht im Lebenslauf und auch in keinem Vorstellungsgespräch erwähnen. (Außer natürlich, du merkst, dass du wieder Gefahr läufst in ein nächstest Mobbing - Fettnäpfchen zu treten, dann würde ich es einfließen lassen...)
    Zum Arbeitsgericht selbst, folgendes. Erfahrungsgemäß wird ein Arbeitsverhältnis, dass schon vor Gericht landet, so oder so aufgelöst. Kein Richter mutet einem Arbeitnehmer (oder je nach dem auch einem Arbeitgeber) eine Stelle zu, die letztlich durch Zerwürfnisse untragbar geworden ist.
    Der Unterschied besteht darin, dass dann auch alles rechtens abläuft, d. h. die Kündigung findet zu einem "rechtmäßigen" Zeitpunkt statt. Bis dahin kann das Gericht dann auch eine Freistellung mit Lohnfortzahlung anordnen, was es in den meisten Fällen dann auch macht.
    Je nach dem kann dir sogar noch eine Abfindung zustehen. Das wird dir aber dein Anwalt noch genauer erklären und was letztlich in deinem Fall machbar ist.

    Also, auch wenn du dort verständlicher Weise so schnell wie möglich weg willst, bitte keine Kurzschlusshandlung. Du hast davon nur Nachteile.

  5. #5
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    Standard AW: Auf meine Rechte aus Angst vor Konsequenzen verzichten ?

    Zitat Zitat von Ilythia Beitrag anzeigen
    Also, auch wenn du dort verständlicher Weise so schnell wie möglich weg willst, bitte keine Kurzschlusshandlung. Du hast davon nur Nachteile.
    Hallo Ilythia,

    danke für Deine Antwort und Deinen Rat. Ja, ich bin ziemlich entnervt und möchte nur noch die " Arena " verlassen. Das Verhalten von Frau X ( Chefin ? ), trägt im Moment
    extrem dazu bei. Als Vorgesetzte hat sie noch ganz andere Möglichkeiten......
    Sie möchte wahrscheinlich, dass ich selber kündige oder unüberlegt einen " Schrieb " unterzeichne. Dann lacht sie sich kaputt......

  6. #6
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    Standard AW: Auf meine Rechte aus Angst vor Konsequenzen verzichten ?

    Hi nochmal,

    Behalt die Nerven denn die Zielgerade schaffst Du auch noch. Konzentrier Dich auf die Arbeitsplatzsuche und auf Deine Zukunft. Lass die ganzen Verletzungen hinter Dir. Mach aber nicht den Fehler auf der neuen Arbeitsstelle oder schon beim Vorstellungs/ Einstellungsgespräch über die alte Arbeitsstelle zu schimpfen denn das kommt garnicht gut an. Sollten die Dir ein schlechtes Zeugnis ausstellen kannst Du ein verbessertes Zeugnis verlangen welches Deine tatsächliche Arbeitsleistung wiederspiegelt und nicht den Streit der letzten Zeit im Fokus hat. Lass es auch vom Anwalt durchlesen bevor Du es annimmst. Als Laie erkennst Du unter Umständen die versteckten Formulierungen nicht. Kopf hoch, denn Du schaffst das
    wie gesagt am besten mit Anwalt.

    Grüßlinge!

  7. #7
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    Standard AW: Auf meine Rechte aus Angst vor Konsequenzen verzichten ?

    Zitat Zitat von Alteisenfahrer Beitrag anzeigen
    Behalt die Nerven denn die Zielgerade schaffst Du auch noch.
    Hi,

    ich war nie ein ängstlicher Mensch, aber dieser Mist hat Spuren hinterlassen....Vor allem habe ich Angst vor übler Nachrede via " kurzem Dienstweg ".
    Das bedeutet, dass der neue Chef zum Telefonhörer greift und die Dame " ledert los ". Nach dem Motto : nicht teamfähig, renitent bla bla bla-und dann klagt sie
    auch noch".
    Da kann mir auch kein Anwalt helfen.

    LG MA

  8. #8
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    Standard AW: Auf meine Rechte aus Angst vor Konsequenzen verzichten ?

    Hi,

    Sollte sie angerufen werden, wird sie wohlmöglich auch jetzt schon lästern. Ob Du nun klagst oder nicht klagst wird an dieser Situation keinen Unterschied machen.
    Eigenes Versagen wird sie keinesfalls zugeben. Also kann es Dir doch egal sein ob sie acht oder Zehn Punkte zum Lästern hat. Ob ein solcher Anruf tatsächlich stattfindet oder nicht ist Dein Restrisiko auf das Du schon jetzt keinen Einfluss mehr hast. Aber, sollte ein solcher Anruf an die Öffentlichkeit geraten, haben sowohl die alte als auch die neue Firma ein ziemlich großes Problem welches keine Firma riskieren wird. Sowas wird in kürzester Zeit ziemlich den Ruf ruinieren. Das riskiert keine Firma. Lieber unterschreiben die ein etwas zu gutes Zeugnis als sich noch ein solches Ei ins eigene Nest zu legen.

    Dir nochmal gute Nerven und viel Glück!

  9. #9
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    Standard AW: Auf meine Rechte aus Angst vor Konsequenzen verzichten ?

    Bei den vielen Bewerbern, die mittlerweile auf eine Stelle kommen, haben die gar nicht die Zeit, jedem hinterher zu telefonieren, der vielleicht interessant wäre. Und wenn sie es doch tun, nah und. Eine Klage wird deine Chefin dann tunlichst nicht erwähnen, diese lässt dann auch schon Rückschlüsse darauf zu, dass es in ihrem Betrieb "nicht so besonders läuft". Außerdem wirft es ebenfalls kein so gutes Licht auf sie, wenn sie zu negativ über einen Angestellten redet. Der Schlaue merkt dann ebenfalls, dass da etwas im Argen ist.
    Mach dir über solche Dinge erst einmal keine Gedanken.
    Du kannst schon viele Punkte wett machen, wenn du dich im Bewerbungsgespräch dementsprechend verhältst.

  10. #10
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    Standard AW: Auf meine Rechte aus Angst vor Konsequenzen verzichten ?

    Danke, das beruhigt mich etwas. Wenn ich mich " abbügeln " lasse, ist das auch kein Schutz.
    Vielleicht bekomme ich dann den Stempel : etwas doof-wehrt sich nicht. Auch nicht besser...

    Ich habe noch 2 Fragen zur Kündigung selbst. Hat jemand Erfahrung ?

    Angenommen sie legt mir die Kündigung vor und ich unterschreibe nicht. Kann sie eine Kollegin
    bitten, als Zeugin die Übergabe zu bestätigen ?

    Weiterhin angenommen, ich gehe mit dem ( nicht unterschrieben Zeugnis ) zum Anwalt und dieser rät mir zur Klage. Was wird aus meinem
    Arbeitsverhältnis ? Ich habe eine Kündigungsfrist von 3 Monaten. Ich kann mich doch nicht 3 Monate krankschreiben lassen.
    Aber weitere 3 Monate, dazu noch im rechtlichen Clinch mit der Chefin, das halte ich nicht aus.

    LG MA

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