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Thema: Es spitzt sich zu

  1. #1
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    Frage Es spitzt sich zu

    Hallo miteinander,

    zuerst - ich bin neu hier.

    Eigentlich fehlt mir im Moment auch die Kraft viel zu schreiben und zu erklären. Deshalb nenne ich ein paar Stichworte. Ob ich das als Mobbing bezeichnen kann, weiß ich nicht. Burn out - ja.

    Privat lebe ich im Moment in einer schlechten Beziehung, die an sich schon Stress macht. In der Arbeit habe ich mich eigentlich wohl gefühlt und Spaß dran (an meiner Arbeit).

    Nun geht das ganze aber schon seit langer Zeit auf einen Eisberg zu:

    der Chef, der mich vor 16 Jahren einstellte, ist leider einige Zeit nach meiner Einstellung gegangen. Wohl auch aus Gründen, die ich anmerken werde;
    der 2. Chef, der bei der Einstellung dabei war, ist im Greisenalter und wird selber von Chef Nr. 3 schlecht behandelt (angeschrien, Anweisungen ignoriert);
    aktueller Chef Nr. 3 (in einem anderen Büro, sagen wir Büro B) hat sich nach früh. einem Jahr nach meiner Einstellung sehen lassen.

    Bis jetzt habe ich alle kritischen Situationen versucht durchzustehen (z.B. während meiner Schwangerschaft unangekündigt Vertretung von mir vor die Nase gestellt - zum sofort Einarbeiten ...)

    und jetzt
    - auf Seminar Nichte vom Chef Nr. 3 behandelt mich beim Stehkaffe mit 5 Kollegen aus unserem Büro wie Luft und zieht die anderen ins Gespräch
    - genau diese Person beklagt regelmässig, wieso ich das und das noch nicht erledigt hätte, obwohl sie weiß, dass bei mir alles überläuft
    - will genau diese was, soll ich den Löffel fallen lassen und das sofort erledigen
    - IT bei uns seit einem Jahr mangelhaft mit Höhen und Tiefen: seit Freitag versuche ich den Anbieter zu mobilisieren - Geschäftskunden sind nach 24 Std. zu bedienen. Vor allem meine Leitung steht meist. Ich muss bis zum 22.12. so viel erledigen, dass ich sogar am Sonntag (40 % kann ich im Homeoffice machen) gearbeitet habe und wegen stehender Leitung im Büro bis spät am Abend.

    Reaktionen der GL (Vertreter in Büro A) - "bei mir geht alles" (er kam erst um 11 und muss nur ab u. an was eingeben), Sekretärin, die sich kümmern sollte "im Laufe der Woche kommt ein Techniker", 4. Chef am Telefon: schreit mich an, "was soll ich jetzt machen", Buchhalter in unserem Büro, der eigentlich auch Not hat, hält den Mund wie immer, hat keine Familie und bleibt lieber abends immer länger. Ich war 3 x bei der GL, da ich laufend von Kunden Anrufe bekam, was ich für Sie machen sollte, was sie brauchen ... (dieser Vorfall ist im Moment Alltag).

    Wir waren 2 in dieser Abteilung. Leider ist meine Kollegin vor Jahren gegangen, da auch Überstunden, die sie sehr viel gemacht hatte, nicht bezahlt wurden und nur Kritik kam. Dann kamen 2 - 3, die aber nach kurzer Zeit wieder gingen. Wohl auch mangels Anerkennung. Alle Fälle landeten vor dem Arbeitsgericht.

    Eine Halbtagskraft, die 17 Jahre da war, hat, aufgrund der "netten" Schreiben, die die GL Büro A uns regelmäßig zukommen lässt, gekündigt (sie ist verheiratet, der Mann kann sie unterhalten). Sie wurde nur angemacht, Fehler sollte sie in Ihrer Freizeit aufarbeiten, obwohl es nur Unkenntnis war, weil sie aufgrund Elternzeit 2 x gefehlt hatte. Leider war es die einzige, die mir noch aushelfen konnte, gerade am Jahreswechsel. Und auch die, die ab und an noch den Mund aufgemacht hat und sehr gutes soziales Verhalten hatte.

    Nun war ich gestern mittag am Ende und hatte einen Heulkrampf, da alle meine Bitten ignoriert wurden.
    Ich hatte nicht nur einmal gesagt, dass es so nicht geht. Ich mache Löhne und da kann nichts verschoben werden, am 22.12 muss alles fertig sein. Zw. den Jahren hatte ich eigentlich 3 Tage Urlaub genehmigt bekommen, da ich auch ein Kind habe und Ferien sind.

    Mein Arzt hat mich dann sofort bis Freitag krank geschrieben. Mein Psychologe bzw. seine Helferin empfahl mir möglichst bald in eine Einrichtung zu gehen, so wie meine Verfassung im Moment ist. Das wären jetzt mind. 8 Wochen. Wobei ich einige private Verpflichtungen habe.

    Nun arbeite ich - heute krank - wenigstens versuchsweise das wichtigste auf.

    Während meines Bandscheibenvorfalls im September (3 Wochen) habe ich trotzdem alle Löhne gemacht (Homeoffice). Eigentlich sind das Überstunden. Wenn ich jedoch morgens mal zum Arzt muss, was ja verrechnet werden könnte, wird mein Chef unleidig. Er meint, bei meinen Gehalt läge das drin.

    Eine Mitarbeiterin (sie macht das gleiche wie ich) - freiberuflich - einmal/Woche halbtags im Betrieb - bestätigt eigentlich meine Wahrnehmung voll und ganz.

    Das waren nun mehr wie Stichworte. Ist das Mobbing oder was ist das - diese Ignoranz von der anderen Seite?

  2. #2
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    Standard AW: Es spitzt sich zu

    Hallo,

    ich lese da jetzt weniger Mobbing heraus, als ein Management, dass untereinander nicht klar kommt und seinen Frust an die Angestellten weiter leitet. Die nebenbei auch noch ausgenutzt werden. Durch dieses ständige Heruntergeputzt werden, kommt wohl kein Angestellter auf die Idee, "Dienst nach Vorschrift" zu machen. Das schlechte Management führt dazu, dass man auch die Abteilungen nicht "organisiert" bekommt und auch sonst nichts richtig gebacken kriegt. Die Verantwortung dafür wird auf die Angestellten abgewälzt.
    Was die eine Kollegin angeht, so ist sie die Nichte des Chefs und kann sich ihrer Meinung nach schon deshalb einiges erlauben. Gerade wenn solche Leute noch in gehobener Position sind, passiert das "gerne" einmal.

    Ob du jetzt dem Rat deines Psychologen folgst und für eine gewisse Zeit in eine Einrichtung gehst, oder das Ganze ambulant weiter führst, ist natürlich deine Entscheidung. Aber, solltest du am Montag wieder zur Arbeit gehen und es nervlich nicht packen, lass dich länger krankschreiben und die Finger dann auch einmal weg vom Homeoffice.

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