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Thema: werde von Vorgesetzten nur runter gemacht - öffentlicher Dienst

  1. #1
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    Standard werde von Vorgesetzten nur runter gemacht - öffentlicher Dienst

    Ich arbeite seit knapp einem Jahr in einer öffentlichen Verwaltung. Am Anfang hat es mir super gefallen, aber seit ein paar Monaten heckt meine direkte Vorgesetzte fast jeden Tag etwas anderes aus. Mit meinen zwei anderen Kolleginnen ist sie ein Herz und eine Seele. Mit mir redet sie privat kaum ein Wort, interessiert sich nicht für mich und ist mir sehr distanziert gegenüber. Wir sprechen nur das nötigste dienstliche. Ich muss mit ihr ja auch keine Freundschaft pflegen, diese Angewohnheit habe ich in meinem Berufsleben abgelegt aufgrund einer negativer Erfahrung. Aber die Zusammenarbeit ist für mich schon nach einem Jahr kaum erträglich.

    Sie lässt keine Gelegenheit aus um mir vor anderen Kollegen meine ihrer Meinung nach so schwerwiegenden Fehler aufzuzählen. Ich habe ihr schon gesagt, dass ich das nicht in Ordnung finde, dass sie mich vor anderen kritisiert, aber sie tut es weiterhin. Da sie aber nicht wirklich Fehler findet, kontrolliert sie mich und zu den schwerwiegenden Fehlern gehören z. B. E-Mails in denen ich sie in cc setze und diese ihrer Meinung nach nicht richtig formuliert habe, obwohl diese freundlich und anständig geschrieben sind.

    Weiterhin habe ich einen Abschluss auf Bachelor-Niveau. Ich wurde deshalb auch in die E9 eingruppiert. Da meine Vorgesetzte aber selber "nur" eine Ausbildung absolviert hat, weder Weiterbildungen etc., ist sie auch in E9 eingruppiert.
    Egal welche Fehler auftreten, ständig kritisiert sie mich durch die Blumen und hält mir vor, dass man ja "nur weil man diesen und jenen Schein habe", erst noch die nötige Erfahrung bräuchte um schwierige Zusammenhänge zu erkennen.

    Bei uns haben zwei Kollegen gekündigt, sie hatten beide eine befristete Stelle - so wie ich. Diese Ausfälle musste ich ohne wenn und aber auffangen, ohne Einarbeitung. Dank dafür habe ich von ihr nicht erhalten. Vor kurzem hat eine neue Kollegin angefangen, diese soll ich anlernen. Sie wurde eingestellt um das Aufgabengebiet der gekündigten Kolleginnen zu übernehmen. Dieses Aufgabengebiet ist größtenteils liegen geblieben, da es mir nicht möglich war 3 Arbeitsbereiche mit einer 40 h Woche zu decken. Zudem steht es nicht in meinem Arbeitsvertrag.

    Vor ein paar Tagen wurde von ihr verkündet, dass die neue Kollegin einen Teil meiner Aufgaben übernehmen soll und ich dafür den Aufgabenbereich der gegangenen Kollegen übernehmen?! Obwohl die neue Kollegin dafür eingestellt wurde..

    Als ich meine Vorgesetzte darauf angesprochen habe, erhielt ich nur die Antwort, dass es jetzt nun mal so sei und ich das hinnehmen soll..

    Unser Gesamtabteilungsleiter kümmert sich leider nicht und möchte sich nicht einmischen. In der Abteilung ist meine Vorgesetzte bekannt, viele mögen sie nicht und sagen, dass sie mich ja gar nicht einstellen, aber die Verwaltungsleitung das so wollte.
    Das fand ich mega unmotivierend.

    Ich fühle mich total schlecht, habe Bauchschmerzen und bin total überlastet.
    Krankschreiben lassen oder sofort aufgeben möchte ich auch nicht..

    Was ich aber glaube ist, dass meine Vorgesetzte niemandem mit einer höheren Qualifikation sowie dem gleichen Gehalt neben sich haben möchte und mich deswegen immer wieder runter macht.

    Was würdet ihr mir raten? mich woanders zu bewerben? :-(

    Danke schon mal für die Antworten im Voraus
    Viele Grüße Theresa

  2. #2
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    Standard AW: werde von Vorgesetzten nur runter gemacht - öffentlicher Dienst

    Hallo Theresa,

    wenn es schon so ist, dass euer Gesamtabteilungsleiter nichts unternehmen möchte, solltest du dich wo anders bewerben. Deine Vorgesetzte "lebt" praktisch von dessen Untätigkeit.
    Was du noch versuchen kannst, ist, dich an den Vorgesetzten vom Abteilungsleiter zu wenden. Gut wäre dann natürlich, wenn du auch etwas in der Hand hättest, denn vom "Hörensagen" allein, wird wohl niemand tätig werden. Du hast dir nicht zufällig Notizen gemacht, wer dabei war, als deine Vorgesetzte einmal wieder deine Fehlerquote "lobte"? Solche und andere Vorfälle zu notieren, kann helfen.
    Einmal ganz nebenbei. Woher weiß die Dame von deinem Gehalt. Solche Dinge behält man besser für sich.

  3. #3
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    Standard AW: werde von Vorgesetzten nur runter gemacht - öffentlicher Dienst

    Hallo vielen Dank für deine Antwort.

    sie war bei meinem Vorstellungsgespräch dabei und deshalb weiß sie was ich verdiene, denn der Verwaltungsleiter hat es dort gesagt.

    Es schaut zwar in meinen Lebenslauf schlecht aus, aber ich werde mich wohl oder übel woanders bewerben müssen, auch wenn dieser Arbeitgeber bei uns einen sehr guten Ruf genießt und es ja auch ne an dieser Person liegt..
    leider kann ich bei einem zwei Jahres Vertrag keine Versetzung beantragen..

    Ich habe schon wieder Bauchweh wenn ich morgen an die ganze Arbeit sowie die Vorgesetzte denke :-(

  4. #4
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    Standard AW: werde von Vorgesetzten nur runter gemacht - öffentlicher Dienst

    Ach Mensch, du arme! Ein faules Ei reicht schon aus um die ganze Stimmung zu kippen. Im Moment bleibt dir aber nichts weiter als der Weg zum Vorgesetzten des Abteilungsleiters. Erkläre ihm die Situation, möglichst, ohne vorher zuviel Wirbel zu machen, d.h. deine Kollegen sollten davon möglichst erst einmal nicht Wind bekommen.
    Wie lange ist dein Vertrag denn befristet? Ist es vielleicht möglich, dass man dich in eine andere Abteilung versetzt?

    Ich kann dich auch verstehen, wenn du sagst, dass du dich nicht krank schreiben lassen möchtest. Man scheut immer erst davor zurück. Aber, wenn es nicht mehr funktioniert und du merkst, dass es dir schlechter geht, mach es ruhig. Deine Gesundheit geht vor. Vor allem nutzt es gerade dir nichts, wenn du dich psychisch durch diese Situation fertig machen läßt.
    Das merkt man dann auch in Bewerbungsgesprächen, wenn jemand nicht ganz bei der Sache ist.
    Das kannst du aber immer noch entscheiden, wenn die Möglichkeiten ("Oberbosss" oder andere Abteilung) ausgeschöpft sind.

  5. #5
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    Standard AW: werde von Vorgesetzten nur runter gemacht - öffentlicher Dienst

    Hallo, ich danke auch dir für deine Antwort. Zwei Jahre und danach entweder unbefristet oder keinen Vertrag mehr.
    Leider können wir uns als befristete nicht versetzen lassen. :-(

    Ich will auch nicht negativ auffallen und somit der Verwaltungsleitung zeigen, dass ich mich nach kurzer Zeit schon beschwere.

  6. #6
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    Standard AW: werde von Vorgesetzten nur runter gemacht - öffentlicher Dienst

    Das mit dem nicht negativ auffallen ist so eine Sache. Da machst du im Moment einen Gedankenfehler. Im Grunde genommen sorgt deine Vorgesetzte schon dafür, dass du negativ auffällst. Sie prangert deine Fehler an, während Zeugen mit im Raum sind und scheint ja auch sonst keine Gelegenheit auszulassen, dich schlecht zu machen. Kurzum, SIE sorgt schon dafür, dass die Leute von dir den "richtigen" Eindruck von dir bekommen.
    Keiner deiner Kollegen hat im Gegenzug die Lust dazu, sich da dann noch einzumischen, oder zu hinterfragen, was da los ist. Dann bist du eben die, die immer Fehler macht. Das wird sich aber spätestens dann zeigen, wenn man dich irgendwo mit einbeziehen sollte, es aber schon deshalb nicht macht, weil… dann läuft ja sowieso etwas falsch.
    Du solltest also auf jeden Fall etwas dagegen unternehmen. Was du auch machen kannst ist, Emails von einem anderen Kollegen gegenlesen zu lassen, bevor du sie heraus schickst. Oder eben bei Vorgängen, bei denen du nicht ganz sicher bist, ziehe ebenfalls einen Kollegen hinzu. Dann hast du wenigstens einen Zeugen, der bestätigen kann, dass da dann wirklich nichts verkehrt läuft, bzw. der evtl. Fehler im Vorfeld erkannt hat, die man dann noch korrigieren kann.
    Dann hast du auch etwas in der Hand, wenn deine Vorgesetzte dir wieder etwas unterstellen möchte.
    Hab nicht so viel Angst davor, dich an jemanden zu wenden. Solange das Gespräch von deiner Seite aus ruhig und sachlich ist, du aber auch entsprechende Begebenheiten untermauern kannst.,
    ( Zeugen benennen, die etwas gegengelesen haben oder dich bei etwas unterstützen, Situationen nüchtern schildern) denke ich schon, dass man dir zuhören wird. Mehr, als dass sich auch der Vorgesetzte vom Abteilungsleiter raushalten möchte, kann zunächst einmal nicht passieren.
    Aber wenigstens hast du jemanden darüber informiert, was Sache ist. Wartest du damit zu lange und lässt in dieser Zeit deine Vorgesetzt ungeniert weiter machen, wirst du später unglaubwürdig. Dann gibst du ihr nur mehr Zeit, deinen Ruf zu schädigen.

  7. #7
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    Standard AW: werde von Vorgesetzten nur runter gemacht - öffentlicher Dienst

    Du hast recht. Ich werde ihr aber heute sagen, dass ich es nicht in Ordnung finde, dass ich diese Arbeiten übernehmen soll, da das für mich einen erheblichen Mehraufwand bedeutet. Am Freitag hat sie mich für einen Fehler zur Verantwortung gezogen, für den jemand anders verantwortlich war. Das werde ich ihr heute auch sagen, auch wenn sie mich dann noch mehr angreifen wird

  8. #8
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    Standard AW: werde von Vorgesetzten nur runter gemacht - öffentlicher Dienst

    Berichte mal, wie es gelaufen ist.

  9. #9
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    Standard AW: werde von Vorgesetzten nur runter gemacht - öffentlicher Dienst

    Sie hat sich natürlich wieder aufgeführt und wieder meine Qualifikation in frage gestellt, obwohl das nicht das Thema des gesprächs gewesen ist. Ich bin aber etwas erleichtert, da ich offen zu ihr gesagt habe, dass ich nicht vor anderen kritisiert werden möchte und keine 3 Personen ersetzen kann. So merkt sie wenigstens, dass ich mich nicht ducke. Natürlich hat das rein garnichts mit meiner Person zutun ihrer Meinung nach naja wir werden sehen, wenn es schlimmer wird, muss ich mich woanders bewerben und ausharren, solange es geht ich glaube ja nicht, dass sie durch dieses Gespräch ein anderer Mensch wird

  10. #10
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    Standard AW: werde von Vorgesetzten nur runter gemacht - öffentlicher Dienst

    Das wird sie wohl kaum. Wie du dich vor weiteren Angriffen schützen kannst, hat man dir ja bereits gesagt. Dann kannst du zumindest etwas gegensteuern, wenn es schlimmer werden sollte.
    Einmal davon abgesehen, dass sie dich ja auch nicht einfach zu Aufgaben verdonnern kann, die nicht Bestandteil deines Arbeitsvertrages sind, solltest du dich auch gar nicht erst auf ein "Ich kanns ja versuchen" einlassen. Machst du ja auch nicht, es war schon ganz gut, dass du da klare Stellung bezogen hast. Aus einem Versuch aus "guten Willen" wird dann ganz schnell ein "Aber sie wollten doch" mit anschließender Fehlerliste. Das muss man sich nicht geben.
    Nu denn, du wirst ja sehen, wie es weiter geht.

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