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Thema: Wie mit Burout umgehen

  1. #1
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    Standard Wie mit Burout umgehen

    Hallo,

    ich bin Sekretärin in einem mittelständigen Unternehmen. Vor ca 1,5 Jahren gab es hier eine innerbetriebliche Umstrukturierung. Ich bekam eine neue Chefin, die mich nicht sonderlich zu mögen scheint. Da ich ihre persönliche Assistentin bin, zwingt uns das natürlich zur engen Zusammenarbeit. Seit ca 6 Monaten ist ihr Verhalten mit gegenüber wirklich schlimm. Sie ist mir gegenüber respektlos, wälzt ihre Fehler auf mich ab und macht mich vor anderen schlecht. ZUdem ist das Arbeitspensum enorm. Dinge die ich früher an 2 Tagen schaffen musste, müssen nun in 1 Tag abgearbeitet werden. Das pensum ist einfach nicht schaffbar. Das hatte ich schon beim Betriebsrat angesprochen. Allerdings bin ich dort auf keine gute Lösung gekommen. Betriebsrat und meine Chefin verstehen sich sehr gut. Das könnte der Grund sein. Jedenfalls geht es mir seit 3 Monaten schlecht. Ich habe schon Bauchschmerzen wenn ich an den Betrieb denke, bin unkonzentriert, unsicher und fühle mich überfordert. Ich bin nur noch müde. Laut "das-burnout-syndrom" sind das Anzeichen eines Burnouts. Des Weiteren steht da, dass man dann Hilfe in Anspruch nehmen soll. Doch wie macht man das, wenn man einen solchen Drachen (Entschuldigung, aber das ist sie wirklich) als Chefin hat. Wenn ich ausfallen würde, hätte ich nach meiner Rückkehr sicher die Hölle auf Erden. Was würdet ihr machen? Kann mir da jemand von Euch einen Rat geben?

    LG

  2. #2
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    Standard AW: Wie mit Burout umgehen

    Guten Morgen Moana,

    erst einmal, bevor du dich durch das Internet wühlst und bei jedem Symptom, dass passen könnte, in dich hinein lauscht, gehe bitte zu deinem Hausarzt und spreche mit ihm darüber. Das, was du in deinem Text ansprichst, die Bauchschmerzen, Unkonzentriertheit, Überforderung, sind auch die typischen Begleiterscheinungen bei Mobbing. Ob du also "einfach" angeschlagen bist, durch das Mobbing oder ob es sich um einen richtigen Burn out handelt, sollte man dem Fachmann überlassen.
    Zum Thema Hölle auf Erden. Ich denke, die hast du jetzt schon. Wenn es dir so schlecht geht, lass dich für eine Weile krank schreiben, damit du etwas zur Ruhe kommen kannst. (Auch ruhig länger, als eine Woche) Deine eigene Gesundheit sollte dir wichtiger sein. Soll sie doch sehen, wie sie ohne dich - als ihren Fußabtreter - klar kommt. So sehr viel schlimmer kann es nicht werden, wenn du wieder zur Arbeit kommst. Sie hat dich bereits bei anderen schlecht gemacht und erfahrungsgemäß bleibt das auch in den Hinterköpfen der Leute hängen. Ob sie dich dann weiter "runter macht" in deiner Abwesenheit oder wärend du im Betrieb bist, hast du so oder so nicht unter Kontrolle.
    Über kurz oder lang überlege dir, eine andere Stelle zu suchen. Deine Chefin sitzt - so wie du es beschreibst - am längeren Hebel und du scheinst kaum Hilfe erwarten zu können von anderen Personen. Sie wird sich nicht ändern und wenn sie schon einen "Dummen" gefunden hat, auf den sie ihre Fehler abwälzen kann, wird sie das auch weiterhin tun.

  3. #3
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    Standard AW: Wie mit Burout umgehen

    hallo Moana,
    im Großen und Ganzen stimme ich dem zu, was Ilythia geschrieben hat.Selbstdiagnosen nach Symptombeschreibungen im Internet sind eine zweischneidige Sache. Das gilt vor allem dann, wenn man schon eine vorgefasste Meinung hat und letztendlich dann nur nach der Bestätigung sucht.Überlasse das einem Arzt!
    Die Zusammenarbeit mit Deiner Chefin scheint ja ein Jahr lang geklappt zu haben und hat sich - wie Du schreibst-"erst" seit 6 Monaten rapide zum Schlechten entwickelt.Was ist vor 6 Monaten passiert? Es muß ja einen Auslöser gegeben haben. Sicher, Du hattest das Gefühl, dass sie Dich nicht gerade ins Herz geschlossen hat, aber immerhin scheint die Zusammenarbeit ja funktioniert zu haben. Ich würde mir Deine Chefin mal in einer stillen Stunde schnappen und mit ihr reden. Vielleicht klärt sich dann einiges auf und eine sachliche Zusammenarbeit ist wieder möglich.
    Zudem würde ich auch raten, Dich an Deinen Hausarzt zu wenden und Dich krankschreiben zu lassen. Abstand und Ruhe sind im Moment für Dich wichtig, damit Du wieder Kraft sammeln kannst. Schlimmer als jetzt kann es nach Deiner Rückkehr nicht werden falls ein Gespräch mit Deiner Chefin nichts gebracht hat. In dem Fall wird Dir dann nichts Anderes übrig bleiben als Dich nach einem neuen Job umzuschauen.
    Natürlich kannst Du auch einen Anwalt, der auf Arbeitsrecht spezialisiert ist, kontaktieren und so gegen die Mobberei Deiner Chefin vorgehen. In dem Fall ist das hier oft angeführte Mobbingtagebuch hilfreich. Einzelheiten darüber wie so ein Tagebuch geführt wird, findest Du hier oder auch im Internet. Auch Dein Anwalt kann Dich darüber beraten.
    Für Dich das Wichtigste im Moment ist jedoch, wieder etwas zur Ruhe zu kommen und Dich gesundheitlich zu berappeln.

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