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Thema: neuer Mieter führt Faustrecht ein - brandgefährlich?

  1. #11
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    Standard AW: neuer Mieter führt Faustrecht ein - brandgefährlich?

    ich habe keine Ahnung woher Du deine "Kenntnisse" bekommen hast, aber da wirfst Du Kraut und Rüben durcheinander. Einschreiben mit oder ohne Rückschein haben da im Moment nichts zu suchen. Es ist Blödsinn, dass der Schriftwechsel mit einem RA nur über Einschreiben stattfindet. Ob eine Zivilklage notwendig ist, um die Mieterin los zu werden kann ich nicht voraussagen. Es kann ebenso sein, dass im Zuge des Strafverfahrens bereits eine Auszugsfrist festgelegt wird.
    Geht um Gottes Willen zum Rechtsanwalt und lasst Euch da mal aufklären und beraten. Der RA kann Einsicht in Akten bei der Staatsanwalt nehmen und kann Euch sagen, ob die Anzeige weiter verfolgt wird und wann möglicherweise ein Strafverfahren stattfindet.
    Nicht ganz klar ist mir, ob bei der Polizei nur eine Meldung gemacht oder eine Anzeige erstattet wurde. Das sind nämlich 2 Paar Schuhe. Wer hat Dir denn erzählt, dass Anwälte keine Prozesse führen??????? Hat Dir diese Person vielleicht auch verraten, wer das im Fall des Falles tut? Normalerweise vertritt nämlich ein Rechtsanwalt seinen Mandanten in allen Rechtsangelegenheiten, das bedeutet im Zivilverfahren so wie auch im Strafverfahren.
    Also wie vorher schon geschrieben, ab zum RA. Vielleicht kannst Du dann mal weiter berichten, was er Deiner Verwandten angeraten hat und in wieweit er tätig werden kann

  2. #12
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    Standard AW: neuer Mieter führt Faustrecht ein - brandgefährlich?

    Bisher waren das RA von diesem Verein Deutscher Grundbesitzer. Die sollen das so gesagt haben, dass sie keine Prozesse führen sondern nur den Schriftverkehr bis dahin erledigen und man bei strafrechtlichen Sachen sowieso jemand anderes braucht, werde ich wohl noch erfahren.
    Das mit dem Einschreiben habe ich mir von einem RA mal zu eBay-Streitigkeiten sagen lassen, der unbedingt wollte dass ein Brief mit Rückschein ausgestellt werden sollte, da ein findiger RA der Gegenseite irgendwelche Begründungen anführen kann weswegen der Nachweis für die Zustellung dann fehlen würde und nicht auf den gesetzten Fristen aufgebaut werden kann. Man möchte natürlich schon, dass eine Kündigung nicht aus Mangel an Nachweisen plötzlich angefochten werden kann.

    Es war schon eine Anzeige die gleich erstattet wurde.
    Geändert von visko (17.05.2018 um 00:27 Uhr)

  3. #13
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    Standard AW: neuer Mieter führt Faustrecht ein - brandgefährlich?

    ich kann nicht beurteilen, wie die Vetragsbedingungen für Mitglieder dieses Vereines sind und ob dort lediglich eine Beratung und ein anfänglicher Schriftverkehr angeboten wird.Im Fall Deiner Verwandten empfielt sich jedoch dringend ein Anwalt, der auf Körperverletzung spezialisiert ist. Einen entsprechenden Anwalt in der Nähe Deiner Verwandten findest Du unter "Anwalt.de".
    Zu dem eBay Fall kann ich nichts sagen, da ich den Hergang nicht kenne. Ich vermute aber, dass in dem Fall der Brief von Dir an den Käufer bezw. Verkäufer geschrieben und geschickt wurde. In dem Fall - und gerade wenn es um Fristen geht- ist es ratsam,solche Briefe mit Einschreiben/Rückschein zu versenden.
    Die Kündigung sollten Sie von einem Rechtsanwalt schreiben lassen, damit sind Sie auf der sicheren Seite.
    Für einen Strafantrag wegen der Körperverletzung gilt eine Frsit von 3 Monaten. Je nachdem wie lange dieser Vorfall schon zurückliegt sollte also bald etwas geschehen

  4. #14
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    Standard AW: neuer Mieter führt Faustrecht ein - brandgefährlich?

    Also im moment wissen wir überhaupt nicht so richtig weiter was wir machen sollen, auch da sich die Situation wieder verändert.
    Meine Verwandte hatte die Kündigung die ihr in den RA Gesprächen der letzten 1-2 Wochen immer angeraten wurden schreiben lassen und soll nächste Woche verschickt werden. Allerdings hat sie jetzt wenig Hoffnung über die Gerichte etwas erreichen zu können. Sie hatte gesagt, dass sie bei einer Räumungsklage ca. 10000€ eher im Voraus bezahlen müsste und die Mieterin am Anfang wohl ein Einkommen angegeben hatte das unter einer bestimmten Einkommensgrenze liegt.
    Auch bei einem Verfahren zu der Körperverletzung vermutet sie, dass sie dabei nur viel Geld verlieren wird, weil sie auch keine Rechtsschutzversicherung hat.
    Gestern war dann unerwartet die Polizei dort und wollte die Mieterin sprechen, da es ihr zur Zeit nicht so gut gehe. Sie haben sich dann auf der Straße unterhalten und die Mieterin hätte den Beamten versichert, dass sie sich nicht umbringen möchte und das auch ihrem Arzt gesagt hätte. Die Mieterin ist nach dem Gespräch freiwillig bei der Polizei mitgefahren.
    Wenn man selbst Probleme hat und überreagiert, sucht man doch normalerweise auch das Gespräch und entschuldigt sich. In diese Richtung ist aber nichts passiert und wenn es in den ersten Wochen gleich zu all diesen Schwierigkeiten kommt und die rechtlichen Möglichkeiten beschränkt sind, weiß ich einfach nicht was wir noch machen können.

  5. #15
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    Standard AW: neuer Mieter führt Faustrecht ein - brandgefährlich?

    Hat denn der Anwalt nicht gesagt, dass man Gerichtskostenbeihilfe beantragen kann? Wenn diese bewilligt wird, dann kann man davon ausgehen, den Fall auch zu gewinnen. Dann muss die Vermieterin gar nichts zahlen.
    So, wie ich das hier gelesen habe, hat doch die Mieterin die Dame angegriffen und es gibt Zeugen genug. Außerdem kommt es je nach dem erst zu einer Räumungsklage, wenn der Mieter nicht fristgerecht nach der Kündigung auszieht.
    Eine Rechtschutzversicherung kann man im Übrigen immer noch abschließen. Gut, einige Versicherungen haben eine Wartezeit von ca. 3 Monaten, bevor man diese in Anspruch nehmen kann. Allerdings gibt es auch welche, die bei Strafrecht und Ordnungwidrigkeiten keine Wartezeiten haben. Bei Wohnungs und Grundstücks Rechtschutz sind es drei Monate.

    Ich würde ja vorschlagen, dass die ihr euch erst einmal richtig beraten lasst, was Gerichtskostenbeihilfe betrifft und auch Rechtschutzvericherungen. Ich verstehe so oder so nicht, warum diese Vermieterin keinen Rechtschutz hat. Das wäre auf jeden Fall sinnvoll.

  6. #16
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    Standard AW: neuer Mieter führt Faustrecht ein - brandgefährlich?

    wer bitte redet Deiner Verwandten so einen Blödsinn ein???? Und was hat das Einkommen einer Mieterin mit der Kündigung zu tun? Ganz abgesehen davon, dass eine Räumungsklage aktuell garnicht zur Debatte steht. Diese kommt erst zum Tragen, wenn die Mieterin sich weigert, zur lt. Kündigung festgelegten Frist die Wohnung zu räumen. Da Deine Verwandte Mitglied im Verein für Haus-u.Grundbesitz ist, ist sie dort eigentlich auch rechtsschutzversichert. Inwieweit ergibt sich aus den Vertragsbedingungen. Ich kenne sie nicht und kann daher auch zu diese abstrusen Vorauszahlung von 10.000 Euro nichts sagen. Kommt mir aber sehr merkwürdig vor da sich der Streitwert nach der Miethöhe richtet ( Kaltmiete). Die monatliche Miete wird mit 12 multipliziert. Dazu kommen die verschiedenen Anwaltsgebühren sowie der Gerichtskostenvorschuß. Wenn die Mieterin nicht gerade tausend Euros Miete bezahlt wird die Vorauszahlung sich eher im Rahmen von 1.000 bis 2.000 Euro bewegen, nicht aber 10.000 Euro
    Wegen der Körperverletzung würde ich mich auf jedem Fall mit einem entsprechenden Anwalt in Verbindung setzen. Mit Vermutungen kommt Deine Verandte nicht weiter, und eine Beratung kostet nicht die Welt.
    Ich habe so das Gefühl, dass sich Deine Verwandte alles Mögliche von Bekannten, Freunden und sonstigen Leuten einreden lässt anstatt sich an wirklich kompetenter Stelle zu erkundigen.
    Was für Schritte Ihr nun unternehmen wollt ist natürlich Eure Sache. Ich kann Euch nur raten nicht auf das zu hören, was rechtsunkundige Leute Euch auftischen, sondern Euch an einen entsprechenden Anwalt zu wenden.
    Geändert von Gerdis (21.05.2018 um 10:56 Uhr)

  7. #17
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    Standard AW: neuer Mieter führt Faustrecht ein - brandgefährlich?

    Gerichtskostenbeihilfe kommt denke ich nicht in Frage, da sie über den Grenzen liegen dürfte. Mit einer Räumungsklage rechnet sie auch, da die Frau so viele Sachen hat und im Dachboden schätzungsweise auch schon viel untergebracht wurde. Sie wird nicht so schnell erneut wieder umziehen wollen.
    Bei der Versicherung bei der sie sich erkundigt hatte wurde gesagt, dass wenn vor dem Abschluss bei einer Sache schon etwas am Laufen war, wahrscheinlich die Abmahnung, dann wird für diese Streitsache nichts übernommen.
    Es soll so sein, dass sie bei einer Räumungsklage sämtliche Kosten vorstrecken muss, weil die Mieterin ein niedriges Einkommen hat.
    Wenn der Streitwert die Kaltmiete für ein Jahr ist, sind wir ja schon bei doppelt so viel als 1000-2000€ und wenn sich das Verfahren länger hinauszieht wird es von den Anwalts- und Gerichtskosten auch noch viel teurer meint sie.
    Zu der KV könnte ich mir auch vorstellen, dass es Schmerzensgeld gibt und es bei der Mieterin nichts zu holen gibt, weil sie ja nur ca. 1199€ verdient. Man hätte Angst davor am Ende des Verfahrens nur ein Urteil das man mit einem Gerichtsvollzieher einholen und damit jede Menge Kosten zu haben die man nie mehr zurückbekommt. Gerade in der Situation in der sie sich gerade befindet und gerade bei dem ganzen Zeug was die Mieterin in ihrer Wohnung hat wird nichts verwertbares dabei sein.
    Der Anwalt sprach davon, dass sie Nebenklägerin wäre. Ich habe mal ein bischen gelesen und das hatte sich alles eher danach angehört, dass man bei schwereren Fällen Nebenkläger ist. Jetzt war es aber nur leichte Körperverletzung und Beleidigung.
    Geändert von visko (21.05.2018 um 19:02 Uhr)

  8. #18
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    Standard AW: neuer Mieter führt Faustrecht ein - brandgefährlich?

    da hast Du wohl beim Streitwert einiges mißverstanden. Gerichts-u. Anwaltkosten RICHTEN" sich nach dem Streitwert, die anfallende Sume beträgt jedoch nur einen Bruchteil vom Streitwert. Und wie schon gesagt, von einer Räumungsklage seid Ihr noch weit entfernt und das Verfahren zieht sich auch nicht endlos hin.
    Ebenso ist ein Strafverfahren nicht mit einer Ziviklage auf Schmerzengeld in einen Topf zu werfen. Da Ihr ja bereits wisst, dass bei der Dame nichts zu holen ist, kann man daher auf die Klage auf Schmerzengeld getrost verzichten. Das Schmerzengeld dürfte sowieso eher sehr gering ausfallen im Fall des Falles.
    Sollte es zu einer Räumungsklage kommen, für die Kosten anfallen, kommt der Gerichtsvollzieher, ggf. mit Polizei und mit einem Container und alle Sachen werden dort aufgeladen. Ehrlich gesagt, ich würde es lieber auf eine potentielle Räumungsklage ankommen lassen als länger mit einer unberechenbaren Mieterin unter einem Dach zu leben. Aber das ist natürlich eine Entscheidung der Vermieterin.
    Was ich nicht ganz verstehe ist, dass ihr anscheinend weder aufgeklärt worden seid noch nachgefragt habt, wie bei den unterschiedlichen Sachverhalten vorzugehen ist und welche Verfahren jeweils in Frage kommen. So, wie das hier rüberkommt ist null Ahnung auf allen Seiten und davon jede Menge, dafür jedoch ein offenes Ohr für für irgendwelche Aussagen, die auch nur halb oder garnicht verstanden werden. Daher mein dringender Rat, sich von einem Anwalt mal eingehend beraten zu lassen und sich vor Allem klar zu werden, dass ein Strafverfahren wegen KV, eine Zivilklage wegen Schmerzensgeld, eine fristlose Kündigung des Mietverhältnisses und eine Räumungsklage ganz unterschiedliche Vorgänge sind

  9. #19
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    Standard AW: neuer Mieter führt Faustrecht ein - brandgefährlich?

    Hallo visko, wende dich doch mal an Imago-TV Muenchen. Die machen gerade eine Sendung, in der sie versuchen, zwischen zwei Parteien zu vermitteln: info@casting1.de
    Vielleicht bringt ja ein Aussenstehender etwas Ruhe rein. LG erigru

  10. #20
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    Standard AW: neuer Mieter führt Faustrecht ein - brandgefährlich?

    Ich hab mir das Ganze jetzt nochmal in Ruhe durchgelesen.

    Als erstes... Die Körperverletzung ist von dem Mietsrechtstreit zu trennen. Das eine ist Strafrecht, das andere Zivilrecht.

    Wenn ein Mieter nicht zahlt ist das Zivilrecht, also über einen privaten Antrag per Anwalt (vorzugsweise in Mietrecht bewandert zu stellen)

    Als nächstes … in jeder Stadt mit einem Amtsgericht gibt es eine Beratungsstelle, die fast immer umsonst oder gegen einen geringen Beitrag Rechtsbeihilfe leistet aka "Das kannst du machen oder nicht"

    Das Fehlen einer Rechtschutzversicherung heißt nicht, dass man nicht klagen kann. Nach dem Motto "Verlierer zahlt alles" inklusive der eigenen Anwaltskosten.

    Holt euch professionellen Rat, entweder bei der Beratungsstelle des lokalen Amtsgerichts oder fragt bei einem lokalen Anwalt für Mietrecht für eine unverbindliche Beratung an, selbst diese Kosten dürften noch moderat sein, alldieweil fragen kostet nix
    Ich bin nicht seltsam, ich bin eine limitierte Sonderausgabe

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