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Thema: Kollege nutzt Status aus

  1. #1
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    Standard Kollege nutzt Status aus

    Hallo zusammen,
    ich war ne Weile nicht mehr hier,aber ich brauche jetzt mal einen Rat.
    Ich muss voraus schicken, dass ichVertrauensfrau in unserer Firma bin und es geht auch nicht darum,dass ich nicht genügend xxx in der Hose hätte zu unseremVorgesetzten zu gehen.
    Der Fall ist folgender...
    Wir haben einen Kollegen inTeilzeit (5 Stunden pro Tag 5 Tage die Woche, Behinderten Status) dersich regelmäßig mit AUB krankschreiben lässt, wenn er jemandenvertreten muss.
    Er ist seit über zwei Jahren inunserer Abteilung und muss immer wieder nach den einfachstenArbeitsabläufen fragen. Er surft mehr oder weniger ausschließlichim Netz ohne zu arbeiten und baut mehr oder weniger nur Bockmist wenner was tut.
    Ich weiß, dass klingt jetztrichtig gemein, aber der Typ ist nicht blöd und schleimt sich immerwieder bei den Vorgesetzten mit Hintergrund seiner Behinderung ein.
    Das gesamte Team hat dieBefürchtung, wenn wir ihn zurecht weisen, dass er sich wieder aufunbestimmte Zeit krankschreiben lässt.
    Er zieht den Ruf des Teamsinnerhalb der Firma runter.
    Er lässt Sachen liegen (in derHoffnung ein anderer machts)
    Hat einer von euch eine Idee wieman ihm positiv in den Hintern treten kann?
    Wir wollen niemanden bei unsabsägen, aber wir wollen auch nicht, dass unser Ruf leidet.
    Grüße
    Der Felsen
    Ich bin nicht seltsam, ich bin eine limitierte Sonderausgabe

  2. #2
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    Standard AW: Kollege nutzt Status aus

    Hallo Felsen,

    schön, dass du wieder hier bist!

    Was das "Problemkind" angeht, so bleibt erst einmal nichts anderes übrig, als im Namen des Teams mit ihm ein Gespräch zu führen. Ob Behindertenstatus oder nicht, spielt letztlich keine Rolle. Faulheit, die sich auf das ganze Team auswirkt, geht nun einmal gar nicht. Zumal er seinen Status ja auch kräftig auszunutzen scheint und immer dann ein "Zipperlein" bekommt, wenn ihm was nicht passt.
    Andererseits kann man natürlich auch den Spieß herum drehen, d. h. die Arbeiten im Team so umverteilen, dass er tatsächlich nur noch die "leichten" Aufgaben bekommt. Aus Rücksichtname auf seinen Status natürlich...
    Ob man jemanden positiv in den Poppo treten kann, dessen Einstellung zum Team gleich "Toll ein anderer machts" ist, bezweifle ich. Verantwortungsvollere Aufgaben als Motivationsschubs scheinen mir da eher kontraproduktiv.

    Auf der anderen Seite fragt es sich natürlich, in wie weit dieser Kollege überhaupt belastbar ist. Vertretungen sind für ihn vielleicht nicht machbar, weil es zu viel Stress bedeutet und selbst bei einfachsten Arbeitsabläufen kann der "Druck" schon zu Aussetzern führen. Je nach dem ist das auch der Grund, warum er dann seine Arbeit anderen überlässt. Wenn dem so ist, wird er vielleicht auch aus Angst, seinen Job nicht behalten zu können, nichts sagen.

    Was es jetzt genau ist, kannst du nur heraus finden, wenn man mit dem Mann das Gespräch sucht. So oder so, ob faul oder überfordert, scheint es wohl das "Beste" zu sein, diesen Kollegen erst einmal zu entlasten. Die Arbeiten im Team (stillschweigend) so zu verteilen, dass er tatsächlich erst einmal nur leichtere Dinge erledigen muss. Wenn er sich dann berappelt, lag es tatsächlich daran, dass es ihm zu viel wurde. Eiert er aber weiterhin herum, nun dann "entlastet" man ihn eben noch mehr (nennt sich dann Idiotenjobs) Ist das letztere der Fall, so wird ein Tritt in den Allerwertesten sowieso dortselbst vorbei gehen.

    Grüße

    Ilythia

  3. #3
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    Standard AW: Kollege nutzt Status aus

    hallo Felsen , du hast uns gefehlt und willkommen zurück!
    Die positive Seite des Tritts in den Hintern liegt wohl allerdings dann eher bei dem, der tritt Also surfen kann er, arbeiten aber nicht; kein angenehmer Zeitgenosse, der sich offensichtlich beschützt fühlt durch seinen Status. Ich würde, wie Iythia auch, ein gemeinsames Gespräch vorschlagen, eben auch, um mal auszuloten inwieweit dieser Kollege belastbar ist. Es muß ihm auch mal klar sein, dass das, was er nicht tut, zu Mehrarbeit für das Team führt. Reagiert er bockig und mit einer erneuten Krankschreibung dann bleibt wohl nicht Anderes übrig, als sich mit dem Vorgesetzten zu unterhalten. So, wie ich Dich kenne, wirst Du das elegant bewältigen. Sein Status ist letztendlich kein Freibrief

  4. #4
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    Standard AW: Kollege nutzt Status aus

    Hallo Ilythia und Cinderella,

    erst mal danke für das Welcome back .

    Was unser Problemkind angeht... Gespräche in diese Richtung wurden bereits reichlich geführt, mit dem Team so wie mit dem Vorgesetzten. Es geht dann immer eine Weile gut, aber spätestens nach zwei Wochen ist der alte Schlunz dann wieder da.
    Da wir alle mehr oder weniger das gleiche Aufgabengebiet haben und die Arbeitslast bereits gut verteilt ist (der Kollege hat schon den kleinsten Teil bekommen) ist es leider keine Lösung ihm noch weniger zu tun zu geben. Zumal er auch noch nach mehr Arbeit fragt, die er dann nicht macht.
    Es ist auch so, dass er bereits durch mehrere Abteilungen gereicht worden ist, aufgrund seines Arbeitsverhaltens und er letztendlich bei uns gelandet ist. Unsere Arbeit ist auch kein Hexenwerk, also nichts was man sich nicht innerhalb von 2 1/2 Jahren lernen könnte.

    Das Ganze ist sehr verzwickt, da unser Team sehr sozial eingestellt ist und wir uns auch bei persönlichen Problem so gut wie möglich unterstützen und auch immer die Lebensumstände berücksichtigen. Team bedeutet bei uns nicht "Totsicher ein anderer machts" sondern wir helfen uns gegenseitig so gut es geht und er nutzt das aus.

    Bei allem Verständnis für seine Person und Lebensumstände, ist unsere Lunte ihm gegenüber sehr kurz geworden. Aber es sieht wohl wirklich so aus, dass wir nochmals das Gespräch mit unserem Teamleiter suchen müssen.
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  5. #5
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    Standard AW: Kollege nutzt Status aus

    Null - Bock Philosophie mit Behindertenstatus als Ausrede ist natürlich eine "gelungene" Mischung. Geredet wurde also genug. Wie sieht es mit Abmahnungen aus? Muss er eigentlich (wegen seiner Arbeit) unbedingt online sein, oder könnte man ihm das Surfen während der Arbeitszeit nicht schlichtweg untersagen? Das lenkt ihn ja offensichtlich zu sehr von seiner Arbeit ab?!
    Bisher scheint sein Verhalten für ihn, außer, dass die Kollegen mit Gemecker nerven, ja kaum Konsequenzen zu haben. Vielleicht erreicht man nur etwas, wenn man ihm mal durch "Strafen" deutlich macht, dass es jetzt reicht.
    Andere wären durch ein derartiges Verhalten schon längst wieder auf Arbeitssuche.
    Geändert von Ilythia (25.05.2018 um 08:14 Uhr)

  6. #6
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    Standard AW: Kollege nutzt Status aus

    Da sagst du was.... Ich könnte ihn mit zwei Klicks vom Netz trennen... aber das muss vorher durch den Betriebsrat weil keine akute Gefährdung vorliegt (die "gewissen" Seiten sind bei uns schon bei Default gesperrt) Und er braucht das INTRAnet um arbeiten zu können. Und wir haben die Erlaubnis gemäßigt im Netz zu surfen (in der MiPa und zu Recherchezwecken)

    Und bevor du bei uns fliegst musst du schon die sprichwörtlichen silbernen Löffel klauen oder eine Körperverletzung begehen.

    Wie gesagt, die Lunte ist mittlerweile sehr dünn bei uns und ich möchte das nicht eskalieren lassen. Ich denk mal, ich werde am Montag mal wieder mit el Cheffe sprechen. Ich seh da keine andere Lösung mehr.
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  7. #7
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    Standard AW: Kollege nutzt Status aus

    Hallo Felsen,

    ich bewundere die Geduld des Teams. Wenn schon nach allen Seiten hin ohne Erfolg Gespräche stattgefunden haben, dann bleibt nur übrig mit diesem Herrn Tacheles zu reden. D.h.die üblichen Regeln der Höflichkeit mal etwas zu vernachlässigen. Hilft das dann wieder nichts, ok, dann den Teamleiter informieren. Ich weiss nicht, wie an Deinem Arbeitplatz das private Surfen gehandhabt wird. Üblicherweise wird das in geringem Umfang zwar geduldet aber letztlich auch nicht so sehr geschätzt. Wenn dieser Kollege Extremsurfing betreibt wäre das ein Aufhänger. Gut, " petzen" ist nicht gerade die feine Art, in dem Fall würde ich es aber für gerechtfertigt halten. Unter Hinweis auf vorherige Gespräche würde ich anführen " von dann bis dann gesurft, nichts gearbeitet, nichts erledigt, alles dem Team überlassen ( grob gesagt). Bei allem Verständnis für seine Situation, aber dieser Mann ist ein Parasit, und dafür ist auch eine Behinderung keine Rechtfertigung.
    Oh, ich sehe gerade, dass sich mein Kommentar etwas mit Deinem gerade eben geschriebenen gekreuzt hat. D.h. einige Überlegungen ( Recht zum Surfen) haben sich erledigt). Trotzdem, er " braucht" das Internet zum arbeiten?. Gerade das tut er ja nun offensichtlich nicht
    Geändert von cinderella467 (25.05.2018 um 11:11 Uhr)

  8. #8
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    Standard AW: Kollege nutzt Status aus

    Unser Arbeitgeber ist sehr moderat was das Surfen angeht, weil wir es teilweise auch für den Job brauchen. (Firmenrecherche, Preisvergleiche, Personensuche)
    Und was unser Team angeht, wir wollen einfach dass der Laden läuft und helfen uns schon aus dem Grund heraus und das macht sich unser Problemkind zu Nutze. Und das "Petzen" Gefühl ist genau das, was wir alle in dem Punkt haben.
    Jeder von uns hat mal ein Tief, das wir normalerweise auch gerne mit abfangen. Das Schlimme ist, wir merken immer wenn er mal wirklich arbeitet, weil er uns dann Fragen stellt, wie er was zu machen hat (Routinesachen) und uns damit vom Arbeiten abhält.
    Ist schon irgendwie traurig aber wir sind an einem Punkt, wo wir das nicht mehr tolerieren oder hinnehmen können.
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  9. #9
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    Standard AW: Kollege nutzt Status aus

    schmettert ihn ab, wenn er zu Routinesachen immer wieder Fragen stellt. Dieser Rat ist zwar nicht unbedingt forenkonform, da es den Hauch von Mobbing beinhaltet, könnte aber auch hilfreich sein. Letztendlich übt dieser Mensch auf Euch auch eine Art Mobbing aus.

  10. #10
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    Standard AW: Kollege nutzt Status aus

    Das ist ja wirklich verzwickt bei euch. Aber Cinderella hat recht. Der Mann nutzt eure Kameradschaftlichkeit und Hilfsbereitschaft fröhlich aus. Das hat schon nichts mehr mit einem gelegentlichen Durchhänger zu tun. Der reizt das richtig aus und wird sich warscheinlich eins Grinsen, da er es ja mit dieser Dummstellerei immer wieder schafft, das Team für sich springen zu lassen.
    Lasst ihn auflaufen. Etwas anderes kann man dann tatsächlich nicht mehr tun. Fragt er wieder, sollte die einzige Antwort sein "Nach zwei Jahren sollten sie das wissen!" Lässt er wieder demonstrativ Arbeit liegen, überseht das, sofern es nicht gerade der Vorgang ist, ohne den nichts mehr geht.
    Für Mobbing ihm gegenüber halte ich das nicht. Auch hier denke ich wie Cinderella, dass er derjenige ist, der euch mobbt.
    Es ist schade, dass ein faules Ei die Stimmung im ganzen Team drückt. Ihr wart lange genug geduldig. Und es wird vielleicht auch einmal Zeit, dass die Vorgesetzen mal "live" mitbekommen, wie toll dieser Mensch arbeitet. Das funktioniert aber nur, wenn man ihn "im Stich lässt".

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