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Thema: Staffing ja oder Nein?

  1. #11
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    Standard AW: Staffing ja oder Nein?

    Ich werde nach dem Urlaub alles genau unter die Lupe nehmen. Irgendwas müssen die oder der ja damit bezwecken. Will einer meinen Job könnte man ja vermuten ansonsten bringt so was ja nichts ausser das man sich selber schadet damit. Rauskommen tut ihn der Regel alles irgendwann wenn der oder die jenigen einen Fehler machen. Darauf möchte ich nicht warten ich werde aktiv werden.

  2. #12
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    Standard AW: Staffing ja oder Nein?

    Hallo premium2005

    Schwierige Situation. Nichts tun ist aber auch keine Lösung.
    Deine Idee vor die Leute zu treten und mit ihnen zu reden halte ich persönlich, im Gegensatz zu den anderen, für eine sehr gute Idee.

    Zur Ursache: Vielleicht ist einer oder mehrere Deiner Mitarbeiter unzufrieden. So unzufrieden, dass er oder sie diesem Frust und seiner/ihrer Wut in regelmässigen Abständen, durch kleine versteckte Sabotageakte Aufmerksamkeit verschaffen möchte.
    Ein grösserer Schaden ist bislang noch nicht entstanden. Nur ärgerlicher und absolut überflüssiger Zusatzaufwand. Sei froh darüber, dass nicht mehr passiert ist.

    In jedem Fall ist es Zeit zu handeln. An Deiner Stelle würde ich jeden Einzelnen zu mir ins Büro holen und mal anfragen wie es um die Stimmung im Betrieb und den Kollegen untereinander bestellt ist.
    Das ist zwar viel Aufwand aber wie sonst willst Du ein Gefühl dafür bekommen wie es in Deiner Abteilung um die Arbeitsmoral und von dieser untrennbar, das Betriebsklima bestellt ist?
    Vielleicht äussern sich ja ein paar Mitarbeiter über einen bestimmten Kollegen, der offensichtlich ins Kreuzfeuer geraten ist und er sich nun im Team isoliert, von diesem im Stich gelassen fühlt und mit diesen Aktionen den anderen, seinen Kritikern und Widersachern, eine auswischen will.
    So etwas hatte ich in meinen Anfängen auch schon einmal erlebt, wobei sich herausstellte, dass ein Mitarbeiter durch ein wahres Wort zum falschen Kollegen genau das erlitten hatte was ich oben geschildert habe.
    Der Grund war meine zu geringe Präsenz im Betrieb. Jeder wusste mehr wie ich was hinter den Kulissen so ablief. Sich hinter dem Schreibtisch und den eigenen Fachaufgaben zu verbarrikadieren ist keine Führung. Es ist, viel schlimmer, das Gegenteil davon.
    Wer das Ruder aus der Hand gibt muss sich also daher nicht wundern wenn das Schiff führerlos irgendwohin aber nicht dahin bewegt wo es eigentlich hin soll!

    Es gibt in solch großen Teams immer Subkulturen. Seilschaften die wenn nicht kontrolliert und moderiert zuweilen eine höchst subversive Eigendynamik entwickeln können.
    Ich persönlich glaube nicht, dass Dich hier irgendjemand staffen will in dem Sinne, dass er Deinen Stuhl möchte. Vielleicht aber damit zu bewirken versucht, dass Du Dich von deinem Stuhl im Büro erhebst, um dem einmal nachzugehen, was in Deiner Abteilung hinter den Kulissen so alles vor sich geht und sich offenbar Deiner Kenntnis entzieht. Das was da passiert kann, muss aber längst nicht, so etwas wie ein Hilferuf sein.

    Da insbesondere keine neuen MA eingestellt wurden, hegt sich bei mir der Verdacht, dass da vielleicht etwas am rumoren ist. Es handelt sich ja mutmasslich um vorsätzliche Akte und weniger um sich häufende Versehen oder Versäumnisse.

    Vielleicht aber ist es schlicht und ergreifend Unkonzentriertheit oder individuelle Überforderung, die durch ggf. zu viel Arbeit und damit bedingtem Stress, die Hitze der letzten Wochen oder wer weiss was noch hervorgerufen wurde oder das eine oder andere Bier zuviel während der Weltmeisterschaft. Fehler passieren. Das liegt in der Natur der Sache, aber sie dürfen nicht passieren. Dazu braucht es die Konzentration, das Pflichtgefühl und das Mitdenken eines jeden einzelnen.
    In jedem Fall sollten die Kollegen davon in Kenntnis gesetzt werden, dass Du diese Unregelmässigkeiten wahr genommen hast und wahrnimmst und Du gerne die Gründe hierfür erfahren würdest.

    Nicht im Sinne der Identifizierung und Abstrafung des Schuldigen sondern wenn es da etwas gibt was Du persönlich tun könntest, um solche Dinge in Zukunft zu verhindern, auch fairerweise die Gelegenheit dazu bekommst.
    Dazu brauchst Du das offene und ungeschminkte Feedback Deiner Mitarbeiter. Musst Du bereit sein auch unschöne Wahrheiten zu akzeptieren und mit ihnen umzugehen.
    Wenn es solch eine Kultur bei euch noch nicht gibt so empfehle ich dringend eine solche zu installieren.
    Auch wenn ich stets ein Hardliner war und bin, was die Ergebnisse angeht, so wusste und weiss jeder meiner MA, dass er mir alles sagen kann. Es gibt für Wahrheiten kein Tabu!

    Wenn Du in deinem Team persönlich wie fachlich Wirkung erzeugen willst, dann musst Du mit Deinen Mitarbeitern permanent "in touch" bleiben. Am besten täglich bei einer Runde durch den Betrieb.
    Diese Runde gehört zu meiner täglichen Routine. Wohl eine der besten und wirkungsvollsten die ich praktiziere.

    Ich weiss daher täglich was meine Mitarbeiter konkret bewegt und wie sie täglich aufgestellt und motiviert sind. Dazu braucht es keine langen Gespräche. Die Frage wie es ihnen denn heute geht und dabei den Blick in die Augen und ins Gesicht meiner MA gerichtet, beantwortet mir diese Frage stets aufs Neue. Und wenn einer schlecht drauf ist versuche ich den Grund zu erfahren und wenn ich ihm helfen kann, dann helfe ich auch.

    Noch ein paar Fragen zum Schluss:

    Wie oft hast Du in der letzten Zeit mit jedem einzelnen Deiner MA gesprochen bzw. finden regelmässige Gespräche statt?
    Wie oft und in welchem Zusammenhang bist du auf dem sog. Shopfloor zu sehen und wie nehmen Dich die MA wahr? Immer nur dann wenn etwas schief läuft?
    Wie oft lässt Du die MA Deine persönliche Wertschätzung und Anerkennung für deren Einsatz und Leistung spüren? Wann hast Du das letzte Mal eine Runde nach Feierabend spendiert und mit den Kollegen über Gott und die Welt diskutiert?
    Wie gut kennen und schätzen Dich Deine Mitarbeiter ein?
    Wie gut kennst Du umgekehrt jeden einzelnen Deiner Mitarbeiter, deren Stärken, Schwächen und Potenziale und was sie bewegt?
    Wie gut ist Dein Schulterschluss mit Deinen Meistern und Vorarbeitern? Kennen sie Deine wichtigsten Werte und Erwartungen und umgekehrt Du die ihren?
    Wie gut kennen sich die Kollegen untereinander und wie gut kommen sie miteinander klar? Persönlich wie fachlich?
    Wie konstruktiv und produktiv werden Konflikte innerhalb des Teams ausgetragen? Welche Rolle nimmst du ein und welche Wirkung erzeugst Du bei deren Ausübung bei den Beteiligten?

    Wenn Du willst, dass Dich Deine Mitarbeiter in der Tat als ihren gefühlten Anführer wahrnehmen, dann solltest Du diese Fragen für Dich einmal beantworten.
    Nur so versammelst Du Deine Mitarbeiter hinter Dir, um nicht einsam, sondern gemeinsam Spitzenergebnisse zu erzeugen.

    Spiel nicht ihren Anführer, sei ihr Anführer!

    Dann kommen Dinge wie Du sie hier schilderst in Deinem Verantwortungsbereich nicht mehr vor.
    Nicht weil die MA Dich fürchten sondern weil sie Dich schätzen und keinen anderen mehr haben wollen.

    Meine Buchempfehlungen für Dich

    Jim Collins: "Der Weg zu den Besten" (am besten als Hörbuch in Englisch : "Good to Great")
    Alexander Groth: "Der Chef, den ich nie vergessen werde"

    Hier noch ein Link zu einem Video, das Du dir unbedingt ansehen solltest:

    https://www.youtube.com/watch?v=UQrPVmcgJJk

    Mit den Besten Wünschen für Dich und Dein Team, dass sich die Ursachen und die unschöne Situation schnell auflösen, verbleibe ich

    Mit kollegialem Gruss
    Compliance
    Geändert von Compliance (29.07.2018 um 15:18 Uhr)

  3. #13
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    Standard AW: Staffing ja oder Nein?

    "Nur warum immer am selben Wochentag und immer im Abstand von einer Woche?"
     
    Weil da jemand einen Tag zuvor seine "Aufträge" gekriegt hat? Größer denken! Wem ist das Unternehmen am Markt ein Dorn im Auge? Wer produziert oder will am Standort produzieren? Kunden die weggehen durch solche künstlich geschaffenen Havarien, wo gehen die hin?
    Nachässigkeit ist das nicht, sondern gezielte Sabotage auf Weisung, daher immer der selbe Tag.
    Geht man damit an die Belegschaft, wird der Saboteur vorsichtiger da gewarnt. Dann findet man ihn womöglich gar nicht. Schlauer sein als der Maulwurf. Mal büschen rumschnüffeln gehn aber unauffällig, was da eigentlich im Unternehmen vor sich geht. Heimlichkeit, leise ... der Täter darf gar nicht wissen, das Du ihn jagst. Du bist Führungskraft im Unternehmen, verhalte Dich so! Die Firma steht an erster Stelle!

  4. #14
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    Standard AW: Staffing ja oder Nein?

    Also daß könnte gut sein das im da einer sagt was er zu tun hat. Aber ich denke eher innerbetrieblich nicht von außerhalb vielleicht verspricht er sich was davon ?

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