Dieser Beitrag stammt von Gast66 und wurde von uns (Administration) eingefügt, da er von allgemeinem Interesse ist.

Spiele kommentieren, die ich genannt hab? Denn, ich kann ja nur Spiele kommentieren, die ich spiele und kenne. So könnte ich z.B. mir überhaupt kein Urteil erlauben über derzeit wohl großflächig gespielte Titel wie "Counter Strike - Global Offensive" (CS-GO) das ist nicht so "meins" . Soweit ich mitbekommen habe, scheint das alles so Art Arena zu sein (ein begrenzter Platz, par Häuser drauf und zwei Gruppen die sich "kloppen") und wer am geschicktesten ist kriegt Sterne auf die Schulterklappen, da ist keine Geschichte drin, nur gemetzel, dann noch auf Zeit (durchpeitschen durch ein Spiel ohne die Arbeit des einst programmierenden Grafikdesigners zu sehen, ich lass mir ja richtig Zeit und guck mir die Sachen gern in Ruhe an. Ich versumpf richtig im Spiel und lasse mich von der Stimmung, Atmosphäre gern tragen. Da ginge es ja nur um rennen und ballern ohne Sinn.)

 
Zudem, ich kaufe mir eher selten neue Spiele, 60 Euro für ein neues, aktuelles Spiel hab ich nicht. Mein Fundus an Spielen ist ein über Jahrzehnte gewachsener. Es gab mal bessere Zeiten, die Blüte war so um 2004 herum. Ich habe mir die Vergangenheit bewahrt auf dem PC. Vieles ist urmals gar nicht auf und für einen PC mit 64bit ausgelegt, habe ich aus dem Schatten des vergessen werdens heraus geholt. Besonders stolz bin ich auf meine "Flippertische". Ganz früher, so 1990ziger Jahre, die Flipper in Spilotheken (gibts ja heut gar nicht mehr) die hab ich auf dem PC. Ob Terminator -judgement Day, ob Indiana Johnes, ob Star Trek The Next Generation oder Addams Family. Alles die guten Sachen von Williams oder Bally Wulff. Das ist einfach gelebte Vergangenheit, nicht zu vergessen. Erinnerungen beim spielen, dieses "ach jaa, weißt noch?" Ich hab sogar noch das OS (Emulator) samt Spiele des legendären Commodore C-64 auf dem PC. Das ist einfach ein Teil meines Lebens! (ich hab neben her aber auch 3 abgeschlossene Berufe und gearbeitet! Nicht das das Bild entsteht, ein Versager erzählt nen Schwank seiner Jugend!)
 
Und erschwerend: ich selektiere sofort bei der Steuerung. Tastatursteuerung find ich furchtbar (Kopf runter, Taste suchen und schon hören "ahhh, Sie sind tod!") Ich hab für Stalker richtig lange gebraucht damals, extra nur für dieses Spiel damals eine richtig teure Tastatur mit lernfähigen Tasten (Hot-Keys) gekauft, eine Logitech G-11 um das Spiel überhaupt wenigstens halbwegs zu steuern. Bei einem Gamepad weiß ich welche Taste ich drücken muß und die Bewegung dank Analog-Sticks ist viel viel feiner ... auf Tastatur brech ich mir die Finger (lol) Kleine Anekdote dazu: Mit diesem Handycap schon geschlagen, irgend wann zum Ende hin, muß man durch ein Gebiet durch, völlig verstrahlt und zusätzlich so Art Gedankenkontrolle, nennt sich im Spiel der "Schmelzer". Gemäß Spielprogrammierung kommt man da nur durch mit einem bestimmten Schutzanzug. Den hab ich nie gefunden. Was hab ich den gesucht! Irgentwann "versuch macht kluch" 3 Endoskelett (eins an, zwei im Gepäck) Gesundheitspäckel massenhaft dabei, weil die Anzeige ging rasend schnell runter da mußt ich "tip-tip-tip" nehmen, nebenher noch ballen, nachladen, kaputt geschossen "im Laufen" (im Inventar pausiert das Spiel natürlich) Endoskelett wechseln, Granaten sammeln ... einziger Vorteil, ich hatte eine wohl ganz seltene Waffe im Spiel gefunden, die war umgebaut mit einem Granatwerfer für Nato-Mun (weil gegnerische Mun paßt gewöhnlich nicht und die liegt natürlich massig rum) , meine Angstwaffe, der ganz große "Prügel" - lol ... und der Weg wird ja verbissen durch Horden durchzurennen länger und länger, irgendwann hatt ich nur noch Granaten, ich hab alles in Schutt und Asche gelegt (lol) "lasst mich doch in Ruhe, ich muß einkaufen!" und ich habs geschafft, ohne Schutzanzug durch den Schmelzer zu kommen. (ich bin da aber auch angekommen auf dem letzten Loch pfeifend! Da dann millimeterweise weiter, kommt nu noch wer, schmeißts Dich zurück, weit und breit nix wo man speichern kann, mir standen die Nackenhaare wie´n Igel! Hamsterte da mit nem Messer rum.) Das sind so Erlebnisse, die vergißt man sein Leben lang nicht. Vorallem, wenn dann noch im Spiel erzählt wird, nur einer hat das jemals geschafft, stimmt ja gar nich! Zwei warns! (lol)
 
... und hier müßt man nun aufgreifen, was teilweise nicht verstanden wird: So eine Situation, "schaff ichs oder schaff ichs nicht", knips da mal einem Spieler mittendrin den PC oder die Konsole aus, das der völlig durchdreht ist doch klar! Viele Eltern bei ihren Kindern haben gar keine Berührung mit Computerspielen. "Kann man ausmachen das gedaddel, der Bengel soll (keine Ahnung) Müll rausbringen oder Abendbrot essen" ... das kann man nicht wiederholen, das ist, denn iss vorbei! Die Mülltüte aber, die kann er auch noch in 5 Minuten runter bringen (das muß dann natürlich klappen, sonst ist es in der Tat "nicht gehorchen der Eltern" das seh ich absolut genau so!) Virtualität, Computerspiele ... ist wie ein Film, in dem der Zuschauer selbst mitspielt, das Geschehen, Filmverlauf aktiv beeinflußt. Da ist man voll drin, hochkonzentiert, den kann man da nicht einfach rausreißen, das ist, wie völlig unvorbereitet eine "gescheuert" zu kriegen! Ich denke mir, wir als erwachsene haben oft nicht den Blick, das etwas für ein Kind gerade wichtig sein könnte. Uns erscheint das alles "Spielkram" verschwendung von Zeit, "machen wir ja auch nicht!", "ach wat die Görn da machen, son Humbug!", das ist (vermutlich) oft das Problem, weshalb es in Familien "knirscht". Interesse zu haben, ist eine Tür, die zu beiden Seiten schwingt. Das Kind soll stets Interesse für die Weisungen der Eltern haben, aber die Erwachsenen haben zumeißt "Null" Interesse, wo sie ihre Kinder "parken" damit sie nicht nerven. Und dann knallts irgentwann zwischen ihnen. Man kann nicht hergehen: "Hier hast ne Mark, geh ´n Eis essen" und dann das halbe Eis wegnehmen, "reicht für heute, weil ich jetzt Zeit hab Dich zu erziehen" das geht einfach nicht!