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Thema: Organspende, was passiert mit dem Körper ?

  1. #1
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    Standard Organspende, was passiert mit dem Körper ?

    Was mich derzeit immer wieder beschäftigt, ist die Änderung bzw. Vorschlag Hern Spahns zur Generalisierung der Organspende/ Änderung von Freiwilligkeit hin zu Verpflichtung mit Widerspruchsmöglichkeit.
     
    Besonders ein Umstand regt mich da besonders auf: wie sozial benachteiligte im Gesamtumgang mit dem Tod behandelt werden und es scheinbar niemanden interessiert.
     
    Wenn ich z.B. irgend wann sterbe, dann wird da keiner da sein. Ich hab keine Kinder, meine Familie achtet mich nicht, meiner Schwester ist an Arroganz eh alles egal (bin ja sowieso ´n ganz böser Mensch). Die bezogene Rente reicht nicht gemäß SGB also beziehe ich zusätzlich Grundsicherung gemäß SGB XII. Wenn ich also sterbe, dann wird die zuständige Gemeinde mich verbrennen und in ein anonymes Grab kippen. Eine Vorsorgeversichrung, das ich bei Zeiten für eine vernünftige Erdbestattung selber sorge (denn ich will nicht verbrannt werden! Für mich ist das blanker Horror, scheintod in nem Ofen wach zu werden und da schreiend zu verbrennen! Lieber in ner Kiste ersticken! Ich mach mir über so was wirklich Gedanken!!) kann ich nicht abschließen, das wäre ja "Vermögen" da fliegt mir die GruSi weg.
     
    Und hier nun Herr Spahn! Mich gemäß meines (!) letzten Willens unter die Erde zu bringen, dazu ist kein Geld da, Feuerbestattung ist das billigste! Mich aber zuvor an Organen im Wert mehrerer Zehntausend Euro auszuschlachten wenn ich nicht "nein" sage, das ist in Ordnung?? Wie geht man eigentlich gesellschaftlich mit dem Tod um?!
     
    Was aber folgt weiter? Wer "nein" sagt im gesundem und kommt zu Schaden durch dritte, was passiert dann? Och, das ist ein Egoist, der hat nein gesagt, dem geben wir doch jetzt nicht ein Organ! Ach der iss auch noch Rentner und (!) GruSi-Bezieher, der zahlt im Leben keine Steuern mehr und kostet nur, mach mal die Geräte aus.
     
    Als ich 2015 den Schlaganfall hatte, das erste was ich im Briefkasten von der Krankenversicherung fand, war ein Antrag für Organspende samt Ausweiskärtchen. Zuvor hatten se Reha verweigert, die sei nicht notwendig. Jaa, wenn ich Hartz-IV-Empfänger gewesen wäre, dann stünde ich ja theoretisch dem Arbeitsmarkt zur Verfügung und könnt ja möglicher Weise noch mal im Leben Steuern zahlen (da greift ein anderer "Topf" dann hätt ich die Reha gekriegt, die von den Uniärzten dringend angeraten wurde, so aber: abgelehnt!) Und dann findst diesen Organspendeausweis. Ich hab bitterlich geheult, "die taxiern Dich schon wie Kotteletts an der Wursttheke, NOCH LEBE ICH!!!"
     
    Ich find das so ungeheuerlich, was Herr Spahn sich da (wieder mal) erlaubt. Das ist genauso unüberlegt/ überheblich wie "damals" sein Spruch, Armut gibts in Deutschand nicht, wo selbst Her Blühm in einer Reportage nur noch mit dem Kopf geschüttelt hat.
     
    Die Entscheidung ansich, zur Organspende, die ist schon wahnsinnig schwer, denn was ist ab wann "tod"?! Die erzähln immer alle es ginge alles mit rechten Dingen zu (wie es tatsächlich aussieht, davon berichten dann u.a. die Dokus über Altenheime, wo die Leute gequält werden) aber iss ja alles nich, "Daa müssen Sie sich keine Sorgen machen!" (im Himmel ist Jahrmarkt, ich hab nur noch nicht die Leiter gefunden.) Unterschreibst es, vertraust, erlebst dann im Dämmerzustand einen weißen grellen Raum und hörst wie Echo "... ist klinisch tod. Vorbereiten zur Organentnahme. Wir brauchen Leber, Nieren, Lunge und Herz. Betäubt bist nicht, fühlst wie der Brustkorb aufgesägt wird, willst schreien und kannst nich ... wer garantiert bei seiner Seele, das das nicht passiert? Niemand (!) kann das garantieren, weil wir Menschen immer noch nicht die Vorgänge des Sterbens restlos und vorallem beweiskräftig erklärt haben. Die ganzen Nahtoderfahrungen und Berichte von angeblich klinischtoten, die zurück geholt wurden und genau wußten, was sich die Ärzte unterhalten haben, sprechen eine andere Spache und da nimmt sich ernsthaft so ein eingebildeter Vogel wie Herr Spahn heraus, das über den Bürger hinweg zu entscheiden?? Ist er Gott???
     
    Mich läßt das nicht los, das beschäftigt mich jeden Tag! Ich habe schlotternde Angst vor dem Tod, ich will nicht brennen!!!

  2. #2
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    Standard AW: Spahns Vorstellungen zur Organspende

    Ergänzung:
    Für mich "humaner Umgang mit dem Tod" plus Umgang und Handhabe bei Organspende wäre:
     
    - Generell bei Tod (jeder!): Tote werden in Kühlhäusern gelagert, sie sollten aber gefrohren werden, soo viel kann das nicht kosten! Ein auf scheintod geschwächter Mensch der fühlt, wenn er was fühlt nur "soo kalt, soo müde" Wenn seine Haut beginnt zu frieren (kristallisieren) ist die Kerntemperatur weit unter 22 Grad-Marke (Reanimation bei Unterkühlung) da ist nix mehr ... so kann man human bestmöglich sicher stellen, das auch wirklich niemand leidet
     
    - bei Organspende Apparat sagt "klinisch tod" darf das Personal dennoch keine Gespäche führen was es macht. Hergehensweise dann: Rasches Trennen des Kopfes vom Körper, Kopf sofort in flüssigen Stickstoff (schockfrosten), erst dann Organe entnehmen!! Das (!) wäre humanes Umgehen! Dieser Vorgang muß "zack-zack" gehen um wirklich auszuschließen das der für tod erklärte leidet! Solang man den Tod an sich noch nicht restlos wissenschaftlich erklärt hat. (das würde auch bedeuten: wenns keine Religionen mehr gäbe, denn Religion heißt Restzweifel an der Wissenschaft)

  3. #3
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    Standard AW: Organspende, was passiert mit dem Körper ?

    Der Tod durch erfrieren ist einer der angenehmsten, du wirst einfach müde und schläfst ein. Ähnlich wäre Kohlendioxd.
    Aber, wer jetzt auch Geanken kommt, es ist nachweisbar.

    Die Idee, dass jemand der nicht möchte dass er ausgeweidet wird, das vorher selbst erklären soll ist nicht neu: die Franzosen haben das seit Jahren.

    So ab 50 ist aber sowieso kaum was verwendbar. Darüber wird nicht diskutiert. Warum eigentlich ?

    Am besten sind die jungen Motorradfahrer mit Schädel-Hirn Trauma. Die sind meistens leicht nachweisbar tot und haben brauchbare Organe. Wäre vielleicht eine Idee für die Transplatationszentren: Gratisrenner an diese Zielgurppe zu verschenken, mit der Auflage dass beim Tod die Organe entnommen werden können.

  4. #4
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    Standard AW: Organspende, was passiert mit dem Körper ?

    ... Ich habe schlotternde Angst vor dem Tod, ich will nicht brennen!

    Du bist wohl auch so ein Opfer des christlichen Wahns .... du meist doch die Hölle oder das Fegefeuer ? Oder die Feuerbestattung ?



  5. #5
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    Standard AW: Organspende, was passiert mit dem Körper ?

    @Flecki
    Ja eben! Ich bin kein Altersrentner, deswegen war ich nach Schlaganfall ja so interessant für die Krankenkasse. Die hatten nix anderes im Kopp außer ihren Organspendeausweis.
     
    @Brille auf der Nase
    Nein, da hast Du mich völlig falsch verstanden, ich meine das physisch (körperlich) ! Der Zustand "Scheintod" ist falsch definierter Tod. Kreislauf und Vitalfunktionen sind derart drastisch herunter gefahren, das es nur scheint, der jenige sei tod aber "gelähmt" da liegt und alles mitbekommt. So ein Krematorium ist wie ein Gasbrennerofen in dem in Reihe liegende Brenner wie Schneidbrenner angeordnet sind. Wenn man sich vorstellt, wie sich das anfühlt, wenn man sich an nur einen Schneidbrenner verbrennt, wie seine Spitze sich tiefer und tiefer ins Fleisch frißt, Haut und Gewebe von außen nach innen zu "kochen" beginnen, brennender Schmerz am ganzen Leib von außen nach innen ... das ist entsetzlich!!!
    Ich stelle mir vor, um so etwas generell zu verhindern (nicht immer nur zu erzählen "aach daas passiert nicht" der jenige iss ja dann nich dabei. Der muß da nich durch) sollte man jeden Toten einmal durchgefrieren, weil dann ist der garantiert tod, denn durch Wasserkristallisation wird jede Zelle gesprengt. Darauf will ich hinaus. Wie viele Berichte gibts, wo plötzlich vermeindlich Tote neben dem Patologen standen und dann dageben die ganzen Klugredner die erzählen "das passiert nicht, wir kontrollieren ja die Hirnströme" (die hat man ja auch kontrolliert bei Patienten die bei OPs als klinisch tod erklärt wurden, reanimiert werden konnten und genau wußten, was sich die Operateure unterhalten haben. Das hätten die nicht wissen können! Deswegen ja auch bei Organspende (um wirklich sicher zu gehen) denn Bewußtsein findet im Hirn statt, Kopf trennen und schockgefrieren. Das kann professionell in Kliniken gemacht werden auf speziell dafür konzipierten OP-Tischen. Und nicht das man da wehrlos liegt und mitkriegt, wie man ausgeweidet wird und erst dann iss es aus. Das ist doch Horror! Wer garantiert denn, das es nicht so ist. Da kann man mir tausend mal kommen mit Protokollen von Hirnstrommessgeräten! Ich glaube und vertraue dem kein Stück! Das ist genauso wie in Altenheimen wo auffliegt, wie schlecht die wegen Personalmangel da behandelt werden (das sind ja dann alles Einzelfälle, daas passiert ja nicht, wir sind soo toll!) Gesundheitswesen/ Notaufnahmen genau das selbe. Völlig überlastete Ärzte, wo einer für drei "knüppelt" 16 Stunden, 24 Stunden, 36 Stunden am Stück operiert, der hat doch keine Zeit, korrekt und 100% fehlerfrei zu arbeiten. Und fliegt so was auf, geht dann der Kopf runter mit betretenem Geschwafel des Bedauerns, das hilft dann dem betroffenen auch nicht! Für Bedauern kann der sich nix kaufen, der grad im Ofen verbrennt wie beim Bäcker das reingeschobene Schwein im Etagenofen. Das ist blankes Entsetzen!! So geht man mit armen Menschen um in Deutschland, die können nicht sagen, ich will verbuddelt werden. Und die Wahl, des Respekts vor dem letzten Willen, den sollte man doch in unserem Land haben! Ich bin ja breit, das selber zu bezahlen (ich denk mal, ich hab noch 30 Jahre, da krieg ich ne Erdbestattung zusammen, verbietet man mir aber, das sei dann zu verbrauchendes Vermögen, wird die Grundsicherung verweigert. Auf Gedei und Verderb nur meines finanziellen und damit gesellschaftlichen Standes ausgeliefert, das ist doch ungeheuerlich!!
     
    Soo meine ich das, nix Fegefeuer! Religion ist hier völlig außen vor! (zumal ich von ausgehe, meine Taten werden mit einer Feder gewogen und waren die falsch, "muß ich die Klasse wiederholen" im Sinne Buddismus gepaart alt ägyptischer Auffassung des Totenbuchs. Aber das, um darum gehts hier gar nicht.
    Geändert von Gastronom (11.09.2018 um 23:20 Uhr)

  6. #6
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    Standard AW: Organspende, was passiert mit dem Körper ?

    Erstaunlich! Wie ich gerade eben erst jetzt (!) zur Kenntnis bekomme, hat es wohl zeitgleich zu meiner Themeneröffnung eine Fernehdebatte gegeben, der Ansichten, so wie ich gerade lese, eine Soziologin, Frau Manzei vertritt.
    Ich finde das recht interessant!
    Insbesondere auch die üblichen Gegenargumentationen, wie SPD Politiker Lauterbach, es sei eine "Binsenweisheit" wer für klinisch tod erklärt wurde sei auch tod. (Politiker sind nu auch schon Ärzte, wat die alles können!) Wie kann man sich das anmaßen?? Einzig kompetent könnte nur ein Toter so eine Aussage treffen, alle anderen vermuten lediglich! Und einen toten kann man ja bekanntlich schwerlich fragen.
    Ums abzurunden Witzeleien eines Dr. Hirschhausen, das zeigt doch, mit welcher "Ernsthaftigkeit" man dieses Thema anfaßt.
     
    https://www.huffingtonpost.de/entry/anne-will-eckardt-von-hirschhausen_de_5b95fbb5e4b0162f472e9c4b

  7. #7
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    Standard AW: Organspende, was passiert mit dem Körper ?

    Bericht kanadischer Ärzte: Hirnaktivität wie beim Tiefschlaf bei 1 von 4 Menschen nach "klinischem Tod" sei grundsätzlich keine neue Erkenntnis
     
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    https://www.huffingtonpost.de/entry/nach-unfall-berichtet-frau-von-emotionaler-nahtoderfahrung-ich-war-frei_de_5b927f38e4b0162f472c7d30?utm_hp_ ref=de-lifestyle

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