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Thema: Mobbing im Wohnheim

  1. #1
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    Standard Mobbing im Wohnheim

    Guten Tag,
    ich bin durch Zufall (bzw. beim Ratsuchen via Google) auf diese Seite gestoßen und habe dann versucht einen Fall zu finden der auf mich zutrifft, habe aber entweder falsch gesucht oder einfach leider keinen gefunden.

    Ich suche nach Ratschlägen, wie ich mit folgender Situation umgehen soll. Beziehungsweise nach Tipps, wie ich die Ruhe behalte und nicht in alte Muster zurückfalle (hatte in meiner Schulzeit 2x mit Mobbing zu tun und würde vorziehen, wenn ich A) nicht wieder das Opfer bin und B) es nicht abermals so ausartet - zumal die damaligen Lösungen (1x Elterngespräch; 2x Schulwechsel (beide Fälle an verschiedene Schulen, mit anderen Hintergründen)) diesmal nicht in Frage kommen.

    Was zur aktuellen Situation führte.

    Ich wohne seit ca. 3 Jahren in einem Schüler, Studenten und Auszubildenden Wohnheim für Frauen - zunächst während meiner Ausbildung, seit ca. einem Jahr 'nur' noch wegen des Studiums. Nach kurzer Zeit habe ich mich hier mit einigen Bewohnerinnen angefreundet, eine junge Frau die schon seit über 6 Jahren hier wohnt, ein paar andere, die kurz nach mir einzogen. Wie es so ist, sind mittlerweile einige ausgezogen und es sind von der 'alten-Riege' nur noch die Langzeitbewohnerin V., sowie ein anderes Mädchen F. und ich übrig. Anfang des Jahres hat eine der alten Bewohnerinnen geheiratet und uns, vor allem V. über die der Kontakt ausschließlich lief - warum auch immer -, dabei sehr eingespannt. Alles sehr stressig und unbefriedigend. Im Nachspiel der Hochzeit haben V. und ich uns zerstritten, vor allem wohl auch, da F. sich ohnehin immer eher rausgehalten hat und sich V. mehr Hilfe und Unterstützung von mir bei der Hochzeitsvorbereitung gewünscht hat.
    Daher V. und ich lange Zeit als die Wohnheim-Mamis fungiert haben und es auch mit einigen neuen Bewohnerinnen, eigentlich nur den üblichen Findungsstress gab(das erste Mal von Mama weg und 'Wie ich muss nach dem Kochen selbst saubermachen?!'). Der aber einfach zu der gestreßten Situation hinzukam, habe ich bei der 'Willkommenssitzung' des Wohnheimbereichs, alle 'offiziellen' Ämter niedergelegt (Kassenwart, Einkäuferin und Schriftführerin) und darum gebeten, dass in Zukunft ich nicht mehr als einer der Hauptansprechpartner gelte. Das hat auch halbwegs gut geklappt (lediglich die Bewohnerinnen die es schon kannten, kamen zu mir wenn es um kleinere Reperaturen oder den Kontakt zum Vermieter etc. ging und je nach meiner Kapazität habe ich sie dann entweder weiter geschickt oder es doch noch erledigt).
    Das ist jetzt fast 4 Monate her.

    Aktuelle Situation.

    Mittlerweile kann man im Wohnheim von einer insgesamt hostilen Atmosphäre sprechen. (Gott sei Dank, nicht nur mir gegenüber...) Mitte August kam, wie jedes Jahr (3 der 10 Zimmer sind für FSJler angemietet) neue Mieterinnen (ziemliche Chaoten um es nett auszudrücken). Die Küche sieht meistens aus wie Sau und auch ich mag mich nicht außerhalb meiner Dienste aufraffen sie zu säubern. Was das Mobbing angeht.
    Seit meinem niederlegen der Ämter werden mir ausschließlich die Arbeitsintesiven Drecksarbeiten zugeteilt. So bekomme ich nach Partys Gemeinschaftsraumdienst oder Balkondienst (den eigentlich hauptsächlich Raucher machen sollen). Ansonsten Mülldienst, anfangs hielt ich es noch für ein Versehen oder V.s Art einfach Druck abzulassen (meist verteilt sie die Dienste, obwohl das eigentlich wechseln soll), mittlerweile nervt es ein wenig. Auch für Bad und Küchendienst bin ich öfter eingeteilt (ich habe seit Mitte Juli Strichliste geführt). Dazu kommt, dass Dinge von mir aus der Küche verschwinden und kaputt oder sehr verdreckt wieder auftauchen (das mit dem verschwinden ist auch vorher gelegentlich passiert - Wohnheim halt - aber nicht in dem Ausmass und vor allem nicht Dinge die wie mutwillig beschädigt aussehen). Mittlerweile habe ich alles was ging auf mein Zimmer geräumt. Daher ich letzte Woche im Urlaub war und mich etwas erhohlt habe, wollte ich dann diese Woche neu starten. Alte Dinge verzeihen und weiter machen. Als ich Dienstag Abend ankam musste ich aber feststellen, dass mir zum einen während meiner Abwesenheit die Strafgebüren für nicht gemachten Balkondienst aufgebrummt wurden (ich war 2 Wochen vorher als Abwesend eingetragen und Abwesende bekommen keine Dienste, außer den Rollenden - und davon hatte ich keinen). Außerdem das ich den Mülldienst nicht gemacht hätte (Montag - Donnerstag Dienst). Ehrlich gesagt möchte ich für keinen dieser Dienste zahlen! Vor allem, daher ich nicht mal protestieren konnte, daher nicht wie üblich der Plan bei Whatsapp eingestellt wurde (wurde in letzter Zeit öfter nicht gemacht) und ich so in meiner EINGETRAGENEN Abwesenheit nicht einmal etwas davon wusste!
    Als Tüpfelchen auf dem i hat jemand eine (mittlerweile) gammelige Banane in meinen Schrank gelegt (vermutlich V.) - und Nein die habe ich nicht vergessen, da ich den ganzen Schrank am Samstag als ich los bin leer gemacht habe und er bis auf diese Banane auch leer war.

    Eigene Lösungsvorstellungen

    Daher ich, wie in der Einleitung erwähnt schon Erfahrungen mit der ausartenden Formen von Mobbing gemacht habe und versucht habe für mich (andere) Lösungen zu finden, erwähne ich jetzt noch ein paar Ideen und wäre sehr froh wenn die Community mir helfen würde, diese nach Machbarkeit und eigenen Erfahrungen usw. auszusortieren/diskutieren.

    Anfangs was für mich sehr unangenehm/schlecht machbar wäre:

    Umzug (wäre zum einen irgendwie aufgeben, zum anderen arg unpraktisch, daher ich hier einen guten Job habe und der Wohnungsmarkt sehr umkämpft - für mich eigentlich zu teuer);

    Aussprache mit V. (Am Anfang versucht und gescheitert (+ danach fing das mit den kaputten Sachen an), abgesehen davon wird sie schnell sehr persönlich und fühlt sich sehr schnell angegriffen (habe ich auch in der Zeit als Freundin erlebt));

    Andere Ideen:

    Verbündete suchen (andere Mieter ansprechen; Problem: Desintresse (4 haben beschlossen demnächst auszuziehen) Sprachbarriere bei den neuen (2x nur Russisch, 1x nur Spanisch));

    Stiller Protest (das war der erste Versuch - einfach mein Ding machen, still die Aufgaben machen und mich letztendlich nicht ums drumherum kümmern - immer noch irgendwie mein Liebling. Problem: emotionale Stabilität, Angst und Ärger im eigenen Zuhause (ich will teilweise mein Zimmer nicht verlassen, weil es sich anfühlt wie durch feindliches Gebiet zu gehen, wenn ich am Balkon vorbei zur Toilette gehe) und offensichtilich: begrenzte Wirksamkeit);


    Mediation einschalten/ Vermieter kontaktieren (Problem: Die zuständige Person kümmert sich nicht wirklich UND ungern um dieses Wohnheim - sie hätte lieber Firmen zu verwalten, statt arbeitintensive, gewinnarme Wohnheime (das habe ich von ihrem Kollegen, als ich mich noch ums Wohnheim gekümmert habe, hatte ich regelmäßig Kontakt mit ihr), dazu kommt, dass ich davon ausgehe, dass das Mobbing größtenteils von V. ausgeht und F. (die zieht aber Ende September aus- also aushaltbar) und andere mitziehen. Ich kann aber nichts beweisen.)

    Fall's ihr noch Ideen habt. Her damit. Mir gefällt nämlich keine von meinen so ganz. Ehrlich. Ich muss es hier noch etwas unter einem Jahr aushalten, bis ich mein Studium beendet habe und ich will mich nicht rausmobben lassen.

    Bis auf diese Situation geht es mir nämlich grade gut. Dadurch dass ich mich von der Wohnheimorga und V. getrennt habe geht es mir tatsächlich ohnehin besser, da ich mich wieder auf das wesentliche in meinem Leben konzentrieren kann. Aber diese Eskalation nach dem Urlaub (von dem ich gehofft hatte, dass sich währendessen alles ein wenig beruhigt) hat mich doch wieder etwas aus der Bahn geworfen.

    Sorry für den langen Post.
    Freue mich auf Ideen (und wenn es nur Ideen sind wie man Vorgehen könnte oder den stillen Protest besser aussitzt...)

    Mit freundlichen Grüßen und Danke
    Skalli

  2. #2
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    765

    Standard AW: Mobbing im Wohnheim

    Hallo Skalli,
    schade, dass sich Deine Wohnsituation so negativ entwickelt hat. Für Dienste die in die eingetragene Zeit Deiner Abwesenheit angefallen sind, würde ich mal stillschweigend nicht zahlen. Warum auch??? Abwesend ist abwesend, zumal wenn das offiziell angekündigt war.
    Vielleicht ist V etwas ansprechbarer wenn F ausgezogen ist. Ohne " Gefolgsfrau" macht V das Mobben vielleicht nicht mehr soviel Freude. Du hast Dir ja schon intensiv Gedanken über eine Lösung des Problems gemacht. Ich sehe allerdings wenig Erfolgsaussichten mit Mediation einschalten/Vermieter kontaktieren oder auch Verbündete suchen. Die Neuen wissen wenig oder nichts über die Hintergründe des Mobbings und lassen sich, wenn sie schlau sind, auch nicht in dieses Drama reinziehen. Du scheinst mir Deinem Bericht nach eine stabile und ausbalancierte Persönlichkeit zu haben mit (noch) recht guten Nerven. Ignoriere die Banane und alles Andere. Wahrscheinlich lauern die bösen Geister schon auf Deine Reaktion. Kommt keine, ach wie langweilig, dann macht das Mobben ja gar keinen Spass mehr. Meinst Du, du schaffst das? Zieh Dein Ding durch,mach das, was Dir wichtig ist und/oder gut tut, den sonstigen Kram lass Dir am Südpol vorbeigehen.
    Berichte doch bitte mal weiter und ich hoffe, dass mein Voraschlag Dir doch vielleicht hilft

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