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Thema: Cholerischer Chef - was tun?

  1. #1
    Registriert seit
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    2

    Standard Cholerischer Chef - was tun?

    Hallo allerseits,

    habe Schwierigkeiten mit meinem Vorgesetzten X. Wir geraten relativ häufig aneinander.
    Mein Eindruck ist, dass versucht wird meinen Kündigung zu erreichen, oder man
    sie mehr als gerne in Kauf.
    Andere Kollegen leiden auch unter dem Vorgesetzten - je nach Tagesform und den Umständen
    bekommt es mal der eine oder andere ab, oder alle. Aktuell trifft es mich.
    Dabei wird er eher weniger unsachlich, als dass er sich lautstark im Ton vergreift. Es fühlt sich
    stark nach Grenzüberschreitung, Distanzlosigkeit und Respektlosigkeit an.
    Niemand möchte etwas unternehmen, aus der Befürchtung heraus sich erst recht die Finger
    zu verbrennen. In 4-Augen Gesprächen, wird sich beschwert, aber wenn es hart auf hart käme
    treten alle den Rückzug an.

    Dazu folgende Fragen:

    1. Kann man sich beim Geschäftsführer beschweren und gleichzeitig vertrauliche Behandlung
    der übermittelnden Beschwerde einfordern?

    2. Kann man ein meeting/Sitzung oder was auch immer verlassen, nachdem man angekündigt hat
    den respektlosen Tonfall nicht weiter hinnehmen zu wollen und dieser fortgesetzt wird?

    3. Wenn man zum Geschäftsführer "eingeladen" wird, hat man dann ein Recht darauf über das
    angedachte Thema informiert zu werden?

    Danke schon mal für euer Interesse.

  2. #2
    Registriert seit
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    Standard AW: Cholerischer Chef - was tun?

    Hallo Camelot,

    Respektlosigkeiten in Verbindung überschreitene Angiffe durch einen Vorgesetzten auf einen Untergebenen, schaden grundlos zum einen dem Betriebsfrieden und zum anderen der Produktion! Diese ist nur bei einen reibungslosen und konfliktfreien Miteinander gewährleistet. Das weiß auch die Geschäftsführung (sollte es zumindest wissen) und wäre in der Pflicht dagegen etwas zu unternehmen... Da es aber auch andere betrifft, ist der Verdacht des Mobbings auf Deine Person wohl eher ein subjektives Empfinden.

    Zum Wohle des Betriebes und vor allem der Belegschaft, wäre es naheliegend sich mit der Geschäftsführung in Verbindung zu setzen! Besser wäre es aber im Vorfeld mit den Vorgesetzten in Ruhe zu reden und ihn auf dieses Problem hinzuweisen. Am Besten unmittelbar nach einer erneuten Entgleisung und unter sechs-Augen mit einem zusätzlichen Kollegen, dieser dann auch als Zeuge dienen könnte. Bei einer Erfolglosigkeit wäre dann zuerst der Betriebsrat (falls vorhanden) einzuschalten und diesen ebenfalls darauf hinzuweisen, dass dieses Verhalten einfach nur krank macht und zudem den gesamten Betriebsfrieden stört.

    Es stellt sich jedoch die Frage, warum dieser Vorgesetzte so "grantig" ist... Dazu sollte man auch seinen Vorgesetzten kennen!

    Zu 1.
    Man ist sogar verpflichtet Konflikte, welche dem Betriebsfrieden stören, zu melden! Insbesondere wenn Angriffe auf eine Person stattfinden.
    In diesem Fall ist sogar die gesamte Abteilung gefährdet. Das würde zudem eine ordentliche Geschäftleitung nicht so gerne sehen wollen...

    Zu 2.
    Natürlich muss sich ein Mitarbeiter Respektlosigkeiten und/oder persönliche zudem rechtsverletzende Angriffe nicht selber aussetzen.
    Hier hätte der Mitarbeiter sogar das Recht, bis zur Beendigung der andauernden Persönlichkeitsrechtsverletzungen (Mobbing) die Arbeit auszusetzen (Leistungsverweigerungsrecht gemäß AGG i.V. mit § 273 Abs. 1 BGB).
    Wenn der Arbeitnehmer berechtigterweise von einem Zurückbehaltungsrecht Gebrauch macht, liegt keine Arbeitsverweigerung vor.
    Während das AGG bei Belästigungen oder sexuellen Belästigungen ein spezielles Leistungsverweigerungsrecht vorsieht, ergibt sich für Mobbingbetroffene das Recht zur Zurückbehaltung der Arbeitsleistung aus § 273 Abs. 1 BGB.
    Aber dazu sollte es nicht kommen, insbesondere Konflikte damit nur weiter eskalieren...

    Zu 3.
    Eine Geschäftsführung würde ihren Erfüllungsgehilfen nicht "an den Pranger" stellen, indem sie die Belegschaft über eine Maßregelung informiert.
    Diese würde nach einer offiziellen Beschwerde wohl eher ihren Gehilfen stillschweigend mit einer Unterlassung maßregeln.

    Im Gesamten rate ich zu einem Schlichtungsversuch mit diesen Vorgesetzten!
    Vielleicht ist er selber überlastet und merkt das gar nicht...
    Ruhig darauf hinweisen, dass die Arbeit in der Belegschaft darunter leidet.

    Alles Gute und
    viel Erfolg

  3. #3
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    2

    Standard AW: Cholerischer Chef - was tun?

    Dank Schmitz für Deine Antwort und Tipps.

    Mittlerweile habe ich ein vier Augen-Gespräch geführt. Es lief sehr sachlich ab, wobei der Chef
    sich eher wenig geäußert hat, ausser, dass er versucht hat seine Wut zu rechtfertigen.
    Wobei ich ihm seine Wut nicht nehmen will - nur sein Verhalten nicht weiter hinnehmen.
    Das habe ich wenig missverständlich kommuniziert.

    Jetzt schauen wir mal weiter. Ich denke sein Verhalten hat nur marginal mit mir (oder anderen) zu tun.

    Stress spielt sicherlich eine Rolle, aber eigentlich habe ich in der Situation das Gefühl eines (beliebigen)
    Statisten. Er spielt sich ein Drama vor meinen Augen ab und ich vermute er hat es selber so erlebt ...

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