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Thema: Pech gehabt? War das überhaupt Mobbing?

  1. #1
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    Unglücklich Pech gehabt? War das überhaupt Mobbing?

    Hallo zusammen.

    Ich schreibe heute das erste Mal hier im Forum. Eigentlich äußere ich mich nicht so schnell und kläre meine Probleme immer direkt - jetzt ist es aber ein wenig anders.

    Ich habe eine sehr solide Ausbildung und habe letztes Jahr meinen Meister gemacht. Da ich in meinem Arbeitsleben nicht wirklich einen roten Faden hatte, mir die verschiedenen Tätigkeiten auch immer Spaß gemacht haben, habe ich in meinem Leben sehr viel ausprobiert.

    Dadurch bin ich an meine aktuelle Tätigkeit geraten - ich arbeite seit 2015 als Dozent in der Erwachsenenbildung. Die Arbeit macht mir sehr viel Spaß, ich lerne immer wieder neue Menschen und Menschentypen kennen und kann mein Fachwissen an andere weiter geben. Der einzeige Haken an der Sache ist, dass es eine freiberufliche Tätigkeit ist und ich immer projektbezogen eingesetzt werde. Das heißt, ich habe immer mit den fest angestellten Dozenten und einer Projektleitung zu tun, dass Projekt kann jederzeit enden, bzw. ich kann ohne Vorankündigung aus dem Projekt entfernt werden - was jetzt der Fall ist.

    In der Regel wird es aber immer früh genug angekündigt, wenn ein Projekt endet oder man nicht mehr eingesetzt werden kann.

    Anfang vom Jahr startete ein neues Projekt, ich war sofort Feuer und Flamme und habe mich gleich dafür gemeldet. Es lief auch eine Zeit sehr gut, das war zumindest mein Empfinden, bis ich irgendwann festgestellt habe, dass immer, wenn ich mit anderen Kollegen zusammengesessen habe, eine drückende Stimmung herrschte. Auf Nachfrage hat man mir aber immer gesagt, es sei alles in Ordnung. Bis sich eine neue Kollegin einmal zu Wort gemeldet hat und mir gesteckt hat, dass es eine Kollegin gibt, die mich hinter dem Rücken so dermaßen schlecht macht, dass man mich, bzw. meine Arbeit, nicht mehr für voll nimmt.

    Das hat natürlich erstmal gesessen. Da ich die besagte Kollegin nie zu Gesicht bekomme, weil wir immer in verschiedenen Projekten und auch nie zeitgleich im selben Gebäude arbeiten, habe ich versucht, sie per Messenger zu kontaktieren um das Gespräch mit ihr zu suchen. Auf diese Anfrage hat sie überhaupt nicht reagiert, es wurde einfach ignoriert. Nun gut, ich habe noch ein weiteres Mal versucht das Gespräch zu suchen, wurde auch ignoriert.

    Durch die ganze Arbeit, meiner Familie und meinen Hobbies habe ich dieses irgendwann einfach verdrängt, oder besser gesagt, schlichtweg vergessen. Das die Kollegin hinter meinem Rücken immer weiter gegen mich gewettert hat, habe ich nicht so wirklich realisiert.

    Jetzt ist es aber zum Gau gekommen und ich durfte ins Büro meiner Projektleitung um mir sagen zu lassen, dass meine Arbeit, so wie ich sie machen würde, total daneben wäre und ich mit sofortiger Wirkung aus dem Projekt ausgeschlossen bin. Ich war wie vor dem Kopf gestoßen und mir fehlten in dem Moment wirklich die Worte. Ich habe noch versucht, mit der Projektleitung zu reden, da war aber nichts zu machen. Da ich diese Arbeit schon so lange mache, in den ganzen Jahren nicht eine Beschwerde auf mich zu kam und alle Arbeiten immer durch die Hände der Projektleitung gegangen sind (wirklich immer), war dieses wohl nur eine fadenscheinige Ausrede um mich aus dem Projekt zu nehmen.
    Nach kurzer Rücksprache mit einer anderen Kollegin habe ich erfahren, dass meine (Mobbing?)Kollegin alles dran gesetzt hat, um mich bei allen Projektleitern und Kollegen schlecht zu machen, was ihr scheinbar ja gelungen ist...

    Da diese aber eine Festangestellte ist, habe ich als Freiberufler kaum eine Chance, mich dort in irgendeiner Art und Weise zu beschweren, bzw. irgendeine Veränderung hervorzurufen. Sie ist quasi mit der Projektleitung eine Symbiose eingegangen und hält wirklich sehr viel von sich selbst. Was die beruflichen Qualifikationen angeht, so steht sie nicht sonderlich gut da, sie hat sich den Job nur durch fadenscheinige Aussagen und einer riesen Mitleidsmasche ergattert. Da habe ich mich allerdings nie von stören lassen, ich wollte keine Festanstellung in dieser Firma - mir reicht meine Freiberuflichkeit und die Freiheit, die ich dadurch hatte.

    Mein Problem ist nur, ich bin noch in zwei anderen Projekten involviert (jeweils ein anderer Projektleiter) und habe Angst, dass sie mir diese auch noch kaputt macht. Natürlich werde ich die anderen Projektleiter(PL) über diesen Vorfall informieren, allerdings ist es so, dass die PL auch ein eingeschweißtes Team sind, wo man nur schwer zwischen kommt. Sollte es jetzt so sein, dass die PL, die mich aus dem Projekt entlassen hat, gemeinsame Sache mit der Kollegin macht, habe ich sowieso verloren.

    Wie würdet Ihr euch in so einem Fall verhalten? War das überhaupt Mobbing? Überreagiere ich vielleicht? Vielleicht muss ich die Qualität meiner Arbeit überdenken...

    Mir gehen momentan so viele Fragen durch den Kopf auf die ich keine Antwort habe. Gleich heißt es erstmal, den Gang zum Amt zu beschreiten, da ich von den zwei Projekten, in denen ich noch eingesetzt bin, nicht mal meine Miete zahlen kann.

    Vielleicht ist der eine oder andere ja auch freiberuflich unterwegs und hat ähnliche Erfahrungen gemacht.

    Vielen Dank für eure Antworten...

  2. #2
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    Beitrag AW: Pech gehabt? War das überhaupt Mobbing?

    hallo remember,
    das ist ganz klar Mobbing. Leider kannst Du nicht viel dagegen tun, da Du nur vom Hörensagen weist, dass diese bestimmte Kollegin dahintersteckt. Hast Du eine Ahnung warum sie das tut? Bist Du ihr mal auf die Füsse getreten?
    In Bezug auf die Projektleiter würde ich zunächst mal abwarten. Sollte Dir von diesen auch die Arbeit entzogen werden würde ich genau nachfragen, was an Deiner fachlichen Qualifikation zu bemängeln ist. Zudem würde ich mir an Deiner Stelle doch mal überlegen, eine Festanstellung anzunehmen. Als freier Mitarbeiter sitzt Du immer auf dem Schleudersitz und kannst in die von Dir erwähnte Situation kommen, dass Du Deine Miete kaum noch oder nicht mehr zahlen kannst. Freizeit und Hobby sind zwar schön, aber eine Verantwortung Deiner Familie gegenüber trägst Du auch. Der Gang zum Amt war auf jeden Fall richtig. Da Du anscheinend diverse Ausbildungen hinter Dir hast, hast Du den Vorteil einer breiteren Auswahlmöglichkeit und damit auch größere Chancen einen neuen Arbeitsplatz zu ergattern. Dies und jenes auszuprobieren ist zwar reizvoll, aber ein " roter Faden" wäre doch angebracht. Du wirst nicht jünger, und ein Lebenlauf als Flickerlteppich ist selten gut angesehen.
    Ich wünsche Dir Glück, zumal das Amt sich selten als hilfreich erweist, und berichte doch bitte mal weiter

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