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Thema: Jahrelanges Mobbing, was bewirkt es ? Ein Resume

  1. #1
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    Beitrag Jahrelanges Mobbing, was bewirkt es ? Ein Resume

    Jahrelanges Mobbing, was bewirkt es ? Ein Resume.

    So.
    Jahrelanges Mobbing, was bewirkt es?
    Ich bin ein passiver zum Thema Mobbing. Kurz um...jahrelang alles gefressen was von schlechten Kollegen kam ( Und angezettelt wurde ) Und trotz des Wissens weniger Kollegen kamen immer wieder Spielchen und " Aussagen".
    Fazit zum Jahresende:
    Vor paar Monaten kompletter Zusammenbruch!
    Schwindel, Übelkeit, starke Beschwerden an Kreuz und den Gelenken, teilweise desorientiert, unsicheres gehen, Kopfschmerzen,....kurz um Burnout.
    Dazu gesellen sich Depressionen, Hassgefühle und derbe Kreislaufprobleme.
    Muss Täglich jetzt mehrere Tabletten nehmen, wiederkehrende Ärzte-besuche etc.
    Du hast keinen Überblick mehr über fast alles.
    Also wers nicht glaubt.....Mobbing macht krank so viel steht fest!
    Du ist und trinkst weniger, oft gar nichts was ebenso auf dauer sich am körperlichen Wohlbefinden und Gsundheit abzeichnet.
    Zudem Attestierten mir Ärzte eine Arbeitsunfähigkeit. Sprich.....Arbeit ade.
    Aber....
    Daheim zu hocken ist auch nicht das ware also was tut man wieder.?...Genau.
    Mobbing macht Krank. Unweigerlich auf Dauer.
    Warscheinlich wird wieder gehetzt werden, andere zu " Spielchen aufgefordert, schlecht geredet werden und das alles unter dem deckmantel: Wir tun nix...und dem " Unschuldslamm spielen. Kotz! Vor allem wenn man sich die Scheisse nochmal anhört/sieht.....kommt ein Überlegenheitsgefühl auf.
    Bei Mobbing unbedingt nicht warten auf Besserung. Diese kommt nie. Tätig werden! Nichts gefallen lassen oder Arbeitsstelle wechseln wenn sich heraus stellt das diese nichts dagegen tun oder sich sogar überreden lassen Indirekt mit zu spielen. Kein Arbeitgeber/Firma ist es wert seine Gesundheit aufs spiel zu setzen!

  2. #2
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    Standard AW: Jahrelanges Mobbing, was bewirkt es ? Ein Resume

    Hochachtung, wer es schaft "die Reißleine zu ziehen". Die Entscheidung Ist aber nicht einfach, wenn man nur noch paar Jahre bis zur Rente hat. Was kommt dann? Arbeitslos oder wieder ein Arbeitsplatz, wo dies von vorne los geht. Denn Mobbing über Jahre zerstört Menschen, man ist nicht mehr der, der man mal war.
    Ich habe mittlerweile Angst vor Menschen - ganz schlechte Startbedingungen für einen Neuanfang.

  3. #3
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    Standard AW: Jahrelanges Mobbing, was bewirkt es ? Ein Resume

    Hallo Seage,

    die Reißleine ziehen war es wohl nicht (wie Kleinkram schreibt), eher ein "nichts geht mehr". Dich haben die Auswirkungen von Mobbing voll gesundheitlich erwischt.

    Jetzt schon wieder an Arbeit zu denken und auszumalen wie es sein wird ist nicht der richtige Weg das die Gesundheit und Wohlbefinden wieder herstellt.

    Der wohl wichtigste Part ist die Depressionen behandeln zu lassen, dann wird auch die Konzentration und der Überblick wieder besser. Auch Depressionen sind heilbar, nicht allein durch Medikamente, sondern der Patient muss auch mitarbeiten. Es gibt immer eine Möglichkeit, nur resignieren oder sich mit dem "Schicksal" abfinden hilft nicht.

    Falls die Arbeit weg sein sollte (der Chef sollte kündigen!) weiter krankschreiben lassen bis die Gesundheit wieder ok. ist.

    Ich könnte vielleicht noch weitere Tipps geben, nur dazu bräuchte ich weitere Angaben zu Alter etc..

    Grüße

    Simon59

  4. #4
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    Standard AW: Jahrelanges Mobbing, was bewirkt es ? Ein Resume

    Theorie und Praxis sieht aber anders aus. Ich war soweit unten, dass ich mir das Leben nehmen wollte, weil man mir "schonend" beigebracht hatte, dass ich zu allem zu blöd bin. Mich hatten nur noch meine Kinder davor bewahrt, ich durfte sie noch nicht hängen lassen. Diese Zeit habe ich genutzt, mir selbst zu beweißen, bzw. zu testen, dass ich mehr kann, als mir der Mob zugestanden hatte. Ich habe angefangen mich gegen dieses systematische "runtertreten" zu wehren, weil ich mir geschworen habe, mich nie wieder von dem für unfähig erklären zu lassen. Er hat seine Methoden geändert und betreibt seit 5 Jahren mit Lügen gezielten Rufmord, dagegen ist man machtlos. Ich war mehrmals krank, kämpfe gegen schwere Degressionen allein, weil die Psychologen wegen der kranken Gesellschaft total überfordert sind. Man bekommt keinen Termin, ich habe alle Praxen in meiner Gegend angerufen und dies aufgegeben, weil man auch nicht zu irgendeinen Psychologen gehen kann, denn den sucht man sich eigentlich auf Vertrauensbasis. Ich kenne meine Probleme und Ursachen und versuche selbst gegenzusteuern. Ich hatte beim Einkaufen im Supermarkt aus dem Nichts Panikattacken, die sind jetzt seltener geworden. Mir waren die Menschen dort zu viel. Als Ausgleich gehe ich jetzt in die Natur, weit weg von Menschen. Mit mir vertrauten Menschen habe ich kein Probleme.
    Ich habe einige wenige Freunde, auch Kollegen die zu mir halten, die Arbeit selbst macht mir immer noch Spaß. Ich werde in Kürze 58 Jahre und habe die Option mit Abschlägen in spätestens 6 Jahren in Rente zu gehen und das werde ich auch tun. Ein Neuanfang kommt für mich schon auf Grund des Alters nicht in Frage und wie gesagt ich habe vor Menschen Angst. Ich muss mich selbst überwinden zum Arzt zu gehen, das ist für mich absoluter Stress.
    Ich "falle" nach neuen Vorfällen, stehe aber nach ner Weile wieder auf. Ich suche mir dann irgendein Ziel, um mich wieder aufzubauen. Es funktioniert.
    Gruß ram

  5. #5
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    Standard AW: Jahrelanges Mobbing, was bewirkt es ? Ein Resume

    ZITAT: "Theorie und Praxis sieht aber anders aus".

    Ich schreibe nur Sachen die ich auch persönlich erlebt oder "durchgemacht" habe. Der Psychologe versucht das Verhalten des Patienten in gesunde Bahnen zu lenken, der Facharzt für Psychiatrie geht an die Ursachen der Erkrankung und an die Gesundung des Patienten. In deinem Fall wäre der Psychologe nicht der richtige Ansprechpartner.

    Depressionen können auch chronisch werden.

    Die Option mit Abschlägen in Rente zu gehen gibt es natürlich jetzt schon, die Frage ist natürlich ob die Rentenhöhe ausreichend ist. Wenn es einen Schwerbehindertenausweis mit mind. 50 % GdB gibt wird es leichter die Rente wegen voller Erwerbsminderung zu bekommen.

    Ohne Kompromisse läuft das Leben nicht, nur die Gesundheit darf dabei nicht "auf der Strecke" bleiben.

    Grüße

    Simon59

  6. #6
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    Standard AW: Jahrelanges Mobbing, was bewirkt es ? Ein Resume

    Meine Hausärztin hatte mir eine Überweisung zum Psychologen gegeben und sie wird es wissen, weil sie mich kennt.
    Die Rentenhöhe ist noch nicht ausreichend, deshalb noch 6 Jahre.
    Berufsunfähigkeitsrente wäre ne Option, allerdings hat man diese glaube in/ab meinem Jahrgang gekürzt. Muss mich da erst erkundigen.
    Option Arge tue ich mir nicht freiwillig an, da wird auch nur gemöbbt. Ich mache mich nicht auch noch von der Willkür durch Behörden finanziell abhängig. (Habe ich persönlich erlebt und da muss man nicht mal selbst arbeitslos sein)
    Wie gesagt, die Arbeit selbst macht mir immer noch Spaß, wäre da nicht ein Kollege, der mit Lügen das Team gegen mich aufhetzt. Immerhin kann er mich nicht mehr schikanieren oder nach unten treten, weil ich kaum noch mit dem Arbeiten muss. Ich bin auch jetzt in einem Alter, wo ich mich nicht mehr unbedingt arrangieren muss, zumal dies hier verpönt und unerwünscht ist. Ich sehe vieles gelassener - nur noch 6 Jahre und mit "Dienst nach Vorschrift" ist man weniger angreifbar.

  7. #7
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    Standard AW: Jahrelanges Mobbing, was bewirkt es ? Ein Resume

    Ich hatte mehrere Jahre mit Mobbing im Job durch Vorgesetzte zu tun. Es begann vor ca.10 Jahren und führte dazu, daß ich über Jahre hinweg krankgeschrieben wurde, 2 mal deswegen zur Reha war und letztendlich erwerbsunfähig wurde.
    Die Ausführungen von kleinram, wie es ihm persönlich erging bzw. ergeht, kenne ich auch alle, die Auswirkungen von Depression mit Panikattacken in der Öffentlichkeit, daß man kaum noch etwas ißt, unendliche Schuldgefühle etc..
    Heutzutage, seit einiger Zeit, habe ich es mit Mobbing im Internet zu tun, worüber ich schon unter einer anderen Themenüberschrift schrieb.
    Aber zurück zum einstigen Mobbing im Job:
    Ich hatte einst ziemlich schnell fachärztliche Hilfe finden können. Auch gelang es mir nach einigen Fehlversuchen, den richtigen Therapeuten für mich zu finden, bei dem ich dann jahrelang war und der mir schon sehr geholfen hatte, mein seelisches Gleichgewicht allmählich wiederzufinden.
    Die erste Reha hatte trotz ca. 10 Wochen Dauer für mich nicht den erhofften Erfolg gebracht, da ich danach zum ersten Mal überhaupt Suizidgedanken bekam. Diese konnten allerdings durch geänderte Medikation und verstärkte ambulante Therapie weitgehend wieder beseitigt werden.
    Jetzt, heutzutage, wundere ich mich allerdings schon, daß ich wiederum "Mobbing-Opfer" geworden bin, werden konnte, wenn auch auf völlig anderer Ebene (im Internet). Liegt es auch an einem selber?... und da kommen schon wieder eigene Schuldgefühle, wenn auch viel geringer als einst im Job, hoch.
    Gibt es sowas, daß man aufgrund der eigenen Charaktereigenschaften und wie man sich nunmal nach außen hin gibt und zeigt, prinzipiell angreifbar für Mobbing ist, frage ich mich.
    Denn all meine schon länger zurückliegenden Erfahrungen mit Mobbing und die Auseinandersetzung besonders in der letzten Reha damit haben mich nicht davor bewahren können, erneut "Opfer" von Mobbing zu werden. "Opfer" habe ich bewußt in Anführungszeichen gesetzt, da ich bei den Reha's auch gelernt hatte, sich nicht absolut als "Opfer" beim erfahrenen Mobbing zu sehen, sondern auch einen sogenannten Perspektivwechsel zuzulassen. Das heißt nicht etwa, Empathie für den Mobber zu entwickeln, sondern möglichst die Gesamtsituation (nachträglich) in einer Gruppentherapie mit vielen Außenstehenden bezüglich der eigenen Problematik zu erfassen. Solche Gruppentherapie-Sitzungen während der Reha's hatten mir am meisten geholfen, meine eigene Situation zu begreifen, zu verstehen und mich somit weniger als Opfer zu sehen als zuvor und mein Selbstwertgefühl deutlich zu verbessern.
    Und dennoch hatte ich nach der ersten Reha einen krassen Absturz. Ich war eben noch viel zu krank, viel zu stark angefressen vom Passierten mit mir, war vielleicht noch gar nicht "reif" für eine Reha, wie ich das heute sehe. Ich wollte nur schnellstmöglich alle erdenkliche Hilfe von allen Seiten, um möglichst schnell wieder fit für den Job zu werden... Geendet hatte es aber, allerdings mit meiner Erwerbsunfähigkeit. Im Rückblick gesehen war dies vielleicht (?) sogar das Beste, was mir passieren konnte, denn somit konnte ich im Job nicht mehr gemobbt werden.

  8. #8
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    Standard AW: Jahrelanges Mobbing, was bewirkt es ? Ein Resume

    Hallo!

    ich bin recht neu in der Runde, aber nachdem ich es schon zum 2. Mal mit Mobbing in meinem Leben zu tun habe, bin ich der Meinung, dass man definitiv als gemobbter Eigenschaften mitbringt, die so etwas begünstigen.

    Zwar sehe ich in beiden Fällen bei mir Auslöser, die nicht in meiner Macht standen (Zielkonflikte bei Kollegen, Bevorzugung meiner Person durch Vorgesetzte), aber es gab eindeutig auch ein Bündel an Verhaltensweisen auf meiner Seite, letztlich auch meine Charaktereigenschaften (Leistungsorientierung, starker Fokus auf fachliches, von allen “geliebt” werden wollen etc), die a) Angst bei manchen Kollegen auslösen (Angst, den Rang in der Gruppe zu verlieren) und b) mein Leiden verstärkten (leide stark unter Konflikten, gleichzeitig bin ich aber jemand, der vllt genau deshalb Dinge stark wahrnimmt und auch anspricht, wobei das Ansprechen dieser Verhaltensweisen beim Mobber noch nie gefruchtet hat).

    Also ja, meiner Meinung nach hat man eine wie auch immer geartete Prädisposition Gemobbter zu werdeb, und sei diese lediglich durch eine (unschuldig herbeigeführte) schlechte Erfahrung ausgelöst worden zu sein.

    Darin liegt aber für mich auch der Schlüssel, diese Situation aufzulösen- im eigenen Verhalten und Denken darüber.
    Gefährlich aus meiner Sicht ist es, in die Opferrolle zu gehen und das Wesentliche aus den Augen zu verlieren: dass man SEHR WOHL Möglichkeiten hat - Beschwerde, Versetzung, Kündigung/einv. Auflösung. Die Opferrolle einzunehmen ist zB etwas, das mir überhaupt nicht liegt/gefällt, auch wenn man unweigerlich “das Opfer” ist, aber dazu ist bei mir zB der Sinn und die Wahrnehmung, Schöpfer meiner Welt und meines Tuns zu sein zu stark ausgeprägt.

    Ich frage mich daher auch - warum konnte ICH zum “Opfer” für andere werden, obwohl ich selbstbewusst und sehr stark/sicher aufgetreten bin. Bei mir war genau das der Grund - ich kämpfte von Beginn an mit einem Kollegen unwissentlich um den Führungsposten. Schließlich wurde der Kollege zum Chef und die eingesessene Gefolgschaft seiner Person versuchte mich von Beginn an “fertig” zu machen.

    Für gewöhnlich geht man aus so einer Situation sofort raus - sucht neuen Job und kündigt.
    Da ich nur kurz davor ebenfalls ein kurzes Arbeitsverhältnis hatte, wollte ich “Durchhalten” für 2 Jahre.Mit dem Ergebnis, und um die Erfahrung reicher, dass dies tatsächlich eine blöde Idee ist. Denn man selbst kann dabei, trotz oder genau deshalb, weil es AUCH an einem selbst liegt, wenig daran verändern im bestehenden Team.
    Geändert von Clausi (23.01.2019 um 06:16 Uhr)

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