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Thema: Probleme mit Anleitung/Kollegen bei der Ausbildung- bilde mir das doch nicht ein?

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    Standard Probleme mit Anleitung/Kollegen bei der Ausbildung- bilde mir das doch nicht ein?

    Hallo zusammen, ich möchte gern etwas loswerden und euch davon berichten, wie es mir momentan mit meiner beruflichen Situation geht/ergangen ist.
    Ende August habe ich mit meiner Erzieherausbildung angefangen und musste zuvor eine Einrichtung finden, in der ich das Jahrespraktikum absolvieren kann, (die, wo ich nun arbeite).

    Das Praktikum findet jeden Montag statt, bis nächstes Jahr im Juli und vom 1.10-12.10 absolviere ich gerade dort ein Blockpraktikum. Anfangs dachte ich mir nichts dabei, als ich beim Vorstellungsgespräch mit der Einrichtungsleitung sprach, die aber vor 2 Wochen etwa aufgehört hat, eine neue Leitung hat sie ersetzt. Irgendwann fing das alles ganz subtil an. Wir müssen von unseren Anleiterinnen (die Erzieherinnen, die für uns im KG zuständig sind), herangeführt werden und ich merkte, dass meine (es ist nicht die Einrichtungsleitung), mich stets ausgrenzte und quasi nur ignorierte und nur kontraproduktive Kritik für mich übrig hat.

    Ich nenne nun konkrete Beispiele:

    - meine Schule lud alle Anleiter der jeweiligen Azubis zum Infotag, auch um über unsere Leistungen zu sprechen. Ich fragte meine Anleiterin, ob sie da gewesen und wie es denn gewesen sei, diese sagte nur: "Ja, war ich, kann dazu nicht viel sagen." Von meinen Klassenkameraden erfuhr ich, dass sie viel und ausführlich darüber mit ihren Anleitern gesprochen hätten.

    - Bereits in der zweiten Woche meines Praktikums, erwähnte ich, ich solle eine Präsentation erstellen, einen Tagesbericht und ein Gedächtnisprotokoll schreiben und dass ich zukünftig dazu Infos bräuchte, über die Konzeptionsgeschichte der Einrichtung usw.(wohlgemerkt, die Präsentation stelle ich am 12.11 vor, darüber weiß die Anleitung bescheid, als ich danach fragte, war es Mitte September..) Ihre Antwort darauf war: "Dann müssen Sie aber Gas geben, Sie sollten jetzt schon beginnen!" -
    Woher will sie wissen, ob ich begonnen habe oder nicht? Und dann wieder dieser unfreundliche Ton. Mir auch unterstellen, ich würde nichts machen..

    - Als ich besagter Person erklärte, ich müsste für die Präsentation u.a. die Aufgaben der Erzieher vorstellen, fragte sie mich aus und ich versuchte, alles so gut wie möglich zu beantworten. Dies passte ihr scheinbar nicht und sie behauptete genervt, sie würde mehr erwarten (auch mit diesem fiesen Ton in der Stimme). Ich kam mir wie eine Idiotin vor, weil sie sich durch meine "Unwissenheit"- ich bin noch am Anfang der Ausbildung??- gestört gefühlt hat und mich das deutlich hat spüren lassen.

    - Als ich gefragt habe, was die Kita für pädagogische Ansätze anwendet, war es dasselbe. Ich konnte ein paar nennen, aber nicht der, nachdem sie dort arbeiten und wieder war sie total genervt. Weitere Fragen, die ich ihr stellte, wollte sie mir auch nicht beantworten.

    - Wir Azubis haben im Unterricht einen Steckbrief für die Einrichtung gestaltet. Der passte ihr auch wieder nicht. Anfangs dachte ich ja, die Einrichtungsleitung sei noch in Ordnung (die neue). Sie war, als sie vor 2 Wochen anfing, die einzige, die sagte, dass wir uns doch duzen sollten, es sei ihr lieber. Aber scheinbar hat diese giftige Person sie schon in ihren Bann gezogen. Der Steckbrief passte ihr nicht, weil er handschriftlich geschrieben war (das sollten wir in der Schule so machen, haben alle so gemacht und niemand außer mir hat Probleme). Nachdem mir das irgendwie zu viel wurde, weil Anleiterin und Leitung sagten, er sähe aus, als stamme er von einer 16-Jährigen und ich ihnen aber erklärt hatte, dass wir ihn von der Schule so vorgegeben bekommen hatte, entschied ich mich, es meiner Klassenleitung mitzuteilen.

    Ich weiß genau, dass ich mich durch Fragen (was ich stets tue!) und Beobachten dort einleben muss, doch es findet keine Art Kommunikation zu mir statt. Ich werde sogar bewusst ausgeschlossen.

    - die Kinderpflegerin, die dort arbeitet, hatte Dekovögel fürs Fenster auf die Fensterbank gelegt und meinte, sie kämen auf die am Fenster klebenden Äste. Ich wollte etwas helfen und es war früh, nur 2 Kinder anwesend und machte mich einfach an die Vögel. Als ich später aus einem anderen Raum wiederkam, sah ich, wie sie die Vögel komplett anders auf die Äste geklebt hatte. Da denke ich: wieso sagt sie mir denn nicht, dass ihr das so nicht passt oder wie ich es hätte machen sollen und verändert es, ohne mich drauf anzusprechen?

    - Als ich dieses Konzeptionsbuch bekommen hatte und mir einige Infos im Büroraum daraus abfotografieren wollte, nachdem ich Dienstschluss hatte, schaltete ich dort eine kleine Stehlampe ein, weil es ziemlich dunkel war und der Himmel trüb, die Seiten von glänzender Klarsichtfolie umhüllt, sonst hätte ich meine Blitzfunktion verwendet. Plötzlich kam die Anl. in den Raum, ging wieder hinaus und schaltete das Licht aus ohne mich anzusprechen.

    - Ich lerne, indem ich mir Sachen abschaue, und sie versucht mir da, Steine in den Weg zu legen:
    ein Kind möchte mit mir in die Turnhalle, weil ein anderes dort raus ist, da es jetzt frühstückt und das Kind hat nun einen freien Platz in der TH. Ich möchte also mit KInd in die TH, die Anl nur: "halt B., wo möchtest du hin? warum gehst du in die TH, was hat sich geändert?" ich lasse das Kind extra aussprechen, es sagt, dass ein anderes Kind frühstückt und es nun Platz dort hätte. sie dann: "Das lohnt sich doch nicht für 5 Min da rein zu gehen, bleib hier" Kind sagt aber, es möchte gern aich nur 5 Min turnen. Übrigens hat das andere Kind 30 Min am Frühstückstisch gesessen.

    Es sind viele weitere Dinge, sie enthalten mir zb Infos vor (Geburtstage von Kindern, letzte Woche 2 Mal),
    wenn ich mich in ihre Richtung bewege und sie sich unterhalten, werden sie auf einmal ganz still. Manchmal spreche ich sie an und ich erhalte keine Antwort, wie letzte Woche, als ein Junge nach einem Stück Kuchen gefragt hat, ich dann die Kinderpflegerin fragte, ob er schon eins gehabt hätte, sie ignoriert mich, gibt dem Kind den Kuchen und ich steh nur blöd da.

    Eine weitere Sache ist die Geschichte mit dem Duzen/Siezen. Da arbeitet noch eine andere Praktikantin und ein Integrationshelfer. Beide werden geduzt. Auch beide seit August da, nur ich werde gesiezt.

    Irgendwann hatte ich dann die Schnauze voll, weil ich nämlich Austausch mit meinen Klassenkameraden hatte und die meinte, es sei Mobbing. Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, war dass sie Anl., mich erneut auf den Steckbrief ansprach und dass ich mich den Arbeitsanweisungen widersetzen würde, indem ich ihn so hängen ließe. Ich schlug dann vor, alles im Gespräch zu klären.

    Es wurde viel schlimmer. Sie stritt alles ab und verdrehte sich alles so, dass es für sie passte. Ich sei arrogant, von mir selbst so überzeugt, dass ich unnahbar wirken würde- ich würde nie lächeln- das ist sowieso der Hammer, die Kinder lieben mich, wenn dann die Kinderpflegerin lächelt nieee und sollte auch nicht mit Kindern arbeiten, denn sie verträgt keinen Lärm. Als ich dann die Sache mit dem Anleiten ansprach, das ausschließen und ignorieren, sagte sie, ich wäre ja Gast und müsste mich anpassen und sie hätte keine Zeit mir hinterherzulaufen (hää??, wann muss sie das?) und nach Geburtstagen hätte ich ja fragen können (klaar, ich kann vorhersehen, wann ein Kind Geb.hat)
    Hat also nichts gebracht das Ganze. Noch schlimmer, denn am darauffolgenden Tag kam die Leitung zu mir (schätze mal, sie hat alles berichtet), und wollte mit mir reden.

    Sie hat der Anleiterin quasi nach dem Mund geredet, und sogar noch mehr draufgelegt. Ich hatte keine Chance, das mit dem Duzen könne sie ihren Mitarbeitern ja nicht aufzwingen, dann sagte ich, aber dass ich mich dann hier unwohl fühle ist doch dann berechtigt und mir sowas nicht einbilde?, ne, es wäre ja meine Haltung..klar..
    und mit dem Licht, das war eh das Beste. Da meint sie, da hätte die Anl. mich ja nicht gesehen, also sei es respektlos von mir, ihr sowas zu unterstellen. Das Zimmer ist quadratisch, man kann einen nicht übersehen. Auch regte sie sich wohl tierisch darüber auf, dass sie mich am Tage zuvor darum gebeten hatte, ein paar Sachen zu spülen und die Spülmaschine zu räumen. Ich sollte Aluschalen und rechteckige Auflaufformen spülen. Sie hatte wortwörtlich gesagt, ich solle die rechteckigen spülen und die runden. Da ich diese runden eigentlich, und das hatte mir die andere Praktikantin und die Kinderpflegerin mir gezeigt, immer in die Spülmaschine stellte, sagte ich, die kommen doch aber in die Spülmaschine? aber im normalen Ton, hatte auch gar nicht verstanden, was sie andeuten wollte. Darauf sagte sie, ja, ich meine auch die großen rechteckigen. Also faltete sie mich bei dem Gespräch richtig zusammen, wie ich es hätte wagen können, ihre Kompetenzen in Frage zu stellen (das war mir gar nicht klar in dem Moment, wenn sie sich nicht klar ausdrückt!), sie wisse selbst, dass die runden Aluschalen in die Sp.maschine kämen, aber ich hätte sie einfach spülen sollen, (allein die Aussage ist doch echt unfassbar, finde ich).
    Naja, das Ende vom Lied war dann, dass sie meinte, ich solle mir doch was anderes suchen, weil es hier ja offensichtlich nicht klappen würde. Ich aber hätte es gern geklärt. Ich hasse es, dass es auf mir sitzen bleibt, weil ich denke, dass es nicht meine Schuld ist. Ich sagte zu ihr, ich wolle es doch gern weiterversuchen. Aber nein, sie war sich ihrer Entscheidung sicher. Das war letzte Woche Freitag, also in der ersten Woche meines Blockpraktikums. Sie schickte mich sogar noch an dem Tag weg. Da ich so schnell nichts neues finden kann, musste ich Montag dort wieder antanzen.

    Ich hatte letzte Nacht einen epileptischen Anfall, ich bin Epileptikerin und mir graute schon davor, heute morgen in der Einrichtung anzurufen und denen zu sagen, dass ich heute zum Arzt gehe, weil meine großen ziemlich heftig sind und ich danach nicht mal richtig gehen kann. War ja auch wieder lustig- ich rief an, die Kinderpflegerin ging dran. Ich schilderte kurz, dass ich mich letzte Nacht schlecht gefühlt hätte und mich immer noch schlecht fühle. Und sie in so nem genervten Ton: "Ja aber was fehlt Ihen denn? Sie sind doch nicht erkältet? Oder ist es wegen ihres Gemüts?"
    Ich konnte mir meine Antwort gerade so verkneifen. Ich sagte dann, ich hätte einen Anfall gehabt. Sie nur ganz emotionslos: "ok, ich gebe das weiter, bis dann."

    Mich regt das alles tierisch auf, weil ich mir auch gewünscht hätte, dass meine Leherin vorbeikommt und sie sich selbst ein Bild davon machen kann. Die Leitung hat meiner Lehrerin wer weiß was erzählt. Das passt mir einfach nicht. Und ich hatte mich an die Kleinen gewöhnt und sie auch an mich. Es ist sehr ärgerlich.

    Morgen ist mein letzter Tag dort. Wie soll ich mich verhalten? Habt ihr Tipps für mich?
    Ich muss ständig daran denken und es macht mich einfach fertig

    Wäre dankbar für jede Zeile

  2. #2
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    Standard AW: Probleme mit Anleitung/Kollegen bei der Ausbildung- bilde mir das doch nicht ein?

    Hallo Orchidee,

    Tipps für den letzten Tag kommen jetzt natürlich zu spät, sorry. Es tut mir leid für Dich, dass Du so ein Pech mit Deiner Ausbildungsstelle hast, aber so, wie ich das sehe,tust Du besser daran, Dir einen anderen Kindergarten zu suchen. Wie sieht es in der Beziehung denn in Deiner Umgebung aus? In Kitas wird doch immer gesucht, daher denke ich, dass Du sicherlich etwas Neues finden kannst. So, wie Du die Situation schilderst,ist inzwischen alles ziemlich verfahren. Nebenbei zum Dutzen: Lass andere Du sagen und bedenke, dass das Du leicht dazu verführt, Grenzen zu überschreiten. Unter Gleichaltrigen ist das ok aber bei älteren Personen wie die Leiterin usw. wäre ich nicht gerade wild aufs Du.
    Tu Dir den Laden nicht weiter an, gerade und auch wenn Du Epilepsie hast. Ständiger Stress ist da nicht gerade förderlich.
    Dir viel Glück und berichte mal weiter.

    LG

    Cinderella

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