Ergebnis 1 bis 8 von 8

Thema: Mobbing, Drohungen in der Ausbildung.

  1. #1
    Registriert seit
    01.11.2018
    Beiträge
    3

    Standard Mobbing, Drohungen in der Ausbildung.

    Hallo, ich bin Mama eines 21 jährigen Sohnes (nennen wir ihn Max) der eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann bei einem großen Discounter macht.
    Nach der Bewerbung wurde ihm nahegelegt dort erstmal zu arbeiten bis über die Ausbildung entschieden wird.
    Er arbeitete dort dann 8 Monate immer mit dem Unterton wenn Du diese oder Jenes nicht machst bekommst Du keine Ausbildung.

    Er hielt es alles aus, in der Hoffnung auf den Ausbildungsplatz, dann gab es ihn zum 01.08 wirklich. Bis heute behauptet der Ausbilder der im Vertrag steht, das er dem nicht zugestimmt hat und kümmert sich auch nicht.
    Aber es wurde jetzt immer schlimmer, zb. Schicht von 6-15 Uhr um 13 Uhr fragte Max "kann ich die erste Pause nehmen? " Antwort nö Du hast an der Kasse getrödelt, das war Pause genug. Oft wurden Ihn die Pausen den ganzen Tag verwehrt, mit dem Hinweis auf die Probezeit (4Monate).
    In den letzten drei Monaten wurden die Sticheleien und Herabwürdigungen Alltag. "Ja ihr hättet alle nicht soviel zu tun wäre Max schneller" Vor Kunden "Max schau mir in die Augen, die sind gerötet Kiffst Du?" nee er hat geweint.

    Er hat das alles ausgehalten auch die schmerzen in der Hand, heute an seinem freien Tag ist er doch zum Arzt, wollte nur eine Spritze die ihn wieder Fit macht. Aber der Arzt meinte Gipsarm wegen einer schlimme Sehnenscheidenentzündung. So 10 Tage AU.
    Max hat die AU persönlich in die Filiale gebracht, der Marktleiter ist ausgeflippt und hat ihn die AU an den Kopf geworfen (nimmt er nicht an, soll er per Post schicken) Er glaubt es nicht, wegen Pipifax krank machen, damit geht man nicht zum Arzt was für eine Memme,aber er wird sehen was er davon hat, die Probezeit geht ja noch bis Dez.
    Max hat dann den Bereichsleiter angerufen um sich Krank zu melden. Der hat ihn nicht mal ausreden lassen, er wüsste was im Vertrag steht man muss sich morgens Krankmelden. Aber er hatte doch seinen freien Tag. Krank ist er ab Morgen. Es kam auch von der Seite die Drohung mit der Probezeit.
    Mein Sohn hat am Tel. so geweint und angst seine Ausbildung zu verlieren, er zweifelt an sich selber "möglicherweise bin ich selber schuld.
    Was soll ich machen?
    Er ist volljährig, sonst wäre ich schon lange dort und hätte sie an ihre Pflichten erinnert.
    Er ist extra dort hingezogen, hängt ja alles dran (Miete usw) Ich habe ihn gesagt er kann immer wieder nach hause, aber ich denke das tröstet nicht wirklich.
    Wieso machen Menschen sowas? Was haben sie davon? Oder ist das kein Mobbing und in der Arbeitswelt normal? (ich bin schon immer Selbständig)
    Ich weis nicht wie ich ihm helfen kann, was soll ich ihm raten?
    Ich entschuldige mich für meine Rechtschreibung, ich komme aus Finnland.
    Danke das jemand diesen langen Text liest.

  2. #2
    Registriert seit
    23.11.2015
    Beiträge
    1.864

    Standard AW: Mobbing, Drohungen in der Ausbildung.

    hallo Lise,
    so, wie Dein Sohn da behandelt wird, geht es gar nicht. Im Grunde hat der lediglich 2 Möglichkeiten:
    1. Mal einen Rechtsanwalt ( Gebiet Arbeitsrecht) kontaktieren, der dann einen zunächst freundlichen Brief an die
    Geschäftsleitung schreibt.
    Nachteil: Die Situation könnte sich verschlimmern

    2. Sich einen anderen Ausbildungsplatz suchen ( würde ich an seiner Stelle tun). Im Einzelhandel wird eigentlich immer
    gesucht, und die Chancen, da etwas Neues zu finden, sind ungleich größer als z.b. ein Job im Büro.

    Ich kann verstehen, dass er nicht nach Hause möchte. Was an Stolz schon bei der Arbeit schwindet wird noch mehr verschwinden wenn man als "Versager" wieder zu Muttern kommt. Das hat Dein Sohn nicht nötig. Er hat alles so lange ausgehalten, das spricht für ihn. Ich fürchte nur, dass er seine Gesundheit und Nervenkraft verliert, wenn er weiter dort in dem Verein die Zähne zusammenbeißt.Das ist ja menschenverachtend
    Geändert von Gerdis (01.11.2018 um 19:32 Uhr)

  3. #3
    Registriert seit
    01.11.2018
    Beiträge
    3

    Standard AW: Mobbing, Drohungen in der Ausbildung.

    Danke Gerdis, für deine Einschätzung.
    Ich denke auch das ein Anwalt oä. nicht viel bringt.
    Ich finde dort wird er auch nicht glücklich werden, denke das dieses Verhalten Methode hat.
    Vielleicht sollte er auch mit dem Arzt sprechen um von dort aus eine Auszeit zu bekommen.
    Ich versuche das er nicht von alleine Kündigt, außer er hat eine neue Stelle.
    Aber eigentlich ist das keine Ausbildung der Welt wert sich so behandeln zu lassen.
    Ich bin so wütend, das man das Menschen antut.
    Sollte man nicht alles tun damit es seinen Leuten gut geht anstatt sie zu demotivieren, das solche Leute überhaupt Ausbilden dürfen.

  4. #4
    Registriert seit
    13.08.2013
    Beiträge
    2.246

    Standard AW: Mobbing, Drohungen in der Ausbildung.

    Hallo Lise,

    zum Arzt gehen und sich eine Auszeit "besorgen" wäre sicher sinnvoll, wäre er nicht mehr in der Probezeit, wo man ihn ohne größere Begründungen kündigen kann. Hat er später während der Lehre zu viele Fehlzeiten, kann ihm das Gleiche blühen.
    Was er noch machen kann, ist den Vorgesetzten des Bereichsleiters zu kontaktieren, die Situation erklären und nachfragen, ob er die Ausbildung in einer anderen Filiale machen kann.
    Sonst bleibt ihm nichts anderes übrig, als zu versuchen, ganz wo anders seine Ausildung weiter fort zu führen. Das halte ich noch für das Beste. In einem solchen "Saustall" kann er jedenfalls nicht bleiben. Das macht ihn nur nervlich noch mehr kaputt und das wünscht man ihm nicht. Es ist wirklich traurig, dass man einem jungen Menschen den Start ins Berufsleben so schwer macht.

  5. #5
    Registriert seit
    01.11.2018
    Beiträge
    3

    Standard AW: Mobbing, Drohungen in der Ausbildung.

    Moin, kleines Update.
    Haben mit dem Vertrauenslehrer gesprochen, er meinte er kann da auch nicht groß helfen wir sollten zur IHK oder mit dem Betriebsrat sprechen. Bei Betriebsrat angerufenen, rausgefunden das die Mobber im Betriebsrat sind. Heute bei der IHK gewesen und die dort wollten oder konnten nicht helfen, Rat von dort, er soll sich eine neue Ausbildungsstelle über die Agentur für Arbeit suchen, bis dahin klinken putzen. Jeder schickt ein weiter, bei dem Wort "Mobbing" wird erstmal abgewunken, will man nicht hören. Also die Hilfestellen sind nicht wirklich hilfreich. Es ist zum Mäuse melken.Tja dann wohl nächste Woche zum Arbeitsamt, wollten Ämter eigentlich meiden um nicht in diese Mühlen zu kommen. Liebe Grüße Dickeliese

  6. #6
    Registriert seit
    23.11.2015
    Beiträge
    1.864

    Standard AW: Mobbing, Drohungen in der Ausbildung.

    Arbeitsamt ist ein Weg, wenn auch erfahrungsgemäß kein sehr produktiver. Bewerbungen schreiben, auch Blindbewerbungen, Anzeigen durchforsten, sowohl gedruckt als auch im Internet....Und trotzdem mal einen Anwalt konsultieren in Hinblick auf das Paktikum. Das war ja wohl reine Ausbeuterei

  7. #7
    Registriert seit
    13.08.2013
    Beiträge
    2.246

    Standard AW: Mobbing, Drohungen in der Ausbildung.

    Die IHK hält sich da gerne den Buckel sauber. Die Erfahrung machte ich selbst schon. Das Arbeitsamt ist eine Möglichkeit, wobei da höchst wahrscheinlich nicht viel bei rum kommt. Was ich aber immer wieder sehe, wenn ich Einkaufen gehe, ist z. B., dass Aldi Azubis sucht. (So es natürlich nicht derselbige ist, der deinem Sohn so zusetzt, wäre das vielleicht noch eine Option) Die scheinen ihre Leute recht gut auszubilden.

  8. #8
    Registriert seit
    06.10.2016
    Beiträge
    83
    Blog-Einträge
    1

    Standard AW: Mobbing, Drohungen in der Ausbildung.

    Dein Sohn ist da echt in eine Mühle geraten... Was schon mal klar ist, in dem Laden kriegt er kein Bein mehr auf die Erde.
    Also zum Arbeitsamt und nach einem neuen Ausbildungsplatz suchen. Übres Amt wird es wohl nix geben, aber dein Sohn kann dort ein paar Bemerkungen über seinen letzen Ausbilder fallen lassen, was manchmal auch recht nette Effekte hat.

    Dein Sohn sollte sich für alle möglichen Ausbildungsmöglichkeiten öffnen. Im Augenblick werden gerade in Handwerksberufen Lehrlinge wie blöd gesucht
    Ich bin nicht seltsam, ich bin eine limitierte Sonderausgabe

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •