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Thema: AW: Hoher Blutzuckerspiegel (Diabetes) durch Mobbing

  1. #1
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    Pfeil AW: Hoher Blutzuckerspiegel (Diabetes) durch Mobbing

    Hallo Moderatorin

    Das grundlegende Problem bei der Diabetes ist, dass der Körper und speziell die Bauchspeicheldrüse nicht mehr genug oder gar kein Insulin mehr produzieren kann. Die Beta Zellen in den Langerhans'schen Inseln entweder erblich bedingt, idR. Diabetes Typ 1, oder erworben, idR. Diabetes Typ 2, ihren Dienst quittiert haben.

    Mit diesem Defekt kann der Körper die verzehrten Kohlenhydrate nicht mehr metbolisieren, was dazu führt, dass der Blutzuckerspiegel nach dem Genuss von Stärke, Zucker und kurzkettigen Kohlenhydraten stark ansteigt ohne dass der Körper eine Möglichkeit hätte diesen zu hohen und bei zu hohem Blutzucker lebensbedrohlichen Zustand aus eigener Kraft wieder zu reduzieren.

    Das Hormon Insulin ist der Schlüssel für die Aufnahme der verdauten KH in die Zellen. Fehlt dieser Schlüssel können die Zellen die Nährstoffe/Energieträger nicht mehr aufnehmen. Der Blutzucker steigt und führt irgendwann zu einem lebensbedrohlichen Zustand der, wenn nicht behandelt, zu Koma und zum Tode führen kann.

    Umgekehrt, wenn der Blutzucker zu niedrig ist, bei Vorhandensein von genug Insulin, wie z.B. einer zu hohen Dosis nach einer Injektion, ebenso ein lebensbedrohlicher Unterzucker entstehen. Dann nämlich kann der Körper nicht mehr ausreichend mit Energieträgern versorgt werden, was zu gefährlichen Irritationen des Zentralnervensystems und Bewusstlosigkeit führen kann. Aus diesem Grund haben Diabetiker oft auch ein Notfall Set dabei, welches Glucagon enthält, das Gegenspieler-Hormon des Insulins das ebenfalls in der Bauchspeicheldrüse produziert wird, um bei einer Überdosierung von Insulin den Blutzuckerspiegel wieder anzuheben.

    In so einem Fall kann auch eine Gabe von Zucker oder Traubenzucker unter die Zunge des Bewusstlosen verabreicht werden was zu einer schnellen Aufnahme über die Schleimhäute direkt ins Blut führt. So haben wir einmal einen Arbeitskollegen gerettet, der sich vor dem Mittagessen den Blutzucker gemessen, dann Insulin gespritzt hatte aber durch ein Problem im Betrieb aufgehalten wurde und so nicht rechtzeitig zum Essen kam für das er die Dosis schon vorausberechnet hatte.
    Dann ist er vor unseren Augen innerhalb weniger Sekunden einfach bewusstlos weggesackt. Hätten wir ihn nicht gehalten so wäre er zu Boden gefallen wie ein nasser Sack.

    So ist es wohl auch meinem Bruder ergangen, der alleine lebte und wegen einer Grippe krank zuhause im Bett lag und, davon gehen wir aus, durch das Fieber und die Appetitlosigkeit bedingt, nicht regelmässig bzw. genug gegessen hatte.
    Obwohl meine Mutter jeden Tag bei ihm war und ihn mit Essen versorgte muss er noch gemerkt haben, dass ihm komisch wurde, stand auf um in die Küche zu gehen und etwas zu sich zu nehmen.
    In der Küche angekommen war es dann aber wohl schon zu spät. Er verlor innerhalb von Sekunden das Bewusstsein, wie mein zuvor erwähnter Kollege, sackte vor dem Kühlschrank zusammen und blieb dort so liegen wie ein Fragezeichen.... bis meine Mutter ihn dort vorfand.
    Nachdem sie ihn wie üblich angerufen, er aber nicht abgenommen hatte, eilte sie zur Wohnung, nur ein paar Strassen weiter, wo für meinen Bruder jedoch bereits jede Hilfe zu spät kam. Er war bereits seit ein paar Stunden tot.....
    Gerne hätte ich meiner lieben Mutter diesen entsetzlichen Anblick erspart.....

    Diabetes kann man als Patient heute gut im Griff haben. Doch in Situationen wie schwerer Krankheit/Fieber ist es nach dieser tragischen Erfahrung aus meiner Sicht fast ein Muss, dass man jemanden um sich hat der weiss was zu tun ist im Falle wenn.....

    Mit einem zu hohem Blutzucker kommt der Körper und das ZNS noch besser klar. Der Patient verliert nicht so schnell das Bewusstsein. Dann wird der Überschuss zuerst mit unmässigem, schier nicht mehr zu stillendem Durst und Wasserlassen über die Nieren soweit ausgeschieden. Daher auch der Name Diabetes mellitus was übersetzt soviel heisst wie = "Honigsüsser Durchfluss". Der Gang zum Arzt oder Telefon für den Notruf ist für den Patienten mit hohem Blutzucker noch lange möglich.

    Bei einer Unterzuckerung jedoch geht u.U. alles sehr sehr schnell. Wenn dann niemand da ist der weiss was zu tun ist, dann nimmt dies ggf. ein tödliches Ende.
    Wie eben bei meinem Bruder.....

    Daher darf man diese schwere Erkrankung bzw. diesen Organ-Defekt, trotz einer heute sehr guten und unzuverlässigen Therapie, niemals auf die leichte Schulter nehmen.

    Ich hoffe dass diese Ausführungen soweit aufschlussreich für Dich sind.
    Da ich kein Arzt/Mediziner bin sind alle Angaben soweit ohne Gewähr.
    Du kannst Dich, was die Physiologie angeht, ja auch noch über das Netz soweit darüber schlau machen. Was ich auch empfehle.

    Da auch ich eine familiäre/genetische Präferenz für Diabetes besitze habe ich mich präventiv untersuchen lassen. Und siehe da mein Langzeitzucker war schon deutlich erhöht.
    Obwohl ich im Beruf sehr aktiv und auch sportlich bin, mich also viel bewege und gefühlt gesund und hochwertig ernährte, hatte ich bereits pre-diabetische Blutwerte!!!

    Dann habe ich meine Ernährung abermals komplett umgestellt und habe seit geraumer Zeit wieder physiologische Traumwerte.
    Meine Bauchspeicheldrüse hat sich dadurch wieder erholt und ich kann heute auch wieder, wenn auch stark eingeschränkt, Lebensmittel essen, wie z.B. mal ein Stück Kuchen, die lange Zeit für mich tabu waren.

    Auf diesem Wege musste ich erkennen, dass das was allgemein so als "gesunde Ernährung" propagiert wird, für viele Menschen der direkte Weg in schwere bis schwerste Erkrankungen sein kann.
    Jeder Mensch hat einen anderen Metabolismus; etwas so wie sein Fingerabdruck. Der eine verträgt viel KH der andere wenig. Ebenso verhält es sich mit Fett und Proteinen.
    Dieses ganze Pauschalisieren ist für mich ein Irrweg, der viele Menschen, die vollkommen andere individuelle Bedürfnisse haben als diese pauschalen Empfehlungen, erst recht krank macht satt gesund.

    In diesem Sinne wünsche ich Dir noch einen schönen und erholsamen Sonntag

    Viele Grüsse
    Compliance

    ( Dieser Beitrag wurde ausgeblendet aus : http://forum.mobbing.net/showthread.php/11651-Klartext-als-Bremse-f%C3%BCr-unversch%C3%A4mte-Kollegin )

  2. #2
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    Pfeil AW: Hoher Blutzuckerspiegel (Diabetes) durch Mobbing

    Danke für Deine ausführliche, profunde Info ! Ich bin Typ II und komme ganz gut zurecht. Es gibt beim Typ zwei Probleme: ein "Überdosierung" wodurch der "Zucker" zu stark abfällt. Das kann passieren, wenn man z. B. Glucophage und Glimepirid gleichzeitig nimmt.
    Sehr gefährlich ist die Langzeitwirkung eines zu hohen Zuckerspiegels. Das führt zur Zerstörung von Gefäßen. Das bedeutet Amptation, Herzinfarkt, Schlaganfall.

    Der Tod deines Bruders war wohl eher ein Unglücksfall. Da wäre ein sog. Patientennotruf angebracht gewesen. Er hätte dann vermutlich noch auf den Knopf drücken können. Das Gerät kann man ja um den Hals hängend tragen. Normalerweise ist der Notarzt nach ca. 10 Minuten da und hat auch eine Zugangsmöglichkeit zur Wohnung. Das wird vorher so organisiert, dass es im Notfall auch klappt.
    Nun, im Nachhinein ist man immer klüger.
    Ich darf Dir jedenfalls an dieser Stelle mein Mitgefühl ausdrücken.
    Das Thema Diabetes hat auch einen psychologischen Hintergrund, wodurch eine "Brücke" zum Mobbing entsteht.
    Ich kann z. B. meinen Zuckerwert ganz locker um 30 % hochjagen, wenn ich mich ärgere. Ist so ähnlich wie mit dem Blutdruck.
    Mobbing über Jahre bedeutet bei manchen Menschen Stress und ggf. damit auch einen "zu hohen Zucker" über Jahre hinweg. Und damit auch wiederum eine Organschädigung.

    Über Bedeutung und Zusammenhang zwischen Mobbing und Diabetes sollten wir hier vielleicht noch etwas ausführlicher diskutieren. Ich versuche die beiden Beiträge als eigenes Thema zu etablieren. mal sehen ob es klappt, oder ob nur mein Blutzuckerspiegel hochgejagt wird.


    ( Dieser Beitrag wurde ausgeblendet aus : http://forum.mobbing.net/showthread.php/11651-Klartext-als-Bremse-f%C3%BCr-unversch%C3%A4mte-Kollegin )

  3. #3
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    Standard AW: Hoher Blutzuckerspiegel (Diabetes) durch Mobbing

    Wie man sieht, ist mir die Ausblendung gelungen. Frauen sind eben doch die besseren Technikerinnen

  4. #4
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    Standard AW: Hoher Blutzuckerspiegel (Diabetes) durch Mobbing

    ja, aber der Titel stimmt nicht ...

  5. #5
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    Standard AW: Hoher Blutzuckerspiegel (Diabetes) durch Mobbing

    hab ich gerade geändert

  6. #6
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    Standard AW: Hoher Blutzuckerspiegel (Diabetes) durch Mobbing

    Hallo Moderatorin und natürlich alle Betroffenen,

    ja Stress kann für jemanden mit Diabetes ein nicht zu unterschätzender Risikofaktor sein. Ebenso natürlich auch für den Gesunden wenn er unter destruktivem, Dauer Di-Stress steht.

    Für sämtliche, von uns als handfeste Bedrohungen wahrgenommenen Situationen hat unser Körper einen hormonellen Mechanismus entwickelt um für Kampf oder Flucht sofort genügend Energie bereit zu stellen.
    Es erhöht sich der Pulsschlag, damit einhergehend der Blutdruck und, last but not least, natürlich auch der Blutzucker damit in solchen Situationen die Muskeln wie auch das Gehirn auf ordentlich Power bzw. Treibstoff zurückgreifen können.

    Was unter den lebensfeindlichen Bedingungen der Urzeit absolut Sinn machte, um vor gefährlichen Raubtieren Reissaus zu nehmen oder sich gegen Angriffe erfolgreich zu wehren, wird dem modernen Menschen heute zum Verhängnis. In der Urzeit wurde dieser bereitgestellte Überschuss ja auch tatsächlich verbraucht, was ganz automatisch dazu führte, dass auf diese erhöhte Spannung auch wieder eine Phase der Entspannung und Erholung folgte.
    Dann nämlich wenn man sich erfolgreich gegen die Feinde durchsetzte oder flüchten und sich in Sicherheit bringen konnte.

    Doch heute ist die Situation die, dass wir zwar Situationen erleben die uns bedrohen oder wütend machen, wir aber nicht mehr für die erforderliche Abfuhr dieser Spannung sorgen können.
    Wenn uns jemand bis zur Weissglut ärgert so verbieten uns autoritäre gesellschaftliche Normen und Regeln demjenigen, als quasi Strafe auf dem Fuss, zu zeigen wo der Bartel den Most holt.
    Oder wenn wir einem, wenn auch nur gefühlt, überlegenen Gegner gegenüber stehen, wie z.B. dem arroganten, hinterhältigen und niederträchtigen "Kollegen" oder Vorgesetzten, diesen mit seinem unmöglichen und anstandslosen Benehmen einfach stehen zu lassen; ihn und die Szene mit Verachtung strafender Mine zu verlassen. Das könnte uns schliesslich, wie im Falle des VG, sofort den Job kosten.

    So werden wir durch die von uns inzwischen als normal betrachteten, aber letztendlich wider-natürlich verinnerlichten Normen und Regeln daran gehindert eigentlich das zu tun was eigentlich das natürlichste auf der Welt wäre.
    Nämlich dem Chef oder Kollegen endlich einmal ordentlich die Meinung zu geigen oder gar mit physischer Gewalt zu demonstrieren wo die tatsächlichen Grenzen seiner Macht liegen.
    Nämlich hier bei mir! Genau hier und jetzt!
    Doch die alltägliche Realität sieht wie beschrieben ganz anders aus......

    Das Schlimme daran ist, dass wenn wir solche Situationen am AP erleben, damit der Stress und Ärger nach Feierabend nicht aufhören, sprich wir diesen mitnehmen in unser Privatleben.
    Dort verfolgt es uns ggf. bi in den Schlaf, was zur Lähmung des Parasympathikus führt, der das Immunsystem sowie die Regenerationsprozesse im Körper einleitet und reguliert.
    So ist unser Sympathikus, der Gefahren abwehrende Teil des Vegetativen Nervensystems daueraktiv, was auf Dauer nicht unbeträchtlichen Schaden an der gesamten Physis anrichtet.

    Denn: Durch den ständig aktiven Sympathikus wir das Immunsystem (Parasympathikus) auf das absolute Minimum heruntergefahren.

    Durch das Ausgesetzten von Dauer-Di-Stress erhöht sich das Risiko deutlich bis dramatisch für z.B.

    1. H/K Erkrankungen (chronischer Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen)

    2. Infekte und Entzündungen (durch schutzloses Ausgeliefertsein gegenüber Angriffe von ansonsten durchaus bekämpfbaren Viren oder Bakterien),

    3. Metabole Irritationen in Form von Übergewicht (Überlastung der Nebennieren)

    4. Störungen des Verdauungssystems und natürlich auch das Zusammenspiel sämtlicher Drüsen und Hormone (wozu auch natürlich die Bauchspeicheldrüse gehört)

    5. Ständiger Müdigkeit bis zum Zustand völliger Unkonzentriertheit.

    6. Seelische Verstimmungen von überschiessendem Aggressionsverhalten aus nichtigem Anlass bis hin zur der schweren Depression. Beides initiiert durch die Umgestaltung des ges. neuronalen Hormonspiels durch dem nicht mehr zu entrinnenden Dauerstress.

    7. Entartete Zellen die jeden Tag in uns entstehen und ihr tödliches Werk vollbringen wollen, können vom Immunsystem nicht mehr wirkungsvoll bekämpft werden. Stichwort: Krebs...

    So gesehen kann mit entsprechender physischer Präferenz, einer organisch individuell ausgeprägten, geringeren Belastbarkeit des Organs, das Risiko an einer Diabetes Typ 2 zu erkranken deutlich steigern.
    Selbst dann denkbar wenn man äußerlich rank und schlank daher kommt und so eben gar nicht in das Klischee von "Massivem Übergewicht und Diabetes" passen will, dem allgemein, wenn auch zu Recht, ein direkter Zusammenhang zugesprochen wird.

    Fazit: Di-Stress macht auf Dauer jeden von uns physisch wie psychisch krank, schwer krank; ganz einfach weil er
    1. unser Immunsystem lähmt/abschaltet und
    2. zu zusätzlich schweren Verwerfungen im Gehirn durch das dauergestörte Zusammenspiel von Hormonen und Neurotransmittern in Gehirn wie Organen führt.
    Also auch und im Besonderen auf die Psyche des Betroffenen dramatische Auswirkungen hat.

    Daher ist ein jeder Mensch gut beraten die zugrunde liegenden Ursachen dieses zerstörerischen Di-Stresses abzuschalten bevor dieser Stress ihn irgendwann vorzeitig und endgültig abschaltet.
    Bedeutet nichts anderes als sich von Menschen und Situationen loszulösen die diesen Stress auslösen.

    Sei es:
    1. Vom Job den oder die Arbeit die ich um ihrer selbst willen hasse.
    2. Von Arbeitskollegen die keine sind
    3. Vom Chef den ich nicht leiden kann so wie er mich nicht leiden kann.
    4. Ja selbst von einem Partner der mich satt zu lieben und zu inspirieren mich gefühlt nur noch aussaugt oder gar terrorisiert.
    5 Und das Wichtigste überhaupt: Dass andere Menschen mehr wert sind als ich und damit über mehr Macht über mich verfügen als ich über mich selbst.

    "Macht hat nur derjenige über mich, dem ich diese aus eigenem Entschluss zubillige"
    Diogenes

    Alles andere kommt aus meiner persönlichen Sicht dem Versuch und Ansinnen gleich, sich jeden Abend in eine Grube hungriger Wölfe zum Schlafen legen zu wollen und zu glauben am Nächsten Tag noch lebend, frisch ausgeruht und voller Energie aufwachen und in den Tag starten zu können......

    Das wären so in groben Zügen meine Gedanken und Prognosen zum Thema Mobbing und Gesundheit...

    Liebe Grüsse
    Compliance
    Geändert von Compliance (05.12.2018 um 12:19 Uhr) Grund: Ergänzungen

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