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Thema: Arbeitslos und Kur. Wer hat Erfahrung ?

  1. #1
    Registriert seit
    28.09.2018
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    47

    Standard Arbeitslos und Kur. Wer hat Erfahrung ?

    Hallo,

    ich hätte nie gedacht, dass mir soetwas wie Mobbing passieren kann. Aber jetzt bin ich mittendrin und möchte nur noch raus aus der Situation.
    Mein Nervenkostüm ist hauchdünn und Herzbeschwerden haben sich auch eingestellt.
    Meine Schwester meint, ich soll mich krankschreiben lassen und auf die Kündigung warten. Das möchte ich aber aus verschieden Gründen nicht.
    Also suche ich Alternativen. Ich könnte mit ( Attest ) ohne Angst vor Sperre selber kündigen und mich dann krankschreiben lassen. Vielleicht bekäme ich sogar eine Kur genehmigt.

    Wer hat Erfahrung mit diesem Vorgehen ?

    LG Cricri

  2. #2
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    15

    Standard AW: Arbeitslos und Kur. Wer hat Erfahrung ?

    Hallo Cricri,

    manchmal sollte man auf seine Schwester hören. Eine Alternative gibt es schon allein aus gesundheitlichen Gründen nicht.

    Die finanziellen Gründe sprechen auch für sich. Erst Lohnfortzahlung (meist 6 Wochen), dann Krankengeld, erst danach Arbeitslosengeld.

    Selber kündigen ohne Sperre heißt sofort im Arbeitslosengeld, das Krankengeld wird nach dem Arbeitslosengeld berechnet.
    Das ALG 1 beträgt ca. 60% des letzten Nettogehaltes (je nach Familienstand etwas mehr).

    Eine Frage: Warum solltest Du eine Sperre bekommen wenn der Arbeitgeber kündigt?

    Eine Kur muss man selbst beantragen (egal ob beim Rentenversicherer oder der Krankenkasse). Es gibt meist längere Wartezeiten.

    Voraussetzung ist eine Behandlung bei dem Hausarzt oder Facharzt. Der kann u.U. die Dringlichkeit einer Kur befürworten.

    Grüße

    Simon59

  3. #3
    Registriert seit
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    612

    Standard AW: Arbeitslos und Kur. Wer hat Erfahrung ?

    Hi,

    Mein Tipp, lass dich erst mal krank schreiben. Ich habe es damals auch gemacht. Dann schaue parallel nach einer neuen Arbeit. Melde dich bei der Arbeitsagentur Arbeitsuchend (nicht Arbeitslos denn das bist du ja noch nicht). Du kannst deine Situation mit dem Sachbearbeiter/in besprechen denn Mobbing ist ein anerkannter Kündigungsgrund. Das versuchen Dir die Sachbearbeiter aber oft zu vereiteln. Mir hat geholfen das ich ein Attest beibringen konnte welches besagte dass ich wegen böswilligem Mobbing bereits in medizinischer Behandlung sei. Wenn dir das Amt Stess macht kann dir ein Fachanwalt für Arbeitsrecht helfen. Wenn dir der Arbeitgeber kündigt neme die Kündigung nicht an sondern klage dagegen. Da springt meist im Vergleich noch eine nette Abfindung heraus. Bestehe pro Forma darauf dass du weiter dort arbeiten möchtest. Keine Angst dazu wird es nicht kommen. Kündige erst wenn du etwas neues gefunden hast. Wenn Der Arzt der Ansicht ist du bräuchtest eine Kur dann brauchst du eine Kur. Da kann weder der Arbeitgeber noch die Arbeitsagentur etwas dagegen haben. Stell Dir mal vor du wärest mit einem Leiden am Knie nicht mehr in der Lage deine Arbeit zu leisten. Da wären sowohl der Arbeitgeber als auch das Amt froh wenn das Knie wieder hergestellt wird. Eine Kur ist ja kein Urlaub sondern eine medizinische Behandlung. Meine Marschrichtung damals war - Krankschreiben lassen bis zur Kündigung des Arbeitgebers, Kur beantragen, klagen auf Weiterbeschäftigung mit Abfindung, neue Arbeit finden und dann durchstart auf der neuen Arbeit. Ich habe meinen Kurantrag damals dann zurück gezogen obwohl ich die dringend gebraucht hätte. Manchmal muss man einfach Prioritäten setzen. Wichtig ist auch ein Tagebuch zu führen damit du und dein Anwalt den Überblick behalten. Schau auch mal hier im Forum nach Mobbingtagebuch dazu gibt es einige Diskussionen.


    Grüßlinge
    Geändert von Alteisenfahrer (08.01.2019 um 12:45 Uhr) Grund: Rechtschreibveller

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