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Thema: Höllische Nachbarn- es gibt sie wirklich!

  1. #1
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    Standard Höllische Nachbarn- es gibt sie wirklich!

    Hallo zusammen,

    erst einmal ist es "schön" zu lesen, dass ich nicht der Einzige bin, der Probleme mit den werten Nachbarn hat. Da sind echt einige krasse Storys dabei. Hier folgt nun meine. Ich wohne in einem kleinen Ort in Niedersachsen (ca. 10.000 Einwohner über mehrere Stadtteile). Da ich erst später studiert habe und danach arbeitslos war, wohne ich aktuell wieder bei meinen Eltern im Haus. Dieses befindet sich in einer Stichstraße mit insgesamt sechs Häusern. Mit fast allen Nachbarn haben wir ein gutes Verhältnis, bis auf mit einem Haus. Dort wohnt, nennen wir sie mal Familie XYZ bestehend aus Mutti und Vati (beide ca. 80). Unterm Dach wohnt der Sohn (ca. 50) und seit Januar 2018 dessen südamerikanische Frau.
    Während des Studiums (war gerade Luft) habe ich angefangen, von Mo-Sa in den Morgenstunden Zeitungen auszutragen. Für mich beginnt der Nachbarschaftsstreit im August 2017. Meine Eltern sind gerade noch im Urlaub und bin allein zu hause. Nachmittags war ich im Garten eine rauchen und werde beim reingehen auf unserem Hof von Muttchen XYZ abgefangen. Sie faucht mich an, dass wenn ich morgens Zeitungen mache, ich gefälligst nicht die Radiomusik (bin mit Auto unterwegs) so laut aufdrehen soll. Sollte ich dies nicht einstellen, würde sie zur Polizei gehen. Ggf. ist an diesem Vorwurf etwas dran gewesen, da ich morgens noch nicht so weit gedacht habe, dass dies stören könnte. Daraufhin habe ich es unterlassen, den Nachbarn allerdings auch keine Zeitung mehr überlassen (bis dahin kostenlos!). Der Ton hat mir nicht gepasst. Unter erwachsenen Menschen hätte man das mMn vernünftig klären können, ohne mit Polizei zu drohen.

    Bis zum nächsten Vorfall vergeht einige Zeit. Im Oktober/November 2017 kriegen wir Besuch vom sozialpsychatrischen Dienst der Stadt. Der anwesende Mitarbeiter erklärt, dass Junior XYZ sich über mich bei der Polizei beschwert hätte. Dabei kommt heraus, dass die alte Frau XYZ sich schon im Frühjahr 2017 mit meiner Mutter unterhalten habe. Sie hätte sich darüber beschwert, dass ich (wohl vor allem nachts) Steine gegen ihre Hütte werfe und mit der Zeitung gegen den Zaun schlagen soll. Junior XYZ leidet deswegen unter Bluthochdruck. Ich falle aus allen Wolken, da ich diese Vorwürfe zum ersten mal hörte. Habe klar gesagt, dass ich dies nicht tue. Vorfall für den Psychoonkel von der Stadt erledigt.

    November/Dezember 2017: Beim Mittagessen sehen wir zufällig, wie Familie XYZ aus dem Haus stürmt. Junior hat eine Kamera dabei mit 40 cm langem Objektiv. Das Auto von Vati wird fotografiert. Aus unserem Küchenfenster kann ich sehen, dass sich hinten auf der Beifahrerseite eine Beule befindet. Wer der Tatverdächtige ist, war mir zu diesem Zeitpunkt allerdings klar. Von der Polizei habe ich aber zunächst keine Post erhalten.

    Januar 2018: Komme vom Sport. Junior kommt aus der Straße. Er stellt sich mir breitarmig-und breitbeinig in den Weg und sagt: "Wenn du mich nachts nicht in Ruhe lässt, ich schwöre dir ich komme!" Daraufhin antworte ich nur, dass ich nichts mache und gehe weiter. Da mir die ganze Geschichte langsam zu viel wird, mache ich mich am selben Tag noch auf den Weg zur Polizei. Hier berichte ich von den gesamten Vorgängen und bitte um Rat, wie ich mich verhalten kann. Polizei fühlt sich nicht zuständig, da Zivilrecht. Allerdings wird in meine Daten geschaut und erfahre, dass Vati mich wegen der Beule am Auto tatsächlich angezeigt hat! Diese wurde jedoch nicht weiterverfolgt und eingestellt.

    Frühjahr 2018: Komme vom Sport. Vati XYZ ist im Garten am graben und spricht mich an. Was mir wohl einfalle, sein Auto mit ner Zwille (aha, jetzt will er schon wissen, wie ich was gemacht habe, dass ich gar nicht war ) abzuschießen. Wenn ich das nochmal mache, dann wehe wehe! Ich beteure wieder meine Unschuld, was jedoch kein Gehör findet (wer soll es denn sonst gewesen sein?) Ich antworte ihm das wenn ich früher von der Anzeige erfahren hätte, ich ihn wegen Verleumdung angezeigt hätte. Drehe mich um und gehe. Im Rücken höre ich nur noch, wie er mich Arschloch nennt.

    Nachfolgend kehrte etwas Ruhe ein, was sicherlich damit zu tun hatte, dass ich bis Nov. von einer Zeitarbeitsfirma Vollzeit eingesetzt wurde. Der einzige Vorfall war im Sommer. Ich komme mit dem Fahrrad von der Bank zurück. MuttiXYZ und ihre (mittlerweile) südamerikanische Schwiegertochter kommen mir entgegen. Muttchen ruft dieser zu: "XY, dass ist er!"

    01.12.18: Der Zeitarbeitsjob war nur kurzfristig und trage somit wieder Zeitungen aus. Mutti kommt mir im Dorf entgegen. Ich lächle sie an. Sie grüßt mich mit: "Na du Schlitzer!" Zu diesem Zeitpunkt konnte ich diese Bemerkung noch nicht einordnen. Noch....

    02.12.18: Meine Eltern sind an diesem Sonntag wieder in den Urlaub gefahren. Abends gehe ich ca. 17 Uhr 30 zum Kiosk Zigaretten holen (ca. 5 Minuten Fußweg). Auf dem Rückweg lauert mir Mutti XYZ auf dem Parkplatz eines Supermarkts regelrecht auf und labert mich voll! Ich solle mich schämen, dass ich noch zu hause wohnen würde. Steine hätte ich wieder geschmissen. Ich soll mir doch vernünftige Arbeit suchen. Die Zeitungen würde ich doch bestimmt schwarz machen und auch noch Stütze kassieren. Das müsste man melden. Deren Müll würde ich ja aufschlitzen wenn er an der Straße steht. Sie hätte ja auch Beweise! Die verstorbene Nachbarin (war wie eine Oma für mich) hätte ja noch zu Lebzeiten vor mir Luder gewarnt.

    Ich bin total perplex und gehe nicht direkt den selben Weg mit der Irren nach hause, sondern zu einer Nachbarin. Diese ist über die vergangenen Vorkommnisse informiert. Sie begleitet mich nach hause. Im selben Moment fährt schon ein Streifenwagen vor. Nachbarn haben wegen Streitigkeiten die Polizei gerufen. Ich darf mich verteidigen und meine Version darstellen. Polizei zieht ohne Erkenntnisse ab. Vorgang ist abgeschlossen.

    Nach Rückkehr setzte ich meine geschockten Eltern über den Vorfall in Kenntnis. Wir beschließen einen Anwalt aufzusuchen. Nachdem die Polizei ins Haus gehetzt wurde, ist definitiv eine Grenze überschritten worden. Leider erfolgt der Besuch beim Anwalt ohne Erfolg. Für ein Gerichtsverfahren fehlen Zeugen. Zudem sind viele Vorgänge schon zu lange her. Im Nachhinein muss ich leider sagen, dass wir den Fehler gemacht haben und den Anwalt nicht genügend darauf hingewiesen haben, dass wir noch nicht direkt vor Gericht wollten. Uns wäre es lieber gewesen, die werten Nachbarn durch ein bitterböses Schreiben a) im besten Fall ruhig zu stellen und ihnen zeigen, dass wir uns nicht alles gefallen lassen oder b) sie damit zu provozieren und sie vielleicht so zu einem unbedachten Fehler bringen.

    11.01.19: Das neue Jahr beginnt schon mal richtig klasse! Habe ein Schreiben von der örtlichen Polizeidirektion im Briefkasten gefunden. Am 18.01. um 10 Uhr bin ich als Beschuldigter vorgeladen! Vorwürfe sind Nachstellung (Stalking) und jetzt kommt der Knaller KÖRPERVerletzung!!!! Der angegebene Zeitraum umfasst August 18 bis 13.12.18. Ich bin echt sprachlos und fix und fertig! Ich weiß, dass ich mir nix vorzuwerfen habe, habe aber trotzdem Angst vor dem Verhör. Wer weiß was diese Irren sich haben einfallen lassen, damit die Polizei ihre Arbeit wieder aufnimmt. Zudem verliere ich so langsam auch den Glauben an unseren Rechtsstaat. Irgendwelche Schwachköpfe können irgendwas behaupten und man selber, der ja quasi das Opfer ist, wird so behandelt wie ein Krimineller. Und dann wird sich gewundert, warum die AFD gewählt wird.

    Puh, dass war jetzt echt viel auf einmal. Aber ich freue mich auf euer Feedback und Ratschläge. Wie würdet ihr euch verhalten, auch in Bezug auf die Anhörung? Ach ja und auf gut gemeinte Tipps wie „zieh doch aus“ kann ich gerne verzichten Das weiß ich selber !


  2. #2
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    Standard AW: Höllische Nachbarn- es gibt sie wirklich!

    Hallo,

    Zitat: "Ich solle mich schämen, dass ich noch zu hause wohnen würde."

    Ist wohl eine realitätsfremde Aussage, der eigene Sohn wohnt zu Hause und bei anderen ist das nicht normal?

    Viele ältere Menschen entwickeln sich in das Verhalten der Kindheit zurück!

    Beide ca. 80 Jahre alt und geistig und mental fit gibt es eher selten.

    Ich würde den sozialpsychiatrischen Dienst der Stadt einschalten. Aufgrund des
    Verhaltens dieser "Kinder" dürfte da was zu machen sein. Niemand hat Narrenfreiheit.

    Für eine Körperverletzung muss es Nachweise und Zeugen geben. Wenn keine
    Atteste vorliegen wird es schwer irgendetwas nachzuweisen.

    Anscheinend haben solche Menschen Langeweile und bauen Feindbilder auf.

    Grüße

    Simon59

  3. #3
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    Standard AW: Höllische Nachbarn- es gibt sie wirklich!

    Moin Simon59,

    danke für deine schnelle Antwort. Ein kurzes Statement von mir zu deinen Äußerungen:

    - Habe die alte Irre auch gefragt, wann Bubele denn auszieht. Antwort darauf war: "Warum soll der ausziehen? Der hat seine eigene Wohnung da oben. Und sie haben nur ein Zimmer." Aha, deswegen wäre er mit seiner osteuropäischen Frau auch schon mal fast ausgezogen. Zu dumm, dass diese ihn dann nach der Hochzeit nicht mehr in die Wohnung gelassen hat und die Ehe annulliert wurde.

    - Komisch bzw. besorgniserregend finde ich, dass alle drei im ehrenwerten Haus gagga sind.

    - Beim sozialpsychatrischen Dienst hatte ich einen Termin gemacht, als er sich mir in den Weg gestellt und gedroht hat. Antwort war damals, dass die sich nicht einmischen wollen, weil das ja Anmaßung wäre. Mein Schwager ist auch bei der Stadt beschäftigt und kennt den zuständigen Mitarbeiter. Von diesem hält er nicht allzu viel, weil der auch nicht gerade als besonders fleißig gilt.

    - Auf der einen Seite denke ich mir ja auch, dass die Hürden bzgl. einer Ermittlung bei Körperverletzung recht hoch sein müssten. Aber mittlerweile höre ich echt das Gras wachsen und kann mir vorstellen, dass die Schwachmaten "Beweise" auch manipulieren. Warum sollte die Polizei die Ermittlungen wieder aufnehmen, nachdem sie im Dezember ohne Erkenntnisse wieder abgezogen sind? Vlt. hat Vati dem Bubele auch in die Fresse gehauen. Denen traue ich mittlerweile alles zu!

  4. #4
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    Standard AW: Höllische Nachbarn- es gibt sie wirklich!

    Hi Stevie,

    das ist echt krass. Wenn ich es richtig verstanden habe, war der Auslöser für das ganze Theater, der Fakt, dass du morgens beim Zeitungsausliefern, das Autoradio zu laut an hattest.

    Mal davon abgesehen, dass ich dir durchaus rechtgebe, dass diese Leute einen an der Waffel haben... könnte es sein, dass eine dritte Partei mitmischt und da immer wieder Öl ins Feuer gießt und dich als Sündenbock benützt? Diese Menschen scheinen sehr anstrengend zu sein und aufgrund deiner Schilderung kann ich mir sehr gut vorstellen, dass sie schon so einigen Mitmenschen mehr gehörig auf den Senkel gegangen sind.
    Vielleicht hat jemand einfach die Gunst der Stunde genutzt und ein paar von den Sachen, die dir angelastet werden, durchgezogen, wohlwissend, dass du als erstes in die Schußlinie gerätst.
    Ist vielleicht ein bisschen weit hergeholt, aber man hat schon Pferde vor der Apothke xxx sehen.
    Versuch dir übers Netz einen Anwalt rauszusuchen der auf Nachbarschaftsstreitigkeiten spezialsiert ist. Es muss nicht vor Gericht gehen, aber allein die Androhung einer Unterlassungsklage, verbunden mit einer horenden Geldstrafe, hat schon manchmal Wunder gewirkt.

    Auf jeden Fall lass dich nicht unterkriegen.

    Liebe Grüße

    Der Felsen
    Ich bin nicht seltsam, ich bin eine limitierte Sonderausgabe

  5. #5
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    Standard AW: Höllische Nachbarn- es gibt sie wirklich!

    Zitat Zitat von Stevie1988 Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    erst einmal ist es "schön" zu lesen, dass ich nicht der Einzige bin, der Probleme mit den werten Nachbarn hat. Da sind echt einige krasse Storys dabei. Hier folgt nun meine. Ich wohne in einem kleinen Ort in Niedersachsen (ca. 10.000 Einwohner über mehrere Stadtteile). Da ich erst später studiert habe und danach arbeitslos war, wohne ich aktuell wieder bei meinen Eltern im Haus. Dieses befindet sich in einer Stichstraße mit insgesamt sechs Häusern. Mit fast allen Nachbarn haben wir ein gutes Verhältnis, bis auf mit einem Haus. Dort wohnt, nennen wir sie mal Familie XYZ bestehend aus Mutti und Vati (beide ca. 80). Unterm Dach wohnt der Sohn (ca. 50) und seit Januar 2018 dessen südamerikanische Frau.
    Während des Studiums (war gerade Luft) habe ich angefangen, von Mo-Sa in den Morgenstunden Zeitungen auszutragen. Für mich beginnt der Nachbarschaftsstreit im August 2017. Meine Eltern sind gerade noch im Urlaub und bin allein zu hause. Nachmittags war ich im Garten eine rauchen und werde beim reingehen auf unserem Hof von Muttchen XYZ abgefangen. Sie faucht mich an, dass wenn ich morgens Zeitungen mache, ich gefälligst nicht die Radiomusik (bin mit Auto unterwegs) so laut aufdrehen soll. Sollte ich dies nicht einstellen, würde sie zur Polizei gehen. Ggf. ist an diesem Vorwurf etwas dran gewesen, da ich morgens noch nicht so weit gedacht habe, dass dies stören könnte. Daraufhin habe ich es unterlassen, den Nachbarn allerdings auch keine Zeitung mehr überlassen (bis dahin kostenlos!). Der Ton hat mir nicht gepasst. Unter erwachsenen Menschen hätte man das mMn vernünftig klären können, ohne mit Polizei zu drohen.

    Bis zum nächsten Vorfall vergeht einige Zeit. Im Oktober/November 2017 kriegen wir Besuch vom sozialpsychatrischen Dienst der Stadt. Der anwesende Mitarbeiter erklärt, dass Junior XYZ sich über mich bei der Polizei beschwert hätte. Dabei kommt heraus, dass die alte Frau XYZ sich schon im Frühjahr 2017 mit meiner Mutter unterhalten habe. Sie hätte sich darüber beschwert, dass ich (wohl vor allem nachts) Steine gegen ihre Hütte werfe und mit der Zeitung gegen den Zaun schlagen soll. Junior XYZ leidet deswegen unter Bluthochdruck. Ich falle aus allen Wolken, da ich diese Vorwürfe zum ersten mal hörte. Habe klar gesagt, dass ich dies nicht tue. Vorfall für den Psychoonkel von der Stadt erledigt.

    November/Dezember 2017: Beim Mittagessen sehen wir zufällig, wie Familie XYZ aus dem Haus stürmt. Junior hat eine Kamera dabei mit 40 cm langem Objektiv. Das Auto von Vati wird fotografiert. Aus unserem Küchenfenster kann ich sehen, dass sich hinten auf der Beifahrerseite eine Beule befindet. Wer der Tatverdächtige ist, war mir zu diesem Zeitpunkt allerdings klar. Von der Polizei habe ich aber zunächst keine Post erhalten.

    Januar 2018: Komme vom Sport. Junior kommt aus der Straße. Er stellt sich mir breitarmig-und breitbeinig in den Weg und sagt: "Wenn du mich nachts nicht in Ruhe lässt, ich schwöre dir ich komme!" Daraufhin antworte ich nur, dass ich nichts mache und gehe weiter. Da mir die ganze Geschichte langsam zu viel wird, mache ich mich am selben Tag noch auf den Weg zur Polizei. Hier berichte ich von den gesamten Vorgängen und bitte um Rat, wie ich mich verhalten kann. Polizei fühlt sich nicht zuständig, da Zivilrecht. Allerdings wird in meine Daten geschaut und erfahre, dass Vati mich wegen der Beule am Auto tatsächlich angezeigt hat! Diese wurde jedoch nicht weiterverfolgt und eingestellt.

    Frühjahr 2018: Komme vom Sport. Vati XYZ ist im Garten am graben und spricht mich an. Was mir wohl einfalle, sein Auto mit ner Zwille (aha, jetzt will er schon wissen, wie ich was gemacht habe, dass ich gar nicht war ) abzuschießen. Wenn ich das nochmal mache, dann wehe wehe! Ich beteure wieder meine Unschuld, was jedoch kein Gehör findet (wer soll es denn sonst gewesen sein?) Ich antworte ihm das wenn ich früher von der Anzeige erfahren hätte, ich ihn wegen Verleumdung angezeigt hätte. Drehe mich um und gehe. Im Rücken höre ich nur noch, wie er mich Arschloch nennt.

    Nachfolgend kehrte etwas Ruhe ein, was sicherlich damit zu tun hatte, dass ich bis Nov. von einer Zeitarbeitsfirma Vollzeit eingesetzt wurde. Der einzige Vorfall war im Sommer. Ich komme mit dem Fahrrad von der Bank zurück. MuttiXYZ und ihre (mittlerweile) südamerikanische Schwiegertochter kommen mir entgegen. Muttchen ruft dieser zu: "XY, dass ist er!"

    01.12.18: Der Zeitarbeitsjob war nur kurzfristig und trage somit wieder Zeitungen aus. Mutti kommt mir im Dorf entgegen. Ich lächle sie an. Sie grüßt mich mit: "Na du Schlitzer!" Zu diesem Zeitpunkt konnte ich diese Bemerkung noch nicht einordnen. Noch....

    02.12.18: Meine Eltern sind an diesem Sonntag wieder in den Urlaub gefahren. Abends gehe ich ca. 17 Uhr 30 zum Kiosk Zigaretten holen (ca. 5 Minuten Fußweg). Auf dem Rückweg lauert mir Mutti XYZ auf dem Parkplatz eines Supermarkts regelrecht auf und labert mich voll! Ich solle mich schämen, dass ich noch zu hause wohnen würde. Steine hätte ich wieder geschmissen. Ich soll mir doch vernünftige Arbeit suchen. Die Zeitungen würde ich doch bestimmt schwarz machen und auch noch Stütze kassieren. Das müsste man melden. Deren Müll würde ich ja aufschlitzen wenn er an der Straße steht. Sie hätte ja auch Beweise! Die verstorbene Nachbarin (war wie eine Oma für mich) hätte ja noch zu Lebzeiten vor mir Luder gewarnt.

    Ich bin total perplex und gehe nicht direkt den selben Weg mit der Irren nach hause, sondern zu einer Nachbarin. Diese ist über die vergangenen Vorkommnisse informiert. Sie begleitet mich nach hause. Im selben Moment fährt schon ein Streifenwagen vor. Nachbarn haben wegen Streitigkeiten die Polizei gerufen. Ich darf mich verteidigen und meine Version darstellen. Polizei zieht ohne Erkenntnisse ab. Vorgang ist abgeschlossen.

    Nach Rückkehr setzte ich meine geschockten Eltern über den Vorfall in Kenntnis. Wir beschließen einen Anwalt aufzusuchen. Nachdem die Polizei ins Haus gehetzt wurde, ist definitiv eine Grenze überschritten worden. Leider erfolgt der Besuch beim Anwalt ohne Erfolg. Für ein Gerichtsverfahren fehlen Zeugen. Zudem sind viele Vorgänge schon zu lange her. Im Nachhinein muss ich leider sagen, dass wir den Fehler gemacht haben und den Anwalt nicht genügend darauf hingewiesen haben, dass wir noch nicht direkt vor Gericht wollten. Uns wäre es lieber gewesen, die werten Nachbarn durch ein bitterböses Schreiben a) im besten Fall ruhig zu stellen und ihnen zeigen, dass wir uns nicht alles gefallen lassen oder b) sie damit zu provozieren und sie vielleicht so zu einem unbedachten Fehler bringen.

    11.01.19: Das neue Jahr beginnt schon mal richtig klasse! Habe ein Schreiben von der örtlichen Polizeidirektion im Briefkasten gefunden. Am 18.01. um 10 Uhr bin ich als Beschuldigter vorgeladen! Vorwürfe sind Nachstellung (Stalking) und jetzt kommt der Knaller KÖRPERVerletzung!!!! Der angegebene Zeitraum umfasst August 18 bis 13.12.18. Ich bin echt sprachlos und fix und fertig! Ich weiß, dass ich mir nix vorzuwerfen habe, habe aber trotzdem Angst vor dem Verhör. Wer weiß was diese Irren sich haben einfallen lassen, damit die Polizei ihre Arbeit wieder aufnimmt. Zudem verliere ich so langsam auch den Glauben an unseren Rechtsstaat. Irgendwelche Schwachköpfe können irgendwas behaupten und man selber, der ja quasi das Opfer ist, wird so behandelt wie ein Krimineller. Und dann wird sich gewundert, warum die AFD gewählt wird.

    Puh, dass war jetzt echt viel auf einmal. Aber ich freue mich auf euer Feedback und Ratschläge. Wie würdet ihr euch verhalten, auch in Bezug auf die Anhörung? Ach ja und auf gut gemeinte Tipps wie „zieh doch aus“ kann ich gerne verzichten Das weiß ich selber !

    Merkwürdig, dass es solche Menschen, wie deine Nachbarn gibt...

  6. #6
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    Standard AW: Höllische Nachbarn- es gibt sie wirklich!

    Zitat Zitat von Stevie1988 Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    erst einmal ist es "schön" zu lesen, dass ich nicht der Einzige bin, der Probleme mit den werten Nachbarn hat. Da sind echt einige krasse Storys dabei. Hier folgt nun meine. Ich wohne in einem kleinen Ort in Niedersachsen (ca. 10.000 Einwohner über mehrere Stadtteile). Da ich erst später studiert habe und danach arbeitslos war, wohne ich aktuell wieder bei meinen Eltern im Haus. Dieses befindet sich in einer Stichstraße mit insgesamt sechs Häusern. Mit fast allen Nachbarn haben wir ein gutes Verhältnis, bis auf mit einem Haus. Dort wohnt, nennen wir sie mal Familie XYZ bestehend aus Mutti und Vati (beide ca. 80). Unterm Dach wohnt der Sohn (ca. 50) und seit Januar 2018 dessen südamerikanische Frau.
    Während des Studiums (war gerade Luft) habe ich angefangen, von Mo-Sa in den Morgenstunden Zeitungen auszutragen. Für mich beginnt der Nachbarschaftsstreit im August 2017. Meine Eltern sind gerade noch im Urlaub und bin allein zu hause. Nachmittags war ich im Garten eine rauchen und werde beim reingehen auf unserem Hof von Muttchen XYZ abgefangen. Sie faucht mich an, dass wenn ich morgens Zeitungen mache, ich gefälligst nicht die Radiomusik (bin mit Auto unterwegs) so laut aufdrehen soll. Sollte ich dies nicht einstellen, würde sie zur Polizei gehen. Ggf. ist an diesem Vorwurf etwas dran gewesen, da ich morgens noch nicht so weit gedacht habe, dass dies stören könnte. Daraufhin habe ich es unterlassen, den Nachbarn allerdings auch keine Zeitung mehr überlassen (bis dahin kostenlos!). Der Ton hat mir nicht gepasst. Unter erwachsenen Menschen hätte man das mMn vernünftig klären können, ohne mit Polizei zu drohen.

    Bis zum nächsten Vorfall vergeht einige Zeit. Im Oktober/November 2017 kriegen wir Besuch vom sozialpsychatrischen Dienst der Stadt. Der anwesende Mitarbeiter erklärt, dass Junior XYZ sich über mich bei der Polizei beschwert hätte. Dabei kommt heraus, dass die alte Frau XYZ sich schon im Frühjahr 2017 mit meiner Mutter unterhalten habe. Sie hätte sich darüber beschwert, dass ich (wohl vor allem nachts) Steine gegen ihre Hütte werfe und mit der Zeitung gegen den Zaun schlagen soll. Junior XYZ leidet deswegen unter Bluthochdruck. Ich falle aus allen Wolken, da ich diese Vorwürfe zum ersten mal hörte. Habe klar gesagt, dass ich dies nicht tue. Vorfall für den Psychoonkel von der Stadt erledigt.

    November/Dezember 2017: Beim Mittagessen sehen wir zufällig, wie Familie XYZ aus dem Haus stürmt. Junior hat eine Kamera dabei mit 40 cm langem Objektiv. Das Auto von Vati wird fotografiert. Aus unserem Küchenfenster kann ich sehen, dass sich hinten auf der Beifahrerseite eine Beule befindet. Wer der Tatverdächtige ist, war mir zu diesem Zeitpunkt allerdings klar. Von der Polizei habe ich aber zunächst keine Post erhalten.

    Januar 2018: Komme vom Sport. Junior kommt aus der Straße. Er stellt sich mir breitarmig-und breitbeinig in den Weg und sagt: "Wenn du mich nachts nicht in Ruhe lässt, ich schwöre dir ich komme!" Daraufhin antworte ich nur, dass ich nichts mache und gehe weiter. Da mir die ganze Geschichte langsam zu viel wird, mache ich mich am selben Tag noch auf den Weg zur Polizei. Hier berichte ich von den gesamten Vorgängen und bitte um Rat, wie ich mich verhalten kann. Polizei fühlt sich nicht zuständig, da Zivilrecht. Allerdings wird in meine Daten geschaut und erfahre, dass Vati mich wegen der Beule am Auto tatsächlich angezeigt hat! Diese wurde jedoch nicht weiterverfolgt und eingestellt.

    Frühjahr 2018: Komme vom Sport. Vati XYZ ist im Garten am graben und spricht mich an. Was mir wohl einfalle, sein Auto mit ner Zwille (aha, jetzt will er schon wissen, wie ich was gemacht habe, dass ich gar nicht war ) abzuschießen. Wenn ich das nochmal mache, dann wehe wehe! Ich beteure wieder meine Unschuld, was jedoch kein Gehör findet (wer soll es denn sonst gewesen sein?) Ich antworte ihm das wenn ich früher von der Anzeige erfahren hätte, ich ihn wegen Verleumdung angezeigt hätte. Drehe mich um und gehe. Im Rücken höre ich nur noch, wie er mich Arschloch nennt.

    Nachfolgend kehrte etwas Ruhe ein, was sicherlich damit zu tun hatte, dass ich bis Nov. von einer Zeitarbeitsfirma Vollzeit eingesetzt wurde. Der einzige Vorfall war im Sommer. Ich komme mit dem Fahrrad von der Bank zurück. MuttiXYZ und ihre (mittlerweile) südamerikanische Schwiegertochter kommen mir entgegen. Muttchen ruft dieser zu: "XY, dass ist er!"

    01.12.18: Der Zeitarbeitsjob war nur kurzfristig und trage somit wieder Zeitungen aus. Mutti kommt mir im Dorf entgegen. Ich lächle sie an. Sie grüßt mich mit: "Na du Schlitzer!" Zu diesem Zeitpunkt konnte ich diese Bemerkung noch nicht einordnen. Noch....

    02.12.18: Meine Eltern sind an diesem Sonntag wieder in den Urlaub gefahren. Abends gehe ich ca. 17 Uhr 30 zum Kiosk Zigaretten holen (ca. 5 Minuten Fußweg). Auf dem Rückweg lauert mir Mutti XYZ auf dem Parkplatz eines Supermarkts regelrecht auf und labert mich voll! Ich solle mich schämen, dass ich noch zu hause wohnen würde. Steine hätte ich wieder geschmissen. Ich soll mir doch vernünftige Arbeit suchen. Die Zeitungen würde ich doch bestimmt schwarz machen und auch noch Stütze kassieren. Das müsste man melden. Deren Müll würde ich ja aufschlitzen wenn er an der Straße steht. Sie hätte ja auch Beweise! Die verstorbene Nachbarin (war wie eine Oma für mich) hätte ja noch zu Lebzeiten vor mir Luder gewarnt.

    Ich bin total perplex und gehe nicht direkt den selben Weg mit der Irren nach hause, sondern zu einer Nachbarin. Diese ist über die vergangenen Vorkommnisse informiert. Sie begleitet mich nach hause. Im selben Moment fährt schon ein Streifenwagen vor. Nachbarn haben wegen Streitigkeiten die Polizei gerufen. Ich darf mich verteidigen und meine Version darstellen. Polizei zieht ohne Erkenntnisse ab. Vorgang ist abgeschlossen.

    Nach Rückkehr setzte ich meine geschockten Eltern über den Vorfall in Kenntnis. Wir beschließen einen Anwalt aufzusuchen. Nachdem die Polizei ins Haus gehetzt wurde, ist definitiv eine Grenze überschritten worden. Leider erfolgt der Besuch beim Anwalt ohne Erfolg. Für ein Gerichtsverfahren fehlen Zeugen. Zudem sind viele Vorgänge schon zu lange her. Im Nachhinein muss ich leider sagen, dass wir den Fehler gemacht haben und den Anwalt nicht genügend darauf hingewiesen haben, dass wir noch nicht direkt vor Gericht wollten. Uns wäre es lieber gewesen, die werten Nachbarn durch ein bitterböses Schreiben a) im besten Fall ruhig zu stellen und ihnen zeigen, dass wir uns nicht alles gefallen lassen oder b) sie damit zu provozieren und sie vielleicht so zu einem unbedachten Fehler bringen.

    11.01.19: Das neue Jahr beginnt schon mal richtig klasse! Habe ein Schreiben von der örtlichen Polizeidirektion im Briefkasten gefunden. Am 18.01. um 10 Uhr bin ich als Beschuldigter vorgeladen! Vorwürfe sind Nachstellung (Stalking) und jetzt kommt der Knaller KÖRPERVerletzung!!!! Der angegebene Zeitraum umfasst August 18 bis 13.12.18. Ich bin echt sprachlos und fix und fertig! Ich weiß, dass ich mir nix vorzuwerfen habe, habe aber trotzdem Angst vor dem Verhör. Wer weiß was diese Irren sich haben einfallen lassen, damit die Polizei ihre Arbeit wieder aufnimmt. Zudem verliere ich so langsam auch den Glauben an unseren Rechtsstaat. Irgendwelche Schwachköpfe können irgendwas behaupten und man selber, der ja quasi das Opfer ist, wird so behandelt wie ein Krimineller. Und dann wird sich gewundert, warum die AFD gewählt wird.

    Puh, dass war jetzt echt viel auf einmal. Aber ich freue mich auf euer Feedback und Ratschläge. Wie würdet ihr euch verhalten, auch in Bezug auf die Anhörung? Ach ja und auf gut gemeinte Tipps wie „zieh doch aus“ kann ich gerne verzichten Das weiß ich selber !

    Merkwürdig, dass es solche Menschen, wie deine Nachbarn gibt...

  7. #7
    Registriert seit
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    Standard AW: Höllische Nachbarn- es gibt sie wirklich!

    Servus Felsen,

    dass eine dritte Partei beteiligt ist, kann ich mir nicht vorstellen. Die Hütte von Familie XYZ ist mittlerweile quasi so gesichert wie die Area51. Im Garten steht dauerhaft eine Wildkamera (offensichtlich; bestimmt zur Provokation). Am Carport wurden vorne zwei extrem leuchtende Bewegungsmelder angebracht. Hinten im Carport ist ab und an auch mal eine Kamera montiert. Wenn da jemand anderes der Täter ist, wäre dieser von den Vögeln schon ausgemacht worden. Zudem kann ich mir das innerhalb unserer Stichstraße nicht vorstellen, da wir zu allen anderen Nachbarn ein super Verhältnis haben. Auch zu den vor ca. 2,5 Jahren zugezogenen neuen türkischen Nachbarn- wirklich nette Leute. Auf der anderen Seite ist Familie XYZ schon mit den anderen Nachbarn aneinander geraten- halt nur nicht anhaltend. Ins Bild passt allerdings auch wunderbar, dass besagte Familie ganz früher in einem anderen Ortsteil gewohnt hat. Es geht das Gerücht rum, dass sie dort weggezogen sind, weil sie mit der ganzen Straße ebenfalls Streit hatten. Manche Leute ziehen diesen wohl richtig an.
    Geändert von Stevie1988 (12.01.2019 um 20:26 Uhr)

  8. #8

    Standard AW: Höllische Nachbarn- es gibt sie wirklich!

    Moin Stevie,

    Wenn ich Deine Schilderungen lese, werden eigene Erinnerungen wach. Der Termin bei der Polizei ist ärgerlich aber erst mal kein Grund zur Sorge. Die Polizei muss tätig werden. Geh mal davon aus, dass denen die Geschichte auch seltsam vorkommt. Hoffentlich kannst Du Deine Geschichte dort in Ruhe erzählen.

    Von Gegenmaßnahmen rate ich ab. Damit eröffnest Du nur weitere Runden und musst selber Zeit, Nerven und Geld investieren. Möglicherweise hatten die Dich schon vor der Geschichte mit Radio und Zeitungen auf dem Kieker. Hast Du Dich dafür eigentlich mal entschuldigt? Was ist mit der kostenlosen Zeitung, bekommen XYZ wieder eine? Oft sind solche Nichtigkeiten tatsächlich der Auslöser. Wenn Du es schaffst, höflich und hilfsbereit zu bleiben, wäre das eine vielversprechende Strategie, den Streitlustigen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Funktioniert immer besser als Drohungen.

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