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Thema: Onlinesucht/Kommunikationssucht - Wie kommt man davon los?

  1. #1
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    Standard Onlinesucht/Kommunikationssucht - Wie kommt man davon los?

    Seit ich seit letztem Sommer erstmals ein Smartphone habe (noch keinen Desktop-Rechner), bin ich regelrecht kommunikationssüchtig geworden.
    Mindestens 5 bis 10 Stunden täglich hänge ich an diesem "Gerät" und komme einfach nicht los davon.
    Obwohl ich in einer Großstadt lebe, gibt es hier keinerlei Hilfs- und Beratungsstellen diesbezüglich. Nun habe ich online ein diesbezügliches Hilfs-Angebot der BZgA angenommen, bei dem ich auch schon wieder ein irgendwie ein schlechtes Gefühl habe, da es ja wieder online ist und ich möchte von online einfach Stück für Stück loskommen.
    Was würdet ihr mir dazu noch raten?
    Geändert von Nickname (29.01.2019 um 02:44 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: Onlinesucht/Kommunikationssucht - Wie kommt man davon los?

    Wie ist das dann bei dir? Hängst du die ganze Zeit am Apparat und geisterst auf FB rum? Sitzt im Kaffee und schreibst deinen Tischnachbarn SMS, anstatt dich mit ihnen zu unterhalten? Bekommst die Krise, wenn das Ding nicht die ganze Zeit am Klingeln oder Piepen ist, weil neue Nachricht?
    Dann solltest du dir tatsächlich einmal Gedanken machen, dieses Handy öfter einmal zu Hause zu lassen oder nur noch zu bestimmten Zeiten einzuschalten. An sonsten ist es völlig normal, wenn man über den Tag verteilt, immer mal wieder einen Blick aufs Handy wirft.
    Bei dir scheint das Handy - so wie du es beschreibst - momentan die einzige Möglickeit zu sein, ins Internet zu kommen? Dann kommen auch einmal gut und gern ein paar Stunden zusammen, ohne, dass man das Teil aus der Hand legt. Vielleicht wäre dann doch zu überlegen, sich einen Laptop oder PC anzuschaffen. Das bringt mehr "Ruhe" in die Sache. Zumal einiges mit einem Lappi oder PC wesentlich bequemer und schneller zu erledigen ist, als mit dem Handy. Einschließlich das suchen nach Informationen. Zumindest meiner Erfahrung nach, lässt man dann das Handy doch auch über Tag mal öfter links liegen und konzentriert sich auf andere Dinge.
    Und dann achte auch einmal auf dich selbst. Bei welchen Gelegenheiten du sofort zum Handy greifst. Ist es nötig, eine Nachricht gleich zu beantworten? Muss sofort eine Email beantwortet werden? Ist es so schlimm, wenn man mal auf FB etwas verpasst?
    Oder reicht es aus, mal schnell in der Mittagspause einen Blick drauf zu werfen. Abends nach der Arbeit. Ich kann dir nur raten, dir ein gewisses Verhalten anzutrainieren. Wenn du nicht ständig mit der Nase online sein willst, musst du lernen, es auch einmal bleiben zu lassen und dir Prioritäten zu setzen. Das gilt natürlich auch, wenn du einen PC oder Laptop hast. Auch den kann man abschalten und sich dann mit anderen Dingen beschäftigen. Beim Handy kannst du zum Beispiel auch den Nachmodus nutzen. Dann kannst du dir bestimmte Zeiten einprogrammieren, in denen du gar nicht mitbekommst, ob sich auf deinem Handy etwas tut.

  3. #3
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    Standard AW: Onlinesucht/Kommunikationssucht - Wie kommt man davon los?

    Vielen Dank erstmal, Ilythia, für deine Antwort!
    Bei mir ist die Situation ganz oder ziemlich anders als du annimmst.
    Ich bin seit ca. anderthalb Jahren im Ruhestand, also Rentner. Zuvor, als ich noch im Job war, war uns als Mitarbeiter auch ausdrücklich die private Nutzung des Internets inklusive Mailen NACH der offiziellen Arbeitszeit erlaubt, wovon ich natürlich auch einigen Gebrauch machte, da ich zuhause noch keinen Rechner/Laptop/Smartphone hatte. Das reichte mir auch aus.
    Danach hatte ich zuhause nur erstmal Internetzugang über mein Smart-TV und seit Sommer letzten Jahres eben über Smartphone. Und da ich jetzt eben im Ruhestand bin, habe ich auch sehr viel Zeit dazu, mich im Internet zu bewegen. Bei FB bin ich überhaupt nicht, interessiert mich auch nicht. SMS auch nur wenig, dafür nutze ich relativ viel Whatsapp, Wire, YT, bin auf Börsenseiten und in anderen Foren als Mitleser unterwegs; auch lese ich relativ viel bei Wikipedia nach.
    Und so kommen bei mir täglich nach wie vor 5 bis 10 Stunden Smartphone-Nutzung zusammen, was irgendwie nicht der Weisheit letzter Schluß sein kann, was ich selbstkritisch schon seit einiger Zeit erkannt habe, aber dieses Level auch nach wie vor nicht deutlich senken konnte.
    Hinzu kommt noch, daß ich mit der Beendigung meines aktiven Berufslebens nach über 17 Jahren wieder zurück in meine Heimatstadt gezogen bin und mir erstmal wieder einen völlig neuen Freundes- und Bekanntenkreis aufbauen muß, wo ich immer noch dabei bin. Und dies ist um so schwerer, da alle meine bisherigen neuen Bekannten noch im Job eingespannt und daher sehr wenig Zeit für persönliche Begegnungen haben.
    So hänge ich so manches Mal allein zuhause an meinem Smartphone fest und finde es noch immer faszinierend, was man alles damit machen kann und gleichzeitig stelle ich aber jeden Tag erneut fest, was durch diese Onlinesucht alles nicht z.B. im eigenen Haushalt geworden ist und bin aber dennoch festen Willens, dies bald einmal deutlich zu ändern. Aber ganz allein wird es mir sicher nicht gelingen, denke ich.

  4. #4
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    Standard AW: Onlinesucht/Kommunikationssucht - Wie kommt man davon los?

    hallo Nickname,
    Deine "Sucht" kann ich gut nachvollziehen, da ich mich in einer fast identischen Situation befunden habe. Das Internet ist eben schon eine gute Möglichkeit sich zu beschäftigen wenn der sonst übliche Tagesablauf sich mit dem Renteneintritt verändert hat. Auch bei mir waren 10 Stunden im world wide web keine Seltenheit. Allerdings muß ich dazu sagen, dass fast alle meine Freunde und Bekannte weit entfernt von mir wohnen und ich Dank Internet,Whatsapp und Skype in der Lage war, den Kontakt zu halten. Auch das nimmt ja Zeit in Anspruch, aber mit Internet wird die Welt klein.
    Dann habe ich mal überlegt, was genau für Interessen ich habe und mit welchem Hobby ich meine Zeit auch ohne übermäßigen Gebrauch von Internet verbringen kann. Wie sieht das denn bei Dir mit einem Hobby aus?
    Im Übrigen würde ich mir nicht so viele Gedanken über einen "übermäßigen" Gebrauch des Internets machen. Es IST faszinierend, bietet unendliche Möglichkeiten etwas zu lernen, Kontakte zu knüpfen und neue Interessengebiete kennenzulernen. Der Rest mit liegengebliebenen Dingen im Haushalt usw. ist eine Sache der Disziplin. Mach für Dich selber einen festen "Stundenplan" wann Du was erledigen willst. Bei mir hat es funktioniert...na ja, ab und an nehme ich mir schon das "Rentnerrecht" gräßlich faul zu sein

  5. #5
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    Standard AW: Onlinesucht/Kommunikationssucht - Wie kommt man davon los?

    Hallo cinderella,
    irgendwie erstmal gut zu erfahren, daß du gewisses Verständnis für meine derzeitige Situation haben kannst.
    Zu deiner Frage nach den Hobbys:
    Da gab es so einige in meinem Leben, die mich aber jeweils nur eine Zeitlang echt begeisterten. Zuletzt, vor meiner Verrentung, ging ich noch mit meinen einstigen Kollegen relativ regelmäßig Kegeln und da hatte ich auch noch von Frühjahr bis Herbst meinen "Mietergarten" gleich anschließend an die Terrasse meiner einstigen Wohnung. Das alles gibt es jetzt seit meinem Zurück-Umzug in die alte Heimat einfach nicht mehr. Also praktisch fast alles, was ich zuvor noch hatte, war für mich weggebrochen. Der direkte Kontakt zu den Kollegen und auch die Freizeitaktivitäten. Zudem kam der Umstand, daß ich mit meinem doch für mich empfundenen relativ plötzlichen Rentnerdasein überhaupt nicht zurecht kam.
    Zurück in der eigentlich alten Heimat, die mir nach über 17 Jahren Abwesenheit ziemlich fremd vorkam und dann noch völlig raus aus ca. 46 Jahren Berufsleben. Erst mal keinerlei Orientierung mehr, wie es weitergehen sollte, könnte. Auch ein bisschen wie Endzeit-Stimmung und das Gefühl, wie in einer Sackgasse angekommen zu sein.
    Ich besann mich dann, vor etwa 2 Jahren, auf meine psychotherapeutischen Erfahrungen, als ich zweimal von massivem Mobbing im Job betroffen war und die damals unterm Strich sehr positiv für mich waren. Und so suchte ich monatelang nach neuer therapeutischer Hilfe in meiner aktuellen Situation...bis ich schließlich auch erfolgreich war...und da bin ich bis heute noch in Therapie. Und zu dem Nicht-Klarkommen mit meiner Verrentung und dem Fremdheitsgefühl in der eigentlich alten Heimat kam jetzt (in der Therapie) noch meine aktuelle Kommunikationssucht als zusätzliches Thema hinzu.
    Insoweit kenne ich das mit "Stundenplan-machen" nicht nur als Vorschlag von meiner Therapeutin, sondern zuvor auch schon von meinem Sohn, dem meine Problematik seit längerem auch schon bekannt ist. Und dennoch habe ich es bisher für mich noch nicht geschafft, dies, so etwas, für mich auch zu realisieren. Der Vorsatz dazu ist fast jeden Tag da, dies endlich zu ändern, wenn ich munter werde besonders. Doch dann falle ich stetig in bisherige Verhaltensweise zurück.
    Gestern habe ich mir z.B. auf youtube mindestens 4 bis 5 Stunden Musik reingezogen, die mich unwahrscheinlich interessiert hat und zwar ohne dabei irgendein schlechtes Gewissen zu haben, was ich hätte eigentlich haben müssen, weil es wieder einmal meinen Internet-Konsum in die Höhe trieb und ich mich nur noch auf dies konzentrieren konnte.
    Und möchte ich einfach langsam lernen, mit dem Medium Internet besser umzugehen und mich davon unabhängiger zu machen.
    Zur Zeit bestimmt allerdings noch der Zugang zum Web weitgehend meinen Alltag. Vielleicht ist dies auch einfach nur eine Frage der Zeit, bis sich das ganz allmählich von selber gibt (?).

  6. #6
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    Standard AW: Onlinesucht/Kommunikationssucht - Wie kommt man davon los?

    Hallo Nickname,

    so, wie du deine Situation beschreibst, kommst du kaum raus. Weißt auch sonst nicht, wie du die viele Zeit, die du inzwischen hast, totschlagen sollst. Die Idee mit dem Stundenplan halte ich auch für sinnvoll. Das bringt wieder etwas Routine und einen geregelteren Tagesablauf zurück. Auch solltest du das vor die Tür gehen nicht vergessen. Plane doch auch jeden Tag einen kleinen Spaziergang mit ein.
    Wie sieht es mit alten Kontakten aus? Gibt es noch von früher her Leute, die du vielleicht mit einem Anruf überraschen kannst`?

    Ich kann mittlerweile recht gut verstehen, warum du deine Zeit im Internet verbringst. Was sollst du auch sonst viel anderes tun, wenn du allein bist. Den ganzen Tag aus dem Fenster schauen, ist ja auch nichts. Aber schon in deinem eigenen Interesse, suche dir etwas, dass dir Spaß macht. Schau doch mal in die Zeitungen nach Vereinen oder Interessensgruppen. Da kannst du Kontakte knüpfen.
    Es wundert mich ansonsten nicht, dass du momentan mit deinem Rentnerleben nicht klar kommst. Den ganzen Tag irgendwo zu Hause "herumeiern", nur im Internet unterwegs... Da fällt einem doch auf die Dauer die Decke auf den Kopf.

  7. #7
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    Standard AW: Onlinesucht/Kommunikationssucht - Wie kommt man davon los?

    Da hast du (leider) absolut Recht.
    Es fehlt mir derzeit, nach einigen Enttäuschungen, noch der eigene Wille zu einschneidenden Veränderungen.
    Als ich vor wenigen Jahren wieder in meine alte Heimat zurückgezogen war, hatte ich vor Weihnachten dann ca. 20 Karten an alle möglichen Leute, auch von früher, verschickt mit meiner neuen Adresse und Telefonnummer. Doch da kam dann nur eine eine einzige Reaktion darauf, die letztlich auch wie im Sande verlief. Und dies war für mich erst einmal sehr frustrierend. Logischerweise!
    Ich schlafe auch ungewöhnlich viel täglich. Meist mindestens 10 Stunden und mehr. Klar ist auch das mit dem einfach mal Spazierengehen sehr wichtig. Mache ich ja auch, aber wahrscheinlich nicht genügend.
    Das "Verrückte" bei/an mir ist vielleicht noch, daß ich noch nie Langeweile kannte oder das Gefühl kannte, daß mir die Decke auf den Kopf fallen könnte.
    Es ist einfach jetzt die Sucht nach Kommunikation im Internet, die mich befallen hat und die mich kaum noch losläßt.
    Doch mir ist auch bewußt, daß ich da letztendlich nur mit eisernen Willen selbst da wieder herauskommen kann. Und ich denke und hoffe darauf, daß sich dies in kommender Zeit wie von selbst erledigen wird. Vielleicht ein gefährlicher Trugschluß? Ich weiß es nicht ...

  8. #8
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    Standard AW: Onlinesucht/Kommunikationssucht - Wie kommt man davon los?

    Hallo Nickname,
    ein schlechtes Gewissen mußt Du überhaupt nicht haben, schon garnicht wenn Du Zeit mit Musik verbringst. Allerdings sehe ich die Sache mit dem Internet auch etwas lockerer als Du. Ich kenne das Gefühl der Leere wenn man vom Berufsleben ins Renterdasein wechselt. In der ersten Zeit ist das wie Ferien, dann kommt die Zeit, in der man sich fragt, warum der Tag so lang ist. Ebenso sicher kommt dann aber auch der Tag an dem Du anfängst Deine Freiheit zu geniessen. Ich fand das Internet in dieser ganzen Zeitspanne sehr hilfreich, zumal mich diese Technik per se schon interessiert hat. Zu Deiner Frage ob sich der sehr intensive Gebrauch des Internets allmählich gibt, ja, tut es in gewissem Umfang. Es kommt immer darauf an, WIE Du es nutzt. Wie ich schon vorher geschrieben habe, Du kannst neue Leute im Net kennenlernen. Nein, ich rede nicht von virtuellen Freunden, die man nie zu Gesicht bekommt. Ich rede von realen Personen, mit denen man sich auch trifft und gemeinsam etwas unternehmen kann. Abgesehen nun vom Internet und abhängig von Deinem jetzigen Wohnort gibt es ja auch Seniorentreffs ( klingt nach Mumien, aber man kann seine Überraschungen erleben), Schach- oder Bridgeclubs,ggf. Literaturabende etc. bei denen man neue Kontakte knüpfen kann. Schau mal auf "meine Stadt.de" ( schon wieder Internet ). Du wirst überrascht sein, was da so alles geboten wird. Was ich mit all dem sagen möchte ist,nutze das Internet sinnvoll und mache Dir keinen Kopf darüber,wie lange Du dich dort tummelst. Allerdings wäre vielleicht ein Laptop oder Desktop PC etwas besser geeignet als Dein "Smartfön". Und was bitte verstehst Du unter " Kommunikationssucht" ??? Kein Mensch ist gerne alleine. Jeder möchte andere Leute um sich haben, mit denen er sich austauschen kann. Du scheinst in Deiner dir nun ziemlich fremd gewordenen " alten Heimat" momentan nocht recht alleine zu sein. Ein Therapeut als mehr oder weniger einzigem Gesprächspartner ist etwas ärmlich. Der sollte Dir lieber mal ein paar Tipps geben, wie Du mit Hilfe des Internets einen Bekanntenkreis aufbauen kannst, einen realen Bekanntenkreis natürlich. Und fang an Dich darüber zu freuen, dass Du nach einem langen Arbeitsleben endlich Herr Deiner Zeit bist. Geniesse diese Freiheit und fülle diese mit Tätigkeiten aus, die Dir Freude machen. Nicht alles, was dabei zeitintensiv ist, ist dann gleich eine "Sucht".
    P.S.
    Ich sehe gerade, dass Du online bist und ein Langschläfer. Na und? Schlafen,wie man es braucht, egal wie lang, ist doch auch einer der Vorteile des Rentnerlebens. Endlich mal nicht von der Uhr bestimmt werden
    Geändert von cinderella467 (31.01.2019 um 07:07 Uhr)

  9. #9
    Avatar von iceberg
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    Standard AW: Onlinesucht/Kommunikationssucht - Wie kommt man davon los?

    Mindestens 5 bis 10 Stunden täglich hänge ich an diesem "Gerät" und komme einfach nicht los davon.


    Warum denkst du nicht mal an das Lied: als Büblein klein an der Mutterbrust
    von Natur aus cool

  10. #10
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    Standard AW: Onlinesucht/Kommunikationssucht - Wie kommt man davon los?

    Hallo, cinderella und auch an alle Anderen, die sich hier zu Wort gemeldet haben,

    Erst einmal recht vielen Dank für eure bisherigen Rückmeldungen, An- und Einsichten, Anregungen u.v.m.!!
    Dies hat mir unterm Strich doch schon etwas weitergeholfen, vor allem mein eigenes Verhalten zu reflektieren und zu überdenken. Ohne euch, besonders ohne cinderella, wäre mir dies wahrscheinlich nicht gelungen.
    Doch stehe ich beim Reflektieren und Überdenken noch ganz am Anfang. Ist wohl auch normal so (?).
    Durch's Web habe ich auch schon zwei reale Bekanntschaften, eigentlich sogar 3 schließen können. Die Dritte ist nur telefonisch, weil wir einfach zu weit voneinander weg wohnen. Die ersten beiden bestehen schon fast ein Jahr, aber sind vor allem dadurch eingeschränkt, weil diese Bekannten so in ihrem jeweiligen Berufs- und Privatleben "eingespannt" sind, daß persönliche Treffen nur aller paar Monate möglich sind, meinerseits aber mindestens einmal monatlich stattfinden sollten/könnten bzw. erwünscht wären.
    Außerdem habe ich ja noch meinen Sohn, zu dem ich ein optimales Verhältnis habe und wir uns monatlich im Schnitt ein- bis zweimal persönlich begegnen.
    Aber das alles ist mir einfach, mittlerweile, zu wenig. Ich suche vielleicht so viel Kommunikation, wie ich sie einst im Job mit vielen Kollegen hatte. Unrealistische Vorstellung, ich weiß. Aber vielleicht! besteht genau darin meine "Sucht".
    Dem mit "meinestadt.de" muß ich mal noch nachgehen.
    Auf jeden Fall haben mir cinderella's letzte Ausführungen sehr gut getan und weitergeholfen, indem sie mir irgendwie klar machen konnte, daß allein die Zeit, die man am Smarti verbringt, noch keine wirkliche "Sucht" sein kann. Was aber dann?
    Und dennoch ärgere ich mich weiterhin selbst darüber, daß ich soviel Zeit mit dem Smartphone verbringe, in der ich doch auch vieles andere machen könnte. Das ist vergleichsweise so, wie jemand in einem anderen Thread darüber schreibt, wie sehr er noch trotz Mobbings an seinem Job hängt. Und da könnte man jetzt sogar die Frage stellen, ob mich mein Smartphone nicht indirekt mobbt... - Nee, eigentlich absurd, so eine Fragestellung.
    Ich habe jetzt viele Vorschläge und Möglichkeiten von euch auf der Hand, wie ich etwas ändern könnte. Mit was fange ich bloß an? Wahrscheinlich mit einer Art Stundenplan...
    Das Kuriose dabei: Ich war die letzten 20 Jahre in meinem Job Planer und scheue mich jetzt doch ziemlich davor, meinen eigenen Internet-Konsum zu planen...
    Aber eine andere Alternative habe ich sicherlich nicht. Und wie mir erst heute bewußt geworden ist, geht es ja im Endeffekt darum, eine "gesunde" Balance zwischen online und offline zu finden, die ich bei weitem noch nicht habe.

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