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Thema: Nachbarn wollen mich wegekeln...

  1. #1
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    Standard Nachbarn wollen mich wegekeln...

    Hallo!

    Als ich mich hier angemeldet hatte, sah es kurz so aus, als wenn sich das Thema wieder im Sande verlaufen hätte, wegen dem ich etwas Rat brauche, aber nun geht es wieder los. Und zwar volle Möhre.
    Ich besitze hier im Ort ein sehr großes Grundstück. Ich glaube, es ist das Drittgrößte. Vor ein paar Jahren sah es so aus, als wenn meine Familie das Haus verkaufen müsste. Meine MUtter hatte damals ein ausgeprägtes Alkoholproblem, das Haus mit diversen Hypotheken belastet und starb schließlich an den Folgen des Alkoholismus.
    Die Hypothek war im Grundbuch eingetragen, ist ein kleiner Ort, kurz bevor es mit ihr zu Ende ging, stand der erste Kaufinteressent vor der Tür und wollte ein beträchtliches Stück Land zwecks Hausbau. Meine Mutter war drauf und dran zuzustimmen, sie war damals nicht mehr ganz zurechnungsfähig und hätte eigentlich einen Betreuer gebraucht, ich habe das Ganze dann abgebremst und der gute Mann bekam gar nichts.
    Hinter unserem Haus hatte dieser Mensch bereits ein Neubaugebiet ausgewiesen, so dass wir sechs Nachbarn direkt an den Gartenzaun bekamen. Nach dem Tod meiner Mutter passierten eine Reihe seltsamer Dinge.
    Das Veterinäramt stand vor der Tür, man hatte behauptet, ich würde meine Hunde verhungern lassen. Es sähe alles sehr verwahrlost aus... Wir waren damals gerade dabei das Haus komplett auf den Kopf zu stellen. Klar stand da Sperrmüll vor der Tür? Hätten den wir mit ins Bett nehmen sollen?
    Das mit dem Veterinäramt wurde natürlich nichts, die zogen wieder ab und gut war. Trotzdem fragte man sich, was das denn sollte. Später flatterte eine fette Rechnung von der Gemeinde ins Haus, der Typ sitzt im Rat, es wären 800 Euro Grundsteuer fällig, meine MUtter hätte diese nicht bezahlt. Da besaß ich das Haus bereits fast ein Jahr, es hätte mindestens eine Mahnung kommen müssen.
    Ich arbeitete wie blöd, um die ganzen Schulden abzutragen. Es wurde noch skurriler, als ich eines Abends alleine zu Hause war, öffnete sich plötzlich die Haustür und ich sah jemanden weglaufen.
    Dann kamen Gerüchte auf, meine Hund würden Tag und Nacht bellen. Muss nicht erwähnen, dass das Blödsinn ist... Es hieß, ich hätte nur einen Hund bei der Steuer angemeldet, natürlich auch Quatsch.
    Ich habe dann irgendwann geheiratet, da hieß es, er hätte mich heiraten müssen, weil ich schwanger wäre.... Alle starrten auf meinen Bauch, aber der wurde nicht dicker...
    Drei Jahre später, jetzt bin ich schwanger. Und jetzt werden die Übergriffe richtig krass.
    Das letzte Grundstück wurde verkauft, an irgendeinen Nobelarchitekten, der dort ein Doppelhaus baut. Als erste Amtshandlung fällte der Typ einen Baum, der auf meinem Grundstück stand.
    Er würde dem späteren Hauskäufer zuviel Licht wegnehmen... Es war ein Grenzbaum, also dreiviertel bei uns ein Viertel bei ihm. Das Holz schenkte er seinen Helfern, die noch meinten, ich solle mich nicht so anstellen, ich hätte doch xx qm Grundstück.
    Mein Mann wurde richtig böse und legte sich mit ihnen an. Sprach von Diebstahl und Hausfriedensbruch und hatte die Anzeige schon vorbereitet. Wir sprachen noch einmal mit dem Architekten, der wohl gar nicht gewusst hatte, dass der Baum nicht hinter der Grenze stand, das hätte der Gemeinderat so abgewunken. Wir einigten uns dann auf Waffenstillstand.
    Jetzt geht es wieder los. Unsere Hecke an der Straße ragt zu weit auf den Gehweg, die muss da weg... Wir haben einen Reisighaufen im Garten für Igel, Mäuse, Vögel und Insekten den sollen wir auch abtragen, damit das ordentlicher aussieht, falls jemand eine der Doppelhaushälften kaufen möchte.
    Der Reisighaufen liegt mittig auf einer Wiese, eine Wildwiese mit Kräutern und Blumen, der Grenzabstand ist beträchtlich, auf jeden Fall vier bis fünf Meter. Überhaupt sollen wir unseren Garten aufräumen... Da ist aber nix. Nur Gras und Bäume. Die Bäume sollen wir am besten alle beschneiden. Das sind Dutzende und wir lassen sie so, damit die Tiere Platz zum nisten haben. Das alles geht von diesem einen Typen aus, der dem Architekten wohl das blaue vom Himmel versprochen hat, wenn er diesen Bauplatz kauft. Normalerweise werde ich nicht so schnell so nervös, aber langsam müssen wir handeln, ich will mir von diesem Menschen nicht das Leben vermiesen lassen. Frage: Kann er uns aufgrund des naturbelassenen Zustandes unseres Gartens, es gibt auch noch ein Biotop mit Fröschen, die quaken manchmal, irgendwie blöd kommen oder kann er nur rumtönen.
    Frage 2: Wie verfährt man mit so einem Typen? Heute Abend bin ich wirklich runter mit den Nerven.

  2. #2
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    Standard AW: Nachbarn wollen mich wegekeln...

    Also wegen dem Baumfällen auf eurem Grundstück hätte ich ihn zumindest erst mal angezeigt. Aber das ist wahrscheinlich schon verjährt.
    Die anderen Forderungen gegenüber euch kann er sicherlich nur gerichtlich durchsetzen, wenn überhaupt. Und da kann man, wie ich denke, nur erstmal abwarten, was da eventuell auf euch zukommt. Persönliche Forderungen an euch ohne jegliche Rechtsgrundlage solltet ihr einfach erst einmal ignorieren, obwohl das natürlich schon ganz schön belastend ist.

  3. #3
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    Standard AW: Nachbarn wollen mich wegekeln...

    Der Bürgermeister meinte jedes Mal, wir sollten die Hecke ein bisschen zurückschneiden, das wäre dann schon ok. So haben wir das immer gehandhabt. Dieser andere Typ, Ratsmitglied und korrupt bis in die Knochen, taucht nie persönlich auf. Er hat so einen "Helfer", der mindestens einmal am Tag mit dem Rad hier vorbeifährt und immer ganz genau hinguckt, was hier vor sich geht.
    Abwarten... Ich habe da Angst vor Selbstjustiz. Nicht das der Kerl plötzlich Leute vorbei schickt, die unsere Hecke umsägen und uns dann in Rechnung stellt. Er hat schon öfter Unterschriften gefälscht und bei öffentlichen Verfahren Dokumente verschwinden lassen, das ist hier allgemein bekannt, nur man konnte es ihm nie nachweisen. Ich habe nie von mir aus den Konflikt gesucht, deswegen verstehe ich auch nicht, was das auf einmal soll. Und das ist das, was mich echt fertig macht. Vollkommen grundlos angegriffen zu werden.

  4. #4
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    Standard AW: Nachbarn wollen mich wegekeln...

    also da wundert mich schon einiges. Einen Baum zu fällen, egal ob auf eigenem Grunstück oder dessen Grenze ist per se schon schwierig und man bekommt selten eine Genehmigung dafür. Die Einforderung der Grundsteuer ist schon rechtens. Es muß sich aber doch sicher nachweisen lassen, ob diese bezahlt wurde.
    Was die Wiese mit Reisighaufen angeht, da kann Euch keiner etwas vorschreiben, auch das Beschneiden der Bäume ist keine Pflicht, ebenso ist ein Biotop mit Fröschen Eure Sache, wobei ich allerdings aus eigener Erfahrung weis, das Frösche speziell in der Dämmerung und Nacht einen Höllenlärm veranstalten können. Auch die Hecke muß nicht weg, da reicht das Beschneiden aus.
    An Eurer Stelle würde ich einen Rechtsanwalt kontaktieren und Euch beraten lassen. Sucht Euch einen Anwalt, der nicht gerade aus dem anscheinend kleinen Dorf stammt, in dem Ihr wohnt. Da ist Filz meist vorprogrammiert.

    Viel Glück und gute Nerven und berichte doch bitte weiterhin


  5. #5
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    Standard AW: Nachbarn wollen mich wegekeln...

    Ja, es ist wirklich ein kleiner Ort hier. Ich lebe hier schon sehr lange. Und bevor dieses Ratsmitglied hierher gezogen ist, war auch alles ok. Er hatte bereits in seinem anderen Wohnort Stress mit einer Nachbarin, die allerdings am längeren Hebel saß und die besseren Nerven hatte.
    Die Baumfällung erfolgte in einer Nacht und Nebel Aktion, wir hörten noch von draußen :"Baum fällt!", brauchten einen kurzen Moment, bevor wir kapierten, dass in der Richtung nur unsere Bäume stehen und da lag er dann auch schon. Der Nachbar von gegenüber war genauso geschockt wie wir und meinte nur, das gehe so nicht, das müsse man klären mit diesen Leuten.
    Es gibt hier keine Baumschutzsatzung, das war das Problem, denn sonst hätte er einen Antrag stellen müssen, und man hätte erst einmal feststellen müssen, wo genau der Baum denn eigentlich steht. Danach hatte er sich beim Bürgermeister erkundigt, der dann aber zu ihm gesagt hatte, dass er das Ganze erst vernünftig ausmessen müsste, bevor er die Säge ansetzt. Der Typ meinte nur, alles klar und war wieder weg.
    Jemand anderes gab ihm dann grünes Licht. Wir haben dann einen Anwalt eingeschaltet, der uns gute Chancen ausrechnete. Mein Bruder als Miterbe hat eine Rechtsschutzversicherung, die wir dann bemühten. Weil aber alle der Meinung waren, ich dürfe mich wegen meiner Schwangerschaft nicht so aufregen, suchte man das Gespräch mit dem Architekten und verzichtete auf die Anzeige. Mein Bruder hatte Angst, es könnte alles noch schlimmer machen. Es war der Versuch einer friedlichen Lösung. Aber dann steckte sich der andere Nachbar wieder dazwischen und meinte wohl etwas von "Schandfleck" und das sähe nicht gut aus für die Hauskäufer. Er würde sich darum kümmern, dass wir das aufräumen. Das wurde uns aber nur durch seinen Helfer zugetragen, der heute schon Runde Nummer zwei um unser Grundstück gedreht hat. Ich habe nämlich heute die Hecke richtig weit zurückgeschnitten. Da umkreisten sie mich wie die Aasgeier.
    Im Moment haben wir keinerlei Handhabe gegen diese Freaks.
    Das mit der Grundsteuer war sehr schwammig. Meine Mutter hat das in Bar bei der Gemeindekasse bezahlt und dann wurde behauptet, sie habe nichts bezahlt. Normalerweise schickt die Gemeinde nach einmaliger Nichtzahlung ein Erinnerungsschreiben und beim zweiten Mal eine Mahnung mit Mahngebühren. Es kam aber weder das Eine noch das Andere. Wie da dann 800 Euro auflaufen konnten, ist mir schleierhaft. Bezahlt hab ich trotzdem. Spätestens da war selbst der größte Skeptiker überzeugt, das was schiefläuft.
    Wie gesagt, der gute Mann lässt immer alles über Dritte ausrichten, damit er sich selbst die Finger nicht schmutzig macht und versucht dabei auch noch anonym zu bleiben. Wenn etwas gesagt wird, dann immer so, dass keine Zeugen dabei sind. Da wird dann immer gewartet, bis einer von uns alleine unterwegs ist.
    Als ich gestern mit meinem Bruder unterwegs war und wir zurückkamen, er hatte wohl gedacht, wir sind länger weg, da stand er mit seiner Frau am Zaun und gestikulierte herum. Als er uns gesehen hat, war er gleich wieder weg. Leider haben wir nichts Schriftliches von denen. Es geht immer nur hintenrum und er übermittelt seine Nachrichten nie persönlich.
    Na ja, und der Reisighaufen liegt schon seit 20 Jahren an derselben Stelle, und wurde jedes Jahr wieder aufgefüllt. Niemanden hat das Ding je interessiert und jetzt ist er plötzlich der umschwärmte Mittelpunkt dieses Kackdorfes hier.
    Falls das alles noch schlimmer wird, gibt es hier auch eine Schiedsstelle, die man kontaktieren könnte. Aber da die alle zusammenhängen weiß ich nicht, wie neutral die dann wäre.

  6. #6
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    Standard AW: Nachbarn wollen mich wegekeln...

    Wie Gerdis schon schrieb: Bemüht euch möglichst um rechtliche Hilfe und Beistand außerhalb eures Ortes. Denn wenn du schon weißt bzw. überzeugt davon bist, daß in Ratskreisen und vielleicht auch bei der örtlichen Schiedsstelle ein gewisser "Filz" existiert, dann bleibt euch ja nur "externe" Hilfe, Unterstützung und Beistand übrig.

  7. #7
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    Standard AW: Nachbarn wollen mich wegekeln...

    Zu den meisten deiner Probleme haben sich Nickname und Gerdis ja schon geäußert. Was diese Ausrichterei über Dritte angeht, oder überhaupt dieses Auflauern um mit dir allein zu reden, da wäre ich dann frech. Ich würde sterbensfreundlich bleiben und demjenigen, der dich wieder einmal anspricht darüber in Kenntnis setzen, dass du das Gespräch mit dem Handy aufzeichnest. Er / sie hat doch sicher nichts dagegen? (Womit dann auch die Frage der "Erlaubnis" gestellt ist, denn ohne darf man keine Gespräche aufzeichnen) Sagt derjenige dann Nein, nun denn, dann teile ihm mit, dass du ohne Aufzeichnung kein weiteres Gespräch führst und lass ihn stehen.
    Schon die "Aufzeichnung" (natürlich auch dabei gleich das Handy zücken...) schreckt viele ab und sie wollen dann nichts mehr mit der Sache zu tun haben. Wird jemand dreist oder regt sich auf, stehen lassen.

  8. #8
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    Standard AW: Nachbarn wollen mich wegekeln...

    Die Idee/den Vorschlag von Ilythia finde ich sehr gut und auch praktikabel!

    Vielleicht könntet ihr diese Dritten bzw. "Freaks" auch schon damit wie abschrecken, daß ihr sie mit dem Handy fotografiert oder zumindest so tut, als ob ihr sie fotografiert, sobald sie in der Nähe sind oder sich euch nähern. Das könnte mittel- bis langfristig m.E. auch schon etwas Wirkung haben, daß ihr sie euch weitgehend vom Hals halten könnt, bis ein möglicher auswärtiger Anwalt tätig wird.

    Ich wünsche euch jedenfalls erst einmal viel Erfolg und gute Nerven weiterhin!

    VG Nickname

  9. #9
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    Standard AW: Nachbarn wollen mich wegekeln...

    guten Morgen,Makrele,
    der Vorschlag von Ilythia ist gut und praktikabel. So hast Du entweder Ruhe oder zumindest auch Beweise im Fall des Falles.
    Bitte nicht diese "Freaks" fotografieren!!!!! Da ist dann nächster Ärger vorprogrammiert, denn man darf nicht ohne Erlaubnis der entsprechenden Person diese gezielt aufnehmen

  10. #10
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    Standard AW: Nachbarn wollen mich wegekeln...

    Zitat Zitat von Gerdis Beitrag anzeigen
    guten Morgen,Makrele,
    der Vorschlag von Ilythia ist gut und praktikabel. So hast Du entweder Ruhe oder zumindest auch Beweise im Fall des Falles.
    Bitte nicht diese "Freaks" fotografieren!!!!! Da ist dann nächster Ärger vorprogrammiert, denn man darf nicht ohne Erlaubnis der entsprechenden Person diese gezielt aufnehmen

    @Gerdis
    Das ist schon klar, daß man Personen in der Öffentlichkeit nicht ohne deren Erlaubnis gezielt aufnehmen darf.
    Wie sieht es aber damit aus, wenn man dies von seinem eigenen Grundstück aus tut, wenn sich Personen dem Grundstück nähern oder bereits darauf sind und sich möglicherweise sogar am Eigentum vergreifen? Gilt dann immer noch das "Fotografier- oder Filmverbot", wohlgemerkt vom eigenen Grundstück aus?

    Dann müssten ja auch Videokameras an Grundstücks- oder Hausgrenzen verboten sein.
    Geändert von Nickname (01.03.2019 um 17:35 Uhr)

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