Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 15

Thema: Gemobbt, was tun?

  1. #1
    Registriert seit
    07.04.2019
    Beiträge
    4

    Standard Gemobbt, was tun?

    Hallo,

    bin mir nicht sicher ob das schon richtiges Mobbing ist. Hab ein Problem mit einem Kollegen und letzte Woche ist es wieder hochgekocht und nun stehen moderierte Einzelgespräche mit ihm und einen weiteren Kollegen, der da mit reingerutscht ist, an. Da es möglich, dass der Kollege mitliest werde, ich konkrete Details und Ereignisse so umschreiben, dass sie nicht direkt zuzuordnen sind aber im Kern die Situation wiedergeben.

    Erstmal die Vorgeschichte, vor ein paar Jahren ist ein neuer Kollege, ich nenne ihn mal X, ins Team gekommen, war nett, lustig, fachlich gut und es war anfangs auch alles sehr nett. Bei Stress ist der Ton im Team, dann manchmal etwas rauher gewesen, und ich war auch nicht immer nett. Vielleicht war da der Auslöser, dass er mich zu seinem Feind gemacht hat. Aber vielleicht auch nicht, wird sich nicht mehr gerausfinden lassen.

    Nach einiger Zeit merke ich, dass da was nicht stimmt. Bekomme von X Kritik, mal gerechtfertigt, mal nicht, aber meistens in einem, meiner Meinung nach, recht unangemessenen Ton. Dazu kommen dann Grinsen, hämische Bemerkungen und komische Blicke, vor allem wenn Kollegen dabei sind, z.B bei Meetings. Denk mir da erstmal nichts weiter bei. Bis eines Tages, wir sind da zwischenzeitlich mit einem anderen Team zusammen in ein grösseres Büro gezogen, ich erzähle über ein Erlebnis aus meiner Jugend bei einer Veranstaltung, ungefähr 40 Jahre her, da schallt es durch den ganzen Raum "Du lügst!". Da war ich dann doch ganz baff und mir ist da auch nichts zu eingefallen. Hab dann nachrecherchiert ob ich mich da vertan habe. Ich hatte in der Tat Veranstaltungen verwechselt, war eine andere und ein paar Jahre später. Ändert aber nichts dran, dass das Ereignis im Kern wahr war. Das war dann der Punkt wo mir klar wurde, dass X es irgendwie auf mich abgesehen haben muss und dabei auch vor Unterstellungen nicht zurückschreckt wenn er mir damit schaden kann.

    Seinerzeit war es auch noch ganz lustig im Team und es gab auch mal Scherze und lustige Sprueche. Es häuften sich von seiner Seite Reaktionen wie "ha ha, wie lustig". In einem Fall, es gab einen grösseren Netzwerkausfall, kam auf einen Kommentar von mir auch diese Reaktion, ein paar Minuten spaeter, wir treffen die Kollegen aus den anderen Büros um zum Mittag zu gehen, macht einer dieser Kollegen genau den gleichen Kommentar und X kann sich gar nicht mehr einkriegen vor Lachen. Erkenne wieder eine Spitze gegen mich und erkenne, dass X gut schauspielern und seine Rollen nach Bedarf wechseln kann. Hab mich dann angefangen zu fragen, was überhaupt an X echt ist.

    Bei einem weiteren Vorfall, habe ich direkt mit erlebt, wie er meine Aussagen komplett so verdreht hatte, dass sie ein recht negatives Bild von mir abgaben und diese mit "emailaddress hat gesagt, dass ..." weiter verbreitet hat. War in dem Moment ein paar Meter hinter ihm. Wir waren mit Kollegen auf dem Weg zur Kantine. War wieder geschockt und mir ist nichts eingefallen. Mir dann auch erst richtig klar geworden was da abgegangen ist. Da war es aber schon zu spaet. Ein Misverständnis kann ich ausschliessen, das war Absicht. Vielleicht auch ein Testballon von X, wie ich auf sowas reagiere. Durch meine Nichtreaktion hatte er freie Bahn. Lehre für mich, mich in der Arbeit Themen aus dem Privatleben vermeiden, insbesondere wenn X anwesend ist. Habe auch den Verdacht, dass er das Spielchen hinter meinem Rücken weiter betrieben hat. Hab manchmal den Eindruck, wenn ich mit Kollegen aus anderen Teams zu tun hab, mit denen X auch Kontakt hatte, dass die mir eher kühl begegnen, oder mein "guten Morgen" wird nicht erwidert, so Kleinigkeiten. Aber vielleicht gibt es dazu ja auch ganz einfache Erklärungen und ich bilde mir das nur ein.

    Ob das alles in dieser Reihenfolge war weiss ich nicht mehr. Aber das sind die Momente, die mir bis heute im Gedächtnis geblieben sind und immer weider auftauchen, wenn ich mal wieder darüber grübele, wie es zu der jetzigen Lage gekommen ist. Auf jeden Fall haben sie mein Verhältnis zu X massgeblich geprägt. Das ist uegefähr sechs Jahre her.

    Hab dann angefangen X zu meiden, erst nur ihn allein, dann auch Gruppen, wenn er dabei war. Soweit möglich. Die Kritiken, Spitzen und Angriffe von ihm kamen weiterhin. hab mich dann immer mehr zurueckgezogen und wurde immer stiller. Bei Meetings lief es auch so, sobald er einen Hebel sah an dem er ansetzen konnte hat er ihn genutzt. In der Folge hab ich mich dann auch bei Meetings immer mehr zurueckgehalten und meistens nur noch schweigend zugehört. Führte dann dazu, dass ich mich im Laufe der Zeit auch immer mehr isoliert habe und recht alleine da stehe. Versuche was zu ändern hatten den gegenteiligen Erfolg, wehrte ich mich offen, meistens wenn sich zu viel angesammelt hatte und es zu einer Eskalation kam, hiess es "aggressiv", "nicht teamfähig", da war ich dann der Böse. Einfach ignorieren, insbesondere X, und auf Durchzug schalten führte zu "unkommunikativ" und "passiv aggressiv". Das Beste war einfach zu allem ja und Amen zu sagen, ansonsten möglichst wenig Angriffsflächen zu bieten sowie X zu meiden wo nur möglich.

    So geht es dann die nächsten Jahre weiter, unterbrochen von Phasen wo es ruhig war, X zeigte sich dabei auch manchmal von sener besten Seite, dass ich schon dachte, es ist Ruhe und alles wird gut. Aber es kam dann immer wieder mal was. Bin auch mehrere Male in mich gegangen ob es nicht vielleicht an mir liegt. Bei seinen Kritiken und Zurechtweisungen hatte er durchaus öfters mal Recht, aber den Ton fand ich daneben. Vielleicht bin ich einfach nur zu empfindlich und am Ton ist gar nichts auszusetzen. Bei einem anderen Kollegen fällt sein Ton auch mal ähnlich aus. Der scheint es aber locker zu nehmen oder gar nicht zu bemerken. X ist bei den Kollegen, auch in anderen Teams, sehr beliebt, er wirkt kompetent, nett, sympathisch, hilfsbereit, wie man sich einen Traumkollegen nur wünschen kann. Seine anderen Seiten sehen eigentlich nur ich und vielleicht die Kollegen, die mit uns Büro sitzen. Zumindest könnten sie. Kann auch sein, dass das es Nichtbetroffenen gar nicht auffällt, zumal X zwischendurch auch immer wieder mal nette Phasen hat. Er spielt auch mehrere Rollen, bei einigen Kollegen ist er neben bester Kollege auch bester Kumpel, für die meisten anderen bester Kollege und sobald Vorgesetzte dabei sind ist er neben bester Kollege dazu noch sensibel und empfindlich. Dann beschwert er sich auch mal vage wegen Rücksichtslosigkeiten der Kollegen, die ihm so zu schaffen machen und andere betriebliche Gegebenheiten, die ihn ebenfalls belasten. Dabei kehrt er auch gerne seine soziale Ader raus. Insbesondere zeigt er sich auch gerne als Kämpfer gegen Mobbing, Diskriminierung und andere Ungerechtigkeiten. Seine Mobberrolle bekomme anscheinend nur ich zu sehen.

    Letzte Woche ist es mal wieder eskaliert, da es auch gerade bei mir privat stressig ist, hatte ich mich auch nicht so unter Kontrolle und da ist es lauter geworden. Ursache war die Antwort von X auf eine Mail von mir, die er entweder falsch interpretiert hat oder nur als Anlass fuer eine Unterstellung genutzt hat. Mit anderen Worten, er hat mir wieder was an den Kopf geworfen, was weder in meiner Absicht lag und ich, auch nach mehrmaligen Nachlesen meiner Mail, nicht nachvollziehen konnte. Demnächst haben wir Einzelgespräche bei denen ein neutraler, aussenstehender, Moderator anwesend sein wird um den Vorfall ohne weitere Eskalationen zu klären. Bin unschlüssig wie ich mich bei dem Gespräch verhalten soll. Ich gehe davon aus, dass, weil da ja noch eine weitere Peson dabei sein wird, er es runterspielen wird, vielleicht sogar gepaart mit einer Entschuldigung. Soviele Möglichkeiten für mich sehe ich da nicht. Meinen Verdacht äussern, dass er mich mit seiner Unterstellung provozieren wollte? Wird er abstreiten, vielleicht bin ich dann sogar wieder der Böse, der ihm Mobbing unterstellt. Mitspielen und durch die Blume wissen lassen, dass ich ihm kein Wort glaube und seine Absichten durchschaut habe? Dann wüsste er zumindest, dass ich weiss was da abgeht. Befürchte, dass es ihn auch weiterhin nicht von seinen Aktionen abhalten wird. Es wird wahrscheinlich nur noch raffinierter und versteckter. Bleibt eigentlich nur das böse Spiel mitzuspielen, vielleicht auch eine Teilschuld, weil ich war ja der Agressive, auf mich zu laden, in der Hoffnung, dass jetzt erstmal etwas Ruhe und Frieden einkehrt. Wie seht ihr das?

    Noch ein Nachtrag. Der letzte Vorfall war der Auslöser mich mehr mit dem Thema Mobbing zu beschäftigen. Dabei bin ich auch auf das Forum hier gestossen und habe mir mehrere Fälle durchgelesen. Einiges kam mir bekannt, hat mich an meine Entwicklung erinnert. Bei einigen Sachen bin ich dann doch froh, dass ich es nur mit einem zu tun habe und nicht das ganze Team mitmacht. Besonders perfide an der Sache ist ja, dass man sich als Opfer gar nicht wehren kann. Tut man nichts, wird es immer schlimmer. Wehrt man sich, fällt es auf einen selber zurück, wie ich es auch schon ein paar Male erlebt habe. Sich wehren ohne dass es auf einen selber zurückfällt geht wohl nur indem man selber zum Mobber wird und das will man eigentlich auch nicht.

  2. #2
    Registriert seit
    24.03.2019
    Ort
    Universum
    Beiträge
    449

    Standard AW: Gemobbt, was tun?

    Hallo emailaddress,

    da hast du ja schon eine Engelsgeduld bewiesen, indem du diese "Spielchen" schon jahrelang mitmachst/mitgemacht hast bzw. erträgst.

    Ich verstehe ehrlich gesagt jetzt noch nicht ganz, was es mit den Einzelgesprächen auf sich hat, von wem sie initiiert wurden, wie es jetzt überhaupt dazu kam (Einschaltung von Betriebsrat/Personalrat?), wer da "außenstehender" Moderator sein soll usw. - für mich also alles ziemlich nebulös, was den Rahmen solcher Gespräche anbetrifft.
    Daher kann ich erst mal nur ganz allgemein deine Situation versuchen einzuschätzen und was sich daraus möglicherweise ergibt bzw. ergeben kann.
    Und selbst wenn diese Moderation irgendwie schiefgehen sollte oder gar nicht stattfinden sollte, wird dich X weiterhin wie im Visier haben.
    Also du kannst selber wahrscheinlich jetzt gar nichts mehr durch Gespräche zu deinem längerfristigen Positiven wenden. So sehe ich das jedenfalls aus meinen bisherigen persönlichen Erfahrungen in solchen Fällen, so hart es auch für dich klingen mag.

    Wenn sich im Ergebnis der Einzelgespräche Einvernehmlichkeit zeigt bzw. abzeichnet, wird sicher alles so weitergehen wie bisher. Deinem Kollegen X wird es sicher relativ gleichgültig sein, ob du ihn als Einzelner als Mobber ansiehst. Er hat ja schließlich breiteste Anerkennung und Sympathie unter allen Anderen, wie du schriebst.

    Das Einzigste, was dir mittel- bis langfristig m.E. helfen kann, ist, den Arbeitsplatz so zu wechseln (völlig anderes Team, andere Abteilung, anderer Bereich...), daß du mit Kollege X möglichst wenig oder idealerweise überhaupt keinen Kontakt mehr hast.
    Du nimmst dich damit selbst aus seiner Schußlinie und bist keine Angriffsfläche mehr für ihn.

    VG und alles Gute
    newborn

  3. #3

    Standard AW: Gemobbt, was tun?

    Hallo Emailaddress,

    Im Moment bist Du unschlüssig, wie Du Dich im anstehenden moderierten Gespräch verhalten sollst. Offenbar hat Eurer Arbeitgeber die schlechte Stimmung bemerkt und möchte etwas unternehmen. So ein Gespräch ist ein sehr guter Anfang. Es ist ein Zeichen von Fürsorge und natürlich der Wunsch, euer beider Arbeitskraft zu erhalten. Es wäre erstaunlich, wenn nach einem Gespräch alles wieder gut wird, ist jedoch ein guter Startschuss. Es ist eine riesen Chance, den Auslöser vor vielen Jahren zu finden und zu klären. Die Geschichte von X wird anders sein, als Deine - weil jeder von Euch die Ereignisse durch einen persönlichen Filter erlebt. Du kannst das kommende Gespräch als große Chance erwarten. Allerdings wird jeder von Euch, Du und X im Nachgang an sich arbeiten müssen.

    Ich drücke Euch die Daumen
    Stephan
    Mediation-beckmann.de

  4. #4
    Registriert seit
    14.04.2019
    Beiträge
    18

    Standard AW: Gemobbt, was tun?

    Hallo Emaiaddress,

    was Mediator geschrieben hat klingt wirklich vernünftig.

    Zumal dein Chef ja wirklich zu der seltenen Sorte gehört, sich zu kümmern. Gib dem Ganzen einfach eine Chance, bevor du hastige Schritte unternimmst.

    Klar, das zerbrochenes Geschirr schwer wieder zu kitten ist, aber es ist immer einen Versuch wert.

    Gruß

    Ronnie

  5. #5
    Registriert seit
    07.04.2019
    Beiträge
    4

    Standard AW: Gemobbt, was tun?

    Hallo,

    Danke für die Antworten. Das mit den moderierten Gesprächen musste ich leider etwas nebulös formulieren, da X, falls er hier mitlesen sollte, damit eindeutig wüsste wer hier schreibt. Es kommt aber nicht von unserem Vorgesetzten, da heisst es "ihr müsst euch nicht mögen, aber die Zusammenarbeit muss klappen". In dem Gespräch wird es vermutlich überwiegend um die, in meinem Urspungspost beschriebene, Eskalation letzte Woche gehen. Ob das Gespräch dann noch erweitert, wird sich zeigen. Gut werden wird durch das Gespräch nichts. Dazu habe ich X zu gut kennen gelernt. Aber ich erhoffe mir eine Friedenspause, um neue Kraft zu tanken und mich etwas von dem Stress zu erholen.

    In eine andere Abteilung zu wechseln habe ich auch schon versucht, aber das wurde jemand anders vorgezogen. Wundert mich nicht, bin gerade nicht gerade ein Ausbund an Frohsinn und guter Laune. Wäre ich 10 Jahre jünger hätte mich schon nach einer anderen Stelle ausserhalb des Konzerns umgeschaut, aber in meinem Alter glaube ich nicht, dass ich zu den gesuchten Fachkräften gehöre, zumal in meinem Berufsfeld überwiegend in dynamischen, jungen, agilen Teams gearbeitet wird.

    Nächste Woche habe ich noch ein Gespräch mit einer offiziellen Vertrauensperson, da werde ich das Thema auch besprechen. Vielleicht ergeben sich da noch weitere Lösungsansätze.

    Hoffe ich konnte in paar aufkommende Fragezeichen aufklären. Und nochmal vielen Dank für die bisherigen Rückmeldungen.

  6. #6
    Registriert seit
    24.03.2019
    Ort
    Universum
    Beiträge
    449

    Standard AW: Gemobbt, was tun?

    Ich schätze zwar die Positivbetrachtung und ansatzweise Mutmache von anderen hier, doch man sollte nunmal der Realität und den Fakten ins Auge blicken:
    Das Mobbing geht eigentlich schon jahrelang und du, Emailaddress, bist nicht mehr der Jüngste.
    Ich denke, daß du doch noch einen Arbeitsplatzwechsel in Betracht ziehen solltest, wenn du z.B. noch nicht Ü 50 bist. Denn ich denke weiterhin, daß dieses von dir schon jahrelang registrierte und ertragene Mobbing durch X auch infolge von noch so effektiven Gesprächen jetzt nicht von heute auf morgen aufhören wird. Dazu dauert es einfach schon viel zu lange.

  7. #7
    Registriert seit
    12.03.2019
    Beiträge
    25

    Standard AW: Gemobbt, was tun?

    und deshalb soll er es gar nicht erst versuchen, gleich die Flinte ins Korn werfen und gar nichts machen? Also wirklich newborn, ganz so negativ muss man dann auch nicht sein. Einmal davon abgesehen, dass einem in der heutigen Zeit Jobs auch nicht gerade hinterher geworfen werden. Bevor man also zum letzten Mittel greift, sollte man schon eine andere Chance nutzen, wenn sie sich denn bietet. Auch, wenn der Ausgang ungewiss ist. Von vorn herein zu sagen "bringt ja eh alles nichts" hilft einem auch nicht weiter.

  8. #8
    Registriert seit
    11.10.2014
    Beiträge
    827

    Standard AW: Gemobbt, was tun?

    ich sehe das bevorstehende Gespräch durchaus auch als Chance. Läuft es dann letztendlich auf einen "Burgfrieden" hinaus um so besser. Einen Arbeitsplatzwechsel vorzuschlagen ist immer die bequemste Lösung, die ohne großes Nachdenken über den heutigen Arbeitsmarkt mal eben so hingeschrieben wird, obwohl eine verbale Lösung von Problemen durchaus auch real sein kann. Das hat sich hier im Forum oft genug bewahrheitet.
    Viel Glück also für die bevorstehenden Gespräche !!!!!

  9. #9
    Registriert seit
    24.03.2019
    Ort
    Universum
    Beiträge
    449

    Standard AW: Gemobbt, was tun?

    Da bin ich offensichtlich etwas missverstanden worden.
    Ich habe mal versucht, über die Zeit von Gesprächen hinauszublicken, wohlgemerkt der Tatsache, daß das hier beschriebene Mobbing schon viele Jahre lang angedauert hat.
    Persönliche Gespräche sind immer eine riesengroße Chance, zu wirklichen, effektiven und möglichst dauerhaften Lösungen bzw. Veränderungen zu kommen. Doch ich persönlich sehe diese Chance im konkreten Fall hier als relativ gering an.

    Bei Arbeitsplatzwechsel dachte ich zunächst an einen Wechsel innerhalb der Firma.

  10. #10
    Registriert seit
    07.04.2019
    Beiträge
    4

    Standard AW: Gemobbt, was tun?

    Ein Update. Wir hatten jetzt die Gespräche, das eine lief gut, das mit X gar nicht. Kann leider nicht zu sehr in die Details gehen, daher nur eine ganz grobe Zusammenfassung. Etwaiges Fehlverhalten von X wurde runtergespielt und als unvermeidbares Resultat meines Fehlverhaltens gewertet. Mein Fehlverhalten wurde entsprechend aufgewertet und als andauernd dargestellt. Die "Lösung" war dann, dass wir frühzeitg, bevor es zu einer Eskalation kommt, in einem Vieraugengespräch, X und ich, unsere Konflikte klären. Hab, mit schon schlechtem Gefühl, zugestimmt. Erst später ist mir dann klar geworden, dass X damit praktisch einen Freifahrtschein für weitere Gerüchte und Verleumdungen gegen mich hat. Bin in dem Gespräch komplett vorgeführt worden. Auch das ist mir aber erst später richtig klar geworden.

    Hab jetzt das Gefühl, dass sich die Schlinge immer mehr zu zieht und X auf ein baldiges Finale hinarbeitet. Einen Stellenwechsel in ein anderes Team hatte ich schon versucht. Das hatte aber nicht geklappt. Lag zum Teil bestimmt auch an meiner gedrückten Stimmung und meiner, mittlerweile erworbenen, Schweigsamkeit. Vielleicht hat X da auch sein Gift gegen mich versprüht. Er ist sehr gut vernetzt, daher glaube ich nicht dass ein Stellenwechsel innerhalb des Unternehmens wirklich die Erlösung bringen würde. Ausser vielleicht in einen ganz anderen Bereich, sowohl fachlich als auch organisatorisch. Das wird in meinem Alter schon schwieriger. Ganz raus in ein anderes Unternehmen, macht mir auch Angst. Wäre ich 10 oder 20 Jahre jünger, wäre ich schon längst weg. So fühle ich mich in einer Sackgasse gefangen.

    Werde demnächst einen Termin mit unserem Vorgesetzten machen, vielleicht ergibt sich auch vorher schon eine Gesprächsmöglichkeit, und dann, ohne Details und Namen zu nennen, ansprechen, dass in unserem Team gemobbt wird. Vielleicht kommen sie damit zu den richtigen Schlüssen und zu einer Lösung. So zumindest der Plan.

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •