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Thema: Mal gucken was es wird.

  1. #1

    Standard Mal gucken was es wird.

    Hallo, Ich bin Olaf und habe Imense Probleme mit mir selbst.

    Ich bin Psychisch erkrankt. Trinke reiflich Alkohol, so jeden 2ten/3ten Tag so um die 10-14 Bierchen a la 0,5Liter. Wenn ich trinke werde ich Extrem Psychotisch und mache Dinge wie 1 - 2 x im Jahr vom Balkon die Betreffenden Nachbarn lautstark beleidigen, was auch daran liegen mag, das ich hier im Haus gemobbt werde, vorausgesetzt ich bilde mir das nicht an, da ich an Paranoider Schizophrenie erkrankt bin.

    Die Nachbarin unter mir hat Jahre lang mich zu Unrecht mit Sturmklingeln aus dem Bett/Schlaf geklingelt und sich darüber beschwert das ich zu laut bin. Ich habe ihr mehrmals erklärt, das die Wohnungen hier extrem hellhörig sind und das die Geräusche von allen hier Wohnenden Mietern verursacht werden. Mir wurde kein glauben geschenkt, Angebote meinerseits zu mit in dir Wohnung zu kommen um zu gucken/hören das ich die Wahrheit sage wurden abgelehnt. Damals habe ich noch nicht soviel/häufig getrunken und kam eigentlich auch im Leben zurecht und war, ich würde behaupten so mitunter einer der leisesten hier.

    Leider ist es so, das die Gespräche der Nachbarin unter mir, sich immer wieder ueber die Jahre hinweg mit den rest des Hauses ueber meinen angeblichen Lärmpegel unterhält. Es gibt quasi kein anderes Gesprächsthema - Die Nachbarn fragen mittlerweile immer von sich aus, wie laut ich die Tage war etc..

    Ich bin fast komplett Isoliert, leide an Sprachverarmung, was de facto dazu geführt hat, das ich mich sehr Schwerfällig mit anderen Leuten unterhalten kann. Meine einzigen saetze die ich unter der Woche fuehre sind die zu den PennyMarkt Verkäufern - "Hallo, Danke, Schoenes Wochenende"

    Ich höre, wenn ich mich alleine Betrinke nur musik mit Kopfhörer und denke eigentlich das ich mich immer nur Leise verhalte,schliesse aber Erinnerungsluecken nicht aus.

    Desweiteren ist mir vor ein paar Wochen aufgefallen, dass nen Pärchen hier ständig von der anderen Ende des Hinterhofes in die Wohnung reinglotzt. Ich habe mir die letzten 4 - 5 male nen Scherz erlaubt und gewunken, bevor ich die Gardinen zu gezogen habe.

    Jetzt habe ich so den Eindruck, als wuerde die ganze Nachbarschaft ueber mich reden. Es wird ständig mit den Fingern auf mich gezeigt und fast alle gucken hier immer rein, zumindest aber die Leute mit denen Sie redet..

    Ich finde irgendwie keinen ausweg aus meiner aktuellen Situation. Die Tagesstaette bei der ich mal war, kommt leider nicht in frage, da ich dort gemobbt wurde von jemandem. Industrieservice finde ich persönlich nicht so gut.

    Mir fehlt das reden mit jemanden. Meine Freundin ist vor ein paar Monaten leider verstorben.

    Wie kann ich kontakte mit ebenfalls Psychisch erkrankten finden, man sieht es den Menschen ja nicht an. Zumindest ueberwiegend nicht,weiss jemand da rat??


    Sorry - Ich mich musste das mal rausschreiben.

  2. #2
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    Standard AW: Mal gucken was es wird.

    Hallo Olaf,
    danke erst einmal für deine offenen Worte über dich selbst.
    Bist du denn schon in fachärztlicher Behandlung und Beratung (Psychiatrie), um deine Erkrankung lindern zu lassen und/oder dagegen anzugehen?
    Mit einer entsprechenden, genau auf dich abgestimmten Medikation kann bzw. könnte es dir sicher auch schon besser gehen.
    Um mit anderen psychisch Erkrankten zusammenzukommen, sich mit denen austauschen zu können, frage mal deinen FACHarzt nach einer Gruppentherapie. Damit hatte ich mal einigermaßen gute Erfahrung gemacht bei einer anderen psychischen Erkrankung.
    Besprich mit deinem FACHarzt auch mal die Möglichkeit der Einweisung/Überweisung in bzw. zu einer entsprechenden Tagesklinik, wo du ebenfalls Kontakt zu anderen psychisch Erkrankten haben kannst, wenn du dies wirklich möchtest.
    Und wenn du deinen Alkoholkonsum selbst als problematisch einschätzt, dann sprich darüber auch mit deinem FACHarzt. Er kann dir sicher auch Wege benennen, nicht nur davon loszukommen, sondern auch diesbezüglich in Kontakt mit Leuten zu kommen, denen es derzeit ähnlich geht wie dir oder die da sehr erfahren sind.

    Ich kannte mal einen Mitpatienten bei einer psychosomatischen Reha, der wegen den Auswirkungen von Burnout zur Rehabilitation war und gleichzeitig den festen Willen und Wunsch hatte, während der Reha gleichzeitig noch von Nikotin und Alkohol wegzukommen. Und man, die Klinik, machte ihm konkrete Angebote, ja nicht nur das: eher fast Vorschriften, was er diesbezüglich zu tun hätte. Gegen sein Kettenrauchen halfen erstaunlicherweise Nikotin-Pflaster, die nun wahrlich nicht bei jedem Wirkung erzielen und bezüglich seines Alkoholkonsums wurde der Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe außerhalb der Klinik aufgebaut, die er dann fortan besuchte. Und so konnte er uns anderen Mitpatienten des öfteren auch stolz von seinen zunächst kleinen Erfolgen berichten, auf dem Weg, von seinen Süchten wegzukommen.

    Du siehst, es gibt schon noch einige Möglichkeiten, mit Gleichbetroffenen in Kontakt zu kommen.
    Ich wünsche dir viel Glück und Erfolg dabei.

    VG newborn

  3. #3
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    Standard AW: Mal gucken was es wird.

    hallo Olaft, du bist aber hoffentlich in ärztlicher Behandlung ?

    Wenn nicht, geh schnellsten zum Arzt !

  4. #4

    Standard AW: Mal gucken was es wird.

    Danke fürs antworten. Ich war zuletzt vor ca. 3-4 Jahre bei meiner Fachaerztin. Zuletzt vor ca. 3 Jahren etwa in einer Klinik. Fand ich aber mangels Ausgang doof. Da wird man nur mit Tabletten verwaltet, zumindest aug der Aufnahme Station. Zudem habe ich dem Arzt in der Klinik erzählt das die Tabletten aufgehört haben zu wirken und ich andere mal Probieren wuerde, da ich zu dem Heftiges Herzrumpeln davon hatte. Der Arzt war zwar sehr nett, aber letztendlich hat er nur die Dosierung um das Zweifache erhöht. Zudem auch wenn ich gerne wuerde kostet das 400 euro, mangels Befreiung. Die Russen wollen auch 1000 Euro von mir.

    Beim Hausarzt war ich bis jetzt nut einmal, zu Vorstellung. Ich habe sone Roten Puenktchen auf der Haut am Ruecken. Zudem ist er Stark vernarbt. Deshalb gehe ich so Ungern zu Ärzten. Ich Fummel da immer rum, deshalb vetheilt das auch nie. Im Gesicht ist sowas auch mal aufgetaucht. Ich weiss es ist nicht normal - Aber ich habe mitnen Skalpell aufgeschnitten und mit na. Pinzette herausgezogen. Es ist zum Glück alles gut verheilt. Als Fremder der das Lesen koennte, wuerde ich das schon ziemlich Krass empfinden. Nur für mich ist das Völlig normal.



    Ich habe auch so Panische Angst vor Ablehnung. Darf ich überhaupt zum Arzt gehen, wenn man solange nicht da war?

    Mit dem Rauchen aufhören hatte ich schon mal geschafft für 2 Jahre aufzuhören, ich wüsste wie es geht.

    Ich treibe auch des öfteren Sport, dieser tut meiner Seele auch gut.

    Aber irgendwie kann ich nach 2-3 Tagen die nüchternheit und mich selbst nicht mehr ertragen.

    Ich weiß s nicht, vlt ist es auch einfach zu Schwierig Verantwortung für mich selbst zu uebernehmen.
    Habe auch irgendwie Angst vor mir selbst, die so stark ausgeprägt ist, das ich es nicht und eigentlich noch nie geschafft habe mir durchzulesen, was ich selbst Geschrieben habe.

    Ich gucke mal ob ich es schaffe noch dieses Jahr beim Arzt anzurufen. Es ist alles so schwierig, doch ich werde mich bemühen.


    Danke fürs Antworten und Lesen.
    Ich geh Pennen, gute Nacht.

  5. #5
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    Standard AW: Mal gucken was es wird.

    Hallo Olaf,

    nach deinen zwei Beiträgen kann ich dir nur dringend empfehlen, SOFORT zu einem Facharzt zu gehen und NICHT erst irgendwann dieses Jahr mal noch da anrufen. Das wäre nur vertane Lebenszeit und vertane Lebensqualität.
    Alles was du hier geschildert hast, solltest du unbedingt baldmöglichst einem Facharzt vortragen. Denn nur der könnte dir wirklich helfen.

    Was du über Medikamente schreibst, kann ich nicht nachvollziehen. Lass dich dazu am besten auch einmal von deinem Facharzt beraten.
    Ich kenne nur die Zuzahlungsstufen von 5 und 10 € bei ärztlich verordneten, verschreibungspflichtigen Medikamenten. Ich benötigte mal als gesetzlich Versicherter längere Zeit ein Medikament, bei dem die Packung über 800 € kostete, ich aber nur 10 € zuzahlen mußte, immer. Den "Rest" trug die Krankenkasse.

    Meine Erfahrungen mit psychosomatischen Kliniken (oder meinst du andere?) ist ein allumfassendes Therapie- und Betreuungsprogramm und die Medikamentenversorgung lief nebenbei. Ausgang hatten wir täglich nach Ende der Therapien/Behandlungen, i.d.R. ab ca. 17 Uhr und so lange wir wollten. Das mag zwar von Klinik zu Klinik unterschiedlich sein, aber so jedenfalls meine persönlichen Erfahrungen.
    Geändert von newborn (06.05.2019 um 04:04 Uhr)

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