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Thema: Bewerbungsgespräche nach einer Mobbingerfahrung mit Kündigung

  1. #1
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    Standard Bewerbungsgespräche nach einer Mobbingerfahrung mit Kündigung

    Hallo zusammen,

    ich würde mich gerne mit den Erfahrenen zu diesem Thema austauschen, wie ihr nach einer (betrieblichen/verhaltensbedingten) Kündigung, damit bei Bewerbungsgesprächen umgegangen seid und welche Erfahrungen ihr damit gemacht habt.

    Angenommen, ihr hattet eine heftige Zeit des Mobbings hinter euch, die ihr gesundheitlich “überstanden habt”, allerdings wurdet ihr zB betriebsbedingt/verhaltensbeding gekündigt oder ihr habt euch einvernehmlich getrennt.

    Habt ihr dies auf Nachfrage in Bewerbungsgesprächen offen angesprochen?
    Wenn ja, wie seid ihr damit umgegangen? Konntet ihr es sogar positiv für euch bewerten und habt dadurch eine bessere Anstellung als vorher gefunden?

    War es generell leicht für euch, etwas neues zu finden, oder habt ihr euch schwer getant?
    Warum war es schwierig und was hätte aus eurer Sicht geholfen?

    Fragen über Fragen...

    Bei mir ist es grad so, dass ich mich grade etwas erholt habe und nun gekündigt werde.
    Da es mir im Moment noch nicht sooo gut geht und mit so einer Situation noch keine Erfahrung habe, frage ich mich, was helfen könnte, um mich wieder stark und selbstsicher einem Bewerbungsgespräch/-prozess zu stellen.

    Zudem weiß ich auch gar nicht, wie ich generell damit am besten umgehe, wenn ich gefragt werde, warum ich wechseln will/ warum ich gekündigt wurde. Natürlich will ich bei der Wahrheit bleiben, aber im besten Falle diese - auch für mich persönlich - so bewerten und erzählen, dass sie am Ende wie ein Gewinn für mich aussieht. Nach dem Motto: zumindest habe ich die Erfahrung gewonnen und für mich selbst beqertet, dass xyz nicht mehr in Frage kommt. Oder so ähnlich.

    Ich hoffe, ihr könnt nachvollziehen, was ich meine und bin gespannt auf eure positiven Geschichten in der Zeit nach dem Mobbing

  2. #2
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    Standard AW: Bewerbungsgespräche nach einer Mobbingerfahrung mit Kündigung

    Hallo Newborn und vielen Dank für die hilfreiche Antwort.

    Ich habe zum Beispiel nicht gewusst, dass es dafür eine Reha gibt... aber tatsächlich habe ich erst heute daran gedacht, wie ich da je wieder rauskommen soll... alleine beim Gedanken daran, bald wieder reinzugehen, um dem Krankengeld zu entgehen, wird mir schlecht, mein Nacken verspannt und der Tinnitus wird wieder lauter.

    Ich habe es bisher wirklich unterschätzt, welche Nachwirkungen all das auf mich hatte. Ich bin sehr wütend, wenn ich mir so überlege.... aber stopp, das Gejammere bringt nichts.


    Hast du einen Tipp, wo ich mich noch bezüglich einer Reha schlau machen könnte, außer beim Hausarzt? Oder wen meintest du mit Facharzt?

    Vielen Dank und lg clausi

  3. #3
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    Standard AW: Bewerbungsgespräche nach einer Mobbingerfahrung mit Kündigung

    Hallo Clausi,

    mit Facharzt ist wohl ein Psychologe oder Psychiater gemeint. Allein mit Tinitus und verspannten Nacken oder Übelkeit gibt es noch keine Reha. Da muss schon ein Fachärztliches Attest/Gutachten her, dass dir psychische Schäden durch das Gemobbe attestiert. Wo du dich aber hinwenden kannst, wenn es akut ist, ist der Sozialpsychiatrische Dienst. Die hören auch zu (machen aber keine Gutachten). Wenn du dann das Attest/Gutachten eines Psychologen/Psychiaters hast, kannst du dich entweder bei deiner Krankenkasse oder der Rentenversicherung nach einer passenden Reha umhören.

  4. #4
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    Standard AW: Bewerbungsgespräche nach einer Mobbingerfahrung mit Kündigung

    Hallo zusammen,

    okay - vielen Dank für die hilfreichen Antworten.

    Um ehrlich zu sein klingt das alles sehr aufwendig und kompliziert... auch generell alles zum Thema Psychologe oder psychologische Hilfestellung ist ziemlich undurchsichtig. Es gibt auch keine Plätze, dabei wäre es ja akut.

    Den Tipp mit dem Sozialpsychologischen Dienst werde ich allerdings mal wahrnehmen. Auch vom Arbeitsamt gibt es offenbar einen Psychologen, aber ich hab noch keinen Termin.

    Ich hoffe, dass ich recht schnell einen neuen Job finde - und die Auswirkungen bei mir nicht so gravierend sind.

    Ja, es gibt den Tinnitus und ich will da grundsätzlich einfach nicht mehr rein (derzeit ist er „superfreundlich“ und besorgt um meine Gesundheit - offenbar hat er ein Coaching der HR Abteilung bekommen, wie er sich richtigerweise zu verhalten hat...), ABER ich will einfach nicht akzeptieren oder wahrhaben, dass es langfristige Folgen bei mir hat.

    Vielen Dank aber für alles.

  5. #5
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    Standard AW: Bewerbungsgespräche nach einer Mobbingerfahrung mit Kündigung

    Hallo Clausi,

    rede mal mit deinem Hausarzt über das Psychologenproblem mit der langen Wartezeit. Normaler Weise haben Hausärzte auch Adressen von Psychologen/Therapeuten und können auch dafür sorgen, dass man - wenn es akut ist, wie in deinem Fall - schneller einen Termin bekommt.

  6. #6
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    Standard AW: Bewerbungsgespräche nach einer Mobbingerfahrung mit Kündigung

    Okay, danke newborn für deine Hilfe.
    Js, vielleicht hast du recht, und ich kann nich nicht akzeptieren, dass es Nachwirkungen hat. Denn rein gesundheitlich hat es doch einige Folgen nach sich gezogen und wie du richtig siehst, bin ich erstmal froh, da raus zu sein.

    Das mit der Psychotherapie ist sehr, sehr, mühsam, aber vielleicht muss es ja im Moment so sein und ich sollte dran bleiben.

    Ich frage mich grad, da ich kommende Woche erstmal offiziell raus bin aus der Arbeit, ob ich eine Abschiedsmail schreiben soll. Krank geschrieben bin ich bis zum letzten Tag, aber außer dem Chef und 2 Kollegen waren alle anderen eigentlich gute Leute, die damit natürlich nichts zu tun haben. Aber seltsam wäre es schon, nach einer Kündigung eine Abschiedsmail zu schreiben a là ‚ich hoffe, man sieht sich bald wiederˋ während nebenher die Wiedereinstellungsklage läuft... �� ih mann....

    Ich könnte eigentlich auch eine Reha beantragen, vielleicht würde ich sogar einen Platz bekommen... ich schau mir das Thema nochmal genauer an.

    In der Zwischenzeit haben sich ein paar Optionen aufgetan... auch wenn ich die Kündigung anfechte, das vordere Ziel ist eine Abfindung und ein Abschluss. Daher erwäge ich gerade, ein Angebot, das sich nun auftat, anzunehmen, das würde allerdings bedeuten, bereits im August oder spätestens September wieder in einem Job zu sein. Eine längere Pause bis Nov/Dez hätte mir aber bestimmt nicht geschadet... ich hatte schon „befürchtet“, dass es schneller geht, als ich mir erhoffe.... die Sache ist, selbst wenn man weiß, es wäre ganz nett und nützlich mal dem ganzen Zeit zu geben, zu verarbeiten etc. ... eine gute Option, ohne Wohnungswechsel kommt auch bei mir nicht jeden Tag um die Ecke... dh diese Chance nun absagen... würde mir schwer fallen.


    Gut tut auf jeden Fall schonmal, mit dir hier drüber zu sprechen... es gibt nicht so viele Menschen in meinem Umfeld, die soetwas schon mitgemacht haben, die sich in diese Situation hineinversetzen können..........

    und ja, ich will nicht wahrhaben, dass es Auswirkungen hatte, das stimmt ganz gewiss.....

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