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Thema: brauche dringend einen Rat, Erfahrung wie man am besten mit der Krankenkasse ...

  1. #1
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    Standard brauche dringend einen Rat, Erfahrung wie man am besten mit der Krankenkasse ...



    Hallo liebe Forengemeinde ich habe schon lange Zeit hier mitgelesen und hoffe, dass ihr mir vielleicht mit meinem Problem helfen könnt. Ich bin jetzt schon fast ein Jahr krankgeschrieben. Die Krankenkasse drängt mich dazu eine Reha zu machen, was bei meinem Krankheitsbild allerdings laut meines Therapeuten nicht hilfreich ist. Zu meinen Arbeitskollegen habe ich immer noch guten Kontakt und sie sorgen sich auch um mich. Ich vermisse sie auch, weil wir schon sehr lange zusammen gearbeitet hatten, aber der Druck auf der Arbeit, die Arbeitsmenge, das konnte ich letztendlich nicht aus halten. Dazu kamen noch verschiedene private Probleme und alles zusammen verursachte letztes Jahr einen sehr üblen Zusammenbruch, War jemand von euch schon mal in einer ähnlichen Situation? Hat jemand von euch Erfahrung wie man am besten mit der Krankenkasse in so einem Fall umgeht? Ich bin mittlerweile mit meiner Kraft am Ende und weiß eigentlich nicht mehr was ich tun soll und ich kann den Druck fast nicht mehr aushalten. Es wäre wirklich schön, wenn mir jemand von euch einen hilfreichen Rat geben könnte. Liebe Grüße Leandra

    ____________

    Admin: Aus dem Blogbereich hierher kopiert
    http://forum.mobbing.net/entry.php/8...gend-einen-Rat


  2. #2
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    Standard AW: brauche dringend einen Rat, Erfahrung wie man am besten mit der Krankenkasse ...

    Hallo Leandra,

    solche Zusammenbrüche scheinen wohl heut zu Tage in unserer Gesellschaft zum "guten Ton" zu gehören. Leider wird auch hier - wie in anderen Dingen auch - viel gelabert, aber der Umgang mit den Leuten bleibt bei Schema F.
    Was du machen kannst, ist mit deinem Psychologen über die Situation sprechen. Wenn du einen guten erwischt hast, kann der dir ein Gutachten ausstellen, dass du momentan noch gar nicht rehafähig bist. Vielleicht ist in deiner
    Situation auch ein Schwerbehinderten - Ausweis keine schlechte Lösung. Dieser bedeutet ja nicht zwangsläufig, dass man ein "Depp" ist, untermauert aber das Gutachten des Psychologen.

    LG

    Ilythia

  3. #3
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    Standard AW: brauche dringend einen Rat, Erfahrung wie man am besten mit der Krankenkasse ...

    Letztendlich ist die Beantragung einer Reha ja deine Entscheidung. Dass die Krankenkasse da Druck macht habe ich noch nicht gehört, auch nach einem Jahr Krankschreibung nicht.
    Du solltest vielleicht die Dringlichkeit und Sinnhaftigkeit einer Reha für dich zu allererst mit deinem Arzt/Facharzt ausgiebig besprechen und dich dann davon leiten lassen. Reine Therapeuten sehen das Ganze meist nochmal unter einem anderen Blickwinkel.

  4. #4
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    Standard AW: brauche dringend einen Rat, Erfahrung wie man am besten mit der Krankenkasse ...

    Hallo Leandra,
    Deine Nervenkraft und Gesundheit zu bewahren, bezw. wieder herzustellen ist meiner Meinung nach das Vordringlichste.
    Wenn Dein Therapeut sagt, dass eine Reha momentan nicht hilfreich ist, welche andere Lösung schlägt er denn dann vor? Wie sieht es mit den privaten Problemen aus? Ist da eine Lösung in Sicht damit Du wenigsten da etwas zur Ruhe kommen kannst? Was sagt Dein Hausarzt? Ich gehe mal davon aus, dass dieser Dir zunächst mit Tabletten über die Runden hilft, was auf Dauer allerdings keine Lösung ist.
    Ich denke, dass bei Institutionen wie Krankenkassen oder auch Behörden der Gang zum Rechtsanwalt sehr sinnvoll ist. Lass Dir das mal durch den Kopf gehen. Meist fehlt es bei den Betroffenen an den nötigen Rechtskenntnissen.Sie wissen nicht wonach sie fragen können und was ihnen ggf. zusteht. "Freiwillig" erfolgt da auch oft keine Aufklärung.
    Vielleicht versuchst Du es einfach mal.
    Viel Glück !

  5. #5
    Anna62 ist offline besonders erfahrenes Mitglied des Mobbingforums
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    Standard AW: brauche dringend einen Rat, Erfahrung wie man am besten mit der Krankenkasse ...

    Wenn eine Reha aus physischen und psychischen Gründen nicht möglich ist, würde ich mir zur Vorlage bei der KK ein Attest vom behandelnden Psychologen aussstellen lassen. Besser noch ist es, man kann zusätzlich ein Attest von einem Facharzt vorlegen. Bedacht werden sollte aber auch, dass das Krankengeld nach 1 1/2 Jahren endet und man dann beim Jobcenter die s.g. "Nahtlosigkeit" beantragen muss. Vom Jobcenter wird unter Umständen noch mehr Druck gemacht. Eine Reha muss ja auch erst beantragt werden, was einige Zeit in Anspruch nimmt. Gute Rehakliniken sind meist ziemlich überlaufen und die Wartezeit nach Genehmigung der Reha durch die DRV kann durchaus einige Monate betragen. Eine frühzeitige Beantragung einer Rehe hat auch den Vorteil, dass man sich seine Wunschklinik sichern kann.

    Nach meiner Meinung wäre es sinnvoll, die Reha zu beantragen. Der Antrittstermin, falls es denn gar nicht gehen sollte, kann notfalls auch unter Vorlage eines ärztlichen Attests und mit Genehmigung der DRV verschoben werden. Dennoch würde ich versuchen, einen Aufenthalt in einer Rehaklinik positiv zu sehen. Dort stehen ja nicht nur Einzel- und Gruppentherapiestunden auf dem Programm, sondern auch sportliche Aktivitäten, so dass man körperlich wieder fit wird. Auch die genesungsfördernde Gemeinschaft in einer größeren Gruppe in einer Rehaklinik sollte nicht unterschätzt werden. Man unterstützt sich gegenseitig während des Klinikaufenthalts und wenn man Glück hat und entsprechende Mitpaptienten kennen lernt, auch noch später, manchmal über Jahre.

  6. #6
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    Standard AW: brauche dringend einen Rat, Erfahrung wie man am besten mit der Krankenkasse ...

    Hallo zusammen, zunächst entschuldige ich mich dafür, dass ich nicht direkt geantwortet habe, aber die letzten Tage ging es mir nicht wirklich gut. @Admin: Vielen Dank, dass du meinen Text verschoben hast. Ich war mir unsicher, wo ich ihn hin packen sollte und wollte kein unnötiges Chaos anrichten. @Ilythia: Deine Vorschläge klingen gut und sind es auf jeden Fall wert diese mit meinem Psychologen zu besprechen. Danke schön. @Andy_: Dann sei froh, dass du noch nie in so einer Situation warst. Mein Therapeut ist zu gleich auch mein Facharzt und hat mir während meiner Krankschreibung schon sehr geholfen. Aber wie es nun mal ist, je tiefer man wühlt, desto mehr kommt zum Vorschein, an dem man dann erneut zu knabbern hat. @Gerdis: Mein Hausarzt hatte mich zum Psychologen überwiesen, weil die Krankheitssymptome, die ich letztes Jahr hatte, keine körperliche Ursache hatten. Mit meiner Familie ist das so eine Sache, die interessiert sich nur für sich selbst und hat sich bei mir schon eine Ewigkeit nicht mehr gemeldet. Dafür habe ich sehr liebe Freunde, die mir helfen wo sie nur können, was bei mir auch nicht immer ganz einfach ist. Rechtsanwalt ist für mich der letzte Ausweg, da ich es vorher nochmal über den Psychologen versuchen möchte. @Anna62: Auch dir vielen Dank für die Antwort. Wie ich oben schon geschrieben habe werde ich all eure Vorschläge mit meinem Arzt besprechen. Reha geht gar nicht im Augenblick, weil ich teilweise Panikattacken habe, wenn ich das Haus verlassen muss. Nochmal vielen Dank das ihr euch die Mühe gemacht habt und mir geantwortet habt. Ich werde versuchen so viel wie möglich davon umzusetzen. Liebe Grüße Leandra

  7. #7
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    Standard AW: brauche dringend einen Rat, Erfahrung wie man am besten mit der Krankenkasse ...

    Hallo Leandra,


    geht es dir inzwischen etwas besser? Ich bin froh darüber, dass du Freunde hast, die dich unterstützen. So ganz allein packt man eine derartige Situation auch kaum.
    Wobei ich aber auch ein gewisses Verständnis für die Leute habe, die sich dann auch erst einmal zurück ziehen.
    Es ist ja nicht so, dass da jemand Fieber oder eine Erkältung hat und man den Kranken dann „einfach“ mit Suppe und Medikamenten zur Seite stehen kann. Der Umgang mit jemanden, der psychisch „angeschlagen“ ist, ist ungemein schwieriger. Man weiß nie, wie weit man gehen kann. Wann es zu viel ist und man jemanden, der keinen Druck haben sollte, dann doch unter Druck setzt. Das bekommt die Umgebung dann zumeist erst mit, wenn die nächste „Explosion“ kommt und weiß dann oftmals auch gar nicht warum. Die Grenze zwischen dem, was bisher normal war und der „nicht sichtbaren verschnupften Nase“ zu ziehen, ist oftmals recht schwer.


    Es ist aber auch nicht richtig, es nicht zu versuchen. Daher tut es mir sehr leid, dass sich deine Eltern gar nicht mehr bei dir melden. Das sind doch gerade die Personen, auf die man in solchen Situationen zählen möchte. Die Hoffnung hat, gerade dort aufgefangen zu werden. Wenn man aber gerade hier „von der Liste gestrichen wird“, schafft das eine zusätzliche Belastung, mit der man auch noch irgendwie fertig werden muss.


    Ich wünsche dir daher, dass du Halt und Verständnis bei deinen Freunden findest und diese dich – trotz deiner Panikattacken – doch gelegentlich mal aus dem Haus holen. Sich so ganz abschotten ist auch nicht unbedingt der richtige Weg.


    LG


    Ilythia

  8. #8
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    Standard AW: brauche dringend einen Rat, Erfahrung wie man am besten mit der Krankenkasse ...

    Hallo zusammen, ich bin mittlerweile weiter gekommen, auch aufgrund eurer Ratschläge. Nochmal vielen Lieben Dank, dass ihr euch Zeit für mich genommen habt, es waren sehr gute Anregungen. Ganz dicken Knuddler an alle Leandra

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