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Thema: Ist das Mobbing von mir?!

  1. #1
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    Standard Ist das Mobbing von mir?!

    Hallo zusammen,

    mein Name ist Lukas. Ich arbeite in einer größeren Firma und habe Maschinenbau studiert. Ich habe mich nach dem Studium entschlossen weiter in der Firma zu arbeiten in der ich meine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker absolviert habe.

    Da es keine Stelle mehr in unserer Konstruktion gab habe ich mich entschlossen dann in unserer Werkstatt ein halbes Jahr zu arbeiten um noch etwas Praxiserfahrung zu sammeln. Als ich bei meinen damals sehr guten Freund auf die Schicht kam war ich sehr zufrieden und hatte mir eine schöne Zeit vorgestellt. Anfangs war es toll doch irgendwann fingen Leute an über meinen guten Freund zu lästern. Ich verteidigte ihn immer hinter seinem Rücken und war froh das ich etwas für ihn tun konnte. Ich habe zu allen diesen gemeinen Personen gesagt, sie sollen das mit Ihm klären und nicht wie feige Hühner hinter dem Rücken über ihn reden. Ich habe meinem guten Freund daraufhin alles erzählt was passierte war er mir dankbar und es schien als würde unsere Freundschaft nichts zerschlagen!

    Eines Tages dann fing es an, dass er mich öfter vor Kollegen diffarmiert hat und blöde Sprüche fliegen gelassen hat wie: „Dich kann man als Ingenieur nicht gebrauchen, sonst würdest du nicht in der Werkstatt arbeiten!“ Ich habe ein dickes Fell und lasse solches Gespräch nicht an mich heran, aber ich habe da schon angefangen unsere Freundschaft zu hinterfragen!

    Es kam, dass ich meine Ingenieursstelle bekam und ich arbeitete im Büro. Mir machte die Arbeit in der Werkstatt so viel Spaß, das diese mir doch ein bisschen fehlte! Ich ging dann immer im meiner (wenn meine Schicht Frühschicht hatte) Pause runter um mit meine Kollegen über die Arbeit auszufragen, und eben den Kontakt nicht zu verlieren. Ich war und bin beliebt bei den Kollegen.

    Bei meinen monatlichen Pausengängen kam es dann des öfteren vor, dass ich von meinem guten Freund dann Sprüche zu hören bekam „Du bist zu arrogant geworden seid du im Büro sitzt!“ „Du kannst nich mal guten Tag sagen!“. Aber immer nur wenn andere Menschen dabei waren. Alleine war immer „gut“ zu mir!

    Als es der Firma nun schlechter ging und unsere Konstruktionsabteilung keine Arbeit mehr und unsere Werkstatt viel hatte, fragte mein Chef mich ob ich bereit wäre wieder für ein paar Monate in der Werkstatt auszuhelfen er müsse dann keine Leute heimschicken um Überstunden abzubauen. Ich habe eingewilligt und freute mich wieder etwas mit meinen Händen zu tun.

    Als ich zurückkam hörte ich, dass mein Freund sich bei seinem Vorgesetzten über Mobbing beschwert hatte. Ich dachte, dass da was wahres dran sei und hoffte das die Lage sich entspannt. Ich habe ihn immernoch verteidigt und arbeitete wieder auf deren Schicht. Es wurde von den Kollegen gut angenommen und ich lebte mich wieder ein.

    Ein anderer guter Freund welcher zufällig mit meinem Arbeitskollegenfreund befreundet war, wurde in einer anderen Firma Lehrmeister und wir wurden zum Tag der Ausbildung eingeladen, als wir dann an dem Tag dort waren war mein Arbeitskollegenfreund auch bei der Führung mit dabei. Der Schichtführer der Halle fragt Ihn, ob er in der Firma eine Ausbildung anfangen wolle. Die Antwort meines Freundes war „Nein er könne schon alles er würde höchstens noch studieren gehn er möchte ja schließlich auch noch ins Büro!“ Ich sagte dann: “Also es ist nicht schlecht, wenn man beides macht, es hat alles seine Vor- und Nachteile!“ Mein Kollege dann: „Dich haben sie eh nur gefragt, weil ihr keine Arbeit habt und du anscheind net zu gebrauchen bist!“

    Ich stand da und war fassungslos! Ich hab mich einfach nur umgedreht und bin gegangen, weil er das vor allen Leuten gesagt hatte. Heute bin ich dan auf der Arbeit zu ihm hin und fragte ob er sich beruhigt habe und da sagte er einfach eiskalt: „Du has mich mit deiner Aussage so sehr verärgert, dass du den besten Job der Welt hast, dass ich das einfach sagen musste!“

    Bei mir lief das Fass dann über und ich fragte ob er sich im klaren sei was er da tat. Ja ich sollte ihn doch verstehen sagte er! Ich habe dann einen Ausraster bekommen und habe gesagt, dass das mit unserer Freundschaft nicht mehr sein kann und wir keine Kollegen mehr sind. Ich sagte wir können noch zusammen arbeiten aber freundschaftlich wars das. Er sagte dann, dass ich mich mit den anderen verschworen hätte und das ich ihn auch mobben würde. Ich war so wütend aber beleidigt habe ich ihn nicht. Ich habe dann zu ihm gesagt er solle mich in Ruhe lassen! Es wurde richtig laut und ich bin dann aus der Situation raus! Ich war so wütend wie noch nie und er sagte, dass er sich auch über mich beschweren würde wegen Mobbing.

    Meine Frage geht das jetzt überhaupt?

  2. #2
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    Standard AW: Ist das Mobbing von mir?!

    Hi Ducky,
    es ist" Mobbing". *

  3. #3
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    Standard AW: Ist das Mobbing von mir?!

    @ Krautjunker - auch wenn es einen manchmal juckt : contenance !

  4. #4
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    Standard AW: Ist das Mobbing von mir?!

    Dann sag mir bitte den Grund. Ich verteidige diesen Arbeitskollegen noch immer vor anderen. Die Vorwürfe wegen Mobbing waren ja nicht gegen mich! Aber ich soll mich beleidigen lassen! Ist das nicht auch von dessen Seite Mobbing über einen längeren Zeitraum mir vor Kollegen immer einen doofen Spruch an den Kopf werfen zu lassen! Ich habe demjenigen welchem nie etwas getan, ja verteidige ihn immer noch obwohl ich unsere Freundschaft gekündigt habe. Per Definition sollte das kein Mobbing sein wenn doch klärt mich bitte auf ich bin kritikfähig und versuche mit der Situation konstruktiv umzugehen.

  5. #5
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    Standard AW: Ist das Mobbing von mir?!

    @ Admin

    Du hast ja Recht, kann ich trotzdem ein gewisses Verständnis aus Deiner " Rüge" heraushören??
    Und wenn Du jetzt die weitere Antwort liest bewundere meine Zurückhaltung. Ich werde mich ins Yoga versenken...ommmmmmmm

  6. #6
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    Standard AW: Ist das Mobbing von mir?!

    Weiß man, ob daraus nicht ein Literaturnobelpreisträger wird

  7. #7
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    Standard AW: Ist das Mobbing von mir?!

    Hallo Lukas alias Ducky

    Ich kann an Deinem Ausbruch kein Mobbing erkennen. Eher sieht es mir so aus als ob Dein ehemaliger "Freund" nun den Degen gegen Dich richtet.
    Vielleicht Dich und deine unkonventionelle Hilfsbereitschaft und Flexibilität zu utilisieren, um sich selber aus der Schusslinie der Kollegen zu entfernen. So quasi seine Opferrolle abgeben und Dir zuschieben möchte...

    Deine Reaktion auf diese Volle-Breitseite-Bemerkung hin, noch dazu in äusserst kompromittierender Art und Weise vor anderen, ist das was normalerweise auch zu erwarten ist.
    Ich sage mal 90-95% aller Menschen reagieren auf solch einen Affront ebenso wie Du auch.
    Das was aus Dir in diesem Moment heraus explodiert ist hat nach meinem Dafürhalten mit Mobbing nichts zu tun.

    Ganz anders sieht vielleicht aus, was Dein Freund hinter Deinem Rücken so zelebriert und das auch noch ohne jede Schranke wie mir scheint.
    Was glaubst Du was er anderen vielleicht noch so alles erzählt, vielleicht sogar intimes, wenn er, sogar in Deiner Gegenwart, "kein Blatt" mehr vor den Mund nimmt?

    Pass vielleicht eher gut auf Dich auf, dass Dein Bemühen diesen Menschen auch noch über die Massen zu verteidigen der sich einmal Dein Freund nennen durfte; dich jedoch sogar wie einen Todfeind behandelt.
    Wenn die Kollegen ein Problem mit ihm haben, könnte dieses Problem auf die gleichen Verhaltensweisen und Muster zurückzuführen sein wie er dies nun auch gegenüber Dir praktiziert.

    Freunde sind die Menschen, die mir weder neiden was ich bin noch was ich habe. In der Gegenwart eines echten Freundes darf ich laut denken und darf darauf vertrauen, dass die Worte integer gehandhabt werden.
    An dieser Messlatte gemessen, rutscht Dein "Freund" für mich persönlich leider ganz weit unten durch.
    Ich vermute dieser "Freund" hat ein Problem, dass er Dich um etwas beneidet, was er selbst vielleicht nicht erreichen kann. Und sei es nur Dein Spass und Deine Offenheit gegenüber jedweden Aufgaben.

    Doch keine Wirkung ohne Ursache: Betrachten wir mal die Gegenseite warum sie das tut.

    Da er sich vielleicht immer klein neben Dir vorkommt, muss er Dich eben kleiner machen, um selbst in der Sonne zu stehen. Warum das ggf so ist, das musst Du ihn selbst fragen.

    Meine Vermutung:
    Vielleicht hast Du ihn nur schon damit verletzt, indem Du, mutmasslich, ungebeten von Dir aus mehrfach Partei für ihn ergriffen hast. Das hat, neben aller wohlwollenden Fürsorge für den Freund und einem gelebtem Gerechtigkeitsempfinden, aber auch immer etwas Entmündigendes.
    Nämlich, dass der Andere, der ungebeten von Dir verteidigt wird, in den Augen der übrigen Beteiligten und Beobachter unfähig erscheint, sein kontraproduktives Verhalten anzupassen und so seine Probleme im Team selbst zu lösen.
    Insofern hast Du unbewusst und ganz gewiss ohne es zu wollen den Konflikt um seine Person auf seiner Schicht zusätzlich angefacht.

    Das was ihm aus Deinem Blickwinkel eigentlich helfen sollte, hat sich nun als Bumerang erwiesen. Hat er Deinen Vorstoss, zu dem er Dich nie gebeten oder aufgefordert hat, ggf. als Aufkündigung Deiner Freundschaft ihm gegenüber verstanden, indem Du ihn quasi für unmündig erklärt hast seine Probleme mit den Kollegen aus eigener Kraft lösen zu können. Zumal Du auch noch eine Aufgabe in der Konstruktion bekleidest die, zumindest vordergründig, mehr hierarchische Macht inne hat als die seine , brachte ihn das ggf. bei den Kollegen noch mehr unter Beschuss weil er den "Grossen Bruder" braucht um seine Kritiker zurückzupfeifen!
    Dieser noch so gut gemeinte Vorstoss könnte ihn ebenso schwer getroffen haben wie nun Dich seine Worte trafen. Aktion = Reaktion oder auch: Das 3. newtonsche Gesetz ;-)

    Ich empfehle Dir daher den Faden mit ihm vielleicht noch einmal unter diesem Gesichtspunkt aufzunehmen, damit Du wenigstens einen Lerngewinn daraus mitnehmen kannst. Und zwar zeitnah!
    Ob dies die arg zerrüttete Freundschaft rettet steht in den Sternen, doch kann es dafür sorgen, dass ihr nach diesem Dialog zumindest wieder Achtung voreinander habt.
    Ihn und damit den ungelösten Konflikt, so jetzt stehen zu lassen würde ich Dir persönlich nicht empfehlen. Du hast Dir, ohne es zu wollen, einen Feind geschaffen, der zwar eine Schlacht verloren hat, den Krieg aber vielleicht noch lange nicht.
    Was nützt es allen einen sinnlosen Krieg zu führen der jetzt beiderseits losgetreten wurde?

    Denn:

    "Krieg kennt keine Sieger, jeder militärische Triumph erweist sich in Wahrheit als Niederlage aller Beteiligten"
    Carl von Clausewitz, aus "Vom Kriege"

    "Ira furor brevis est"
    Der Zorn ist eine kurze Raserei wussten schon die alten Römer.
    Klug ist derjenige der dies erkennt und den Schaden zu begrenzen sucht.

    Ich musste mich schon oft in meinem Leben für Fehltritte entschuldigen, weil ich diesen Grundsatz missachtet habe. Vor allem in jungen Jahren, so wie Du, als mir das Testosteron noch aus den Ohren quoll.
    Doch irgendwann machte ich mich auf viele Dinge über den Menschen und sein Verhalten zu lernen, was dazu führte erst überlegen bevor ich den Mund aufmachte.
    Seither muss ich mich wesentlich seltener für Taktlosigkeiten entschuldigen als früher. Heute so gut wie gar nicht mehr aber heilig bin ich deswegen immer noch bzw. noch lange nicht ;-)

    Die beste Entschuldigung ist die die man niemals aussprechen muss. Oder wie Nietzsche es einmal vortrefflich formulierte:

    "Sag was ist Dir das Wichtigste? Jemandem Scham ersparen!"
    Friedrich Nietzsche, Philosoph

    In diesem Sinne wünsche ich Dir weise Gedanken die zu einer ebenso eine weisen Entscheidung führen, wie Du mit diesem Konflikt weiter umzugehen gedenkst.
    Wie Du es schaffst diese negative Erfahrung in eine positive zu verwandeln damit Du später entspannt darauf zurückblicken kannst.

    In diesem Sinne meine besten Wünsche für euch Beide.

    Gruss
    Compliance

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