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Thema: Ärger mit Vermieter

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    Standard Ärger mit Vermieter

    ich habe ein akutes Problem mit meiner Wohnung und weiß nicht, wie ich es allein lösen kann. Es ist derzeit bereits ein Mahnbescheid anhängig bezüglich eines von mir an den Vermieter im Frühjahr 2019 gemeldeten Mangels. Der Vermieter hat diesen Schaden nicht angenommen, mich immer wieder telefonisch und schriftlich systematisch auflaufen lassen und das Problem einfach ausgesessen. Es hat mich extreme Mühe und Kraft gekostet, den Vermieter dennoch dazu zu bewegen, tätig zu werden. Dafür macht der Vermieter jetzt eine erhebliche Summe gerichtlich geltend, da er ja trotzdem 'irgendwie' tätig geworden ist. Er ist immerhin zweimal bei mir gewesen, beim ersten Mal hat er behauptet, gar keinen Schaden gesehen zu haben und mir sofort eine unkorrekte Rechnung ausgestellt. Beim zweiten Besichtigungstermin nach über 6 Wochen musste er dann einräumen, dass tatsächlich ein Schaden vorliegt, hat diesen aber ganz allein auf mich als Mieter abgeschoben und auch dafür wieder umfängliche Rechnungen ausgestellt. Ich habe auch zweimal von mir aus durch eine Fachfirma auf meine Kosten überprüfen lassen, ob das tatsächlich mein Problem als Mieterin ist und es wurde kein Defekt festgestellt. Dieser Punkt ist jetzt strittig, insofern der Vermieter weiterhin behauptet, das sei allein meine Sache als Mieterin. Bei dem zweiten Besichtigungstermin wurde das Problem für mich nicht behoben. Das bedeutet für mich bis heute eine erhebliche, nicht hinnehmbare Beeinträchtigung meiner täglichen Lebensqualität. Auch die Tatsache, dass ich als Schwerbehinderte einen Schaden nicht niederschwellig anzeigen kann und solche extremen, aus meiner Sicht schikanösen Hürden bei der Hausverwaltung überwinden muss, ist nicht akzeptabel.

    Ich habe zwar einen Anwalt und Rechtschutzversicherng und bin auch seit Jahren beim Mieterbund, mein Eindruck ist aber mittlerweile, dass ich dennoch immer wieder von einem um anderen geschoben werde. Derzeit habe ich nämlich einen weiteren akuten Mangel: die Gasterme macht immer wieder Probleme. In 2017 wies die Therme laut Abgasprotokoll des Kaminkehrers einen CO-Wert von über 3000 ppm auf, seitdem ist es mir unmöglich, trotz mehrfacher Aufforderung noch Einsicht in die Abgasprotokolle von 2018 und 2019 aus den jährlichen Wartungen zu erhalten. Mein Anwalt teilte mir mit, dass der Vermieter darin keine Einsicht mehr gewähren muss. Seit Kurzem habe ich in der Küche nun wieder kein warmes Wasser mehr zum Abwaschen, ich muss jedes Mal heißes Wasser mit dem Wasserkocher extra aufbereiten, im Winter kommt es immer wieder zu Totalausfällen der Therme, ich mag gar nicht daran denken, wenn die Temperaturen unter HNull fallen .... Ich bin deswegen bei meinem Anwalt und auch beim Mieterbund und sogar noch einmal bei der Verbraucherzentrale gewesen. Mein Anwalt wird nicht tätig, weil er nur das bearbeitet, wofür er von der Versicherung Geld bekommt, für jeden neuen Schadensfall beim selben Vermieter muss ich jedes Mal eine weitere Eigenbeteiligung von 150 E bezahlen. Vom Vermieter wurde mir bereits die fristlose Aufkündigung des Mietverhältnisses angedroht, da ich die Miete wegen o.g. Untätigkeit einmalig gekürzt hatte. Nochmal möchte ich das nicht riskieren, da der Wohnungsmarkt vor Ort sehr angespannt ist. Beim Mieterbund habe ich versucht zu erklären, dass ich nicht weiß, wie ich überhaupt noch einen Schaden dem Vermieter melden soll, weil ich Angst habe, dass wieder dasselbe Prozedere stattfindet und ich am Ende auf einem Haufen Rechnungen und Mahnbescheiden sitzen bleibe. Den Schaden von mir aus beim Vermieter zu melden in der Phase, wo es schon bei Gericht anhängig ist, fände ich auch eher einen heiklen Vorschlag vom Mieterbund. Der Mitarbeiter dort wurde, nicht das erste Mal übrigens, daraufhin ungehalten, hat auf die Uhr geschaut, die 15 Minuten Beratungszeit seien gleich um, ich wurde dauernd mitten im Satz unterbrochen und am Ende hieß es, man könne mir diese Entscheidung bei besten Willen nicht abnehmen. Die Verbraucherzentrale macht in meiner Stadt leider keine Mietberatung, ich müsste dann mit Beratung und Fahrtkosten nochmal ca. 65 € zahlen, wenn ich zu einer Verbraucherzentrale in der nächstgrößeren Stadt gehe, da hätte ich dann zumindest 30 Minuten Erstberatungszeit. Trotzdem kommt mir das irgendwie paradox vor, ich habe zwei anwaltliche Anlaufstellen, für die ich jahrelang Geld bezahle und trotzdem stehe ich im Notfall im Regen da. Ich weiß nun nicht, was ich noch tun kann. Ja, natürlich könnte ich hier auch zu den örtlichen Wohlfahrtsverbänden laufen, aber das ist auch ein zweischneidiges Schwert.Vielleicht hat jemand eine Idee, was ich noch machen kann?
    Geändert von Wolfskind (23.11.2019 um 07:05 Uhr)

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