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Thema: Bossing

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    Standard Bossing

    Ich bin seit 1991 in einer Stadtverwaltung mit ca 20.000 Einwohnern angestellt. Von 1991-1997(eingruppiert E5) habe ich die Angestelltenprüfungen 1 und 2 erfolgreich absolviert und wurde in die Kämmerei versetzt, mit der Vergütung E6.
    Von 1997-2015 habe ich in der E6 Mädchen für alles gemacht, habe mich regelmäßig weitergebildet. Eine adäquate Stellenbeschreibung wurde mir seitens der Vorgesetzten auch auf Bitten hin nicht erstellt. Immer wieder gab es Beschwerden über das Verhalten meiner sehr narzistisch veranlagten Vorgesetzten bei der Behördenleitung, auch haben Kolleginnen wegen ihr den Dienst quittiert/waren lange krank. Mich selber hatte sie zunächst nicht auf dem Kieker. Bis zu meinem 25 Jährigen Dienstjubiläum. Sie kam wie immer zu spät und hat sich gleich wieder wichtig gemacht. Da ich von Kolleginnen aus anderen Behörden, die ähnliche Tätigkeiten wie ich verrichteten wusste, dass diese in der E9 eingruppiert sind habe ich nach 25 Jahren im Jahr 2016 meinen Mut zusammengefasst und einen Antrag auf tarifgerechte Eingruppierung gestellt. Der wurde abgelehnt. Daraufhin habe ich einen Fachanwalt für Arbeitsrecht kontaktiert, der die Behördenleitung angeschrieben hat. Meine Vorgesetzte wies mich an, eine Stellenbeschreibung zu erstellen. Diese wurde von ihr geprüft, geändert und unterschrieben. Im Ergebnis erhielt ich die kleine E9, später dann auf Antrag die E9b, Stufe 3 !! Damit habe ich mir den Unmut meiner Vorgesetzten
    zugezogen, ihr Verhalten mir gegenüber ist seitdem äußerst feindselig, ich bin mehr als einmal heulend nach Hause gegangen. Ich habe beim Personalrat um Hilfe ersucht mit dem Ergebnis, dass mir ein eigenes Büro zugewiesen wurde. Vorher saß ich im Vorzimmer der Chefin und konnte noch nicht einmal telefonieren, ohne dass sie sich reingehangen hat. Nunmehr entzieht sie mir nach und nach Aufgaben und überträgt diese an eine Kollegin, die seit ca 2 Jahren in unserer Abteilung ist und fleißig Lehrgänge besucht, die ich schon vor 10 Jahren und länger zurück absolviert habe. Der Personalrat sagt, damit müsste ich leben, die Vorgesetzte verteilt die Aufgaben. Derzeit suche ich mir im Büro irgendwelche Arbeit, weil mir kaum noch etwas zugewiesen wird. Während der Corona-Wochen war es besonders schlimm, jeden Tag ins Büro und kaum was zu tun, während ich Zu Hause/in der Familie mehr als genug zu tun gehabt hatte. Letztes JAhr ist sie soweit gegangen, dass sie mir in Sachen LOB so wenig Punkte gab, dass ich keine Prämie erhalten habe. Auch habe ich den Eindruck, dass sie den Spieß versucht umzudrehen und mich als "Problem-Mitarbeiterin" gegenüber der Behördenleitung hinstellen will. Ich bin jetzt 52, habe meine Arbeit immer gern gemacht, habe auch mit meinen Kollegen keinen Streit oder so, sondern nur mit meiner Vorgesetzten. Wie soll ich mich nun verhalten ? Jeden Tag in meinem Büro Gesetze lesen ? Und das noch 12 Jahre bis zur Rente ?
    Geändert von Damiane (19.07.2020 um 09:25 Uhr)

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