Seite 3 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 33

Thema: Bossing im Öffentlichen Dienst

  1. #21
    Registriert seit
    09.07.2009
    Beiträge
    82

    Standard AW: Bossing im Öffentlichen Dienst

    Hallo,

    ich hoffe Ihr seid noch alle an Bord. Lasst Euch nicht unterkriegen. Ich hoffe Ihr habt den Kampf gegen Eure "Mobber" noch nicht aufgegeben. Wer schweigt und nur einsteckt wird das auf Dauer nicht schaffen. Das geht schon einmal über eine gewisse Zeit. Aber die Mobber nutzen diese Eigenschaft immer wieder zu neuen obskuren Aktionen. Die bleiben dann nicht spurlos bei einem. Wer merkt, dass er auf der Gemobbtenliste steht, der steht am besten auf und beginnt zu kämpfen. Man muss offen und offensiv mit der eigenen Geschichte umgehen. Wer meint etwas im "stillen Kämmerlein" mit sich selbst alles abmachen zu können, der irrt. Auf Dauer werden sich so gesundheitliche Schäden (physisch wie auch psychisch) einstellen.

    Nur durch eine engagierte Verteidigung und nach Bedarf auch entsprechenden Angriff wird man einigermaßen eine solche Situation bestehen können. Auch positive Ansprechpartner außerhalb der Arbeitsstätte im Familien- und Bekanntenkreis sind sehr wertvolle Mitstreiter.

    Ich hoffe Euch geht es gut und Ihr bleibt am Ball Eure Situation zu bewältigen.

    Gruß

    wehrteuch

  2. #22
    Registriert seit
    22.11.2012
    Beiträge
    2
    Blog-Einträge
    1

    Standard AW: Bossing im Öffentlichen Dienst

    Hallo Liaquat,

    tja ... was soll ich sagen!?! All das was Du geschrieben bzw. berichtet hast, könnte ich sofort unterschreiben!!! Auch ich führe einen solchen Kampf mit allen nur denkbaren Mitteln an allen Fronten. Leider muss ich Dir sagen, und ich glaube das Du es auch schon ahnst: "Es wird Dir keiner helfen"! Es gibt ein schönes Sprichwort, das heißt: "Eine Krähe hackt der Anderen kein Auge aus". Und genau das hast Du im öffentlichen Dienst! Leider ist es bei Gericht so, dass Du die Beweislast erbringen musst. Und genau diese Fronten von Seilschaften - und auch Kollegen die keinen Arsch in der Hose haben zu Dir zu stehen, werden sich gegen Dich stellen. Vor Gericht wirst Du trotz dalegbarer Beweise und nachvollziebarer Tatsachen als "Depp" abgetan. Monat für Monat, Tag für Tag und Nacht für Nacht sitze ich da und versuche eine Möglichkeit zu finden, wie ich gegen dieses Kartell vorgehen kann. Selbst die von der Politik eingerichteten Stellen und Institutionen, scheinen ihre Bestimmung nur einseitig zu verstehen. Die Hilfe ist oft oberflächlich und ohne tiefgreifende Wirkung. Ganz im Gegenteil! In meinem Fall hat es sogar zusätzlichen Schaden gebracht. Am Anfang bläst man sich auf, mach Hoffnung - und am Ende, kann man leider nicht "MEHR" für dich tun. Was wir bräuchten wäre eine Institution, die mit aller Härte und Konsequenz dort ansetzt, wo das Übel begraben liegt: Die Behördenleitung. Mein Anwalt meint, zumindest in meinem Fall, dass ich an die Öffentlichkeit gehen soll. Die Konsequenz wäre allerdings, dass ich meinen Job los wäre! Ein hoher Preis also!!! Man sollte vielleicht Mal darüber nachdenken, ob man eine solche Instituion oder Stelle nicht schaffen könnte. Was wir im öffentlichen Dienst brauchen, dass ist die Öffentlichkeit!!! Was man nämlich am wenigsten will, dass ist schlechte Presse. Ich schreibe derzeit an meinem Buch.... meinem ganz persönlichen Erfahrungsbericht! Und ich habe auch keine Angst mehr, Ross und Reiter zu nennen! Wir können uns gerne Mal austauschen. Hier ... per Mail... ganz egal! Laß sie ihr Denkmal bauen. Mal sehn wer am Schluss darauf thront!

    Liebe Grüße
    Rüdiger

  3. #23
    Registriert seit
    14.02.2013
    Beiträge
    4

    Standard AW: Bossing im Öffentlichen Dienst

    hallo, liaquat,
    hast du unlängst den film "mobbing" im BR gesehen? der gemobbte landete im container und produzierte müll, da er seine arbeit (eher wegen des geldverdienens behalten wollte.
    wir haben nur 1 leben, such dir was anderes.
    M.

  4. #24
    Registriert seit
    11.02.2013
    Beiträge
    48

    Standard AW: Bossing im Öffentlichen Dienst

    tja, der öffentliche dienst ist auch heute noch ein fall für sich. dass da soviel mobbing/bossing stattfindet liegt m. m. nach daran, dass vor jedem gebuckelt wird, der auch nur ein klein bißche fürs eigene fortkommen mal nützlich sein könnte.

    ich habe oft genug erlebt, wie sich das verhalten von vorgesetzten gegenüber mitarbeitern ändert, sobald deren oberster boss sich auf irgendeine art äußert. wer in einer kommunalverwaltung ist, kennt sicher auch diese geschäftige unterwürfigkeit gemeinderäten gegenüber, ortsansässigen unternehmern und natürlich den bürgermeistern. rückgrat? fehlanzeige. wenn chef sagt, der himmel ist grün, dann ist er natürlich grün. soll er morgen gepunktet sein, dann ist das eben so.

    und was soll der einfache beschäftigte bitte schön machen? personalabteilung hängen letztens auch vom dezernenten, bürgermeister ab und werden sich da nicht groß reinhängen, genausowenig wie der personalrat. der gemeinderat hält sich erfahrungsgemäß aus interna lieber raus.

    und nun ...? ich weiß auch keine lösung

  5. #25
    Registriert seit
    25.07.2017
    Beiträge
    6

    Standard AW: Bossing im Öffentlichen Dienst

    Hallo Liaquat,
    wie blöd, dass ich erst jetzt auf dieses Forum gestoßen bin. Das ist ja alles schon so lange her, was Du geschrieben hast. Ich wüsste gerne, wo Du jetzt gerade stehst und wie es Dir in der Zwischenzeit ergangen ist. Ich bin seit 23 Jahren im öffentlichen Dienst, auch im Angestelltenverhältnis, und kenne Deine Situation nur zu gut. Habe inzwischen eine Abmahnung erhalten und bekomme weder vom Personalrat, noch von der Schwerbehindertenvertretung Unterstützung. Im Gegenteil: Der Personalrat gibt mir die ganze Schuld und der Schwerbehindertenvertreter ermahnt mich, dass ich mich nicht auf meiner Schwerbehinderung (Grad 50) ausruhen und schön meine Arbeit machen soll, damit der Chef zufrieden ist und Gras über die Sache wachsen kann. Ich bin ewig und drei Tage dem Integrationsfachdienst hinterher gelaufen, aber die eine Sachbearbeiterin war gar nicht für mich zuständig, die andere war nicht bereit, mit mir zu reden, bevor sie nicht Rücksprache bei meinem Arbeitgeber gehalten hat, wo ihr dann ordentlich die Hucke voll gelogen wurde. Nun steht ein Termin beim Anwalt an. Bei Interesse werde ich gerne weiter berichten.

  6. #26
    Registriert seit
    15.03.2009
    Beiträge
    72

    Standard AW: Bossing im Öffentlichen Dienst

    Hallo Clair Grube,

    ich mische mich mal ein, weil ich die Situation kenne. Das "Aussortieren" von Schwerbehinderten im öffentlichen Dienst scheint weit verbreitet zu sein und Methode zu haben. Ich bin anerkannte Schwerbehinderte, habe an verschiedenen Stellen im öffentlichen Dienst gearbeitet und bin über die Jahre hinweg so massiv und widerwärtig gemobbt worden, dass ich inzwischen voll erwerbsgemindert bin, und das, obwohl ich immer ein starkes Selbstbild von mir hatte und mich niemals auf meine Behinderung ausgeruht habe, wie es oft vorgeworfen wird.
    Schwerbehindertenvertreter - och, eigentlich kümmere ich mich nur um die Arbeitsplatzausstattung
    Personalrat - Schweigen

    Allerdings habe ich mit dem unabhängigen Integrationsfachdienst gute Erfahrungen gemacht, ich wurde kompetent beraten.
    Er untersteht doch der Schweigepflicht und darf nur intervenieren, wenn der Betroffene es wünscht.
    Ich habe gemeinsam mit dem IFD das Gespräch mit meinem Arbeitgeber gewünscht, mein Chef blockte ab, wies jede Einmischung von außen kategorisch von sich. Nichtstun oder zu langsames Arbeiten wurde mir ebenfalls unterstellt, wobei ich ca. 20 Arbeitsvorgänge zu bearbeiten hatte und die Kollegin 3 Arbeitsvorgänge gleichen Volumens.
    Mein letzter Chef - mein voriger, mit dem ich gut klar kam, wurde versetzt - hat durch Weggang eines Kollegen und durch meine Erkrankung zwei seiner "Freundinnen" (langjährige private Bekannte) befördern können.

    Berichte doch bitte mal, was bei Dir los ist.

    Gruß
    Trauerweide

  7. #27
    Registriert seit
    25.07.2017
    Beiträge
    6

    Standard AW: Bossing im Öffentlichen Dienst

    Hallo Trauerweide,
    was Du schilderst, ist mir leider nur allzu vertraut. Kann es sein, dass im öffentlichen Dienst vorzugsweise sehr widerwärtige Menschen beschäftigt werden ? Bei uns ist das leider auch ein großes Problem in so ziemlich allen Abteilungen. Während den Betriebsmatratzen und den Speichelleckern alle Türen offen stehen, haben die Leute, die einfach nur ihre Arbeit machen wollen, ständig Ärger mit Vorgesetzten und Kollegen.

    Gestern war ich bei einem Anwalt für Arbeitsrecht, um gegen meine Abmahnung vorzugehen. Als ich ihm die Bescheinigung über meine Schwerbehinderung vorlegte (Grad 50), fragte er mich nach der Diagnose. Als ich ihm wahrheitsgemäß antwortete, dass es wegen Asthma und einer mittelgradigen Depression sei, hatte ich das Gefühl, dass sofort die Stimmung umschlug. In letzter Zeit kommt es mir so vor, als würden sich manche Leute, sobald sie etwas von Depressionen hören, nichts sehnlicher wünschen, als dass dieses unnütze kleine Nichts bald möglichst aus dem Leben scheidet. Ich vermute, dass auch das Verhalten meines Vorgesetzten etwas damit zu tun hat. Der Anwalt hat sich zwar um meine Abmahnung gekümmert und will jetzt einen Widerspruch formulieren, in welchem er die Abmahnung so weit als möglich entkräften möchte, aber die übrigen Verletzungen meiner Arbeitnehmerrechte interessierten ihn nicht und in der Sache selbst gab er meinem Vorgesetzten recht.

    Ich warte jetzt einfach mal ab, wie es weiter geht und bleibe wachsam.

    Liebe Grüße
    Clair
    Geändert von Clair Grube (26.07.2017 um 21:14 Uhr)

  8. #28
    Registriert seit
    15.03.2009
    Beiträge
    72

    Standard AW: Bossing im Öffentlichen Dienst

    Hallo Clair Grube,

    ich komme ursprünglich aus der freien Wirtschaft, habe einige Jahre in einem Industrieunternehmen gearbeitet. Erst als dieses schließen musste, stieg ich - ohne Vitamin B - in den öffentlichen Dienst ein, aus heutiger Sicht ein fataler Fehler.
    Es kann jahrelang gut funktionieren wie bei mir, dann wechselt die Leitung und schon sitzt irgendeine Tussi auf Deinem Schwerbehindertenplatz, während man Dich zu unveränderten Konditionen (sonst hätte man ja direkt eine Handhabe) versetzt.
    Ja, es ist bei meiner letzten Stelle so gewesen, dass zwei gute weibliche Bekannte des neuen Chefs unbedingt höhergruppiert werden sollten, deswegen hartes Mobbing gegen mich. Beide sind wesentlich geringer qualifiziert, die eine stammt übrigens aus dem Seifen- und Unterhosenverkauf eines Kaufhauses und speichert von sich Fotos in Dessous auf dem Behördenserver (sie verkauft diese nebenbei auf Dessous-Partys). Dort, wo ich zuletzt tätig war, gab es sehr wohl einige männliche Hochschulabsolventen und drumherum lauter gibbelnde Tussis. Ich wurde abgestempelt als "Spaßbremse, die immer so dienstlich ist und mit der Du nur arbeiten kannst."

    Zu Dir: Du kannst tatsächlich nur abwarten, was der Anwalt verfasst. Bitte um eine Vorabschrift, dass Du sie Dir durchlesen und ggf. um Korrektur, Änderung bitten kannst. Mein damaliger Anwalt hatte nicht viel erreicht. Er war zuerst in einer angesehenen Gemeinschaftskanzlei tätig, als ich ihn aufsuchte, machte sich dann in einem schmuddeligen Stadtviertel selbständig und bekam wenig auf die Reihe.
    Ich bin nicht wegen Depressionen schwerbehindert, aber ich hatte nach dem gesamten, ständigen Mobbing depressive Phasen. Inzwischen bin ich nicht nur gehbehindert, sondern organisch schwer erkrankt und frühverrentet.

    Soweit können die Menschen einen bringen. Ich habe es an mehreren Stellen im ö. D. erfahren, egal ob kommunaler Versorger, Kirche, Sicherheitsbehörde. Wie sagte mir jemand "Vitamin B schadet nur dem, der es nicht hat." So ist es.

    Ich drücke Dir die Daumen, dass der Anwalt auf Deiner Seite ist und sich für Deine Rechte einsetzt.

    Gruß
    Trauerweide
    Geändert von Pfirsichblüte (27.07.2017 um 08:36 Uhr)

  9. #29
    Registriert seit
    25.07.2017
    Beiträge
    6

    Standard AW: Bossing im Öffentlichen Dienst

    Nun ist es ja schon eine ganze Weile her seit meinem Anwaltstermin. Bevor er sein Schreiben an den Arbeitgeber schickt, wollte er es mir vorab per Mail schicken, damit ich gegebenenfalls noch etwas ergänzen kann. Seit dem 25.07. habe ich nun aber nichts mehr von dem Anwalt gehört und gelesen. Dass er die Deckungszusage der Rechtschutzversicherung abwarten will, verstehe ich. Aber dauert das wirklich so lange ?

  10. #30
    Registriert seit
    29.07.2017
    Beiträge
    26

    Standard AW: Bossing im Öffentlichen Dienst

    Meiner Erfahrung nach, sollte man bei Anwälten immer am Ball bleiben. Einfach laufen lassen ist da nicht. Anrufen, nachhaken, notfalls nerven, sonst kommt man da nicht weiter.

Seite 3 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 2 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 2)

Ähnliche Themen

  1. Mobbing im öffentlichen Dienst
    Von contract im Forum Mobbing am Arbeitsplatz, Mobbing durch Kollegen, Ist das Mobbing, werde ich gemobbt ?
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 24.12.2014, 11:58
  2. Mobbing im öffentlichen Dienst
    Von Estermilla im Forum Mobbing am Arbeitsplatz, Mobbing durch Kollegen, Ist das Mobbing, werde ich gemobbt ?
    Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 27.09.2012, 17:51
  3. Mobbing im Öffentlichen Dienst
    Von Kitty im Forum Mobbing am Arbeitsplatz, Mobbing durch Kollegen, Ist das Mobbing, werde ich gemobbt ?
    Antworten: 17
    Letzter Beitrag: 23.09.2011, 12:59
  4. Gefahr von Mobbing im öffentlichen Dienst
    Von DerSucher im Forum Bossing, Mobbing durch den Chef, Mobbing durch Vorgesetzte,
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 20.08.2011, 10:15
  5. Mobbing im Öffentlichen Dienst
    Von Gefährliche Kurve im Forum Mobbing am Arbeitsplatz, Mobbing durch Kollegen, Ist das Mobbing, werde ich gemobbt ?
    Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 18.01.2009, 17:55

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •