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Thema: Mobbing? Neid? Mißgunst? Angst?

  1. #1
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    Standard Mobbing? Neid? Mißgunst? Angst?

    Ich habe 15 Jahre lang eine Praxis geführt und bescheinigterweise auch sehr gut.
    Trotzdem bin ich jeden Tag mit Freude auf die Arbeit gegangen und habe mich stetig fort- und weitergebildet.
    Vor mehr als zwei Jahren haben wir fusioniert mit genau der Praxis, aus der ich damals wegen dem angespannten
    Betriebsklima weggegangen bin.

    Die Führungskraft der anderen Praxis und ich sitzen in der gleichen Hirarchieebene.
    Allerdings bin ich auch Qualitätsbeauftragte und musste natürlich die Abläufe an die Normen anpassen. Auch bin ich
    seit meiner Ausbildung in einem medizinischen Großlabor gewöhnt, harmonisch im Team zu arbeiten.

    Schon vor der Fusion hat sie mich angegriffen und behauptet solche Leute wie ich wären Schuld, dass in den Praxen so wenig Personal arbeitet.

    Aussagen-Beispiele:
    Ich sei überkanditelt (kann niemand bestätigen)....,
    Ich hätte einen zwanghaften Änderungswahn
    Angeschrien, wo ich Ziffern geprüft hätte, mit dem Maul.....
    ich rede fürs Personal und du für die Chefs


    Sie hat mich am Anfang im größten Stress ohne Einarbeitung mit dem neuen Computersystem hängen lassen um jeden "Fehler"
    oder Versäumnis aufzubauschen.

    Dann hat sie behauptet ich würde am Telefon zu lange mit den Patienten reden, ich würde mich sozusagen um Kopf und Kragen reden.
    Eine Telefonstatistik hat das Gegenteil bewiesen.

    Wenn ich Abläufe optimieren will, kriege ich zu hören:
    das interessiert mich nicht, das geht uns nichts an, dass ist Sache der Chefs, das ist doch nicht unser Problem, keine Zeit,

    Dienstzeiten,eher gehen oder sonstiges wird unter Ihr und einer Kollegin besprochen, ich werde dann nur teilweise informiert.

    Sie hat mich über die Zeit ständig angegriffen, auch mehrfach in der Teambesprechung.
    Sie schreckt vor Lügen und maßlosen Übertreibungen nicht zurück. Alle Fehler in unserem gemeinsamen Arbeitsbereich habe
    ich gemacht, obwohl ich vieles von Ihr wortlos ausbessere ohne es aufzubauschen.

    Es kommt keine normale Unterhaltung zustande, wenn sie mit mir spricht ist es Kritik. Ich muss mich auch ständig rechtfertigen, warum ich welche Patiententermine vergebe.
    Sie würde für was Personal arbeiten und ich für die Chefs, das hatte sie auch den Kolleginnnen vermittelt. Das habe ich auch gespürt.

    Mittlerweile habe ich mit den Kolleginnen wieder ein gutes Verhältnis. Auch mit den Chefs läuft es gut.
    Ich merke aber immer wieder ihre Stimmungsmache gegen mich. Abfällige Bemerkungen, das ist ihr Spezialgebiet.

    Jetzt habe ich die Chance für eine Schulung, die auch für die Praxis wichtig ist. Eine Woche Urlaub für eine Schulung
    im August hatte ich schon vor 10-12 Wochen im Kalender eingetragen. Jetzt hat sich meine Kollegin genau in dem
    Zeitraum 31/2 Wo eingetragen und zu mir gemeint. Urlaub sei wichtiger als Schulung, da müsste sie nochmal mit
    dem Chef reden. Das ginge nicht, dass ich Sommer Schulungen besuche.

    Grundsätzlich mit Ihr: Wenn zwei das Gleiche tun, ist das noch lange nicht das Selbe.
    Einmal ist ständig. Sie reduziert mich auf meine Fehler oder vermeindlichen Fehler.

    Auch solle ich die Wochenenden zur Erholung nutzen und nicht draußen rumfliegen. Da muss ich dazu sagen, ich bin im Ehrenamt
    an einigen Tagen im Jahr am Wochenende unterwegs, was mir sehr viel Kraft gibt und sehr viel Spass macht.

    Die Kolleginnen wissen, dass sie schwierig ist. V. a. Dingen eine ehemalige Kollegin stand jahrelang in ihrem Schussfeld und hält
    sich jetzt vornehm zurück. Im Gegenteil, mittlerweile verstehen sich die beiden wieder gut.

    Eine Andere hat gesagt, dass könnte sie nicht so arbeiten, dass würde sie nicht aushalten. Aber sie möchte sie nicht zum Feind haben.
    Sie käme ja soweit mit ihr klar.

    Selbst die Ärzte legen sich nicht mit ihr an. Die Chefs wissen von den Spannungen zwischen uns. Sie möchten keine von uns beiden verlieren
    und erwarten einen professionellen Umgang in unserer Position. Und Streit nicht vor den Patienten. Also schalte ich auf Durchzug (soweit das überhaupt geht)
    oder beiße mir auf die Zunge.
    Ich als Führungskraft trete zurück, damit Ruhe ist. Das kann ja wohl nicht angehen.

    Konflikt- und Beschwerdemanagement ist nicht Ihre Stärke. Sie wartet auch meist, bis die Ärzte um die Ecke sind, bevor sie wieder loslegt.
    Ihr Einstellung: Der Schnee ist schwarz, der war schon immer schwarz und wenn ich sage der ist schwarz, dann ist er schwarz!

    Ich bin echt am verzweifeln. Ich habe dauerhaft erhöhten Puls, Bauchschmerzen und stehe ständig unter Strom, ich habe auch lange Zeit an meiner
    Qualifikation gezweifelt, mittlerweile gehts wieder besser. Auch habe ich monatelang Antidepressiva genommen.

    Hat jemand von Euch einen Tipp für mich

    Ansonsten schönen Sonntag noch.

    LG
    Lisali
    Geändert von Lisali (20.06.2010 um 19:46 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: Mobbing? Neid? Mißgunst? Angst?

    Hallo ich verstehe ihre Gedanken und Probleme es ist so schwer mit solche Kollegen zu arbeiten. Ich verstehe nicht wie manche Mensche einer anderen Person das Leben so zur Qual machen müssen. Es tut mir so leid für sie!

  3. #3
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    13

    Standard AW: Mobbing? Neid? Mißgunst? Angst?

    Hallo,

    dass Du schon Antidepressiva nehmen musstest, versetzt mich in Alarmbereitschaft.
    Lass es nicht so weit kommen, dass es Dir geht wie mir. Jahrelange Attacken vom Vorgesetzten und seit einigen Monaten von zwei Kollegen (siehe meine Ausführungen unter: Schlimme Aussagen) die dazu geführt haben, dass ich nun eine schwere Depression und teilweise extreme Ängste habe, die auch zu körperlichen Symptomen führen. Mein Selbstwert ist am Boden, ich fühle mich gar nicht mehr. Ich lache, wenn es die Situation erfordert, aber eigentlich ist das der pure Automatismus, kein echtes Lachen, keine Freude, keine Hoffnung.
    Einfach nur noch jeden Tag durchstehen und existieren. Ein Leben ist das keins mehr.
    Jeden Tag noch mehr Angst, wieder da hinzugehen und zu warten, was wieder an Hähme und Sticheleien und unwahren Behauptungen kommt.

    Mir wurde vom Anwalt geraten alles aufzuschreiben was gesagt oder getan wird, auch scheinbar unwichtige Dinge.
    In Deinem Fall kannst Du ja die Behauptungen z.T. klar wiederlegen, also schreib alles auf, wer weiss, wozu Du es nochmal brauchst. Wichtig ist auch, dass Du Dich nicht provozieren lässt, auch wenn es schwerfällt, aber das würde der Dame in die Hände spielen.
    Ganz wichtig auch, dass habe ich leider auch zu spät erfahren: Du bist sogar verpflichtet Dich offiziell zu beschweren bei Deinem Chef und zwar schriftlich, damit Du einen Beweis hast. Du weisst ja nicht, ob es so schlimm kommt, dass Du rechtlich gegen die DAme vorgehen willst, dann wird man Dir gegebenenfalss vorwerfen, dass Du Dich ja nie beschwert hast. Lass es nicht soweit kommen. Wehr Dich, nimm am besten einen Anwalt.
    Ich habe viel zu lange damit gewartet. Mit dem heutigen Wissen, würde ich viel früher eine Rechtsberatung einholen und klare Grenzen setzen. So kaputt wie ich heute bin weiss ich:
    kein Job der Welt ist es wert, dass man kein normales Leben mehr führen kann.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Unterstützung
    leslie

  4. #4
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    Standard AW: Mobbing? Neid? Mißgunst? Angst?

    Hallole

    Wieder mal ein klassischer Fall von Führungsversagen. Aber auch Offenbarung deiner eigenen Schwäche.

    Schon längst hätte eigentlich jemand eine Etage höher der Dame das Maul stopfen müssen.
    In der Form dass: "Wenn sie nicht in der Lage sind ein kollegiales Verhältnis zu ihrer direkten Kollegin aufzubauen, wo ein Miteinander statt Gegeneinander herrscht, dann sind sie hier flüssiger wie Wasser. Die Art und Weise wie sie ihre Kollegin vor dem Personal (und Patienten) diskreditieren ist unterste Schublade. Wenn sich das nicht ab jetzt und heute um 180 Grad dreht, müssen wir uns Gedanken um ihren Ersatz machen bzw. haben wir uns bereits gemacht. Beim nächsten Zucken sind sie gefeuert. Die schriftliche Abmahnung wegen Diskriminierung und Störung des Betriebsfriedens werden wir noch heute aufbereiten und ihnen aussprechen. Noch Fragen?"

    So geht man als Chef mit solchen Leuten um. So ein Giftzahn kostet dich als Firmeninhaber mindestens 20-30% der Leistung innerhalb der Abteilung weil sich alles nur um das Getue eines solchen Störfaktors dreht.

    Doch wieder einmal mehr zeigt sich, dass die fachliche Kompetenz der Führungskräfte, sei sie noch so hoch und brillant, deren Defizite in sozialer Kompetenz niemals aufwiegen kann. Leider teilst du das Schicksal vieler Menschen in einer Führungsposition. Oben dran sitzen nur Waschlappen und Zahlendomteure die mit Menschen nichts am Hut haben und absolut entscheidungsschwach in Führungsfragen sind.

    Aber sei auf der Hut: Es könnte ja auch sein, dass sie euch euch selbst überlassen, weil sie sehen wollen wer die schärferen Ellenbogen, mehr Fügrungsqualitäten hat. Vielleicht ist das die Arena welche entscheidet wer schlussendlich alles leitet. Denk daran Zwei sind oft einer zuviel, wenn du verstehst was ich meine.

    Doch egal ob diese Konstellation tatsächlich vorliegt die Lösung ist in jedem Fall die Gleiche.

    Genau solch eine Situation hab ich auch mal, sogar von einem Vorgesetzten, eine Zeit lang erduldet. Dann habe ich eines Tages entschieden: "Nie wieder lass ich mich vor anderen fertig machen!" Seine Doppelzüngigkeit und Falschheit hab ich ihm dann immer wenn er mich mit einem anderen Mass messen wollte wie die anderen direkt ins Gesicht gesagt: Warum ist soll das jetzt nicht in Ordnung sein. Gestern hat es Franz genauso gemacht und sie waren voll des Lobes? Was soll das? Wollen sie mich fertig machen? Warum hassen sie mich?

    Beim ersten Mal hab ich mir fast in die Hosen geschissen vor Aufregung. Am liebsten hätte ich ihm eine Faust voll Knochen ins Gesicht gegeben. Doch genau das wollte er vielleicht. Den Gefallen hab ich ihm nicht getan. Ich hab ihn, mit dem was ich gesagt habe, viel härter und tiefer getroffen, zumal einige Kollegen darum herum standen und er die volle Breitseite bekommen hat.
    Dann ist er hochrot angelaufen und hat blitzartig die Szene verlassen. Ich hatte die Kraftprobe gewonnen und er hat gezeigt, dass hinter der Fassade nichts war, eine hohle Nuss. Von da an hatte ich praktisch Ruhe und die Kollegen zeigten mir gegenüber einen Respekt den ich vorher nicht kannte. Wahrscheinlich weil andere ebenfalls schon unter diesem Scheusal gelitten hatten aber den Mut, den ich eben aufgebracht habe, nie aufgebracht hatten.

    Wenn du wirklich eine Führungskraft sein willst die diese Bezeichnung verdient, dann musst auch du diese Feuerprobe bestehen. Wie sonst willst du irgendwann einmal selbst das zu einem Mitarbeiter sagen, was ich oben formuliert habe, was die andere von mir zu hören bekommen würde?
    Seh dich nicht als Opfer sondern sehe dies als Herausforderung an, deine Führungsstärke und Überlegenheit zu demonstrieren. Such dir den richtigen Augenblick, um ihre Machart absolut bloss zu stellen und sie gleichzeitig zur direkten Rechtfertigung zu zwingen wenn sie mal wieder Lügen verbreitet. Und zwar so, dass sie nicht flüchten kann und wenn sie es tut sie sich zum Affen macht. Lass ihr die Hosen runter mach ihre Intrige sichtbar so dass alle ihr dreckiges Spiel sehen. Darüber musst du nachdenken und nicht darüber wie arm du dran bist. Lass dich nicht bemitleiden. Das brauchen die Schwachen und Hilflosen sondern überlege was du für ein Chef sein willst wenn ein Mitarbeiter zu dir kommt der dir unterstellt ist der dir genau das Leid klagt was du nun hier tust. Wie willst du diesem Kollegen helfen? Könntest du das heute hier und jetzt? Um wieviel bist du besser und entschlossener als deine eigenen Chefs die dich im Stich lassen? Wieviel Ärger bist du selbst bereit auf deinen Schultern zu tragen wenn du solch einem Scheusal das Maul stopfst, das am Abend mit deinem Chef zum Kegeln geht?

    Dass sind die Fragen die eine Antwort von dir fordern, auch über diesen Fall hinaus?

    Teile deinem Chef mit, dass ab heute 06.00 Uhr zurückgeschossen wird, dass du die Nase voll hast und du von ihm wissen möchtest was denn nun besser sei für das Geschäft: Niedertracht, Neid und Missgunst oder Kooperation, Innovation und gegenseitige Wertschätzung.
    Sag ihm, dass du keinen weiteren Übergriff klaglos hinnehmen wirst und notfalls die Kollegin wegen Leumundsverletzung anzeigen wirst. Zwing ihn ein Statement abzugeben. Dann weisst du wo du dran bist und wer zu wem hält. Ausserdem landest du damit genau den Wirkungstreffer den die Chefs sehen wollen im laufenden Fight. Dass jemand von euch beiden endlich soziale Kompetenz, unternehmerisches Denken sowie Stärke und Schneid zeigt!!!!!!!!

    Tu es einfach. Wenn du daran glaubst: Irgendwann werden die es schon sehen und Hilfe leisten, dann glaubst du auch an den Osterhasen. Die sehen genau was da abgeht aber sie sind entweder zu feige oder unfähig solch eine Situation aufzulösen. Oder aber, wie beschrieben, klare Absicht und Kalkül, um zu sehen wer sich final durchsetzt und mit welchem Geschick und mit welchen Mitteln.

    Führen lernt man nicht auf der UNI sondern hier im harten Tagesgeschäft. Das hat sich in Deutschland aber auch anderswo noch nicht herumgesprochen. Und nur das Meistern realer, schwieriger Situationen wie dieser hier macht dich zu einer immer besseren Führungskraft zu welcher die Mitarbeiter vertrauensvoll ausschauen können, in der Gewissheit stets so objektiv wie möglich, fair und korrekt behandelt zu werden.

    Deshalb: Tu es!!!!

    Gruss Martin
    Geändert von Psychobabbel (21.06.2010 um 07:52 Uhr) Grund: Ergänzungen

  5. #5
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    Standard AW: Mobbing? Neid? Mißgunst? Angst?

    Neid ist leider eine der stärksten Triebfedern des Menschen

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