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Thema: Schlechte Erfahrungen mit verdi

  1. #31
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    Standard AW: Schlechte Erfahrungen mit verdi

    Schade, dass so viele schlechte Erfahrungen mit Verdi gemacht haben. Ich muss leider sagen, dass es bei mir nicht viel anders ist. Allgemein finde ich es bedenklich und auch traurig, wie schwach die Gewerkschaften heute sind und wie wenig sie wirklich für die Rechte ihrer Mitglieder kämpfen. Ich persönlich denke trotzdem, dass es wichtig ist, Mitglied einer Gewerkschaft zu sein. Momentan bin ich mir aber auch unsicher, wie es bei mir weitergeht.

  2. #32
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    Standard AW: Schlechte Erfahrungen mit verdi

    Das erste Mal bei meinen schlimmen Problemen wurde mir von einer Gewerkschaftssekretärin von Verdi 2006/7 erklärt ich habe keine Lobby.
    Jahre später half mir ein Betriebsrat, der Verdi überzeugte mir helfen zu müssen. Der Schriftverkehr im Rechtsschutz war schlecht formuliert und enthielt Fehler (z.B. mein Name falsch geschrieben) .
    Dennoch hatten sie zu ihrer eigenen Überraschung Erfolg, das hatten sie nicht gedacht, zumindest hatten sie mir das so geschrieben.

    Jetzt haben sie einen Riesenfehler gemacht, sie haben im Tarifvertrag ausgehandelt das eine stufengleiche Höhergruppierung stattfinden soll.
    Als ich eine Höhergruppierung bekam, sagten sie mir das aber nicht, sie sagte ich solle für mein Recht kämpfen die Höhergruppierung zurückzudatieren, seit Antragstellung. Leider bedeutete das eine Schlechterstellung, denn da gab es die stufengleiche Höhergruppierung noch nicht. Satte 84€ monatlich weniger also, das nun für 3,5 Jahre. Schade eigentlich...
    Noch schlechter war, das ich angehalten wurde alle Daten zu sammeln, Verträge, Arbeitsvorgänge etc.
    Nachdem ich also für ein 3/4 Jahr fleißig gearbeitet hatte und 2 Dicke Ordner voll hatte, sagte die Rechtsanwältin sie wolle nur die -Wesentlichen- Daten.
    Nach eine halben Stunde dachte sie sie kennt nun den Fall und sagte mir die Chancen stünden schlecht. Mann könne da dies und das noch prüfen, vertreten wollten sie mich auch. Sie hatte mir aber geraten die Höhergruppierung seit Antragstellung zu korrigieren, da hätten sie ja wissen müssen das dies für mich finanziell schlechter ist, weil sie ja wissen müssen das sie diese Stufengleiche Anpassung erst später erwirkt hatten.
    Die Bezügestelle sei Schuld wurde mir erklärt.
    Wie dumm. Die können ja auch nur nach Vorgaben von konkreten Daten der Behörden von denen Verdi die rückwirkende Anpassung erwirkt hatte handeln.
    Beratung Verdi also total negativ und Zeit und Geld klauen sie einem auch.
    Sie selber wollen weder Zeit noch intensive Beschäftigung mit dem Problem investieren.
    Kündigung ist von mir zu Verdi erfolgt. Privater Rechtsschutz ist sinnvoller, da bestimme ich den Anwalt und der kann sogar gewechselt werden, zahlen muss ich ja sowiso, nur bei Verdi machen sie was sie wollen und wollten noch eine Wissenschaft aus meiner Arbeit machen wo ich nun nach einem Jahr auch noch erklären sollte wie ich Arbeitsschritte aufsplitte und was einen Arbeitsvorgang bildet... Nee jetzt habe ich mein Leben zurück. Mir braucht keiner mehr zu erklären was ich über Jahre alles nachweisen muss. Bis die fertig sind, hat sich meine Arbeitssituation schon wieder geändert und wir beginnen von vorn.
    Prima für Verdi, denn solange sie den Hilfesuchenden hinhalten und beschäftigen und der nachweisen und nachweisen muss. brauchen die nix zu machen fürs Geld.
    Prima für mich, ich spare nun die Mitglieder Beiträge für das restliche Leben, damit habe ich den Verlust den Verdi mir gebracht hat wieder raus.
    Außerdem erklärte mir die neue Gewerkschaftssekretärin auch von welchen Leuten sie wisse das sie schlechter gestellt seien.
    Hammer!
    Tun wollen sie wieder nichts, nicht einmal Presse oder sonstige politische Aktionen.

    Nööö bei uns helfen sie am liebsten den Vielverdienern, weil da mehr Beiträge rummkommen.

  3. #33
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    Standard AW: Schlechte Erfahrungen mit verdi

    Anstatt hier an dieser Stelle einen Beitrag zu schreiben, sollte ich vielleicht ein neues Thema mit der Überschrift "Gute Erfahrungen mit ver.di" aufmachen, denn es gibt sie auch: Die positiven Erfahrungen mit ver.di.

    Ich werde vsl. noch dieses Jahr meine 50jährige Mitgliedschaft in der Gewerkschaft begehen können und bin auch jetzt noch Mitglied, obwohl schon im Ruhestand, weil ich ab und zu noch einen Minijob mache.

    ver.di (zuvor DAG) hatte mir als ganz einfaches Mitglied in all den Jahren immer wieder, also mehrfach, und in entscheidenden und den unterschiedlichsten Situationen, was alles Arbeitsrecht anbetrifft, völlig unbürokratisch und meist auch schnell helfen können. Auch, als Betriebsräte sich als nicht zuständig erklärten, unfähig oder einfach unwillens waren, sich meiner Probleme anzunehmen.
    Einmal wurde ich auch von der Gewerkschaft erfolgreich vor Gericht vertreten. Ja, soweit kann Rechtsschutz auch gehen.
    In anderen Fällen, wo es um Umversetzung, Neu-Einstufung/Eingruppierung, möglichen Aufhebungsvertrag oder um Wiedereingliederung ging, erhielt ich jeweils sehr zeitnahe und kompetente Unterstützung seitens ver.di bis hin zum Rechtsschutz. Alles sehr unkompliziert.
    So jedenfalls immer wieder meine Erfahrungen.

    Daß doch einige hier über die Jahre hinweg von sehr schlechten Erfahrungen gerade mit ver.di berichtet haben, kann ich mir nur so erklären, daß es praktisch überall unfähige, inkompetente oder auch unmotivierte Mitarbeiter gibt, also auch bei einer Gewerkschaft.

    Vielleicht noch ein Tipp für ganz Unerfahrene: Man sollte nie freiwillig und überhaupt nie in einer Firma davon erzählen oder berichten, daß man in einer Gewerkschaft ist. Weder Kollegen noch Chefs, noch dem Betriebsrat/Personalrat. Wenn man in einer Konfliktsituation dann mal die Gewerkschaft einschaltet, wird sie sich i.d.R. dann sowieso mit der Personalabteilung in Verbindung setzen... und erst dann ist es wirklich raus... und hatte dann in meinen Fällen nur einen positiven Effekt.
    Was man auch nicht tun sollte: Der Gewerkschaft davon erzählen, daß man sich parallel dazu vielleicht auch noch private anwaltliche Vertretung gesucht hat (wie's bei mir zweimal der Fall war). Man muß dann nur rechtzeitig entscheiden, mit wem man die "Sache" zu Ende bringen möchte und ein glückliches Händchen dabei haben.

  4. #34
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    1

    Standard AW: Schlechte Erfahrungen mit verdi

    Letztendlich ist es mit verdi genau dasselbe Dilemma wie mit anderen sogenannten "Helfern" und Beratungsstellen. Wes Brot ich ess des Lied ich sing. Zulasten der betroffenen Beitragzahler.

  5. #35
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    Standard AW: Schlechte Erfahrungen mit verdi

    Ich habe Ende letzter Woche meine über 20jährige Mitgliedschaft bei Verdi gekündigt. Ich war aktiv im Ortsverband tätig, bin zu Veranstaltungen und Lohnrunden gefahren.
    Vor 11 Jahren ging mein damaliger Arbeitgeber in Insolvenz. Vor einem halben Jahr meldete sich dann der Insolvenzverwalter, dass es eine Auszahlung der Insolvenzgläubiger geben solle.
    meine Insolvenzforderungen beliefen sich auf ca. 12.000 Euro, ausgerechnet vom Lohnbüro. Leider ohne weitergehende Unterlagen, womit meine Forderungen bestritten wurden.
    in mühevoller Kleinarbeit rechnete ich dann meine Forderungen selbst aus und kam sogar auf 17.000 Euro Forderungen.
    Diese reichte ich erneut ein, wovon dann ca. 2600 Euro anerkannt wurden.
    Auf die Nachfrage beim Insolvenzverwalter bekam ich dann lapidar die Antwort: „Weil ich das bei allen so gemacht habe.“
    Daraufhin meldete ich mich bei Verdi und der DGB-Rechtsschutz um die abgelehnten Forderungen rechtlich überprüfen zu lassen.
    Erstmal wollte Verdi meine letzten 3 Lohnabrechnungen sehen und stufte erstmal meinen Beitrag rückwirkend auf 6 Monate hoch.
    Ich habe dann sämtliche Unterlagen dem DGB Rechtsschutz übergeben, mit der Bitte um Prüfung.
    6 Monate lang habe ich dann ABSOLUT NICHTS vom Rechtsschutz bzw. Gewerkschaft gehört. Auch das mehrmalige Nachfragen (telefonisch und per Email) wurde abgekanzelt, man könne noch nichts sagen.
    Bei weiteren Nachfragen war dann der Rechtsanwalt im Urlaub, auf Fortbildung usw.
    Mittlerweile habe ich selbst Akteneinsicht beim Amtgericht bekommen und erfahren, dass mir 7.35% meiner festgestellten Forderungen bewilligt wurden. Also ca. 200€.
    Ich habe daraufhin erneut den mittlerweile aufgelaufenen Schriftverkehr mit dem Insolvenzverwalter an die Rechtsschutz weitergeleitet. Auf die Rückmeldung warte ich immer noch.
    Inzwischen ist die Einspruchsfrist des Insolvenzverfahrens abgelaufen.

    Vor zwei Wochen habe ich meinem Ärger sachlich aber bestimmt per Brief dem betreffenden Verdi Bezirksbüro kundgetan.
    Auch von dort bisher keine Rückmeldung.
    Daraufhin habe ich letzten Freitag meine Kündigung nach Berlin geschickt.

    Ich bin nicht nur maßlos enttäuscht, sondern Stinkesauer!
    Leider muß ich jetzt Jeden vor einer Mitgliedschaft in diesem Verein warnen!

  6. #36
    Avatar von Andy_
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    Standard AW: Schlechte Erfahrungen mit verdi

    Zitat Zitat von Skipper Beitrag anzeigen
    Ich habe Ende letzter Woche meine über 20jährige Mitgliedschaft bei Verdi gekündigt. Ich war aktiv im Ortsverband tätig, bin zu Veranstaltungen und Lohnrunden gefahren.
    Vor 11 Jahren ging mein damaliger Arbeitgeber in Insolvenz. Vor einem halben Jahr meldete sich dann der Insolvenzverwalter, dass es eine Auszahlung der Insolvenzgläubiger geben solle.
    meine Insolvenzforderungen beliefen sich auf ca. 12.000 Euro, ausgerechnet vom Lohnbüro. Leider ohne weitergehende Unterlagen, womit meine Forderungen bestritten wurden.
    in mühevoller Kleinarbeit rechnete ich dann meine Forderungen selbst aus und kam sogar auf 17.000 Euro Forderungen.
    Diese reichte ich erneut ein, wovon dann ca. 2600 Euro anerkannt wurden.
    Auf die Nachfrage beim Insolvenzverwalter bekam ich dann lapidar die Antwort: „Weil ich das bei allen so gemacht habe.“
    Daraufhin meldete ich mich bei Verdi und der DGB-Rechtsschutz um die abgelehnten Forderungen rechtlich überprüfen zu lassen.
    Erstmal wollte Verdi meine letzten 3 Lohnabrechnungen sehen und stufte erstmal meinen Beitrag rückwirkend auf 6 Monate hoch.
    Ich habe dann sämtliche Unterlagen dem DGB Rechtsschutz übergeben, mit der Bitte um Prüfung.
    6 Monate lang habe ich dann ABSOLUT NICHTS vom Rechtsschutz bzw. Gewerkschaft gehört. Auch das mehrmalige Nachfragen (telefonisch und per Email) wurde abgekanzelt, man könne noch nichts sagen.
    Bei weiteren Nachfragen war dann der Rechtsanwalt im Urlaub, auf Fortbildung usw.
    Mittlerweile habe ich selbst Akteneinsicht beim Amtgericht bekommen und erfahren, dass mir 7.35% meiner festgestellten Forderungen bewilligt wurden. Also ca. 200€.
    Ich habe daraufhin erneut den mittlerweile aufgelaufenen Schriftverkehr mit dem Insolvenzverwalter an die Rechtsschutz weitergeleitet. Auf die Rückmeldung warte ich immer noch.
    Inzwischen ist die Einspruchsfrist des Insolvenzverfahrens abgelaufen.

    Vor zwei Wochen habe ich meinem Ärger sachlich aber bestimmt per Brief dem betreffenden Verdi Bezirksbüro kundgetan.
    Auch von dort bisher keine Rückmeldung.
    Daraufhin habe ich letzten Freitag meine Kündigung nach Berlin geschickt.

    Ich bin nicht nur maßlos enttäuscht, sondern Stinkesauer!
    Leider muß ich jetzt Jeden vor einer Mitgliedschaft in diesem Verein warnen!

    Telefonische Anfragen/Nachfragen oder per Email oder auch Schriftverkehr sind manchmal nur vertane Zeit. Wenn es besonders dringlich ist und/oder es um viel geht, sollte man nicht die Mühe scheuen, dann sehr schnell auch mal persönlich auf der Matte stehen und solange das Haus nicht verlassen, bis man effektiv weitergekommen ist. Dies habe ich mehrfach mit Erfolg praktiziert... wird dir aber im Nachhinein auch nichts mehr nützen...
    Ich denke, es sind immer nur einzelne Mitarbeiter oder auch mehrere, die da wie unfähig oder unwillens sind und nicht eine gesamte Gewerkschaft. Denn wenn man zum Beispiel ein Unternehmen unbedingt verlassen möchte, "nur" weil man zum Beispiel von seinem Vorgesetzten gemobbt wurde, sollte man das nicht auf's gesamte Unternehmen erweitern, daß da prinzipiell gemobbt wird. Es sind leider allzuoft, spezielle "Individuen", die einfach ihrer eigenen Aufgabe wenig gewachsen sind und damit Anderen mitunter viel Schaden zufügen können. Das ist leider bei Gewerkschaften nicht viel anderes als bei vielen Unternehmen. Das kann einem bei jeder anderen Gewerkschaft genauso passieren, nicht nur bei ver.di, denke ich.
    Zudem kann man auch einen "schlechten" privaten Anwalt erwischen in Bezug auf Arbeitsrecht... und dann ist man möglicherweise genauso angeschmiert wie bei Anwälten vom DGB Rechtsschutz. Habe ich alles schon erlebt...

  7. #37
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    2

    Standard AW: Schlechte Erfahrungen mit verdi

    Entschuldigung bitte: 6 Monate Nichtstun mit 14täglicher Rückfrage - auch persönlich. Mehrmaliges Hinweisen auf Dringlichkeit und es passier überhaupt nichts?
    Beschwerdebrief postalisch ans Bezirksbüro: Keine Reaktion? Tut mir leid. Nach weitergehender Recherche scheint mein Fall kein Einzelfall zu sein.
    Anscheinend ist das bestreiken von Großfirmen medienwirksamer als dem einzelnen Mitglied zu helfen.
    Das ist für mich keine Gemeinschaft.

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