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Thema: Was bringt es wirklich wenn man mit seiner Geschichte an die Presse geht?

  1. #1
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    Standard Was bringt es wirklich wenn man mit seiner Geschichte an die Presse geht?

    Hallo

    Was bringt es wirklich wenn man mit seinen Fall an die Presse geht?
    Wäre nicht mehr Ärger vorprogrammiert, ich könnte mir vorstellen das es auch passieren kann das der Bock zum Gärtner gemacht wird oder sich sonstige linke Bazillen die sich enttarnt fühlen sich mit Rechtsmitteln ohne subjektive Beweise wehren.
    Und, dann wenn man doch bei der Presse war und als Opfer dasteht, wie sieht es dann aus..mit einen Arbeitsplatz oder einer Wohnung und bei einen Ortswechsel?

    Was sind eure Meinungen dazu?

    Grüße Hundkatze

  2. #2

    Standard AW: Was bringt es wirklich wenn man mit seiner Geschichte an die Presse geht?

    bei der RTL Serie zur Mediation bei Nachbarschaftsstreit scheint es überwiegend positive erfahrungen zu geben. Warum also so negative kommentieren hundkatze . Übrigens Zwegat hat Bekannten von mir wirklich aus der Scheisse geholfen, das nur mal nebenbei. weniger gut finde ich "frauentausch". Da wird zuviel aufgehetzt .

  3. #3
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    Standard AW: Was bringt es wirklich wenn man mit seiner Geschichte an die Presse geht?

    Hallo Miss Pringels

    Ich bin mir nicht sicher das dann eben das ganze erst richtig hochkommt, und es freut mich für die Bekannten das sich alles zum guten gewendet hat.
    Und was das Mobbing und Nachbarschaftstreit angeht da können wir alle ein trauriges Liedchen singen und sind am überlegen ob wir uns an die Presse wenden sollen, daher auch meine Frage.

    Grüße Hundkatze

  4. #4
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    Standard AW: Was bringt es wirklich wenn man mit seiner Geschichte an die Presse geht?

    Bringt nix oder nicht viel, denn es herrscht Vetternwirtschaft untereinander - wie auch die Links von Respekt im Forum aufzeigen. Es braucht sehr viel mehr als nur Presse - es braucht Druck durch die Bevölkerung.

    LG Ethik
    Ethik

  5. #5
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    Standard AW: Was bringt es wirklich wenn man mit seiner Geschichte an die Presse geht?

    Hallo!
    Leider ist es in Deutschland gesetzlich zwischen zivilrechtlichen und strafrechtlichen Belangen unterschiedlich, was den Nachbarschaftszoff leider unter die zivilrechtlichen Belange einordnet. Erwiesenermaßen ist es so, dass sich selten ein derartiger Zoff per Schiedsmann oder Mediator schlichten lässt, so kann man nur abwarten bis aus dem zivilrechtlichen eine strafrechtliche Sache wird oder man geht in die Pressemedien, sei es nun TV oder Zeitung oder sonst wie, um sich Abhilfe zu verschaffen. Denn Presse öffnet die Augen der Mitmenschen, die ansonsten eher zurückhaltend bis heraushaltend passiv bleiben. Aber früher wurde der Pöbler auch an den Pranger gestellt und leidgeprüften Opfern bleibt dies oft als letzte Option. So auch mir, denn Verleumdung, Nachstellung, Belästigung und Bedrohung sind nur nachweislich strafrechtlich verfolgbar, sofern sie bezeugt werden können, was meist leider nicht der Fall ist. So bleibt mir nur der Gang in die Öffentlichkeit, denn Mobbing, Stalking und ähnliche menschenunwürdige Zustände müssen für die Bevölkerung präsenter werden, damit man darauf gezielter reagieren kann.
    Ich werde mir das nicht mehr gefallen lassen, ich will doch nur meine Ruhe haben!

  6. #6

    Standard AW: Was bringt es wirklich wenn man mit seiner Geschichte an die Presse geht?

    Hallo alle zusammen,

    das ist eine gute Frage. Ich glaube nicht, dass es für den Einzelnen im konkreten Fall besonders viel bringt, außer eben Anteilnahme und die mögliche Erleichterung, seine Geschichte einem interessierten Zuhörer, der einen ernst nimmt, erzählen zu können. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass es, wenn solche Fälle öfters in Presse, Funk, Medien etc auftauchen, nach und nach in der Gesellschaft ernster genommen wird. (Kleine Notiz am Rande: Ich arbeite für ein lokales Medium und weiß, wie schnell beispielsweise lokale Politiker reagieren, sobald etwas in der Zeitung steht. Da mag der engagierte Bürger vorher noch so sehr geackert haben. Daher ist es immer gut, wenn sich die Bürger an die Zeitung wenden, bei konkreten Sachen). Ich wünsche mir, dass das Thema ernster genommen wird. Und Medien sind ein guter Weg. Ich habe zum Glück keine so krasse Geschichte zu erzählen, aber mir hat das Mobbing, was ich erfahren habe, schon gereicht. Niemandem soll das geschehen müssen! Niemandem. Also, Medien: Ja. Es sei denn, es ist irgendwas unseriöses. Die meisten Medien stimmen zu, wenn man anonym bleiben will. Wichtig ist bei so einem Thema, dass der jeweilige Autor gut und emotional schreiben kann (wenns Print ist). So, dass die Leser wirklich mitfühlen. Liebe Grüße

  7. #7
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    82

    Standard AW: Was bringt es wirklich wenn man mit seiner Geschichte an die Presse geht?

    Zitat Zitat von Krakeline Beitrag anzeigen
    Hallo alle zusammen,

    das ist eine gute Frage. Ich glaube nicht, dass es für den Einzelnen im konkreten Fall besonders viel bringt, außer eben Anteilnahme und die mögliche Erleichterung, seine Geschichte einem interessierten Zuhörer, der einen ernst nimmt, erzählen zu können. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass es, wenn solche Fälle öfters in Presse, Funk, Medien etc auftauchen, nach und nach in der Gesellschaft ernster genommen wird. (Kleine Notiz am Rande: Ich arbeite für ein lokales Medium und weiß, wie schnell beispielsweise lokale Politiker reagieren, sobald etwas in der Zeitung steht. Da mag der engagierte Bürger vorher noch so sehr geackert haben. Daher ist es immer gut, wenn sich die Bürger an die Zeitung wenden, bei konkreten Sachen). Ich wünsche mir, dass das Thema ernster genommen wird. Und Medien sind ein guter Weg. Ich habe zum Glück keine so krasse Geschichte zu erzählen, aber mir hat das Mobbing, was ich erfahren habe, schon gereicht. Niemandem soll das geschehen müssen! Niemandem. Also, Medien: Ja. Es sei denn, es ist irgendwas unseriöses. Die meisten Medien stimmen zu, wenn man anonym bleiben will. Wichtig ist bei so einem Thema, dass der jeweilige Autor gut und emotional schreiben kann (wenns Print ist). So, dass die Leser wirklich mitfühlen. Liebe Grüße

    Hallo Krakeline,

    ich denke die Problemlage wurde sehr gut beschrieben. Letztendlich ist es ein Prozess der Abwägung, ab wann man die Presse eingesetzt wird. Ich denke, wir können Einigkeit darüber erzielen, dass bei Unstimmigkeiten im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses gewisse Eskalationsstufen (persönliches Gespräch mit dem und den Kollegen, Gespräche mit dem Vorgesetzten, Einsatz Personalvertretung, Einsatz Rechtsanwalt, Einsatz Arbeitsgericht und als Letztes die Medien) in Betracht kommen.

    Es ist bewusst gewählt, dass die Medien hier als letztes genannt sind. Im Klartext, in dem Moment, wo Medien eingesetzt werden, hat der Betroffene nichts mehr zu verlieren. Seine persönlichen Perspektiven, was die Existenzsicherung anbelangt, laufen gegen Null. Deshalb wird ein Arbeitnehmer immer das Gespräch suchen und ein vernünftiger Arbeitgeber eine Lösung finden, die für den Arbeitnehmer noch gewisse Lebensperspektiven eröffnen. D. h. sowohl der Arbeitnehmer wie auch der vernünftige Arbeitgeber sind an einem Einsatz von Medien nicht interessiert.

    Andererseits, wenn es notwendig ist wegen der geschaffenen Perspektivlosigkeit und es nichts mehr zu verlieren gibt, dann muss auch der Weg über die Medien in Betracht gezogen werden. Zum einen müssen dann betroffene Arbeitnehmer erkennen können, wie aussichtslos auch im Hinblick auf das bei uns vorherrschende System ihre Lage sein kann. Zum anderen muss auch der vernünftige Arbeitgeber, wenn er im nachhaltigen Konfliktfall seinem Arbeitnehmer nicht alle Türen verschließt, erkennen, dass er auf dem richtigen Weg ist, und motiviert werden auf diesem Weg weiterzumachen. D. h. ein Medieneinsatz kann große Teile unserer Gesellschaft aufrütteln. Inwieweit für den Betroffenen ein positiver Effekt entstehen kann, kann in der Tat nicht vorhergesehen werden.

    Gruß

    wehrteuch

  8. #8

    Standard AW: Was bringt es wirklich wenn man mit seiner Geschichte an die Presse geht?

    Hallo wehrteuch,

    da stimme ich dir zu, solange es noch irgendetwas zu kämpfen gibt und es ein Fall in der Arbeitswelt ist, würde ich gut abwägen. Bei Mobbing an der Schule sehe ich es ganz anders. Ich würde mir wünschen, dass die Schulen dazu stehen, dass es diese Probleme gibt. Meistens sagen die Rektoren/Lehrer, "wir haben keine Probleme damit", damit die Schule die weiße Weste behält. Mit Drogen ist es ebenso. Nur: Solange alle Schulen behaupten, sie hätten das Problem nicht - warum sollte sich etwas ändern? Was ich mir wünschen würde: das Schweigen brechen, Eltern, Lehrer und Schüler. Dann muss die Politik reagieren.

    Eure Kraak

  9. #9
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    Standard AW: Was bringt es wirklich wenn man mit seiner Geschichte an die Presse geht?

    Hallo,

    ich kann zum Thema beitragen. Als ich vor über 20 Jahren nach meinem ersten massiven Mobbing als schwerbehinderte Mitarbeiterin mit Auflösungsvertrag und Abfindung zeitweise arbeitslos war, las ich in der regionalen Presse den Fall eines weiteren Mitarbeiters, der schwerkrank bei diesem Arbeitgeber wurde und dem gekündigt worden war.
    Ich reagierte auf diese Pressemeldung, bestätigte, dass Kranke und Schwerbehinderte dort fertiggemacht werden und berichtete von meinem eigenen Leid dort.

    Reaktion: so gut wie keine. Ein Leser schrieb mir, ich hätte den Bericht "so schön formuliert". Eine andere Frau schickte mir zig handgeschriebene Seiten der Lehre Jehovas und wollte mich "erlösen und retten."

    Mit meinem Wissen von heute würde ich mich nicht mehr an die Medien wenden. Die sind nicht ehrlich interessiert, außer dass die Textspalten gefüllt sind und ansonsten erfolgt keine Resonanz, die einen wirklich weiterbringen könnte. Ein Gemobbter ist in den Augen vieler ein Opfer, ein Looser, bedauernswert, aber vielleicht auch irgendwie selbst schuld, weswegen man sich besser zurückhält.

  10. #10

    Standard AW: Was bringt es wirklich wenn man mit seiner Geschichte an die Presse geht?

    Die Arbeitswelt ist sehr hart geworden. Jeder hat nur noch zu funktionieren. Leute, auf die man wegen besonderer Umstände (Behnderungen, chronisch Kranke etc) noch Rücksicht nehmen muss, werden leider oftmals in finanzieller wie Menschlicher Hinsicht als lästiger Störfaktor angesehen. In manchen Fällen fallen sie öfter einmal aus, können also nicht die erwartete Leistung erbringen und kosten nur Geld. Das einmal zur wirtschaftlichen Sicht. Menschlich ist das nicht in Ordnung. Diesen Menschen noch durch Mobbing zusätzlich zuzusetzen erst recht nicht.
    Ich bezweifle, dass die Presse da weiter helfen kann. Es gab zwar schon einige Ansätze das Thema Mobbing auf den Tisch zu bringen. Bei den Ansätzen ist es dann aber auch geblieben. Man brachte hier und da mal ein Sätzchen so nebenbei oder das Thema wurde ins lächerliche gezogen. Wachgerüttelt hat es niemanden. Außerdem lassen irgendwelche Kommentare oder Sendungen über Mobbing jemanden der mobbt doch völlig kalt. Dem geht es um die eigene Existenz (Fehler abwälzen) oder einfach nur darum, besser dazustehen als andere (und durch Mobbing den loszuwerden, der diesen "Status" durch tatsächlich gute Leistung bedroht)

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