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Thema: Wenn aus Mobbing körperliche Gewalt wird

  1. #1
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    Standard Wenn aus Mobbing körperliche Gewalt wird

    Werde seit einiger Zeit an meinem Arbeitsplatz von mehreren Kolleginen schickaniert. Eine von Ihnen ist die treibende Kraft. Heute morgen hat sie sich öfters lautstark über mich geäussert, irgendwann bin ich aufgestanden, habe die Tür zu ihrem Büro geöffnet und sie gefragt ob sie bald mit ihren Sticheleien fertig sei, ob sie etwa nichts zu tun hätte. Da sprang sie wie eine Furie von ihrem Stuhl auf, packte mich schob mich gewaltsam durch die Tür und warf sich mit ihrem gesamten Gewicht von ihnen dagegen. Ich wurde eingeklemt und stürzte als sie loslies zu Boden. Mein Chef hat mich zum Arzt geschickt um die Verletzungen feststellen zu lassen, und hat sie aufgefordert sofort nach Hause zu gehen. Ich bin nervlich am Ende, kann schon längere Zeit nicht mehr richtig schlafen und angst vor den nächsten Anfeindungen der Mitarbeiterinnen. Doch jetzt ist eine Grenze überschritten bei der ich richtigen Hass in den Augen der anderen gesehen habe. Was soll ich tun?

  2. #2
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    Standard AW: Wenn aus Mobbing körperliche Gewalt wird

    Hallo,

    zeig die Frau an und sage, dass du Angst vor ihr hast! Beschreibe diese ständigen Sticheleien und seit wann das geht.
    Die muss sofort vom Arbeitsplatz verschwinden, finde ich.
    LG
    Ibag

  3. #3
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    Standard AW: Wenn aus Mobbing körperliche Gewalt wird

    Danke Ibag
    Habe auch schon daran gedacht, werde aber erst mal sehen ob und welche Konsequenzen im Betrieb auf sie warten. Weiss aus Erfahrung dass Anzeigen leider nicht viel bringen, ausser noch mehr Stress.

  4. #4
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    Standard AW: Wenn aus Mobbing körperliche Gewalt wird

    Liebe Kanime,

    erstmal wünsche ich Ihnen gute Besserung. Lassen Sie sich so ein Verhalten nicht bieten. An Ihrer Stelle würde ich dem AG direkt mitteilen, dass ich den körperlichen Übergriff anzeigen werde und dass er als Vorgesetzer Maßnahmen gegen die Kollegin ergreifen soll. Wer beleidigt und schlägt- fliegt. Ganz einfach.

    Beste Grüße

  5. #5
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    Unglücklich AW: Wenn aus Mobbing körperliche Gewalt wird

    Heute morgen wurde ich zum Chef gebeten. Die Kollegin hat einen Brief vom Anwalt an die Firma schreiben lassen. Im Brief steht dass ich sie getreten hätte und es dafür 3 Zeugen gibt (die anderen Mobber). Als ich nach ihrem Angriff am Boden lag und sie nochmal auf mich zustürmte habe ich nach ihr getreten um sie abzuwehren. Dann hat der Chef mich noch angepöbelt weil ich danach einen Tag krankgeschrieben war ( wegen diesem kratzer). Mein Schienbein schmerzt immer noch und hat immer noch blaue Flecken. So eine Frechheit, ich habe dieses Schlammasel nicht angezettelt. Werde mir einen Termin beim Anwalt geben lassen. Vielleicht sollte der einen Brief mit Fakten aus meinem Mobbingtagebuch an den AG schreiben (die 3 Zeugen sind unglaubwürdig und ihre Aussage falsch und unvollständig). Ich denke wenn ich jetzt nicht einen Brief schicken lasse stehe ich wie die Schuldige da, auch wenn ich ihm gesagt habe dass ich sie abwehren wollte.

    Irgendwelche Ratschläge?

  6. #6
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    Standard AW: Wenn aus Mobbing körperliche Gewalt wird

    Hallo Kanime

    Eins ist aus meiner Sicht schon mal schief gelaufen. Du hättest sofort und ohne Umschweife Anzeige erstatten sollen. Deine Nachsicht es nicht zu tun und dem Ärger aus dem Weg zu gehen könnte sich noch als schwieriges Faktum erweisen. Der Anwalt der Gegenseite wird dies wahrscheinlich so auslegen als wäre dies ein stillschweigendes Eingeständnis deinerseits den "ersten Schlag" geführt zu haben. Sei es nun die Provokation die zur Eskalation führte oder der Tritt. Das ist einerlei. Man wird versuchen dich in jedem Fall als Urheber zu beschuldigen und die Kollegin lediglich affektiven Verhaltens.

    Nur so lässt sich für mich diese Darstellung und damit die Offenbarung der Strategie des Anwaltes der Gegenseite erklären.

    Ein Anwalt sagte einmal zu mir als wir über die Bezeichnung Rechtsverdreher diskutierten: "Das Recht können Anwälte nicht verdrehen aber sehr wohl die Tatsachen!"

    Doch so schnell wird nicht der Fangschuss gesetzt: Behauptungen sind schnell mal aufgestellt. Zeugen hat man schnell gefunden. Doch hier handelt es sich um Körperverletzung. Das ist eine Straftat. Wenn du sie anzeigst, dann werden die Zeugen in der Regel getrennt voneinander befragt, ins Kreuzverhör genommen. Da könnten sich wohl die eine oder andere Widersprüchlichkeit ergeben die das Kartenhaus der Zeugenaussagen, pro deiner Kollegin, zum Einsturz bringen könnten. Das wäre ein Pluspunkt und Entlastung für dich. Spätestens im Zeugenstand wird's dann "komisch" wenn sie sich gegenseitig widersprechen.
    Dann stellt sich auch noch die Frage wie die Zeugen das überhaupt wahrgenommen haben bzw. überhaupt wahrnehmen konnten? Waren sie direkt anwesend? Gibt es andere Zeugen die etwas über das Vorgeschehen aussagen können die du benennen kannst? Hättest du sie dort wo sie sass und stand überhaupt treten können? Gibt es andere Kollegen die ebenfalls unter der Tyrannei dieser Person zu leiden hatten usw....

    Darüber hinaus müssen Beweise gesichert werden. Sicher ist hier kein Kapitalverbrechen verübt worden bei dem jemand ums Leben kam. Und es wird demzufolge nicht mit gleichem Kaliber aufgefahren wie in einem Mordfall. Aber die ärztliche Diagnose über mögliche Verletzungen und das was du im Krankenhaus zu Protokoll gegeben hast dürften hier wichtige Beweisstücke sein. Auch ein Lokaltermin wäre möglich.

    Verlier jedenfalls keine einzige Sekunde mehr und lass dich umgehend von einem Anwalt beraten. Versuche noch heute einen Fachanwalt für Strafrecht an die Strippe zu bekommen was du jetzt genau tun musst, um deine Rechte zu sichern und dich vor drohendem Unrecht zu bewahren.
    Im Moment sieht es leider so aus als müsstest du dich verteidigen. Einfach die Kollegin anzuzeigen wird von der Chronologie her wohl nicht mehr so einfach gehen. Das müsste dann wohl schon der Anwalt in die Finger nehmen. Mach dir klar und bewusst: Es steht im Moment 4 gegen 1. Gegen Dich!

    Was deinen Chef und AG betrifft dürfte der die Hosen gestrichen voll haben weil er weiss was auf ihn ggf. auch noch zukommen wird. So lässt sich diese Reaktion erklären die verrät, dass er sich am liebsten wünschen würde ein paar Tage auf dem Mond zu verschwinden oder davon träumt, dass alles nicht so schlimm sei. Kann sein, dass das Morgen noch ganz anders aussieht wenn die Behörden vor der Tür stehen.

    Ich hatte mal einen Fall, da haben ein paar Kollegen wirklich nur rumgealbert. Dabei ist einer von Ihnen gestrauchelt und verlor einen Zahn. Es stand im Raum beide Mitarbeiter sofort zu kündigen. Der Anlass war vollkommen irrelevant. Allein die Tatsache dass ein ungebührliches Verhalten zu einer Verletzung führte an deren Hergang beide beteiligt waren hätte genügt, um sie sofort und fristlos zu feuern. Da beide sehr gute MA waren konnte ich dies mit dem Beknien der Personalabteilung und einer schriftlichen Abmahnung, sowie Verlust der Boni noch einmal abwenden.

    Was ich damit sagen möchte ist, dass du dich auf eine harte Sanktionierung durch den AG, der sich die Weste sauber halten und den Betriebsfrieden wahren möchte, ggf. auch schon mal innerlich vorbereiten und dies dringend/ebenfalls mit dem Anwalt besprechen musst. Da kann u.U. noch Unangenehmes auf dich zukommen. Zum Streiten braucht es eben immer zwei. Wer hierbei im Recht ist spielt unter diesem Gesichtspunkt eine zu vernachlässigende Rolle. So war es damals zumindest in dem von mir geschilderten Fall. Es wurden beide sanktioniert in gleichem Mass.
    Dein Anwalt soll dir eröffnen welche Möglichkeiten dem AG offen stehen auch dich zu belangen und wie du dich da rausboxen kannst.

    Und damit nicht wieder einer auf die Idee kommt ich würde hier den Jurist spielen:

    Mit allem was ich geschrieben habe äussere ich lediglich meine persönliche Einschätzung der Lage aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen und der hier vorliegenden Informationen.
    Ggf. ausgesprochene Empfehlungen stellen lediglich nur eine Möglichkeit des Vorgehens dar, die den Gang zum Fach-Anwalt, den ich hiermit ausdrücklich empfehle, für eine rechtlich schlüssige Einschätzung und Entscheidung, keinesfalls ersetzen kann.
    Daher sind sämtliche Angaben ohne Gewähr

    Ich drück dir jedenfalls die Daumen, damit es gut für dich läuft :-)

    Viele Grüsse
    Martin
    Geändert von Herbert 44 (07.11.2011 um 19:57 Uhr) Grund: Ergänzungen

  7. #7
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    Standard AW: Wenn aus Mobbing körperliche Gewalt wird

    Hallo Psychobabbel
    Danke für den Rat. Zeugen machen sich ja auch schon mal gerne dünne, wenn's erst mal heist wirklich eine Aussage machen zu müssen. Habe ich schon mal erlebt zuerst grosse Klappe und wenns ans Eingemachte geht, möchten sie dann lieber nicht zwischen die Fronten geraten.




  8. #8
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    Böse AW: Wenn aus Mobbing körperliche Gewalt wird

    Scheiss Tag!
    Komme heute morgen zur Arbeit, und werde zum Chef gebeten. Er hat mich auf die Anzeige angesprochen die ich wegen Körperverletzung gegen meine Mitarbeiterin gemacht habe. Er hat dann gemeint dass es jetzt noch mehr Ärger zwichen uns Mitarbeiterinnen geben wird. Ich habe gute Arbeit geleistet, es habe auch nichts mit der Anzeige zu tun, aber das würde nicht mehr funktionnieren. Sein Vorschlag wäre er würde mir 2 Monate bezahlen (1 Monat steht mir eh zu) und ich bräuchte auch nicht mehr zur Arbeit zu kommen und mich dieser Belastung aussetzen. Ich habe ihm gesagt dass das Problem zwar damit nicht gelöst ist, da wenn eine neue Mitareiterin kommt die auch besser und selbstständiger arbeitet, er wieder das gleiche Problem haben wird. Aber egal. Habe ihm gesagt denke darüber nach, da ich gestern erst beim arzt war wegen meiner schlechten seelichen verfassung werde ich jezt mal das Recht in anspruch nehmen mich krankzuschreiben und zu sehen dass ich wieder auf die beine komme. Bin am Ende.

  9. #9
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    Standard AW: Wenn aus Mobbing körperliche Gewalt wird

    Hallo Kanime,

    auch wenn es jetzt wahrscheinlich nicht hilft, der 1. Arztbesuch wäre kurz nach dem Angriff deiner "Kollegin" erforderlich gewesen. Mit dem ausgestellten Attest hättest Du die Aussagen des gegnerischen Anwaltes u.U. sofort entkräften können.
    In deiner Situation hast Du das Richtige gemacht, mit einer schlechten seelischen Verfassung hat man nicht genug Stabilität wenn es darum geht sich zu wehren.
    Der Vorschlag deines Chefs ist der "Weg des geringsten Widerstands". Lieber eine Mitarbeiterin als mehrere Mitarbeiterinnen kündigen.
    Mein Hausarzt sagte zu Anfang meiner Krankschreibung "Sie bestimmen die Dauer der AU", sieh es genauso.

    Viele Grüße

    Simon51

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