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Thema: Angriffe auf Vermittler bei Mobbing, wie gefährlich leben Antimobbing-Mediatoren ?

  1. #1
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    Ausrufezeichen Angriffe auf Vermittler bei Mobbing, wie gefährlich leben Antimobbing-Mediatoren ?

    Als Berater und Vermittler bei Mobbingproblemen stelle ich fest, dass der Wind immer rauher wird und Mobbing bzw. Antimobbing-Mediatoren zunehmend zwischen die Fronten geraten.
    In einem aktuellen Fall versuchen mich die beiden beteiligten Parteien regelrecht zu zerreiben. Urspünglich war es ein klarer Mobbingfall, für den ich die Vermittlung und Auflösung gern übernahm. Im Verlauf entstand jedoch eine Situation in der ich persönlich zunehmend in die Schusslinie kam. Schließlich wurde ich von beiden Seiten angegriffen und mir mit der Zerstörung meiner Existenz gedroht.
    Ich war und bin mir der Problematik eines Mediators voll bewusst und baue auch in jeden Fall entsprechende Absicherungen ein. Es ist ja nicht völlig neu, dass ein Klient auf dem Absatz kehrt macht und den Mediator als "Schuldigen" bezeichnet um vom eigenen Problem ab zu lenken.
    Was ich nun beobachte ist eine neue Qualität dieser Angriffe. Was früher schlimmstenfalls eine verbale Entgleisung war, geht nun in massive Angriffe auf "Leib und Leben" und die finanzielle Existenz über.
    Ich habe mit verschiedenen Kolleginnen und Kollegen darüber geprochen und die berichteten mir über ähnliche Vorgänge.
    Ich möchte nun gern mit Personen hier im Forum darüber diskutieren. Ob selbst Moderator oder Klient spielt dabei keine Rolle. Es ist sogar ausdrücklich erwünscht dass sich auch Klienten und andere Betroffene zu Wort melden, denn das Problem scheint relativ weit verbreitet zu sein.

    Über meinen "Fall" werde ich weiter berichten, denn das was da abgeht ist wirklch höchst befremdlich.

    Mediator

  2. #2
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    Standard AW: Angriffe auf Vermittler bei Mobbing, wie gefährlich leben Antimobbing-Mediatoren ?

    Hallo Mediator,
    damit schüttest Du Wasser auf meine Mühlen. Ich bin immer wieder entsetzt, mit welcher kriminellen Energie und vollständigem Fehlen von moralischen Bedenken Leute die Existenz anderer vernichten! Oder es zumindest versuchen. Ich lebe ja trotz aller Angriffe immer noch. Das meine ich jetzt vor allem was meinen Ruf angeht. Starke Schrammen hat er aber abgekriegt.

    Grundsätzlich finde ich es nicht erstaunlich, dass Mobber auch den Mediator mobben. Ich glaube, Mobber haben eine ganz bestimmte Weltsicht, in der es nur darum geht, mit anderen zu konkurrieren und zu siegen. Gleichzeitig wollen und können sie aber nicht erkennen, dass sie selbst vielleicht die Bösen sind und den Konflikt angetrieben haben. Sie glauben, sie haben sich nur gegen Ungeheuer gewehrt. Daher verursacht Dein Vermittlungsversuch natürlich bei ihnen starke Schmerzen.

    Was mir da solche Sorgen macht ist: Wenn auch die Mediatoren bedroht werden, dann übernehmen die Mobber vollständig die Macht über die Welt. Ok, ich übertreibe, aber für mich das doch nochmal eine Stufe mehr als nur reines Mobbing. Man könnte doch wenigstens für die Dauer einer Mediation guten Willen heucheln!

    Audrey
    Geändert von AudreyHepburn (09.12.2011 um 13:56 Uhr)

  3. #3
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    Standard AW: Angriffe auf Vermittler bei Mobbing, wie gefährlich leben Antimobbing-Mediatoren ?

    Hallo Mediator und Audrey,
    das beste kommt noch: es kann einem noch passieren, dass es Mobber gibt, die selber Mediatoren sind. Mein Chef war so einer, er hat
    eine Fortbildung als Mediator gemacht und sogar die Funktion ausgeübt (es fragt sich, warum er dann bei mir so ausfallend wurde...aber egal.).
    Hinzufügen möchte ich noch: die meisten Mobber haben keine Empathie, aber sie haben irgendwie eine erfinderische Intelligenz, d.h., sie verwenden
    ihre Intelligenz, um Ideen zu entwickeln: wie mach ich den anderen fertig. Gruß, Katze.

  4. #4
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    Standard AW: Angriffe auf Vermittler bei Mobbing, wie gefährlich leben Antimobbing-Mediatoren ?

    Ja, das ist auf jeden Fall auch nötig: Man darf überhaupt kein Mitgefühl haben, um Leute mobben zu können. Oder aber umgekehrt. Mich haben auch schon Leute gemobbt, die meinten es "zu gut" mit mir. Beispielsweise ein Chef, der mich nicht auf Konferenzen schicken wollte, weil er mir viel Zeit für mein Privatleben lassen wollte, das für uns Frauen ja deutlich wichtiger sei als für die Männer. (Alles Quatsch, ich hatte damals noch nicht mal einen Freund und erst recht keine Kinder. Ich WOLLTE unbedingt auf Konferenzen fahren.) Und auch in meinem jetzigen Job habe ich das Gefühl, man nimmt mir viele meiner Aufgaben ab, um mich zu schonen, weil ich ja so empfindlich bin und so wenig Selbstbewusstsein habe. Dass ich mich gemobbt fühle, wird interpretiert als Überforderung mit dem Job. scheint mir. Mitgefühlt fehlt meiner Meinung nach da aber trotzdem. Entweder schieben sie diese Rücksichtsnahme nur vor, weil das ein Argument ist, gegen das ich mich gar nicht richtig wehren kann. Oder sie blicken wirklich nix. Schwer zu sagen. Mir kam es von Anfang an so vor als würde ich in die Ecke geschoben, wo die empfindlichen, schwachen Mädchen hingehören. Und als ich mich gegen das Mobbing wehrte, war das natürlich ein sehr schlagender Beweis dafür, dass ich halt doch nur ein Mädchen bin.

    So gesehen werde ich immerhin auf die sanfte Tour gemobbt. Alle wollen mir ja bloß helfen. Uarg! Aber wenn ich daran denke, wie aggressiv mein Chef reagierte, wenn ich mal nicht brav war und etwas tat, was nicht mit ihm abgestimmt hatte, da lag eine ganz andere Schallplatte auf dem Teller!

  5. #5

    Standard AW: Angriffe auf Vermittler bei Mobbing, wie gefährlich leben Antimobbing-Mediatoren ?

    ich bin jetzt kein professioneller Vermittler, aber ich habe schon mehrmals bei Streitigkeiten geschlichtet. Das ist immer ein Risiko. Wer sich engagiert kann leicht zwischen die Fronten kommen. Die berühmte Zivilcourage ist ja am deutlichsten zu sehen, wenn auf einem Bahnhof herumgeschlägert wird.
    Bei Mobbing ist die Situation ähnlich. Es gibt viele die sich wegen Ungerechtigkeiten aufregen, wenn es aber darum geht Flagge zu zeigen, dann wird der Schwanz eingekniffen. Aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen bin ich sehr vorsichtig geworden mit Vermittlungen. Wenn es gut geht, dann klopfen sie dir auf die Schulter, wenn nicht, bist du mit Schuld. Unsere Gesetze sind da nicht so sehr auf der Seite des Helfenden, wie man meinen möchte.

    H.

  6. #6
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    Standard AW: Angriffe auf Vermittler bei Mobbing, wie gefährlich leben Antimobbing-Mediatoren ?

    Stimmt, ich kenne das auch aus dem privaten Bereich. Wenn man zu vermitteln versucht, unterstellt jede Seite, man würde auf der Seite der Gegenpartei stehen und dann wird man von beiden gehasst. Z.B. hatte ich mal in einem Verein versucht, zwischen den Vorständen zu vermitteln, weil deren Nicht-Miteinander-Reden den Verein blockierte. Da wurde mir dann auch vom Vorstand mit dem Anwalt gedroht wegen vereinsschädigendem Verhalten.
    Aber auch wenn man sich versucht rauszuhalten, hat man schnell mal alle gegen sich. Bei mir im Haus gibt es zwei Kriegsparteien und jede versucht vergeblich, mich auf ihre Seite zu ziehen. Puh, ganz schön schwierig, die neutrale Schweiz zu spielen!

    Aber vielleicht als Trost: Nach meiner Erfahrung haben solche Mobber ständig neuen Ärger mit jemand anderem. Die kommen gar nicht nach damit, wirklich alle zu verklagen und jeden Streit bis zum Ende weiter zu verfolgen. Und da ich mich dann immer deeskalierend verhalte, wenden sie ihre kriminelle Energie lieber den Feinden zu, bei denen sich ihr Engagement lohnt. Daher vergessen solche Leute mich dann schnell.

  7. #7
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    Standard AW: Angriffe auf Vermittler bei Mobbing, wie gefährlich leben Antimobbing-Mediatoren ?

    PS: Ja, ich weiß, es ist feige, solchen Leuten nicht Paroli zu bieten. Aber ich bin im Kämpfen nicht so gut. Ich kenne mich weniger mit den Gesetzen aus als die, ich habe noch nicht so viel mit Anwälten zu tun gehabt, Intrigen liegen mir nicht, und selbst mit der Aggressivität hapert es bei mir. Mir fehlen da einfach die Waffen.
    Ich habe nur in einem Fall bisher bis zum Ende gekämpft und dabei schweren Schaden erlitten. Das kann ich nicht mehrmals tun, sonst bin ich erledigt.
    Ich finde es auch schlimm, dass so die bösen Menschen die Macht auf der Welt erringen, aber ich kanns alleine auch nicht ändern.

  8. #8
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    Standard AW: Angriffe auf Vermittler bei Mobbing, wie gefährlich leben Antimobbing-Mediatoren ?

    hallo Audrey,
    ja, das kenne ich auch, bin ebenfalls nicht so frech wie die anderen. Sie können wirklich einem das Wort im Mund verdrehen, wenn sie wollen,
    so lange, bis man ihre Ansicht selber glaubt. Eigentlich schade, dass solche Leute am längeren Hebel sitzen. Was sind das nur für welche? Als ob man
    nicht auch auf anderem Wege seine Interessen durchsetzen könnte, also auf fairem Wege. So könnte man sagen: "Tut mir leid, aber wir können Sie nicht
    berücksichtigen. Sehen Sie sich nach was anderem um." Anstatt: "Ja, da haben Sie wohl die Ar schkarte gezogen" oder mit noch fieseren Mitteln zu kämpfen.
    Selber würde ich sogar eine Schlappe so hinnehmen, wenn diese mit den ersten Worten umschrieben würde. Aber leider scheint denen der Respekt und
    Höflichkeit zu fehlen, oder was weiß ich, und schlimm ist,
    dass man ihnen nichts nachweisen kann, weil sie selbst an den richtigen Stellen sitzen, also zumBsp. Mediator (wie bei meinem Chef, es ist ein Witz,
    der, der andere zusammenkreischt, und sie nicht zu Wort kommen lässt, ist ein Mediator). Wahrscheinlich ist es auch so, dass die Mobber ihre Leute
    einfach mitnehmen, und sich ihre Verbündeten erarbeiten, aber das hört sich nach Verschwörungstheorie an, doch bei meinem Chef war es leider so...
    Gruß, Katze.

  9. #9
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    Standard AW: Angriffe auf Vermittler bei Mobbing, wie gefährlich leben Antimobbing-Mediatoren ?

    Hallo Mediator

    Sobald der Vermittler zwischen die Fronten gerät hat er, selbst unbemerkt, einen wenn nicht mehrere entscheidende Fehler gemacht und dadurch, dass er meist selbst Position in irgend einer Frage bezogen hat. Den Unmut seines Klienten zusätzlich auf sich zieht, weil er sich von ihm nicht mehr vertreten sieht.

    Immerhin zahlt er u.U. nicht nur Geld für die Dienstleistung sondern wirft all seine emotionalen Hoffnungen in diese letzte noch verbleibende Möglichkeit zu seinem Recht zu kommen.
    Und da liegt auch der Hase im Pfeffer. Oft gehen die Klienten nicht mit der Einsicht in solch einen Prozess, dass sie etwas beisteuern müssen sondern mit dem Wunsch und der Absicht "Recht" zu bekommen. Mit einer Win/Lose Strategie. Ziel ist es erst einmal dem Klieneten klar zu machen um was es geht und welches Verhalten von ihm erwartet wird. Dazu gehört auch, dass er sich nicht im Gerichtssaal befindet und daher auch keinen Schiedsspruch, schon gar nicht von mir, zu erwarten hat.

    Eine Mediation ist ein Marktplatz wo beide ihre "Tüten" ausschütten und man von allen Seiten einen Blick darauf wirft ob aus dem, was da auf dem Tisch liegt, man doch noch gemeinsam etwas zaubern kann das noch geniessbar oder sogar schmackhaft werden könnte. Haben dann beim näheren Hinsehen und Sortieren beide nur einzig Bitterröhrlinge und hässliche Kröten zu bieten; dann wird es komisch. Dann ist es Zeit den brutalen Wahrheiten ins Gesicht zu sehen. Es gibt offenbar keine gemeinsame Basis mehr. Wenn es sie denn überhaupt jemals gegeben hat! Stelle ich auch oft fest.

    Dann kommt Fehler Nr. 1: Der Erfolgsdruck des Mediators unbedingt eine Lösung finden zu müssen. Das ist vollkommener Humbug aber passiert doch so oft, dass man sich nicht eingestehen will, dass es wirklich keine gemeinsame Basis mehr gibt und es besser ist sich zu trennen. Es wird als persönliches Versagen gewertet. Das ist grottenfalsch! Wenn da jemand versagt hat, dann sind es die beiden Parteien. Es gilt festzustellen welcher Grad der Eskalation bereits erreicht ist. Ob überhaupt auch nur im Entferntesten irgendwo eine Bereitschaft vorhanden ist zu kooperieren. Ob nur Missverständnisse vorliegen oder grundsätzliche Gegensätzlichkeiten die nicht vereinbar sind.

    Beispiel: Einen Kettenraucher und einen Nichtraucher sind in einer 1 Zimmer Wohnung untergebracht und beide eigentlich erwarten einem friedlichen Alltag weil am Anfang und noch bevor sie zusammen zogen die Chemie doch noch stimmte. Auf Kurz oder Lang knallt es dort aber. Und zwar heftig. Das wollten beide nicht sehen und gestehen sich diese Fehlentscheidung nicht ein. Deshalb muss ein Schuldiger her. Aber zuerst ersucht man zu vermitteln
    Wenn dann der Mediator stat zu moderieren anfängt selbst Entscheidungen zu treffen oder Handlungen, durch seine Zielsetzungen verzerrtes Coaching, in seine "Kunden" zu implizieren beginnt, die eben nicht aus ihnen selbst heraus getroffen wurden, dann wird es so richtig "komisch".
    Beispielsweise dem Kettenraucher seine Zigaretten wegnehmen will, weil er glaubt das sei gesünder für ihn und auch damit seinem anderen Kunden geholfen hat, dem Nichtraucher, muss er sich nicht wundern wenn die Gegenseite durch diese Parteinahme rebelliert.
    Oder man den Nichtraucxher davon überzeugen will auch anfangen zu rauchen und sich damit das Problem löst wird der aber richtig den Hals kriegen und sich fragen was hier abgeht.
    Und wenn man sich beide zum Tod-Feind machen will, dann muss man versuchen den Nichtraucher davon zu überzeugen er soll anfangen zu rauchen und gleichzeitig dem Kettenraucher aufzuzwingen die Zigaretten durch den Nichtraucher rationieren zu lassen. Dann hat man sich unter Garantie zum Angriffspunkt beider Parteien gemacht und man wundert sich warum das so passiert ist. Fern innerer Einsicht und fern eigener Geduld die Entscheidungsprozesse beim Klienten und durch den Klienten abzuwarten.

    Das gelingt schon ganz einfach am Anfang wenn der Mediator an den Tisch sitzt und verlautbaren lässt, dass man sich hier und heute getroffen hat, um eine Lösung anzustreben. Griff ins Klo! Und zwar in das bis an den Rand mit Scheisse gefüllte!

    Es passiert schleichend wenn der Mediator mit der Zeit langsam und für ihn nicht spürbar der selbst auferlegte Erfolgsdruck anschwillt und ohne Supervision einfach weiter agiert obwohl er irgendwo schon merkt, dass die Dinge aus dem Ruder laufen. Dem inneren Feind erliegen selbst geschulte Psychologen die es eigentlich besser wissen aber über ihre Denkfehler und Automatismen auch nicht immer hinwegkommen.

    Wichtig ist niemals den Blick zu verlieren was jetzt genau gerade passiert. Dann kann man auch eigene Fehler die passieren unmittelbar wieder korrigieren.

    Wichtig ist vorher festzulegen um was es geht und nur einzelne Themen zu er- und verarbeiten. Man sich als Mediator nicht in die Komplexität der Unterwelt seiner Klienten herabziehen lassen darf. Geschweige denn sich in dem Netz einer oder beider Parteien verstricken zu lassen.

    Die Kunst besteht darin die Parteien freiwillig dazu zu bewegen alles was sie in der Einkaufstüte haben auf den Tisch zu legen. Nacheinander oder im Miteinander? Miteinander natürlich! Wenn das schon zu Beginn nicht funktioniert, dann kann man daran arbeiten indem man der Ursache noch einen Schritt entgegen geht. Wenn am AP noch nicht einmal mehr die gemeinsamen Aufgaben als gemeinsamer Nenner und Aufhänger geeignet sind in irgendeiner Form zu kooperieren, dann lass ich die Finger davon und breche ab mit der Empfehlung ab sofort nur noch daran zu arbeiten wie man die baldige Trennung am Besten gestalten könnte.

    Viele sagen mir: Du machst es dir aber einfach! Ja mache ich mir! Aus dem einfachen Grund eben nicht in eine Situation zu geraten wie du @Mediator sie beschrieben hast. Ich leide nicht unter dem Helfersyndrom. Ich arbeite nur mit Leuten zusammen die noch über mindestens eine, und wenn sie noch so klein sein mag, gemeinsame Basis verfügen. Nämlich dem Wunsch die für beide unangenehme Situation aufzulösen welche auf beide Parteien belastend wirkt.

    In den seltensten Fällen begegnet man Mobbing. Bei Mobbing kann man auch nicht mehr vermitteln. Mobbing ist eine Straftat im Sinne der Verletzung der Persönlichkeitsrechte die in der Verfassung aller zivilisierten und demokratischen Nationen Mitteleuropas verankert sind. Und weil es auch eine Straftat ist muss man sich wenn man ein Opfer unterstützt wie ein Ermittlungsbeamter verhalten. Unverrückbare Fakten sammeln, um dem Mobber eisenhart die Konsequenzen aufzuzeigen wenn er sich auch nur noch ein einziges Mal am Opfer vergeht.

    In 90 % aller Fälle hier sind es Folgen verfehlter Kommunikation und unkoordiniert aneinander vorbei operierender Verhaltensweisen sowie zusätzlich fehlender, ausreichend qualifizierter Führung in den Betrieben.
    Und hierfür gibt es eine ganz andere Bezeichnung: Miss-Management!

    Dadurch das alles einfach nur noch Mobbing ist, trägt meiner Ansicht nach in unangemessener Weise eher noch dazu bei konstruktive Lösungen sogar mit Macht zu verhindern. Nebst dem zur Generalisierung neigenden Individuum, alle sind doof, alle mobben mich, alles ist schlecht, ich muss immer die anderen nie usw usf, auch noch die Terminologie in dieser Weise sträflich zu generalisieren ist allein schon eine Diskussion für sich wert.
    Wenn schon kleinste Meinungsverschiedenheiten auf derart sträfliche Weise in der Terminologie eskaliert werden noch bevor man gemeinsam darüber gesprochen hat muss man sich nicht wundern wenn die Lösung immer je schwieriger wird. Diese Entwicklung beobachte ich seit geraumer Zeit und zeigt mir in welch erschreckendem Ausmass sich die sozialen Fähigkeiten von und in unserer immer "sozialeren" Welt vom Einzelnen verabschiedet haben und verabschiedet wurden.

    Gruss Martin
    Geändert von Herbert 44 (10.12.2011 um 10:38 Uhr) Grund: Korrektur und Ergänzung

  10. #10
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    Standard AW: Angriffe auf Vermittler bei Mobbing, wie gefährlich leben Antimobbing-Mediatoren ?

    Was hier als "massive Angriffe auf Leib und Leben und die finanzielle Existenz" bezeichnet wird, kennen viele Mobbing-Opfer seit Jahren. Da werden Arbeitsrichter vor den Verhandlungen kontaktiert und zurecht gebogen, da greifen Ex-Stasi-Leute Opfer über das denunzieren bei den Banken an, ver.di-Funkionäre schikanieren Opfer vor Gerichten und hetzen im Hintergund bei den Anwälten. Die Liste der Schikanen hat heute eine Dimension erreicht, die nicht einmal die Stasi sich hat träumen lassen.
    Gut, dass endlich mal ein Mediator aus dem Nähkästchen plaudert und über seine Mobbing-Erlebnisse berichtet. Nach und nach erhalten wir ein Bild über das Ausmaß von Mobbing im Jahr 2011 oder 2012.
    We send out an SOS to Lady Gaga.

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