Hallo,
ich brauche eure ehrliche Meinung und ein paar Tips.
Ich bin seit 2003 bei einer Körperschaft des öffentlichen Rechtes angestellt.
Seit 2009 habe ich einen GdB von 30. Die Ursachen für die Erkrankungen (Hörsturz daraus folgend Tinnitus, teilweise Niereninsuffizienz, Depression) sind verbunden mit meiner privaten Situation. Meiner erste Frau ist 2001 an Brustkrebs erkrankt, hat 2008 Metastasen bekommen und ist im April 2009 erlöst worden. 2009 war ich ich bis zum Juni krankgeschrieben und habe in dieser Zeit einen neuen Vorgesetzten bekommen.
Noch in der stufenweisen Wiedereingliederung begannen Sticheleien und persönliche Angriffe. So wurde ich als Person mit Helfersndrom und psychisch krank öffentlich von meinem Vorgesetzten beleidigt. Mir wurde Schlechtleistung unterstellt. Ich wurde (nachweislich) schlechter gestellt wie vergleichbare Personen. Im September 2010 habe ich mich beschwert. 2010 wurde ich von meinem Vorgesetzten vom Arbeitsplatz entfernt. Das Verhalten dieser Person entsprach den Schilderungen der Verhaftungen während des dritten Reiches bzw. den Methode der Staatssicherheit bis 1989. Während der Aktion durfte ich noch nicht einmal die Mitarbeitervertretung anrufen. Die MV hat der Zwangsbeurlaubung nachträglich widersprochen. Ich habe mich dann auch nach dieser Aktion nochmals bei der höchsten Instanz meines Arbeitgebers beschwert. Mir ist dann die Kündigung "nahegelegt" worden. Mir wurde 2011 meine Arbeitsaufgabe weggenommen. Ich bin an eine anderen Standort abgeordnet worden. Ich bin jetzt im offenen Vollzug. Eine Möglichkeit meine zwischenzeitlich übertragenen neuen Arbeitsaufgaben zu erfüllen, habe ich nicht. Mir fehlen sowohl materielle Möglichkeiten (z.B. Regale für den Inhalt meiner Kartons, Zugriff auf notwendige Informationen) wie auch auf persönliche Ressuorcen (Ideen/Formulierungen). Ich bin völlig isoliert. Ich wünsche mir oft den Tod (ich bin verantwortlich für meine Familie, ich werde aktiv nichts in diese Richtung tun).
Seit Ende März 2012 "veranstaltet" man die Karrikaur eines Konfliktlösungsverfahrens. Im Vorgespräch wurde mir bestätigt, dass diese Vorgsetzten bereits zwei Personen in vergleichbarer Weise "behandelt" haben. Auf meine Hinweise wird nicht eingegangen.
Ich habe darauf hingewiesen, dass die derzeitige Arbeitssituation eine "arbeitsbedingte Gesundheitsgefahr" (Begriff aus dem SGB VII §§1,14) für mich darstellt. Ich habe die Folge dieser Gestaltung der Arbeit als arbeitsbedingte Erkrankung meiner Krankenkasse und der Rentenversicherung im November 2011 angezeigt. Die Rentenversicherung hat mir daraufhin eine sechswöchige Reha verordnet.
Mein Klage auf vertragsgemäße Beschäftigung wurde in der ersten Instanz abgewiesen. Berufung wurde eingereicht.

Eine weitere Klage wegen Diskriminierung ruht, weil das Konfliktlösungsverfahren abgewartet werden soll.
Vorraussetzung für die (erfolgreiche) Klage gegen Diskriminierung ist aber mein Mobbingtagebuch. Ich krieg keine Zeile davon zusammengeschrieben.
Ich hab nicht verstanden, warum vergewaltigte Frauen die Straftaten nicht anzeigen. Mir ist das nicht passiert, aber ich verstehe jetzt die Hemmungen, die Ängst und die Unfähigkeit.
Mir fehlen die Worte, die Sortierung.

Wie kann ich diese Blockade überwinden? Die einzelnen Fakten sind (in Form von unzähligen Mails und Vermerken) physisch vorhanden, Ich kann den Prozess der Anfeindungen belegen, glaubhaft machen. Ich kann aber das nicht schreiben, nicht gerichtsfest formulieren. Früher konnte ich das.

Ich suche jemanden, der weit genug weg ist (von der Situation) und mir dieese Tagebuch schreibt. Kennt Ihr jemanden? Habt Ihr einen Tip für mich.

Viele Grüße