Also ich persönlich denke zur Überschrift dieses Themas, daß Mobbing eindeutig eine Begleiterscheinung vor allem des kapitalistischen Wirtschaftssystems bzw. der freien Marktwirtschaft ist.
Was die anderen, bisherigen Diskussionsbeiträge hier anbetrifft, kann ich nur sagen, daß ich vor dem Zusammenbruch der DDR (irrtümlich immer wieder als Wende bezeichnet) dort ca. 25 Jahre lebte und arbeitete und danach über 17 Jahre im Westen Deutschlands arbeitete und wohnte. Ich habe also beide Seiten relativ lange Zeit kennenlernen können und habe mich stets geweigert, mich als "Ossi" oder "Wessi" anzusehen oder mich so abstempeln zu lassen. Dies war mir stets zuhöchst zuwider. Und es war für mich auch ein völlig untergeordnetes Thema, mich einfach dann als Deutscher zu sehen. Mit dem einstigen Zusammenbruch der DDR habe ich mich vor allem erst mal als Weltbürger gefühlt. Das war das Entscheidende für mich und ist bis heute so.
Als ich einst in den 90ern aus beruflichen Karrieregründen von Ost nach West ging, war ich noch mit jemanden liiert, der es genau andersherum erging: Sie kam von West nach Ost, ebenfalls aus Karrieregründen... und mir kommt/kam daher die ein bisschen ausgeuferte Diskussion hier um das Zueinanderpassen von Ost- und Westdeutschen schon etwas befremdlich vor.