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Thema: Mobbing und Depression

  1. #1
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    Standard Mobbing und Depression

    Hallo an alle von Mobbing Geplagten

    ich hatte diesen langen Artikel wo anders erstellt, passt aber eher in diesen Teil des Forums

    Es geht um einen etwas weiter gefassten Gedanken zu Mobbing und die dadurch ausgelöste Depression bei den Opfern sowie deren Schwierigkeiten bei deren Überwindung.
    Dabei setzte ich mehr auf mein Gefühl für Ehrlichkeit und mein natürliches Gerechtigkeitsempfinden sowie das was man den gesunden Menschenverstand nennt. Sofern es diesen, aufgrund fehlender Massstäbe, überhaupt gibt ;-)

    Vielleicht hilft es dem einen oder anderen über sein Leiden etwas in anderer Richtung und in Lösungen nachzudenken sofern ihm dies die Psychopharmaka noch erlauben.
    Da das Wetter draussen nun nicht mehr der Brüller ist hat der eine oder andere vielleicht mal Lust und Muse das zu lesen.

    Gruss Martin

    Mobbing konditioniert, durch seine Machart, den Menschen und seine Selbstwahrnehmung als wertlos, nutzlos und nicht liebenswürdig.

    Die grösste Angst die uns antreibt ist die Verlustangst. Verlust des Partners, Verlust der Gesundheit, Verlust der Familie, Verlust des Wohlstandes, der sozialen Stellung, der Anstellung und natürlich den Verlust des Lebens.

    Nach Fritz Riemann, Grundformen der Angst, ist die depressive Seite unserer Persönlichkeit die, welche Angst vor dem Verlust der Beziehungen hat und die in jedem von uns mehr oder weniger stark ausgeprägt ist.
    Nach Riemann ist die depressive Seite unserer Persönlichkeit geprägt und sichtbar von der Angst vor Ablehnung und Liebesentzug durch das soziale Umfeld.
    Er teilte die Ängste in vier Kategorien auf die sich aber alle in ihrem Kern wieder treffen. Statistisch und vom System her war das hilfreich auch die jeweiligen Anatgonisten bzw. Gegenspieler zu verstehen.

    Im Prinzip ist sein Modell unserer Persönlichkeit hilfreich zum Erkennen eigener bestehender Ungleichgewichte innerhalb der Persönlichkeit. Sein Werk war so logisch und einleuchtend, dass es auch heute noch die Basis sämtlicher Tests bildet betreffend der in uns ruhenden Persönlichkeitspräferenzen und mit entsprechend hoher Aussagekraft für eine erste Analyse herangezogen werden kann. Es hilft zu erkennen wo und wie unsere natürlichen und lebensgeschichtlich hinterlegten wie ausgeprägten Präferenzen verteilt sind und natürlich auch wo sich unsere sog. "wunden Punkte" im Leben befinden. Wo wir immer wieder drohen emotional statt rational gesteuert auf die Nase zu fallen. Uns auf's Glatteis begeben wie der berühmte und sprichwörtliche Esel wenn es ihm "zu wohl" wird.

    Doch als ich länger und intensiver darüber nachdachte wie auch das Verhalten meiner Mitmenschen wie u.a. in Verkaufsgesprächen beobachtete, kamen mir Zweifel ob dies der Wahrheit letzter Schluss ist.
    Letztendlich ist die von Fritz Riemann, ohne Nihilismus über sein überaus brillantes Werk aufkommen zu lassen, beschriebene Struktur unvollständig im Sinne der Reduktion auf die letzte Ursache.

    Nichts geringerem also als die "Angst vor der Angst" die dazu in der Lage ist den Menschen bis zur vollkommenen geistigen wie körperlichen Unbeweglichkeit zu lähmen.

    Die Angst vor der Angst ist die Urangst schlechthin. Die Verlustangst. Es ist vollkommen egal auf was sie sich bezieht. Es ist der Verlust emotional besetzter Dinge und Gedanken der uns ängstigt und uns zu wahnwitzigen wie abstrusen Taten wie Gedanken treibt. Den einen im Guten den anderen im Bösen. Sein ureigenes Grundmotiv für das was er tut schöpft der Mensch aus der Angst etwas zu verlieren, etwas zu verpassen oder sonst einen, wenn auch nur vermeintliichen Nachteil zu erleiden.
    So gesehen findet man die Antwort bei Riemann aber mehr noch bei und in Maslow's Bedürfnispyramide.
    Das grösste Sterben des Menschen ist das nach Sicherheit. So ist auch unser Gehirn strukturiert. Es versucht unablässig uns am Leben zu erhalten.
    Die Schwellen die dabei auch unter höchster Gefahr überschritten werden, werden durch unser in uns lebendes Wertesystem gesetzt.

    Ein Mensch der für seine Werte den physischen Tod billigend in Kauf nimmt, wie z.B. Martin Luther als er die 95 Thesen an die Kirche nagelte, ist mehr beseelt vom Verlust seiner Freiheit im Denken und Handeln als vom Leben selbst.
    Das Leben selbst hat nur einen Wert wenn es in Freiheit des Denkens und Handelns geführt werden kann. Das Leben selbst und als solches erscheint ihm dadurch nutzlos wenn es nicht diesem Werte folgen kann.
    Sokrates leerte den Schierlingsbecher weil er den Tod in Ehre und selbst unter Qualen dieses grausamen Giftes weniger fürchtete als in der Verbannung leben und irgendwann einsam und verlassen sterben zu müssen.
    Fern jeglicher intellektueller Speise und Stimulation für seinen genialen und unersättlichen Geist.

    Zwei Beispiele großer Männer der Geschichte die ihre Angst um ihre körperliche Existenz in der geistigen geradezu sublimierten, sich die Angst vor dem Tod also in Luft auflöste. Diese Angst vor dem Tod sich auflöste vor dem Gedanken den geistigen Tod vorher sterben zu müssen.
    Die einen nennen es Mut und Unerschrockenheit weil sie sich nicht im Geringsten vorstellen könnten dasselbe zu tun. Für diese beiden Grössen war es jedoch die Kompensation ihrer Angst ein Leben in der Zensur und der Knechtschaft weiterleben zu müssen.
    Dieser Gedanke war unerträglicher als den Tod zu erleiden der damals so oder so jeden schneller ereilen konnte als heute. Daher war die Angst vor dem Tod vielleicht auch nicht so stark ausgeprägt wie sie es heute ist in einer Zeit wo das Alter und Tod auf der Liste der täglichen Gedanken die uns beschäftigen ganz weit unten im Nirgendwo angesiedelt ist.

    Doch zurück zur Depression und dem in die Depression gedrängten Menschen

    Wer schon zu Kindeszeiten starken Verlustängsten ausgesetzt war ist geprägt durch eine geringere Resilienz = geistig mentale Widerstandskraft gegenüber negativen Einflüssen von aussen, durch das sich nur gering oder gar nicht entwickelte Urvertrauen in die Welt und sich selbst.
    Da viele Menschen in diesen diese Selbstwahrnehmung begünstigenden sozialen Verhältnissen aufwächst, ist es nicht verwunderlich, dass viele Menschen durch negative Ereignisse in der Umwelt, an denen sie nicht einmal Anteil haben, oder eben auch Erlebnisse leicht aus dem Gleichgewicht geraten bzw. zu bringen sind, weil es die ohnmächtigen Erlebnisse der Kindheit wieder in uns wach ruft.

    Wie z.B. die Mutter sich "zum Sterben" auf das Sofa legte oder dem Kind die Liebe entzogen wurde oder der Vater wie auch die Mutter mit ständigen Tobsuchtsanfällen und Prügel reagierte, weil das Kind eine schlechte Note mit nach Hause gebracht hat. Dann, wenn es die Liebe und den Zuspruch der Eltern eigentlich am Nötigsten gehabt hätte.
    Die Folge davon ist das Bestreben es besser zu machen als Kompensation, um sich vor diesen Situationen und Erlebnissen in Zukunft zu bewahren.

    Was unter normalen bzw. ausgewogenen Umständen von Belohnung guter Leistung und ggf. angemessener Sanktionierung ungebührlichen Verhaltens durchaus einen positiven Effekt auf die soziale Entwicklung des Einzelnen hat, kann einseitig genossen leider auch die Persönlichkeit brechen.
    Wenn man es wirklich nie recht machen kann erlebt man sich auf Dauer als lebensuntauglich, nutzlos und nicht liebenswert.
    Derart konditioniert folgt irgendwann der Absturz wenn sich die Verhältnisse nicht verändern.
    Natürliche Präferenzen bzw. Vorbelastungen aus der Kindheit können und mögen zwar einen begünstigenden Umstand darstellen, doch selbst eine stabile Persönlichkeit kann unter einem solchen Trommelfeuer alsbald in die Knie gehen. Daher sollte sich keiner damit brüsten in dieser Hinsicht unangreifbar zu rühmen. Es gibt sehr viele Menschen mit einem einstmals unerschütterlichen Glauben an sich selbst die äusserst schmerzhaft eines "besseren" belehrt wurden.
    Im Gegenteil solche Menschen kommen damit noch viel weniger klar als der depressive der diese Verhaltensmuster seines Umfeldes mehr oder minder besser "gewohnt" und anfänglich noch zu kompensieren in der Lage ist.

    Die Depression kann und wird manifest werden wenn man aus diesem Trommelfeuer nicht herausfindet. Man findet sich ggf., den Kampf vermeidend, damit ab und schleust sich, seines Selbstvertrauens und Selbstwertes nun vollständig beraubt, fortan möglichst widerstandsfrei durch das Leben.
    Nur nicht anecken. Wird Konfliktscheu und geht jeder Frage, die von Innen wie von aussen an mich herankommt, aus dem Weg die auf dieses Manko abzielt. Es wird verdrängt, um all die schlechten Gefühle auch zu sich selbst zu verdrängen die damit einhergehen. Das Mass ist, wie das Sprichwort so schön sagt, voll bis zum Anschlag. Es geht nicht mehr. Man lässt es gar nicht mehr an sich heran.

    Wer mit einem solchen Mindset in die Fänge eines potenziellen Mobbers gerät ist dem von diesem Menschen aufgesetzten Druck in der Regel vollkommen ausgeliefert.
    Es fehlt sogar die Kraft für die Flucht weil dies würde ja noch mehr Unsicherheit und Konfusion für das eigene Leben bedeuten.
    Daher versucht das Opfer sich trotz aller widrigen Umstände doch irgendwie mit der Situation zu arrangieren und erlebt und schluckt eine Demütigung nach der anderen. Unfähig sich zu wehren weil nie gelernt.
    Gelähmt durch die erneut aufkommende Verlustangst bei gleichzeitiger Unfähigkeit einen Ausweg zu suchen und zu finden sitzt es wie das Karnickel mit immer kleiner werdenden Augen im immer greller werdenden Scheinwerferlicht des herannahenden Fahrzeugs. Das nimmt ihm den Blick auf die herannahende Gefahr bis es zu spät ist und von der Situation und Ereignissen überrollt wird

    Alsbald zeigen sich die ersten physischen Symptome des Körpers als Folge dieses permanent auf dem Opfer lastenden Drucks. Die Depression = abgeleitet von lat. deprimere = Niederdrücken

    Kopfschmerzen, Angstzustände, Schlaflosigkeit, Antriebsschwäche, Gastritis, Durchfälle und was die Palette psychosomatischer Erkrankungen sonst noch alles zu bieten hat.
    Das ist keine Flucht sondern die völlig normale Reaktion des Körpers auf diese permanente Überlastung des Zentralnervensystems, das damit völlig aus den Fugen gerät.

    Dann wird man erst einmal krank geschrieben und dem Einfluss der Schänder entzogen. Das kann und mag ja zu einer gewissen Entlastung führen, doch die auslösenden Ursachen sind damit ja eben leider nicht beseitigt.
    Weder die Inneren noch die Äusseren. Ganz im Gegenteil. Das Ausscheiden wegen Krankheit führt beispielsweise am AP zu einer weiteren Verschärfung der Situation durch sich weiter verbreitende neue Gerüchte und Geringschätzungen.

    Die Wiedereingliederung kann da sofort zum erneuten und noch viel schnelleren Niederschlag führen, weil dort wo das Spiel begann, eigentlich niemand bereit war und ist diesen Prozess aktiv zu unterstützen.
    Selbst die letzten verbliebenen guten Beziehungen wurden durch das Trommelfeuer der Stimmungsmache der Aggressoren restlos zerstört.
    Die Folge Absturz Nr. 2 folgt auf den ersten auf dem Fuss.

    Und in diesem Zusammenhang möchte ich hier und heute Sinn und Zweck von jenen Therapien in Zweifel ziehen, die mit Psychopharmaka das Opfer betäuben und ihm beibringen möchten sich mit derartigen Zuständen zu arrangieren.
    Das hat das Opfer bereits zur Genüge und vollkommen erfolglos unter Aufbringung seiner restlichen geistigen Energien und Kräfte versucht und sich dabei in der Regel bereits aufgezehrt bevor es Beistand sucht und ersucht.
    Schliesslich will der Depressive ja niemandem zur Last fallen was den Weg zum Profi in die Länge zieht. In der Regel muss man den Depressiven halbtot vom Fussabtreter aufhelfen, da er alleine schon mit dem Drücken des Klingelknopfes die Tagesration an Körperkraft bereits aufgebraucht hat.

    Der erste Schritt einer Therapie kann meiner Meinung nur darin bestehen, das Opfer endgültig und final aus dem Kreis und Zugriff dieser Kräfte zu entfernen.

    Kein Arzt den ich kenne und der seinen Beruf aus Berufung ausübt käme auch nur im Traum auf die Idee ein schrecklich zugerichtetes Unfallopfer lebensgefährlich verletzt und eingeklemmt im lichterloh brennenden Autowrack bis zur vollständigen Genesung gesund pflegen zu wollen. Solch ein Ansinnen könnte doch nur entweder zynisch schallendes Gelächter und/oder masslose Wut ob der an den Tag gelegten Inkompetenz beim Betrachter hervorrufen.

    Doch genau das passiert mit den Menschen hier die verfassungsfeindlich, damit sträflich und absolut den einzelnen Menschen verachtend vom System der Gesetzgeber, Jurisdiktion wie Exekutive vollkommen im Stich gelassen werden.
    Mittlerweile von der Wiege bis zur Bahre.

    Und ich stelle hiermit die äusserst ketzerische Kernfrage ob das nicht System hat.

    Ist die um sich greifende "Krankheit" bzw. ihr zu Tage treten in Form vermehrt depressiver Erkrankungsbilder in breiten Schichten der Arbeitnehmerschaft nicht vielmehr nur ein Symptom einer systematischen Machart die der Entmündigung und die Beraubung der Verfassungsrechte durch die bestehende herrschende Klasse gleichkommt. Egal wie sie heissen versuchen alle Politiker doch den Bürgern mit einer systematischen Salamitaktik das Grundgesetz aus der Tasche zu fingern.
    Angst machen hilft da unheimlich bei. Durch die ständige und gut durch Fernsehen und Medien kultivierte Drohkulisse drohender Anschläge, raubender und mordender virtueller Gangsterbanden und Terrororganisationen leben die Menschen in Angst und glauben der Zugriff auf ihre Freiheitsrechte müsste sein um sie zu sichern. Die aufgedeckte NSA Affäre durch den Whistleblower Mr. Snowden sollte jedem halbwegs klar denkenden Menschen die Augen öffnen welche Show hier wirklich läuft.
    Die "Trueman Show"

    Mit dieser Volks-Krankheit lassen sich vorzügliche Geschäfte machen. Da wäre man ja schon blöd ja bescheuert sich der zugrunde liegenden Ursachen zu entledigen die so mühevoll in ca. 30 Jahren seit der Ära Kohl aufgebaut werden musste.
    Mit den Dummen und Schwachen treibt man die Welt um. Hilfreich kam hinzu, dass mit der Übernahme der DDR überaus fahige "Volksökonomen" aus dem bankrotten Arbeiter und Bauernstaat rekrutiert werden konnten die nun die Regierungsbank in Berlin füllen und Spitzenämter bekleiden. Frau Merkel ist denke ich so gut durch den Nachrichtendienst informiert, dass sie wahrscheinlich besser weiss wer heute und auch morgen welche Unterwäsche im Plenarsaal trägt als der Betreffende selbst.
    Auf der Machtseite hat sie ihre Hausaufgaben sehr gut gemacht. Das muss man ihr nun einfach mal lassen.
    Ob man das alles so einfach hinnehmen muss ist die andere Frage. Doch der Wähler hat mit großer Mehrheit erneut das Mandat erteilt. Was kann sie mehr wollen.

    Folgende Vorteile die sich jeder einmal auf der Zunge zergehen lassen sollte, auch die Mobbing-Opfer, um mal wieder zu spüren was es heisst wütend zu sein, bzw. dieses Gefühl des Zorns wieder einmal in sich zuzulassen.

    1. Rückgratlose Menschen sind leicht auszubeuten, zu (ver)führen und zu manipulieren!

    2. Gebrochene Menschen wehren und erheben sich nicht!

    3. Weil sie krank sind und Hilfe benötigen, brauchen sie Medikamente welche die Pharmaindustrie reichlich und in immer grösserer Zahl teuer und äusserst profitabel zur Verfügung stellt. Deren Kosten/Nutzen/Wirkung mittlerweile in breiten und verantwortungsvollen Fachkreisen bereits auf das Heftigtse diskutiert wird! Sogar in den USA! Man höre und staune.

    4. Gebrochene Menschen stellen keine Fragen wer ihnen die Hand zur Hilfe reicht. Sie greifen nach jedem Strohalm der Linderung oder gar Erlösung vom Leiden verspricht. Auch nach dem Falschen!
    Platziere die richtigen Leute in den richtigen Netzwerken und alles passt. Dann haben die Guten keine Chance, bzw. können dem System nicht genug Schaden zufügen und wahren trotzdem irgendwie das Gesicht nach aussen.

    Man höre hierzu Herbert Grönemeier: "Mit Gott" von seinem Album "ö"

    5. Gibt der immer weiter wachsenden Psychobranche die Möglichkeit und Rechtfertigung die "Krankheit" des Geistes bis in ihre feinsten Facetten, für den Laien natürlich vollkommen unverständlich und nicht nachvollziehbar, zu erklären und immer neue Krankheitsbilder zu erfinden und zu diagnostizieren. Dazu bedient sie sich, wohl bewusst um deren Macht, einer speziellen und für den Patienten unverständlichen Herrschaftssprache.

    Anmerkung: So wie die Kirche vor Martin Luther das Evangelium in den Kirchen nur in Latein predigte. Die Menschen sollten und durften es gar nicht verstehen. Hätten sie es verstanden so wäre ein Martin Luther gar nicht nötig gewesen, vor dessen Denkmal ich ehrfürchtig vor dessen Mut und Entschlossenheit vor nicht allzu langer Zeit in Dresden stand.
    Martin Luther der die tödliche Macht der Kirche unter Aufgebot seines Lebens herausforderte und den Kampf am Ende im "Infight" gewann.

    Ohne sich auch nur im Geringsten darum zu bemühen die eigentlichen Ursachen zu bekämpfen wird also weiterhin symptomatisch behandelt. Zu heilen wenn er es könnte und nicht nur zu lindern ist ebenfalls die hypokratische Pflicht des Arztes der sich einer nennen will. Ja mit dieser Unterlassung bewusst oder auch unbewusst eine Kultivierung der Krankheit geradezu unterstützt und vorantreibt, damit die Patienten und Klienten niemals verstehen was ihr eigentliches Problem ist. Zu verhindern mit diesem Verständnis und Bewusstwerdung aus sich heraus neue Hoffnung und Stabilität zu erlangen, um aus eigener Kraft dagegen steuern zu können. Dadurch gesund zu werden und damit irgendwann den falschen Propheten die Kunden ausgehen würden.

    6. Eingeschüchterte, depressive Menschen haben aufgrund ihrer Angst vor der Angst, eben aus Angst enttäuscht zu werden enorme Mühe feste und stabile Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen.
    Daher wage ich zu bezweifeln ob man in wenigen und kurzen 1-2h Sitzungen überhaupt an die wahre Person mit solch einer Selbstwertstörung herankommt bzw. herankommen kann.
    Es braucht unsagbar viel Liebe und Zuwendung, eine sog. "Streicheltherapie", praktisch die komplette Nachholung der versäumten und versagten positiven Erlebnisse in der Kindheit aus der neuer und stabiler Selbstwert geschöpft werden kann.
    Das kann ein Therapeut, mit Verlaub, ohne ein entsprechendes und mit Vollgas mitziehendes Umfeld gar nicht alleine oder in nützlicher Frist schaffen. Dazu müsste der Patient/Klient für Monate bei ihm einziehen.

    7. Und zu guter letzt: Depressive Eltern "produzieren" wiederum depressive und in jede Richtung widerstandslos anpassungsfähige Persönlichkeiten weil sie nicht wissen wie man aus dem Nachwuchs autarke und stabile Menschen und Persönlichkeiten formt.


    Zum Abschluss nun möchte ich nochmals unter Punkt 6 der obigen Liste einhaken.

    Selbst wenn es gelingt den Patienten wieder stabil zu bekommen, vielelicht sogar doch schneller als von mir dargestellt, stösst man ihn dann zurück in die Wolfsgrube in der die Wölfe noch ausgehungerter auf ihr "Futter" lauern?
    Was ist das für ein Ansinnen?
    Wäre dies nicht das gleiche wie wenn man ein Opfer halb zerfleischt aus dieser Grube gerettet hätte, es wieder aufpäppelt bis es zur vollen Kraft zurück gelangt ist und dann zurück in genau die selbe Grube zurück stösst aus der man es einst gerettet hat?
    Was war dann die Mühe wert? Was muss ich für ein Mensch sein, um so etwas zu tun? Wie weit reicht dann das vorgetäuschte Mitgefühl? Wirklich weiter als bis zum Portemonnaie? Was soll das für eine Hilfe darstellen? Kommt das nicht sogar vielmehr einer Folter gleich?
    Was sind das dann für "Ärzte" und "Therapeuten"? Wo bleibt deren Aufstand der unüberhörbar über das Land schallt?

    Daher meine Mahnung wie Aufruf an alle Opfer die massives Mobbing erleben wie auch die Interessierten und betroffenen Angehörigen die hier lesen:

    Beseitigt die eigentliche Ursache für euer Leiden indem ihr euch, alleine auf weiter Flur und ohne Hoffnung auf Hilfe, aus dem euch krank machenden Umfeld zurückzieht so schnell wie ihr nur könnt.
    Die Täter und Schinder dieser Welt werden sich ohne massivsten und brachialen Druck stärkerer Mächte als sie selbst niemals freiwillig ändern oder gar ihre Schuld eingestehen!

    Unterstützt eure Angehörigen und geliebten Partner nach Kräften wenn sie diesem Monster zum Opfer fallen. Gebt Ihnen bedingungslose Liebe und Zuwendung. Das ist die grösste Macht die Ihnen am meisten hilft bei dem was sie durchmachen müssen.
    Gebt mit allem was ihr an Menschsein habt. Gebt und es wird auch euch beizeiten gegeben werden wenn ihr der Liebe und Kraft anderer bedürft.
    Werdet wieder zur Familie statt euch dadurch entzweien zu lassen.
    Sie ist der Kern einer jeden Gesellschaft. Lasst nicht zu, dass man uns dieses Juwels beraubt indem ihr euch dessen selbst beraubt!

    Wenn ihr gegen eure Peiniger selbst nicht mehr kämpfen könnt dann wendet das System gegen sie und lasst das die Anwälte für euch tun. Dazu braucht ihr einen Rechtsschutz für Arbeitsrecht. Wenn ihr den nicht habt, kann man den schnell abschliessen.

    Wenn ihr einen Coach oder Therapeuten in Erwägung zieht dann legt keine zu geringen Massstäbe an. Fragt was es zu eurer Genesung braucht und nicht was zur Linderung.
    Die Antwort auf diese Frage wird euch Aufschluss geben ob ihr beim Richtigen auf der Couch liegt. Es gibt sie. Aber wie bei allem auf dieser Welt muss man danach suchen.

    Allen ein erholsames und stressfreies Wochenende

    Gruss Martin

  2. #2
    Registriert seit
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    Beiträge
    289

    Standard AW: Mobbing und Depression

    Sehr schön geschrieben Martin. Maslows Pyramide kenne ich auch noch aus Psychologie/ Neurologie und meinen Weiterbildungen.
    Du hast recht wenn man imstande ist diese Ängste ( nicht zu vergessen ) aber zu überwinden oder zu akzeptieren kann man ein gutes Leben führen und ständig wachsen ohne sich in einen Unmenschen zu verwandeln.
    Danke für die Mühe
    Gruß Tomm

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