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Thema: Mobbing gegen mich in Behindertenwerkstatt

  1. #1
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    Standard Mobbing gegen mich in Behindertenwerkstatt

    Hallo, ich bin neu hier und möchte hier meine eigene erlebte Mobbingeschichte erzählen.
    Ich würde in einer Behindertenwerkstatt gemobbt. Ich denke, die Geschehnisse dort haben schon sehr mein Leben verändert. Ich habe mich nie irgendwem anvertraut und diese Erlebnise dort verarbeitet. Ich hoffe, dass ich es schaffe meine Geschichte detaliert zu beschreiben was bestimmt auch schwierig wird, aber ich werde es versuchen.
    Geändert von loa (22.11.2013 um 01:43 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: Mobbing gegen mich in Behindertenwerkstatt

    Hallo loa

    Versuche das in kleiner Happen Absätze zu strukturieren. Dann lesen auch mehr die Geschichte als wenn es in "einem Guss" ohne Punkt und Komma daher kommt.

    Vielleicht eine Hilfestellung, nicht Bevormundung, zur Strukturierung auch Deiner Gedanken zum Thema sowie einer beginnenden Lösungsorientierung. Also weg vom Problem hin zur Lösung.
    Vielleicht verändert das alleine schon etwas in Dir

    1. Was ist das Problem?
    2. Wer sind die Beteiligten?
    3. Wann hat es angefangen?
    4. Wer sind meine Verbündeten wenn ich noch welche habe?
    5. Was habe ich schon unternommen und wie fielen die Reaktionen aus?
    6. Wie sehe ich meine Zukunft dort? Sehe ich überhaupt eine?
    7. Was macht es mir u.U. so schwer loszulassen?
    8. Wie könnten mögliche Lösungen aussehen?
    9. Welche dieser Lösungen ist für mich nach Stand heute die wahrscheinlich Beste?

    Viele Grüsse
    Martin
    Geändert von Herbert 44 (22.11.2013 um 09:54 Uhr)

  3. #3
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    Standard AW: Mobbing gegen mich in Behindertenwerkstatt

    Es ist wahnsinnig schwierig dass alles auszuformulieren. Und ich habe mich damit nie ernsthaft beschäftigt!

    Das Mobbing geschah vom Januar 2009 bis Mai 2012 mit Unterbrechung.

    Ort des geschehens war eine Behindertenwerkstatt, der Fachbereich war für psychisch Kranke.

    Es gab viele Ursachen, dass es mich getroffen hat, einige klingen vlt. überheblich aber genau das ist einfach manchmal der Grund von Mobbing, weil es einfach niedrige Beweggründe sind.

    Als ich in dieser Werkstatt angefangen habe war ich in einem intakten Umfeld ( wohnend beim Vater mit Hund ), es hat gut funktioniert auch wenn Zusammensetzung ungewöhnlich war.
    Mein Ort zuhause war für mich Kraft und Erholung.

    Wie würde ich die Stimmung in dieser WfbM (Werkstätte für behinderte Menschen) beschreiben? Naturlich in Nachhinein, als ich dort anfing war alles spannend und ich habe nix hinterfragt oder beobachte, ich war der Überzeugung es ist alles richtig so!

    Es war eine drückende und sehr kranke Atmösphare. In den Klo´s herschte ein recht beissender Geruch sowie in dem Ruheraum. Die Teilnehmer waren in einem sehr schlechten Zustand, manche mehr manche weniger. Angefangen von Hygiene bis zum Verhalten dieser Leute. Es war alles vertreten sozusagen. Die Anleiter waren viele aus dem Osten vor allem die jüngeren und aber auch ältere. Ich gehe nicht auf Details ein und beschreibe die Leute genauer. Und dann naturlich die Frage, wer war ich zu dieser Zeit! Und da kommt schon die vorhin genannte Arroganz zum Zuge. Ich denke ich wirkte meine Gesamterscheinung sehr sicher, gute Kleidung und gutes Sozialverhalten und stabilies Umfeld. Manko würde ich sagen, war sehr sehr schüchtern und unerfahren. Mir sind keine Alarmglocken geläutet zur der Zeit, ich habe nur Still beobachtet und schon kleine Signale wahrgenommen. Beispiel mein Anleiter stand breitbeinig vor mir mir verschränkten Armen, ich denke die Körpersprache sagt von ihm schon genung aus. Aber erstmal alles voreingenommen wahrgenommen!

    Die Zeit begann zu laufen! Diese Geschichte geht weiter aber ich habe mich dazu entschieden immer so kleine Texte zu schreiben. Und immer weiter dann schreibe!

  4. #4
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    Standard AW: Mobbing gegen mich in Behindertenwerkstatt

    Du beschreibst die Zeit dort schon recht detailliert mit Gerüchen, Gefühlen usw. - unglaublich das du das alles so in Erinnerung behalten hast.

    Was ist denn dann passiert?
    Richtete sich das Mobbing von deinem Vorgesetzten aus oder innerhalb der Gruppe?
    Was ist konkret passiert und wie hast du es denn letztendlich geschafft wieder raus zu kommen?

    Ich will dir nicht zu nahe treten, aber mich würde interessieren warum du überhaupt in der Werkstatt für geistig Behinderte gewesen bist.
    Ist das eine Art Rehamaßnahme gegen Depressionen oder zur wiedereingliederung gedacht gewesen?

  5. #5
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    Standard AW: Mobbing gegen mich in Behindertenwerkstatt

    @Rainbow

    Es war eine Teilhabe am Arbeitsleben finanziert durch die Arbeitsagentur, aber der Grund warum ich da war, war einfach dass es für psychisch kranke war. Die psychisch Kranken waren in einem extra Bereich untergebracht. Hatten ihr eigenes kleines Häuschen, getrennt von den geistig Behinderten.

    Was genau passiert ist? Ich kann es nicht gegen eine einzige Person richten, am Ende war dann fast alle gegen mich! Wie ich raus kam? Ganz ehrlich ich glaube, sie wussten alle ganz genau, dass es Mobbing war und es war Ihnen zu heikel, das war kein Thema da raus zu kommen.

  6. #6
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    Standard AW: Mobbing gegen mich in Behindertenwerkstatt

    Nach dem ersten Tag in dieser Behinderteneinrichtung war dann erstmal gegenseitges Beschnuppern angesagt. Es war eine ganz normale Kennenlernphase. Nix komisches oder nix bedrohliches. Dieses Finden oder herausfinden, wer mit wem gut kann oder nicht. Und für uns neuen Teilnehmer (insgesamt 5 Leute), ging es naturlich auch zu zeigen was wir können oder wo wir stehen und man darf nicht vergessen, es ging um Diagnosen! Und für Anleiter ging es sicherlich auch darum, ihre neuen Teilnehmer kennezulernen.

    Mein Eindruck war, die bisherigen Teilnehmer waren sehr unspektakular, die bisherige Struktur in dieser Einrichtung schien zu funktionieren! Es war alles soweit ok. Ich habe mich sehr gut eingelebt, hatte einen sehr netten Anleiter, wie es auf den ersten Blick schien, in meinem Alter und kam in meiner Gruppe sehr gut zurecht, naturlich gab es ganz normale Vorkommnisse. Die Arbeit fiel mir sehr leicht. Naturlich war auch diese Kennenlernphase geprägt von, austesten von Sozialem, wie weit kann ich gehen, wie ticken sie so, dass habe ich bestimmt einfach nicht so wahrgenommen und es als alamierend abgespeichert, aber ich denke das zu dieser Zeit der Grundstein für das spätere Mobbing gelegt worden ist. Und da müsste ich mir die Schuld geben, einfach dafür dass ich zu naiv war.

    Denn ich denke in so ner Kennenlernphase, findet der Täter seine Opfer. Oder sucht sich sein Zielobjekt raus.

    Und so war es dann auch.

    Und ich denke, dass genau in dieser Zeit sehr subtil kleine Anfänge gelegt worden sind, die aber nicht bedrohlich eben waren, wo aber die Alarmglocken hätten anfangen sollen zu ringen.

    Beispiel:

    Was ich gemerkt habe, sehr sehr am Anfang, würde mir gleich die Ehre zuteil, dass ich ne ganz besondere Aufgaben machen soll, die sie mir ja nur zutrauen und die ja ich nur kann. Ich habe einen sehr grossen Storch auf Holz malen dürfen und ihn dann auch aussägen und anmalen dürfen. Ich habe durch die Aufgabe wahnsinnig viel Aufmerksamkeit bekommen, für meinen Geschmack ein bisschen zu viel! Ich wurde da in gesamten Teilbereich einfach nach einem Monat wahnsinnig gelobt. Man sollte bedenken, dass es sehr krass ist wenn man jemand nicht so mag, dass man ihn dann auch nicht so mega loben sollte, denn ich habe da keine Ausbildung drin, ich habe den Storch mit viel Liebe und Glück gemacht und dafür sollte man niemand loben!

    Mir haben die Aufgaben sehr gut getan, ich hatte das erste Mal "das Gefühl ich bin gut ich kann was" und habe mich darüber sehr gefreut und auch meiner Krankheit tat es gut. Ich bin richtig aufgeblüht, doch die Neider sind nicht weit. Nur es klingelten immer noch keine inneren Alarmglocken bei mir!


    Es lief alles sehr gut, bis ich dann im Anfang Mai glaube ich, einfach so versetzt worden bin. Ohne Vorwarunung einfach so in eine andere Gruppe. Ich würde zu einer sehr viel älteren Damen versetzt und in eine sehr Leistungsschwache Gruppe. In dieser Gruppe musste ich 3 Monate bleiben, obwohl ich in einem Gespräch mit meinem Anleiter gesagt habe, dass ich gerne wechseln möchte. Aber es würde abgelehnt.

    Das interresante ist glaube ich diese 3 Monate in dieser Gruppe!

    Warum habe ich mich niemanden geöffnet? Ich glaube weil ich mich geschämt habe.

  7. #7
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    Standard AW: Mobbing gegen mich in Behindertenwerkstatt

    Dass es jetzt nicht falsch rüberkommt, was ist normal und wo fängt Mobbíng an?

    Mobbing muss Beweisbar sein?

    Und da es jetzt nicht wie gekränte Eitelkeit rüberkommen soll!

    Werde ich einfach mal gewisse Punkte aufzahlen:

    Situation:
    Gruppenraum, 2 Anleiter anwesend, andere Gruppenmitglieder anwesend. Anleiter frägt mich ob ich meine Unterhosen bügele?

    Andre Situation:

    Anleiter sagt zu mir in Gruppe: Ich sage ihnen ja auch nicht was ich ihm Bett mache!

    und diese 3 Monate in der Gruppe waren eingenlich geprägt, dass ich als Aufgabe bekommen habe, dass ich Dinge ausschneiden sollte, dass ich für sie Arbeiten erledigen sollte oder das ich von der Gruppe alleine in einem PC Raum untergebracht worden bin und man mich immer mit einer anderen Frau verglichen hat, 2 Frauen müssten Kerzen machen und sie war einfach besser wie ich! Ist ja ok! War ja auch so, aber es an die Glocke zu hängen ist Mobbing und dann war es auch noch so erst Arbeit geben und dann weggenehmen. Ist auch ok, aber man hat es in der Luft gerochen das war Mobbing!

    Oder mein Anleiter hat auf meine Sexualität angespielt!

  8. #8
    ZuTutor ist offline besonders erfahrenes Mitglied des Mobbingforums
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    Standard AW: Mobbing gegen mich in Behindertenwerkstatt

    Hallo Loa

    Für Mobbing muss man sich nicht schämen! Höchstens die Täter sollten sich dafür schämen, was sie dem Opfer angerichtet haben!

    Es ist von äußester Wichtigkeit, dass man sich im Falle von Mobbing jemandem anvertraut, am besten mehreren nahestehenden, vertrauensvollen Personen, die einem helfen und einen aufbauen. Man wird merken, dass man sich danach besser und sicherer fühlt. Außerdem können diese Personen einem dann möglicherweise auch wertvolle Ratschläge geben.

    Deine Geschichte erzählst du zwar relativ detailliert, aber nicht besonders konkret. Du darfst dich gerne trauen, konkreter zu werden, zu sagen, was sie dir genau angetan haben, denn dann können wir dir auch konkret und am besten helfen.

    Und dann noch ein paar Antworten zu deinen allgemeinen Fragen:

    Wann fängt Mobbing an? Das ist Definitionssache und oft ein "fließender Prozess". Es muss nicht zwingend einen absoluten "Anfangszeitpunkt" geben. Oft geht das ineinander über oder dass sich aus einer erst harmlosen Konfliktsituation langsam Mobbing entwickelt. Dennoch würde ich sagen, dass es dann Mobbing ist, wenn es für dich selbst Mobbing ist. D.h. sobald du dich gemobbt fühlst, ist es auf jeden Fall Mobbing.

    Muss Mobbing beweisbar sein? Nein. Im Gegenteil: Mobbing ist oft kaum zu beweisen, weil der eigentliche Schaden in der Psyche des Opfers angerichtet wird. Selbstverständlich wären andere Folgen von Mobbing wie Sachbeschädigung, Körperverletzung etc. beweisbar, aber psychische Schäden aufgrund von Mobbing sind schwer greifbar. Deshalb reichen bei Mobbing oft schon allein viele Indizien aus, um mit großer Wahrscheinlichkeit auf Mobbing zu schließen.

    Du schreibst, dass du dich selbst ein bisschen für das Mobbing schuldig fühlst, weil du zu naiv gewesen wärst. Dazu kann man nur sagen: Am Mobbing sind allein die Täter schuldig. Keine Eigenschaft an einem Menschen rechtfertigt Mobbing. Du hast überhaupt keine Schuld, mache dir keine Vorwürfe. Sie sind schuldig, sie allein und niemand anders.

    Mag sein, dass deine Schüchternheit, dein Erfolg, deine mögliche Überheblichkeit (überspitzt ausgedrückt) das Mobbing noch gefördert/begünstigt haben, aber dennoch ist das nicht deine Schuld, sondern hier sind nur die anderen aktiv auf dich losgegangen, weil sie womöglich Minderwertigkeitskomplexe/Neid etc. hatten.

    Diese anderen Leute sind psychisch krank. Lass das nicht auf dich abfärben, sondern verteidige dich gegen sie.

    Bei der Situation mit der Unterhose wirst du endlich mal konkret. Für mich ist diese Situation eindeutig Mobbing. Ich würde es sogar als sexuelle Belästigung identifizieren. Wehr dich gegen sowas! Informiere den Vorsitzenden/Chef des Anleiters über den Vorfall. Stelle den Anleiter zur Rede, was seine sexistische Frage sollte.

    Alles Gute
    ZuTutor
    Mein Youtubekanal: youtube.de/c/SuperExtreme Das Glück ist schon auf dem Weg zu dir.

  9. #9
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    Standard AW: Mobbing gegen mich in Behindertenwerkstatt

    Liebe Loa


    Herzlich willkommen hier.
    Allso wenn ich deine Beiträge so lese erkenne ich mich selbst vor vielen Jahren gut wieder :-)
    Als ich noch schüchtern und wenig erfahren in der Pflege begonnen habe zu arbeiten.
    Ich war eine recht junge und offene hübsche Schwester ( bin eine Frau / Tomm täuscht ) und man konnte mir ein X für ein U vormachen.
    Der Bereich Pflege und Gesundheits / Sozialwesen - ist ein durch und durch durchsetzter Bereich des Mobbings. Man glaubt es kaum aber mit " Sozial " hat das nicht mehr viel zu tun-weder gegenüber den Patienten noch gegenüber dem Personal noch vom System und den Krankenkassen aus.
    Das hat erstmal nix mit " Ost " und " West " zu tun sondern unsere Gessellschaft stellt das Problem dar.
    Es gibt sogar Bürger die gegen Hospize klagen weil sie der " Tod " am spassigen Leben hindert / es stört sie einfach.
    Schon allein die Einstellung der Leute ist traurig.
    Du schreibst du wirkst stabil und stark und du hast tatsächlich recht das schürt den Neid der Menschen.
    Aber führ dich um Gottes willen nicht gegenteilig auf sondern sei einfach ruhig und beobachte nur. Sag wenig und wenn dann gut dosiert und ich persönlich empfehle dir tritt in die Gewerkschaft ein.
    Du wirst stärker werden mit den Jahren - ganz gewiss.
    Die Menschen ändern sich leider nicht


    Gruß Tomm

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