Hallo,
Ich bin neu hier und möchte euch meine Situation schildern, die langsam doch etwas bedrückend wird!
Ich bin 24 und habe nach meinem Studium jetzt eine Ausbildung begonnen. gegen März letzten Jahres in eine Eigentumswohnung eingezogen, Eigentümer ist mein Vater. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis und stehen in ständiger Rücksprache. Mein Freund ist regelmässig zu Besuch, da er nur ein paar Straßen weiter wohnt.
Die Hausverwalterin, eine Dame um die 83, kam schon am Tag meines Einzuges auf mich zu, um mir mitzuteilen, an welchen Wochentagen (wöchentlich) die Treppe geputzt werde und mit welchem Putzmittel. Sie wohnt über mir. Ich habe ihr freundlich gesagt, dass ich Putzmittel bereits besitze und dieses auch benutzen werde.
Da ich mit einer anderen Nachbarin (von ganz unten) ein recht gutes Verhältnis habe, erfahre ich häufig, wie sehr die Verwalterin sich für mich und meinen Vater interessiert. Sie hat schon mehrmals sehr neugierig gefragt, was er denn beruflich mache und ob er Selbstständig sei.
Bei dieser Nachbarin, die ganz unten wohnt, lästert sie wohl regelmäßig darüber, dass ich meine Treppe nicht putze und wie mein Balkon aussieht, wie voll mein Keller ist, wie meine Pflanzen aussehen etc.. Ich gehe also davon aus, dass die Dame ein Problem mit mir hat.
Daraus habe ich mir zunächst nichts gemacht, solang sie nur redet, dachte ich mir, beißt sie nicht.
Als ich dann mit Speicherfegen dran war, dauerte es keine 5 Minuten und sie stand auf dem Speicher, und stellte Fragen und hielt mir Vorträge übers Treppeputzen.
Kurz bevor ich zu einem Wochenendsausflug loswollte, also mit den Koffern in der Hand, traf ich sie vor der Haustür, und sie meinte, sie wollte mich mal was fragen. Da ich spät dran war, sagte ich ihr, das würde grad schlecht passen. Ich hatte im Vorfeld auch schon wieder einiges gehört was sie zu beanstanden hatte, und hatte wenig lust, mir zwischen Tür und Angel einen Vortrag von ihr anzuhören.
Sie sagte "Ja gut, dann machzen wir das ein andern mal." .
Sie kam allerdings nicht noch mal auf mich zu, sondern rief gleich meinen Vater an, eigentlich nur, um sich bei ihm zu beschweren dass ich die Treppe nicht richtig putze.
Nur um an dieser Stelle den Sachverhalt zu klären: In der Hausordung steht, dass die Treppe wöchentlich geputzt werden muss. Manchmal vergesse ich das und putze sie alle 2 Wochen.

Mein Vater war nicht erfreut über die Aktion und hat ihr deutlich gemacht, dass er wegen solcher Lappalien nicht behelligt werden möchte und dass sie ruhig mit mir reden kann, ich bin schließlich eine Erwachsene Frau.
Nun steht im Plan, der unten im Treppenhaus liegt, dass ich diesen Monat damit dran bin, den Keller zu kehren und die Speichertreppe zu wischen. Ist mir nicht entgangen, wird in diesem Monat noch geschehen.

Da das aber noch nicht passiert ist, und ihre Meinung von mir offenbar nicht die beste ist, hatte ich gestern einen Brief auf meiner Fußmatte liegen, in dem sie mich darauf hinweist, dass ich diesen Monat mit Kellerfegen etc. dran bin. Gut und Schön. Weitere Floskel:
"Des weiteren möchte ich sie daran erinnern, dass sie wie alle anderen auch j e d e W o c h e die treppe putzen" - formal in etwa so, jeden Buchsataben einzeln unterstrichen. Unter ihre Unterschrift hatte sie auch noch Die Namen der anderen Wohnungseigentümer im Haus gesetzt.
Darauf hin ist mir ein bisschen der Kragen geplatzt und ich habe sie angerufen, habe ihr gesagt dass sie nicht unruhig werden braucht, und dass ich den Plan gesehen habe und mich auch daran halte. Aufs Treppe putzen bin ich erst einmal nicht weiter eingegangen.
Das ganze hat mich aber noch so geärgert, dass ich kaum schlafen konnte und daher hab ich sie morgens nochmal um ein Gespräch gebeten.
Ich sagte ihr, dass der Brief unnötig war. Sie kam vom Höckschen aufs Stöckschen und fragte mich gleich, ob ich denn meine Palme mal wieder gießen würde.
und ob ich überhaupt die Kellerräume schon mal gefegt hätte. Und die Speichertreppe hätte ich ja noch nie gewischt (was nicht stimmt) - die wäre ja so staubig gewesen.
Ich hab ihre Vorwürfe von mir gewiesen und es nochmal freundlich probiert; ich sagte ihr, ich hätte ja schon mal für sie die Mülleimer rausgestellt (die sind schwer und die Lady ist über 80, also klare Sache eigentlich) und ihr angeboten, das auch in Zukuft für sie zu übernehmen. Da murmelte sie schon hinein, das würde sie mir nicht glauben, genau so wie sie mir nicht glaubte, dass ich den Keller gefegt habe, die Speichertreppe geputzt, den Mülleimer selbst rausgestellt etc..
Sie sagte auch, ich könne den Müll ja gar nicht rausgestellt haben, denn die Tonne habe ja schon da gestanden bevor ich nach hause kam ( da fragt man sich woher die Frau wissen will wann ich zuhause bin).
An der Stelle wurde mir klar dass das Gespräch nirgends hinführen kann und sagte ihr, sie solle mich nicht mehr an irgendwas erinnern in Zukunft.

Ich rechne damit, dass diese Frau aus irgendeinem Grund systematisch Krieg gegen mich führen will. Ich habe überhaupt keine Lust auf den Stress und möchte einfach von ihr in Ruhe gelassen werden. Wenn sie mich schon bespitzelt (sie legt auch "Kontrolldreck" auf meiner Treppe aus und rennt jedesmal zur Tür und lauscht, wenn ich auf den Speicher gehe)
möchte ich einfach, dass sie aufhört mich anzukommunizieren.

Hat jemand effektive Strategien, wie man Ruhe von einer Kontrollzwang-Putzfimmel-Hausverwalterin kriegt?

Ich habe ja kein Problem damit, regelmäßig meine Treppe zu putzen, aber wenn es mal eine Woche vergessen wird, möchte ich nicht gleich irgendwelche Anrufe oder Briefchen bekommen -.-